Wettanbieter im Quotenvergleich: was die Zahl vor dem Komma wirklich kostet

Updated Oktober 2026
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Eine Balkenwaage aus Messing mit zwei leeren Schalen steht im Gleichgewicht auf einem Holztisch.

Wer Quoten vergleicht, vergleicht Zahlen, keine Versprechen. Eine Quote von 2.10 sagt dem Auge «verdoppelt den Einsatz», sagt dem Buchmacher «so viel bleibe ich auf diesem Markt im Schnitt». Genau diese Lücke zwischen Auge und Meinung ist der Vergleichspunkt, und in der Schweiz ist die Ausgangslage besonders eng: Nur zwei Veranstalterinnen haben eine Bewilligung, der Rest spielt sich in einer Grauzone ab, die der Gesetzgeber unter Strafe stellt. In diesem Leitfaden erfahren Sie, wie Marge, Overround und implizite Wahrscheinlichkeit aus einer einzigen Zahl entstehen, was die beiden bewilligten Anbieter unterscheidet, und was ein Blick auf ausländische Seiten für Nutzer in der Schweiz bedeutet — nämlich nichts an Schutz, dafür ein anderes Risikoprofil.

Buchmacher kalkulieren ihre Quoten so, dass die impliziten Wahrscheinlichkeiten aller Ausgänge zusammen mehr als 100 % ergeben; der Überschuss heisst Overround.

Stand: Oktober 19, 2026. Geprüft gegen die Gespa-Liste der bewilligten Veranstalter und die aktuellen Spielregeln von Sporttip und Jouez Sport.

Wie der Quotenvergleich in der Schweiz überhaupt funktionieren kann

Die Ausgangslage ist in Europa fast einzigartig. In den meisten Ländern konkurrieren Dutzende private Wettanbieter mit unterschiedlichen Margen um denselben Fussballabend, und ein Sporttipper kann sich die beste Quote herauspicken. In der Schweiz haben die Kantone die Zahl der Veranstalterinnen für Sportwetten per Interkantonale Vereinbarung auf zwei begrenzt: Swisslos mit dem Produkt Sporttip für die Deutschschweiz, das Tessin und Liechtenstein, und die Loterie Romande mit Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone. Wer in einem dieser Gebiete wohnt, hat genau eine Online-Anlaufstelle; wer die Quoten vergleicht, vergleicht sie zwischen zwei Marken, die sich geografisch nicht überlappen. Genau hier setzt der Blick ins Ausland an — und genau hier beginnt er, die Spielregeln zu verlassen.

Eine Wasserwaage liegt auf einem Brett an einer Werkbank in einer Schreinerei, Holzspäne bedecken den Boden.
Bei variablen Quoten (Totalisator) setzen die Wettenden untereinander; der Auszahlungsanteil liegt bei staatlichen Anbietern unter 50 % und bei Pferderennen bis etwa 85 %.

Was die zwei bewilligten Veranstalter voneinander trennt

Sporttip und Jouez Sport sind beide Grossspiele im Sinne des Geldspielgesetzes und beide von der Gespa beaufsichtigt, aber sie sind organisatorisch getrennte Häuser mit eigenen Spielregeln, eigenen Limiten und eigenen Quotenredaktionen. Für dieselbe Partie Fussball kann die Quote auf den Heimsieg bei Sporttip 1.85 lauten und bei Jouez Sport 1.90 — und umgekehrt auf das Unentschieden. Das ist genau der Effekt, den ein Quotenvergleich aufdecken soll: Bei unterschiedlichen Anbietern fallen die Preise für dieselben Ausgänge unterschiedlich gespreizt aus, und ein Leser kann sehen, wo das eigene Spiel den besseren Preis hat. Was er nicht kann: bei beiden gleichzeitig online ein Konto führen, weil die Registrierung an den Wohnsitz im Vertragsgebiet gebunden ist.

Was ein Blick auf ausländische Seiten konkret bedeutet

Wer trotzdem bei einem Anbieter ohne Schweizer Bewilligung spielt, hat es mit einem ausländischen Hausrecht zu tun. Eine Lizenz aus Malta oder Curaçao hat in der Schweiz keine Kraft, weil das Geldspielgesetz Spielbewilligungen an die Schweiz bindet und ausländische Bewilligungen ausdrücklich nicht anerkennt. Praktisch heisst das: kein Anschluss an das Schweizer Ausschluss-Sperrprotokoll, keine Schweizer Aufsicht, kein Schweizer Rechtsweg bei Streit, und die Gewinne fallen je nach Kanton unter eine andere Steuerlogik. Dazu kommt: Die Gespa führt eine Sperrliste mit Domains ausländischer Anbieter, die Schweizer Internetanbieter per DNS-Sperre blockieren; ein Aufruf über ein VPN ändert daran nichts an der fehlenden Bewilligung, sondern nur am Netzweg. Das alles ist hier erklärt, damit ein Leser nicht aus Unwissenheit in eine Annahme rutscht, die das Gesetz nicht stützt. Im Abschnitt über die Rechtslage wird der Rahmen vollständig aufgespannt.

Was eine Quote mathematisch überhaupt ist

Eine Quote in der Schreibweise 1.95,2.40 oder 5.00 ist zuerst eine Multiplikatorzahl. Wer10 CHF zu Quote 2.40 setzt, gewinnt bei einem Treffer 24 CHF brutto, also 14 CHF netto plus Einsatz. Das ist die einfache Lesart. Wer vergleicht, braucht eine zweite Lesart: den Kehrwert. Die Quote 2.00 entspricht 50 %, die Quote 4.00 entspricht 25 %, die Quote 1.25 entspricht 80 %. Das ist die sogenannte implizite Wahrscheinlichkeit — der Wert, den der Buchmacher dem Ausgang beimisst, wenn er nur die Zahl nimmt und nichts darüber weiss, wie das Geld der Wettenden tatsächlich fliesst.

Implizite Wahrscheinlichkeit und ihre Grenzen

Die implizite Wahrscheinlichkeit ist eine Rechenübung, keine Vorhersage. Wenn der Buchmacher auf alle drei Ausgänge eines Fussballspiels Quoten setzt, deren Kehrwerte zusammen 106 % ergeben, dann hat er in jeden Preis2 % Marge eingebaut — und keine Aussage darüber getroffen, wer das Spiel gewinnen wird. Die impliziten Wahrscheinlichkeiten sind lediglich so kalibriert, dass sie bei ausgeglichenem Buch einen Gewinn abwerfen. Das ist der ganze Sinn des Konstrukts, und ein Leser, der die Zahl in den Kommentar schreibt, schreibt einen Kommentar über Buchmachermathematik, nicht über Fussball.

Ausschüttung und Marge

Aus den Quoten aller Ausgänge eines Marktes lässt sich die Ausschüttungsquote berechnen, indem man die Kehrwerte addiert und 1 durch die Summe teilt. Bei den Quoten 1.95 / 1.95 in einem Zweiwegmarkt ergibt das 1 ÷ (1/1.95 + 1/1.95) = 1 ÷ 1.0256 ≈ 97.5 %. Die restlichen 2.5 % sind die Marge des Buchmachers. Bei einem Dreiwegmarkt mit Quoten 1.25 / 5.00 / 10.00 ergibt sich 1 ÷ (0.8 + 0.2 + 0.1) = 1 ÷ 1.1 ≈ 90.91 %; die Marge ist also rund 9.09 %, mehr als dreimal so hoch wie beim ausgeglichenen Zweiwegmarkt. Das ist kein Zufall. Je mehr Ausgänge ein Buchmacher vorauspreisen muss, desto grösser wird der Puffer, den er sich in jeden Preis hineinrechnet, um sicherzustellen, dass am Ende etwas übrig bleibt.

Typische Margen, die in der Praxis auftauchen

In der gängigen Praxis liegen Buchmacher bei Zweiwegmärkten wie Tennis, Basketball oder Eishockey bei einer Ausschüttung um die 90 %, bei klassischen Fussball-Dreiwegmärkten eher bei 85 %. Bei besonders scharfen Preisen auf grosse Sportereignisse kann die Marge eines Dreiwegmarkts vorübergehend auf 5 % sinken; bei Nischenmärkten oder exotischen Turnieren liegt sie deutlich höher. Diese Bandbreite ist es, die ein Quotenvergleich überhaupt sichtbar macht: zwei Buchmacher können für denselben Markt Quoten anbieten, die identisch aussehen, aber2 % Marge trennen — und das summiert sich über eine Saison zu einem spürbaren Unterschied.

Wie ein Leser den Overround in jeder Preisliste findet

Der Overround ist das Wort für die Marge eines Marktes in der Sprache der Buchmacher. Buchmacher kalkulieren ihre Quoten so, dass die Summe der Kehrwerte aller Ausgänge 100 % übersteigt — der Überschuss heisst Overround und ist der Gewinn des Buchmachers bei ausgeglichenem Buch. Auf einem Wettzettel ist er nicht ausgewiesen; er steckt in jeder einzelnen Quote. Wer ihn sehen will, rechnet ihn aus.

Overround berechnen in der Praxis

Nehmen wir ein konkretes Beispiel aus dem Spielplan eines Wochenendes: Ein Buchmacher bietet auf ein Tennis-Match die Quoten 1.80 auf Spieler A und 2.10 auf Spieler B an. Die Kehrwerte sind 0.5556 und 0.4762; die Summe ist 1.0317. Der Overround beträgt also rund 3.17 %, die Ausschüttung 96.83 %. Bei einem Fussball-Dreiwegmarkt mit Quoten 1.55 / 4.20 / 6.50 ergeben die Kehrwerte 0.6452, 0.2381 und 0.1538; die Summe ist 1.0371, der Overround 3.71 %, die Ausschüttung 96.29 % — auf den ersten Blick ähnlich, aber das ist Zufall. Bei drei Ausgängen hat der Buchmacher statistisch mehr Spielraum, also eher eine höhere Marge. Wer ein Spiel über mehrere Avenuescheitel vergleicht, sieht den Unterschied.

Warum der Overround nie ausgewiesen wird

Ein Buchmacher schreibt seinen Kunden keine Marge auf den Wettschein, und eine Aufsichtsbehörde verlangt das in der Schweiz auch nicht. Der Overround ist die Geschäftsgrundlage und bleibt unsichtbar, weil eine ausgewiesene Marge den Kunden die Illusion nehmen würde, einen «fairen Preis» zu bekommen. Genau diese Unsichtbarkeit ist der Grund, warum ein Leser, der vergleicht, sie ausrechnen muss. Die Formel ist simpel, das Ergebnis selten angenehm.

Welche Wettarttypen der Vergleich überhaupt abbilden kann

Der Begriff «Quotenvergleich» klingt nach einer einzigen Tabelle, ist aber in der Praxis eine Familie von Vergleichen. Jeder Wettmarkt hat seine eigene Preislogik, und die Marge, die ein Buchmacher auf einem Markt nimmt, ist nicht auf einen anderen übertragbar.

Einzelwette und Kombiwette

Die Einzelwette ist die einfachste Form: ein Ausgang, eine Quote, ein Gewinn. Bei der Kombiwette werden mehrere Verzuge auf einem Wettschein kombiniert, und die Gesamtquote ist das Produkt der Einzelquoten. Das klingt nach einem Multiplikator auf den Gewinn, ist aber mathematisch eine Multiplikation der Margen: was auf jedem einzelnen Ausgang als Marge versteckt ist, wird auf jedem Bein erneut eingepreist, und das Produkt ist grösser als die Summe der Teile. Genau deshalb ist eine Kombiwette für den Buchmacher profitabler als mehrere Einzelwetten mit demselben Gesamteinsatz — und genau deshalb ist sie für den Spielenden teurer. Bei Sporttip gibt es einen «Kombiboost», der ab vier Voraussagen mit Mindestquote 1.50 einen Bonus von 5 % auf den Nettogewinn gibt, bei sieben Voraussagen 20 %, bei zehn 40 %, bei fünfzehn 100 % — das ist ein Aufschlag auf den Nettogewinn, nicht auf die Marge.

Systemwetten und Livewetten

Die Systemwette ist eine strukturierte Variante der Kombiwette, bei der nicht alle Verzuge eintreffen müssen, damit der Wettschein etwas abwirft; sie kostet entsprechend mehr Einsatz, lässt sich aber gegen Teilausfälle absichern. Bei Sporttip ist der Höchsteinsatz für eine Systemwette mit CHF 10’000 zehnmal höher als für eine Einzel- oder Kombinationswette. Livewetten sind Wetten, die während des laufenden Spiels platziert werden; sie haben oft eine höhere Marge als Prematch-Wetten, weil der Buchmacher auf eine sich schnell ändernde Spielsituation reagiert und den Puffer pro Preis höher setzt. Bei Sporttip gilt eine Livewette unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird, und Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Ausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00.

Cash-Out als Sonderfall

Cash-Out ist kein Wettmarkt, sondern eine Funktion: Der Buchmacher kauft dem Spielenden die offene Wette vor dem eigentlichen Ausgang ab, zu einem Preis, den er auf Basis der aktuellen Spielsituation und der impliziten Wahrscheinlichkeit neu berechnet. Bei Sporttip gibt es Cash-Out für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur online und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauswahl. Eine Garantie für jeden Markt besteht nicht, und ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen. Aus Sicht des Quotenvergleichs ist Cash-Out eine weitere Stelle, an der der Buchmacher einen Spread einkalkuliert — der angebotene Cash-Out-Preis liegt fast immer unter dem «fairen» Wert, den die aktuelle Quote hergäbe.

Warum die Spielerlimiten für den Vergleich mitentscheidend sind

Ein Quotenvergleich ohne Limiten liest sich wie ein Vergleich von Sportwagen ohne Tankstellenkarte: die schöne Zahl hilft nichts, wenn die Limite nicht hält. Beide Schweizer Anbieter setzen Höchsteinsätze, die je nach Wettart unterschiedlich hoch ausfallen, und beide setzen Höchstgewinne, die den möglichen Ertrag deckeln.

Die Limiten bei Sporttip im Detail

Bei Sporttip kostet eine Einzel- oder Kombinationswette mindestens CHF 1, höchstens CHF 1’000; eine Systemwette darf bis zu CHF 10’000 kosten. Swisslos kann die Limiten ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Der Gewinnbetrag einer Wette ergibt sich aus Einsatz mal Quote (bei Kombinationen mal Gesamtquote) und wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet, dann auf 5 Rappen genau abgerundet — ein Detail, das bei kleinen Einsätzen kaum ins Gewicht fällt, bei grossen einen Unterschied macht. Wird ein Wettereignis abgesagt und nicht innert 48 Stunden nachgeholt, ist die Wette ungültig: Einzelwetten werden zurückbezahlt, in Kombinationswetten erhält die Voraussage Quote 1.00.

Die Limiten bei Jouez Sport im Detail

Bei Jouez Sport liegt der Mindesteinsatz online bei CHF 2, in Verkaufsstellen bei CHF 3, für Multiples bei CHF 2. Der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten beträgt CHF 500; ein Wettschein mit Multiples darf insgesamt höchstens CHF 7’500 Einsatz enthalten. Der Höchstgewinn pro Einzel- oder Kombiwette liegt bei CHF 300’000, für alle Gewinne eines Multiples zusammen bei CHF 1’000’000. Eine Kombiwette umfasst 2 bis 10 Voraussagen, die Quote einer Einzelwette oder die Gesamtquote einer Kombi muss mindestens 1.10 betragen und darf 100’000 nicht übersteigen. Eine Wette mit einer Quote unter 1.10 wird nicht angenommen.

Die Berechnung der Marge für einen Zweiwegmarkt

Ein Zweiwegmarkt eignet sich am besten, um den Effekt der Quote auf die Marge zu zeigen, weil nur zwei Preise addiert werden müssen. Wer das Prinzip einmal verstanden hat, sieht die Mechanik in jedem anderen Markt wieder.

Beispielrechnung mit 1.90 und 1.90

Nehmen wir einen fiktiven Zweiwegmarkt mit Quoten 1.90 auf beiden Seiten. Der Kehrwert von 1.90 ist rund 0.5263; zweimal ergibt das 1.0526. Die Ausschüttung ist 1 ÷ 1.0526 ≈ 95.00 %, die Marge 5.00 %. Ein Leser, der bei diesem Markt CHF 100 setzt — sagen wir CHF 50 auf jede Seite, weil das Buch in etwa ausgeglichen sein soll —, bekommt bei einem Treffer CHF 95 zurück. Die restlichen CHF 5 sind der Buchmacher. Auf den ersten Blick sind 5 % wenig; auf 100 Wetten hochgerechnet sind es CHF 500 Differenz.

Beispielrechnung mit 1.80 und 1.80

Derselbe Markt, aber mit den Quoten 1.80 auf beiden Seiten: Der Kehrwert ist 0.5556; zweimal ergibt das 1.1111. Die Ausschüttung ist 1 ÷ 1.1111 ≈ 90.00 %, die Marge 10.00 %. Hier sind es schon 10 % auf 100 Wetten, also CHF 1’000 Differenz. Der Unterschied zwischen 1.90 und 1.80 sieht auf dem Wettschein nach 10 Cent aus; in der Marge ist er ein Faktor zwei. Genau diese Lücke zwischen Auge und Marge ist der Grund, warum ein Leser rechnen muss, statt zu lesen.

Was die Bandbreite für die Praxis bedeutet

Die Marge eines Marktes liegt in der Praxis je nach Sport, Markt und Anlass in einer Bandbreite von etwa 2 % bis 12 %. Bei klassischen 1X2-Märkten grosser Fussball-Ligen sind 5 % bis 7 % üblich, bei Dreiwegmärkten mit Handicap eher 8 % bis 10 %, bei exotischen Märkten oder Randsportarten noch höher. Eine Seite, die konsequent unter 5 % bleibt, hat entweder sehr scharfe Quoten oder ein anderes Geschäftsmodell — oder die Marge steckt in einer anderen Stelle, etwa einer Gebühr oder einer Wettsteuer. In der Schweiz gibt es keine Wettsteuer auf Einsätze, also ist die Marge vollständig in der Quote versteckt.

Was den bewilligten Markt in der Schweiz begrenzt

Die Schweizer Spielregeln sind nicht das, was ein Leser aus anderen Märkten kennt. Hier gibt es keine Curling-Wetten, keine Politikmärkte, keine Wettertipps, keine Kartenwetten und keine Eckballwetten.

Die Liste der erlaubten Sportarten und Wettarten

Die Gespa führt eine Liste der bewilligten Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten, die ein Veranstalter anbieten darf. Qualifikationsrunden sind nur erlaubt, wenn sie auf der Liste stehen; Frauenwettbewerbe nur, wenn sie auf der Liste stehen; Ranglistenwetten nur, wenn die Rangliste über die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb oder das Podium entscheidet. Trainingsläufe dürfen nicht gewettet werden; die Liste enthält keine Eckball- oder Kartenmärkte, keine Esports-Sektion. Veranstaltungen mit überwiegend Minderjährigen sind ausgeschlossen. Was nicht auf der Liste steht, darf nicht angeboten werden — und das ist der grössere Unterschied zu anderen Ländern, wo der Katalog breiter und der Ermessensspielraum grösser ist.

Was das für den Vergleich konkret heisst

Wer aus einem anderen Markt in die Schweiz kommt und dort Kombiwetten aus Eckbällen und Karten baut, wird bei Sporttip nicht fündig. Wer dagegen einen geraden 1X2-Markt mit zwei oder drei Ausgängen sucht, wird ohne Einschränkung bedient. Der Quotenvergleich in der Schweiz ist deshalb kein Vergleich über Hunderte Preislinien pro Spiel, sondern über wenige, klar definierte Linien. Das ist für einen Leser, der nur die Quote sucht, eine Vereinfachung; für einen, der einen Markt sucht, den er anderswo gewohnt ist, eine Begrenzung.

Wie ein Leser seinen eigenen Vergleich aufstellt

Ein Vergleich, der nur die Köpfe der Tabelle zeigt, ist Werbung. Ein Vergleich, der die Mechanik zeigt, ist Analyse. Die folgende Schritt-für-Schritt-Logik ist für jeden Markt dieselbe und lässt sich auf jedes Spiel anwenden, das bei einem der beiden Anbieter verfügbar ist.

Schritt eins: die verfügbaren Märkte abgleichen

Wer zwei Spiele desselben Abends vergleicht, schaut zuerst, welche Märkte beide Anbieter anbieten. Ist ein Markt nur bei einer der beiden verfügbar, fällt er für den direkten Vergleich aus. Das ist bei einem Dreiwegmarkt im Fussball praktisch nie der Fall; bei Spezialwetten schon.

Schritt zwei: die impliziten Wahrscheinlichkeiten berechnen

Pro Ausgang nimmt man den Kehrwert der Quote. Bei einem Dreiwegmarkt mit Quoten 1.55 / 4.20 / 6.50 ergeben sich 0.6452, 0.2381 und 0.1538. Die Summe ist1.0371; der Overround ist 3.71 %, die Ausschüttung 96.29 %.

Schritt drei: die Margen vergleichen

Denselben Markt beim zweiten Anbieter ebenso ausrechnen. Ist die Marge dort5.10 % statt 3.71 %, ist der erste Anbieter für diesen Markt günstiger — und zwar um1.39 Prozentpunkte, was bei CHF 1’000 über eine Saison einen Unterschied macht.

Schritt vier: die Limiten mitrechnen

Die schönste Quote hilft nichts, wenn der Einsatz an der Höchstlimite kippt. Bei Sporttip gilt für eine Einzelwette ein Maximum von CHF 1’000, bei Jouez Sport von CHF 500. Ein Leser, der mehr setzen will, muss den Wettschein splitten oder den Markt wechseln — oder beim anderen Anbieter spielen, wenn die Quote dort mithält.

Schritt fünf: die Spielregeln mitlesen

Bei Sporttip zählen Wetten, die nach dem Ausgang platziert werden, mit Quote 1.00; Cash-Out ist nur als vollständiges Cash-Out verfügbar und nicht garantiert; eine abgesagte Partie wird nach 48 Stunden ungültig. Bei Jouez Sport liegt die Mindestquote bei 1.10, das Multiple-Maximum bei 10 Voraussagen. Wer den Wettschein vor dem Abschluss noch einmal durchgeht, sieht diese Bedingungen — oder sollte es zumindest.

Was die Rechtslage dem Vergleich mit ausländischen Seiten entgegensetzt

Die Schweiz ist beim Online-Glücksspiel kein offener Markt, sondern ein regulierter mit klarer Linie. Wer hier spielt, spielt im Rahmen des Geldspielgesetzes oder ausserhalb.

Ein Bücherregal mit ledergebundenen Bänden in dunklen Farben in einer stillen Bibliothek, davor ein Lesetisch.
Swisslos hat ihren Sitz in Basel und veranstaltet Lotterien und Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung vom 20. Mai 2019 (IKV 2020).

Wer in der Schweiz Sportwetten anbieten darf

Das Geldspielgesetz definiert Sportwetten als Grossspiele und verlangt pro Angebot eine Veranstalterbewilligung sowie eine Spielbewilligung; die Bewilligung gilt nur in der Schweiz. Die Kantone haben in der Interkantonalen Vereinbarung vom 20. Mai 2019 die Zahl der Veranstalterinnen für Lotterien und Sportwetten auf Swisslos und Loterie Romande begrenzt. Eine Lizenz aus einem anderen Land — gleich ob Malta, Curaçao oder Deutschland — hat in der Schweiz keine Kraft. Es gibt also per Definition keine dritte lizenzierte Online-Sportwette in der Schweiz, und die Liste der bewilligten Anbieter besteht aus genau zwei Namen.

Wer in der Schweiz nicht spielen sollte, ohne es zu wissen

Wer bei einer Seite ohne Schweizer Bewilligung spielt, hat keinen Zugang zum Schweizer Ausschlussregister, keine Aufsicht durch die Gespa und keinen Schweizer Rechtsweg. Die Gewinne fallen je nach Kanton unter eine andere Steuerlogik; der Kanton Thurgau etwa behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen unabhängig von der Höhe als voll steuerbares Einkommen. Die Gespa führt zudem eine Sperrliste ausländischer Domains, die Schweizer Internetanbieter per DNS-Sperre blockieren. Wer das Spiel trotzdem spielt, spielt gegen das Gesetz — und riskiert, dass Einsätze und Gewinne in einem Strafverfahren gegen den Anbieter eingezogen werden. Das alles ist hier nüchtern aufgelistet, nicht um zu schrecken, sondern damit ein Leser die Annahme «im Ausland lizenziert heisst sicher» nicht auf die Schweiz überträgt.

Die zehn Anbieter im Vergleich

Die folgende Übersicht zeigt die zwei bewilligten Schweizer Veranstalter und die acht hier aufgenommenen ausländischen Marken, die in der Tabelle als Referenz dienen, weil Schweizer Spieler sie kennen. Die Reihenfolge folgt keiner Wertung; sie macht sichtbar, dass nur die ersten beiden eine Bewilligung haben und die übrigen acht ausdrücklich keine.

Marke Schweizer Bewilligung Veranstalterin / ausgewiesene Lizenz
Swisslos Sporttip Bewilligung als Grossspiel (Veranstalter- und Spielbewilligung, BGS SR 935.51; Aufsicht Gespa) SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Basel
Loterie Romande Jouez Sport Bewilligung als Grossspiel (Veranstalter- und Spielbewilligung, BGS SR 935.51; Aufsicht Gespa) Société de la Loterie de la Suisse Romande, Lausanne
AmunRa ohne Schweizer Bewilligung ausgewiesene Lizenz nicht etabliert
Boomerang Bet ohne Schweizer Bewilligung ausgewiesene Lizenz nicht etabliert
Wettigo ohne Schweizer Bewilligung ausgewiesene Lizenz nicht etabliert
Rainbet ohne Schweizer Bewilligung ausgewiesene Lizenz nicht etabliert
BassBet ohne Schweizer Bewilligung ausgewiesene Lizenz nicht etabliert
Pribet ohne Schweizer Bewilligung ausgewiesene Lizenz nicht etabliert
Coolzino ohne Schweizer Bewilligung ausgewiesene Lizenz nicht etabliert
HighFlyBet ohne Schweizer Bewilligung ausgewiesene Lizenz nicht etabliert

Was die Tabelle zeigt und was sie nicht zeigt

Die Tabelle zeigt, welche Marken in der Schweiz eine Bewilligung haben und welche nicht. Sie zeigt nicht, welche Marge, welche Quoten oder welche Auszahlungsgeschwindigkeit eine ausländische Marke auf einem bestimmten Markt hat — und sie kann es auch nicht zeigen, weil keine der acht ausländischen Marken eine geprüfte Quelle für Schweizer Daten mitführt. Wer bei einer dieser Marken spielen will, muss deren eigene Quotenliste ansehen, deren eigene Spielregeln lesen, deren eigene Bonusbedingungen prüfen und deren eigene Lizenzangaben gegen die Gespa-Sperrliste abgleichen.

Wer hier spielt, sollte wissen, was er verliert

Die Liste liest sich wie eine Ehrenliste der bekannten Namen, ist aber in der Schweiz das Gegenteil: Sie zeigt die acht Marken, die per Definition keine Bewilligung haben, in der Werbung aber als «sicher» und «lizenziert» auftreten. Eine Lizenz aus Malta ist eine Lizenz für den maltesischen Markt, nicht für die Schweiz. Das ist keine Spitzfindigkeit; es ist der entscheidende Unterschied, wenn es um die Frage geht, ob ein Gewinn im Streitfall überhaupt eingeklagt werden kann.

Swisslos Sporttip — der Schweizer Marktführer im Detail

Sporttip ist das Produkt von Swisslos für die Deutschschweiz, das Tessin und Liechtenstein. Wer dort wohnt, kann online ein Konto eröffnen und auf alle bewilligten Märkte setzen. Wer woanders wohnt, kann online nicht spielen.

Das Wettprogramm

Das Wettprogramm umfasst Einzelwetten, Kombiwetten, Systemwetten und Livewetten auf den von der Gespa bewilligten Sportarten und Wettbewerben. Voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung werden nur über die «Bet-Builder-Funktion» kombiniert; nimmt Swisslos irrtümlich eine solche Kombination ohne diese Funktion an, kann sie die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten. Cash-Out gibt es für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur online und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung.

Die Bonusstrukturen

Der Kombiboost gilt nur online und verlangt mindestens vier Voraussagen mit Quote von je mindestens 1.50; der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn solchen Voraussagen. Quotenboosts gelten nur online für Prematch-Einzelwetten; Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide Boosts sind pro Wettenden nur einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert; bei einem Cash-Out verfällt der Boost.

Die Spielregeln, die ein Vergleich sichtbar machen muss

Eine Sporttip-Wette, deren Ereignis abgesagt und nicht innert 48 Stunden nachgeholt wird, ist ungültig; Einzelwetten werden zurückbezahlt, in Kombinationen erhält die Voraussage Quote 1.00. Der Gewinnbetrag wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet, dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Vor der ersten Teilnahme müssen Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage gesetzt werden, mit Oberlimite CHF 9’999 und unter 21 Jahren CHF 1’000; eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für 30 Tage möglich.

Das Urteil für einen Leser

Sporttip ist für einen Leser in der Deutschschweiz, im Tessin oder in Liechtenstein die einzige legale Online-Anlaufstelle. Die Quoten liegen im üblichen Bereich für Grossspielanbieter, die Margen sind im Prematch-Bereich vergleichbar mit anderen Märkten. Wer Cash-Out schätzt, bekommt es nur als vollständige Variante und ohne Marktgarantie; wer den Kombiboost nutzt, muss die Mindestquoten einhalten. Für einen Leser, der auf das volle Sortiment an internationalen Spezialmärkten Wert legt, ist das Wettprogramm enger als bei vielen ausländischen Anbietern — das ist der Preis der Schweizer Bewilligung.

Loterie Romande Jouez Sport — das Pendant in der Romandie

Jouez Sport ist das Produkt der Loterie Romande für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Wer dort wohnt, hat diese eine legale Online-Anlaufstelle; in den Verkaufsstellen sind auch Tipps aus anderen Kantonen möglich, aber das Online-Konto ist an die Romandie gebunden.

Das Wettprogramm — Loterie Romande Jouez Sport

Das Wettprogramm umfasst Einzelwetten, Kombiwetten mit2 bis 10 Voraussagen und Multiples in den Verkaufsstellen. Die Quote einer Einzelwette oder die Gesamtquote einer Kombi muss mindestens 1.10 betragen und darf 100’000 nicht übersteigen. Livewetten sind im Programm verfügbar; Cash-Out ist eine Funktion, die Jouez Sport in den eigenen Bedingungen regelt.

Die Limiten und Höchstgewinne

Der Mindesteinsatz online liegt bei CHF 2, in Verkaufsstellen bei CHF 3, für Multiples bei CHF 2. Der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten beträgt CHF 500; ein Wettschein mit Multiples darf insgesamt höchstens CHF 7’500 Einsatz enthalten. Der Höchstgewinn pro Einzel- oder Kombiwette liegt bei CHF 300’000, für alle Gewinne eines Multiples zusammen bei CHF 1’000’000. Diese Werte sind enger als bei Sporttip auf der Einzelwettenseite (CHF 500 statt CHF 1’000) und grosszügiger auf der Gewinnseite für Multiple-Gewinne.

Das Verkaufsstellennetz

Die Loterie Romande zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitende; die Kontaktadresse ist Avenue de Provence 14, 1001 Lausanne. Wer lieber am Schalter spielt, hat hier ein Netz, das in der Romandie dichter ist als in der Deutschschweiz; ein Deutschschweizer Leser kann das Netz nicht nutzen, weil das Online-Konto an den Wohnsitz in der Romandie gebunden ist.

Das Urteil für einen Leser — Loterie Romande Jouez Sport

Jouez Sport ist für einen Leser in der Romandie die einzige legale Online-Anlaufstelle. Die Quoten liegen im üblichen Bereich für Grossspielanbieter, die Margen sind vergleichbar mit Sporttip. Der höhere Höchstgewinn pro Multiple (CHF 1’000’000) ist grosszügiger als bei Sporttip, der tiefere Höchsteinsatz pro Einzelwette (CHF 500) enger. Für einen Leser, der gerne Mehrfachkombis baut, ist Jouez Sport eher geeignet; für einen, der hohe Einzelwetten setzen will, eher Sporttip. Wer in der Deutschschweiz wohnt, hat online keine Wahl zwischen beiden — die Frage stellt sich gar nicht.

Ausländische Marken im Vergleich — der Blick über die Grenze

Die folgenden Marken tauchen in der Schweizer Wahrnehmung auf, weil sie in Werbung, Vergleichsportalen und Affiliate-Links präsent sind. Sie alle haben keine Schweizer Bewilligung; ihre Aufnahme in diese Übersicht dient als Referenz, nicht als Empfehlung.

AmunRa

AmunRa hat keine Schweizer Bewilligung. Da die Lizenz nicht in der Schweiz etabliert ist, hat sie hier keine rechtliche Kraft. Wer dort spielt, tut dies gegen Schweizer Recht, ohne Aufsicht durch die Gespa und ohne Zugriff auf das Ausschlussregister. Ein Zugang zum Schweizer Markt existiert für diese Marke nicht.

Boomerang Bet

Boomerang Bet hat ebenfalls keine Schweizer Bewilligung und keine in der Schweiz anerkannte Lizenz. Die Marke ist in der ausländischen Online-Welt präsent, aber für ein Schweizer Konto bedeuten die Geschäftsbedingungen ausländisches Recht. Die Gespa-Sperrliste kann die Domain jederzeit blockieren; ein VPN ändert daran nichts an der fehlenden Bewilligung, sondern nur am Netzweg.

Wettigo

Wettigo hat keine Schweizer Bewilligung. Der Markenname taucht zwar in der ausländischen Online-Werbung auf, aber für Schweizer Spieler ist die Marke ohne Schutz. Das Wettprogramm und die Margen sind auf der eigenen Seite zu prüfen, fallen jedoch nicht unter die Gespa-Aufsicht.

Rainbet

Rainbet ist im Schweizer Markt ohne Bewilligung; die ausgewiesene Lizenz ist nicht etabliert. Wer hier spielt, ist auf das ausländische Hausrecht verwiesen und riskiert, dass Einsätze und Gewinne in einem Strafverfahren gegen den Anbieter eingezogen werden. Die Marge und das Wettprogramm lassen sich nicht aus der Ferne beurteilen.

BassBet

BassBet hat keine Schweizer Bewilligung. Die Marke ist über Vergleichsportale sichtbar, doch für Schweizer Spieler gilt hier das ausländische Hausrecht. Es gibt keine Schweizer Aufsicht und keinen Zugang zum Ausschlussregister. Da das ausländische Hausrecht gilt, haben Schweizer Spieler keine Handhabe bei Streitfällen.

Pribet

Pribet ist im Schweizer Markt ohne Bewilligung; die ausgewiesene Lizenz ist nicht etabliert. Wer hier spielt, verlässt den Schweizer Rechtsraum und kann sich nicht auf die Gespa berufen, wenn es Streit gibt. Die Quoten und Limits sind eigene Bedingungen der Marke.

Coolzino

Coolzino hat keine Schweizer Bewilligung. Die Marke wirbt oft mit Bonusaktionen, die unter Schweizer Recht aufgrund der strengen Gespa-Vorgaben für Gratisspiele eingeschränkt sind. Wer dort ein Konto eröffnet, muss wissen, dass die Boni an ein ausländisches Regelwerk gebunden sind, das Schweizer Schutzvorgaben nicht abbildet.

HighFlyBet

HighFlyBet ist im Schweizer Markt ohne Bewilligung; die ausgewiesene Lizenz ist nicht etabliert.

Das Urteil für die acht ausländischen Marken

Die acht ausländischen Marken sind hier aufgeführt, weil Schweizer Spieler sie kennen, nicht weil sie eine Alternative zur bewilligten Auswahl sind. Wer bei einer dieser Marken spielt, verzichtet auf den Schweizer Schutz, akzeptiert das ausländische Hausrecht und riskiert die Sperrung der Domain. Der Vergleich dieser Marken untereinander macht wenig, weil keine von ihnen geprüfte Schweizer Daten liefert; der Vergleich dieser Marken mit den beiden Schweizer Anbietern macht noch weniger, weil die Bedingungen so unterschiedlich sind, dass sie nicht in einer Tabelle landen sollten.

Wie ein Leser seine eigene Marge überprüft

Ein Leser, der den Overround auf einem konkreten Wettschein prüfen will, braucht nicht mehr als einen Taschenrechner und die Quoten der laufenden Spiele. Die folgenden Beispiele zeigen, wie das in 30 Sekunden geht.

Beispielrechnung Fussball-Dreiwegmarkt

Nehmen wir ein Spiel mit Quoten 1.55 / 4.20 / 6.50. Die Kehrwerte sind 0.6452, 0.2381 und 0.1538. Die Summe ist 1.0371. Der Overround ist 3.71 %, die Ausschüttung 96.29 %. Wer100 CHF setzt, bekommt auf lange Sicht 96.29 CHF zurück.

Beispielrechnung Tennis-Zweiwegmarkt

Nehmen wir ein Spiel mit Quoten 1.80 / 2.00. Die Kehrwerte sind 0.5556 und 0.5000. Die Summe ist 1.0556. Der Overround ist 5.56 %, die Ausschüttung 94.44 %.

Beispielrechnung Handicap-Markt

Ein Handicap-Markt mit Quoten 1.90 / 1.90 auf den behinderten Ausgang und sein Gegenteil: Die Kehrwerte sind 0.5263 und 0.5263; die Summe ist 1.0526. Der Overround ist 5.26 %, die Ausschüttung 94.74 %.

Was die Zahlen in der Praxis bedeuten

Wer pro Saison 1’000 Wetten zu durchschnittlich CHF 50 setzt, hat einen Umsatz von CHF 50’000. Bei einer durchschnittlichen Marge von 6 % verliert der Spielende statistisch CHF 3’000 — auch wenn er «gut» tippt. Bei einer Marge von 4 % sinkt der statistische Verlust auf CHF 2’000; bei8 % steigt er auf CHF 4’000. Die Marge ist die einzige Konstante, die ein Buchmacher dem Spielenden voraushat; alles andere ist Varianz.

Wie ein Leser mit dem Spielerkonto und den Schutzlimiten umgeht

Die Schweizer Spielregeln setzen den Schutz nicht beim Markt, sondern beim Konto. Wer bei Swisslos oder Loterie Romaine ein Konto eröffnet, muss vor der ersten Wette eigene Limiten setzen — nicht der Staat, sondern der Buchmacher muss das verlangen, und der Spieler muss es tun.

Die Verlustlimiten

Bei Sporttip muss der Spielende vor der ersten Teilnahme Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen. Die Oberlimite liegt bei CHF 9’999, unter 21 Jahren bei CHF 1’000. Eine Senkung der Limite gilt sofort; eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage möglich. Diese Limite ist nicht staatlich vorgeschrieben, sondern betrieblich durchgesetzt — sie ist die einzige Bremse, die der Spielende selbst einbaut.

Die Spielsperre

Wer sich selbst sperren will, kann bei Swisslos den Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Eine selbstgewählte Spielsperre kann erst nach drei Monaten aufgehoben werden, unter Einbezug einer Fachstelle. Wer gesperrt ist, hat keinen Anspruch auf Einsätze oder Gewinne; wer minderjährig ist, hat ebenfalls keinen Anspruch.

Die Identitätsprüfung

Zur Online-Registrierung bei Swisslos braucht es mindestens 18 Jahre sowie Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Swisslos-Vertragsgebiet; es darf keine Spielsperre bestehen, und jede Person darf sich nur einmal registrieren. Die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adressdatenbanken geprüft. Wer sich nicht identifizieren lässt, kann kein Konto führen und nicht wetten.

Die Auszahlung

Gewinne und Salzzahlen werden nur auf ein Zahlungskonto überwiesen, das auf den Namen des Kontoinhabers lautet. Anonyme Auszahlungen oder Kryptowährungen gibt es im bewilligten Schweizer Markt nicht. Kredit an Spielende ist verboten; ein Anbieter darf kein Guthaben vorstrecken, damit der Spielende weiter wetten kann.

Welche Werbung in der Schweiz erlaubt ist und welche nicht

Das Geldspielgesetz untersagt Werbung, die aggressiv oder irreführend ist oder sich an Minderjährige oder gesperrte Personen richtet. Werbung für nicht in der Schweiz bewilligte Geldspiele ist verboten und wird mit einer Busse bis CHF 500’000 bestraft. Gratiswetten oder Gratisspielguthaben brauchen die vorgängige Zustimmung der Gespa; 2025 erteilte die Gespa 24 Zusagen an die Loterie Romande und 8 an Swisslos.

Was das für den Vergleich mit ausländischen Seiten heisst

Eine Seite, die mit einem «100 % Bonus» wirbt, braucht dafür eine Schweizer Zustimmung, sobald sie in der Schweiz wirbt. Hat sie keine, wirbt sie gegen das Gesetz. Eine Seite, die mit «besten Quoten» wirbt, macht eine Aussage, die der Leser nicht prüfen kann, ohne die Konkurrenz selbst nachzuschlagen. Genau hier zahlt sich der eigene Vergleich aus: Werbung verspricht Margen, die Quotenliste hält sie nicht.

Warum keine Promo-Codes auf dieser Seite stehen

Diese Seite beschreibt Angebote; sie bewirbt sie nicht. Promo-Codes, Gutscheine und Aktionslinks sind Werbeinventar, und ihre Veröffentlichung auf einer Vergleichsseite würde den Leser in eine Marketingmechanik ziehen, die der Quotenvergleich gar nicht braucht. Wer einen Anbieter nutzen will, geht direkt auf dessen Seite und prüft dort die aktuellen Bedingungen.

Was die Besteuerung von Gewinnen für den Vergleich bedeutet

Gewinne aus bewilligten Schweizer Grossspielen sind in der Schweiz grundsätzlich einkommenssteuerfrei bis zum Steuerfreibetrag. Dieser liegt seit dem 1. Januar 2026 bei CHF 1’071’000 auf Bundesebene; der kantonale Steuerfreibetrag ist je nach Kanton unterschiedlich. Über dem Freibetrag behält der Veranstalter ein Siegelkonto von 35 % ein, das der Spielende in der Steuererklärung zurückholen kann.

Wer nie wieviel spielt, zahlt keine Steuern

Die meisten Spielenden gewinnen pro Jahr weniger als den Steuerfreibetrag. Wer den Freibetrag nicht überschreitet, zahlt weder Einkommenssteuer noch Verrechnungssteuer auf Gewinne; die Steuer ist erst dann ein Thema, wenn der Gewinn den Freibetrag übersteigt. Wer nicht über die Verrechnungssteuer nachdenken muss, hat das einfachste Steuerprofil auf dem Wettschein.

Was die kantonale Praxis bei ausländischen Gewinnen sagt

Gewinne aus ausländischen Grossspielen fallen in den meisten Kantonen unter eine andere Steuerlogik. Der Kanton Thurgau etwa behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen unabhängig von der Höhe als voll steuerbares Einkommen. Wer in einem Kanton mit strenger Praxis wohnt und bei einer ausländischen Seite spielt, kann also auch ohne grossen Gewinn in eine Steuererklärungspflicht rutschen. Genau diese kantonalen Unterschiede sind der Grund, warum eine Vergleichsseite nie eine einzelne kantonale Zahl nennt, sondern «je nach Kanton» schreibt.

Was ein Leser seinem Steuerberater fragt

Wer unsicher ist, ob ein Gewinn aus einer ausländischen Wettseite steuerpflichtig ist, fragt seinen Steuerberater oder die kantonale Steuerverwaltung. Eine pauschale Aussage «ausländische Gewinne sind steuerfrei» oder «ausländische Gewinne sind steuerpflichtig» lässt sich nicht seriös treffen, weil die kantonale Praxis variiert. Die Vergleichsseite kann die Mechanik erklären; die konkrete Steuerlast ist Sache des Beraters.

Was passiert, wenn ein Anbieter in der Schweiz blockiert wird

Die Gespa führt eine Sperrliste ausländischer Domains, die Schweizer Internetanbieter per DNS-Sperre blockieren. Ende 2025 umfasste die Liste 671 Domains. Die Gespa nennt Interwetten und Bet-at-Home als Beispiele für Domain-Hopping, also den Wechsel auf eine neue Domain, kurz nachdem die alte gesperrt wurde. Bet365 wird ebenfalls als auf der Liste stehend genannt.

Warum die Sperrliste keine Lizenz schafft

Eine DNS-Sperre verhindert den Aufruf der Seite über Schweizer Internetanschlüsse; sie schafft keine Lizenz. Wer eine gesperrte Seite über ein VPN aufruft, umgeht die Sperre auf dem Netzweg, nicht aber die fehlende Bewilligung. Wer dort spielt, spielt weiter gegen das Schweizer Recht, mit allen Folgen für Schutz, Rechtsweg und Besteuerung.

Was die Sperrliste für den Vergleich bedeutet

Die Sperrliste verändert den Quotenvergleich insofern, als sie die Auswahl der erreichbaren Anbieter verkleinert. Wer in der Schweiz surft, sieht einige ausländische Seiten gar nicht; wer sie über andere Wege erreicht, sieht sie, aber ohne Schweizer Bewilligung. Der Vergleich, der auf dieser Seite steht, ist deshalb vor allem ein Vergleich der bewilligten beiden Schweizer Anbieter; die ausländischen Marken sind als Referenz aufgeführt, nicht als erreichbare Alternative.

Wie diese Seite mit fehlenden Daten umgeht

Ein Vergleich der Wettangebote ist nur dort aussagekräftig, wo Daten verlässlich vorliegen. Bei den bewilligten Anbietern sind das Quoten, Limits, Spielregeln und Bonusstrukturen, die direkt auf deren Seite oder in den amtlichen Spielregeln einsehbar sind. Bei den ausländischen Anbietern sind diese Informationen nicht in vergleichbarer Weise verfügbar, da sie keine Schweizer Bewilligung haben.

Was die Seite nicht behauptet

Diese Seite behauptet nicht, dass eine ausländische Marke eine bessere Quote auf einem bestimmten Spiel hat. Sie behauptet nicht, dass eine ausländische Marke eine schnellere Auszahlung bietet. Sie behauptet nicht, dass eine ausländische Marke einen besseren Kundendienst hat. Solche Vergleiche gehören in die jeweiligen ausländischen Märkte und brauchen dort eine eigene Datenbasis. Hier, in der Schweiz, ist die bewilligte Basis schmal, und der Vergleich ist entsprechend eng.

Was die Seite offen lässt

Die Quoten bei Sporttip und Jouez Sport verändern sich laufend, weshalb eine konkrete Stichprobe zum Zeitpunkt der Veröffentlichung bereits überholt wäre. Für einen aktuellen Vergleich öffnen Interessierte beide Seiten parallel und führen die Berechnung selbst durch — das ist die grundlegende Mechanik für jede Quotenanalyse.

Was diese Seite einem Leser zumuten will

Wer diese Seite bis hierher gelesen hat, hat verstanden, dass ein Quotenvergleich in der Schweiz kein Vergleich zwischen 30 Anbietern ist, sondern ein Vergleich zwischen zwei bewilligten Marken plus einer langen Liste ausländischer Marken, die in der Schweiz keine Lizenz haben. Wer weiter vergleichen will, vergleicht die zwei Marken, die ihm zur Verfügung stehen; wer über den Tellerrand schauen will, schaut über die Grenze und akzeptiert die rechtlichen Folgen.

Die Mechanik ist universal

Die Mechanik des Quotenvergleichs ist universal, in der Schweiz nicht anders als anderswo. Wer den Overround auf einem Markt ausrechnen kann, kann jede Seite der Welt prüfen. Wer die implizite Wahrscheinlichkeit aus einer Quote ableiten kann, kann jede Liste lesen. Die Mechanik ist hier erklärt; die Anwendung gehört dem Leser.

Die Bewilligung ist nicht universal

Die Bewilligung ist eine Schweizer Eigenschaft. Sie ist an den Veranstalter, das Vertragsgebiet und die Spielregeln gebunden; sie gilt nur in der Schweiz. Wer diese Bewilligung verlässt, verlässt den Schweizer Schutzraum, nicht aber die Mechanik des Quotenvergleichs. Genau diese Trennung zwischen Mechanik und Bewilligung ist der rote Faden dieser Seite.

Häufige Fragen zum Quotenvergleich in der Schweiz

Wie lässt sich die Marge eines Buchmachers aus den Quoten eines Spiels berechnen?

Die Kehrwerte der Quoten aller Ausgänge eines Marktes werden addiert;1 geteilt durch diese Summe ergibt die Ausschüttung. Die Marge ist 100 minus die Ausschüttung. Bei Quoten von 1.90 auf beiden Seiten eines Zweiwegmarkts ist die Summe 1.0526, die Ausschüttung rund 95 Prozent und die Marge etwa 5 Prozent. Wer das selbst rechnet, sieht die Marge, die der Buchmacher auf dem Wettschein nicht ausweist.

Unterscheiden sich die Quoten von Sporttip und Jouez Sport für dasselbe Spiel?

Ja, oft. Beide Anbieter haben eigene Quotenredaktionen, die denselben Markt unterschiedlich bepreisen. Für eine Fussballpartie kann die Heimsieg-Quote bei Sporttip 1.85 lauten und bei Jouez Sport 1.90; das Unentschieden kann umgekehrt liegen. Wer auf den besseren Preis aus ist, vergleicht beide Anbieter, aber er kann nur bei demjenigen ein Konto führen, in dessen Vertragsgebiet er wohnt. Die geografische Trennung macht den direkten Vergleich für die meisten Leser zu einer theoretischen Übung.

Was ist der Overround, und was sagt er über den Gewinn des Buchmachers aus?

Der Overround ist der Überschuss, der entsteht, wenn man die Kehrwerte aller Quoten eines Marktes addiert; das Ergebnis liegt über 100 Prozent. Dieser Überschuss ist die eingebauten Marge des Buchmachers auf diesem Markt. Bei ausgeglichenem Buch, also wenn die Einsätze proportional zu den impliziten Wahrscheinlichkeiten verteilt sind, gewinnt der Buchmacher genau diesen Überschuss; weicht die Verteilung ab, kann er mehr oder weniger gewinnen oder verlieren. Der Overround ist also kein Stückakkass, sondern ein statistischer Erwartungswert.

Wie wird aus einer Dezimalquote die implizite Wahrscheinlichkeit eines Ausgangs?

Die implizite Wahrscheinlichkeit ist der Kehrwert der Quote. Die Quote 1.01 entspricht rund 99 Prozent, die Quote 2.00 entspricht 50 Prozent, die Quote 4.00 entspricht 25 Prozent. Wer eine Quote in eine Wahrscheinlichkeit umrechnen will, teilt 1 durch die Quote. Das ist eine rein formale Umrechnung; sie sagt nichts darüber aus, wie wahrscheinlich das Ereignis tatsächlich ist, sondern nur, was der Buchmacher in die Quote eingepreist hat.

Warum liegt die typische Ausschüttung bei Wetten mit zwei Ausgängen höher als bei Wetten mit drei Ausgängen?

Bei Zweiwegmärkten wie Tennis oder Basketball muss der Buchmacher nur zwei Preise so setzen, dass die Summe der Kehrwerte über 100 liegt; das gelingt ihm oft mit einer kleinen Marge. Bei Dreiwegmärkten wie Fussball-1X2 muss er drei Preise setzen, und der zusätzliche Ausgang verdoppelt die Preispunkte, an denen er Marge verstecken kann. In der Praxis liegt die Ausschüttung bei Zweiwegmärkten nahe 90 Prozent und bei Dreiwegmärkten eher bei 85 Prozent; die Differenz ist der Preis des dritten Ausgangs.

Lohnt der Vergleich mit ausländischen Seiten, obwohl diese keinen Schweizer Schutz bieten?

Der Vergleich der Quotenmechanik lohnt sich, denn der Overround wird überall nach derselben Formel berechnet. Der Vergleich als Grundlage für eine Wette bei einer ausländischen Seite lohnt sich nicht, weil die Seite in der Schweiz keine Bewilligung hat, kein Ankenutzungsregister führt und keinen Schweizer Rechtsweg bietet. Wer dort spielt, kann zwar eine Quote nehmen, die auf dem Papier günstiger aussieht, riskiert aber den Verlust des Schutzes und je nach Kanton eine andere Besteuerung. Der Quotenvergleich allein rechtfertigt das Spielen dort nicht.

Inhalt erstellt vom Team «buchmachersch»