Wimbledon Wetten in der Schweiz 2026

Updated Oktober 2026
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Ein Tennisplatz aus Rasen im ersten Morgenlicht mit frisch gezogenen Linien, einem Netz und einem leeren Schiedsrichterstuhl, dahinter hohe Hecken.

Wer in der Schweiz auf Wimbledon wetten will, hat keine Auswahl unter Dutzenden Marken, sondern genau zwei: Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport. Was das für Quoten, Limits, Livewetten und Steuern bedeutet, zeigt dieser Überblick zur Rasensaison 2026.

Die Wimbledon Championships 2026 fanden vom 29. Juni bis 12. Juli 2026 in London auf Rasen statt und waren die 139. Austragung.

Stand: Oktober 19, 2026 | Geprüft gegen die Gespa-Liste (Version 10.09.2026) und die Spielregeln Sporttip 4.2.

Rechtslage: Warum nur zwei Anbieter erlaubt sind

Online-Sportwetten sind in der Schweiz ein Grossspiel und fallen unter das Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51, in Kraft seit 1. Januar 2019). Zuständig ist nicht die ESBK, die Casinos überwacht, sondern die Gespa (Interkantonale Geldspielaufsicht) in Bern, gestützt auf das Geldspielkonkordat (in Kraft seit 1.1.2021). Eine Bewilligung umfasst eine Veranstalterbewilligung und eine Spielbewilligung pro Spiel (Art. 21–25 BGS); sie gilt nur in der Schweiz (Art. 4 BGS).

Ein Holzschreibtisch in einem hellen Büro mit Blick auf einen Park, darauf eine Lupe und ein leerer Notizblock.
Turnierdirektor der Wimbledon Championships ist seit 2020 Jamie Baker.

Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter für Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt: Swisslos (Produkt Sporttip) und Loterie Romande (Produkt Jouez Sport). Swisslos betreut die Deutschschweizer Kantone, Tessin und Liechtenstein, die Loterie Romande die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Wer in der Deutschschweiz wohnt, kann online ein Sporttip-Konto eröffnen; ein Westschweizer Konto läuft über Jouez Sport. Eine Online-Registrierung verlangt Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Vertragsgebiet, Volljährigkeit und keine bestehende Spielsperre, und jede Person darf sich nur einmal registrieren.

Die Gespa führt keine Liste weiterer lizenzierter Buchmacher, weil es schlicht keine gibt. Sie veröffentlicht ausschliesslich die Sperrliste, also die Domains ausländischer Anbieter, die Schweizer Telekom-Anbieter per DNS blocken. Im Ausland ausgestellte Lizenzen (Curaçao, Malta, Deutschland, überall sonst) entfalten in der Schweiz keine Wirkung. Wer ohne Schweizer Bewilligung Sportwetten organisiert, macht sich strafbar: bis zu drei Jahre Freiheitsstrafe oder Geldstrafe, bei gewerbsmässigem Betrieb bis zu fünf Jahre (Art. 130 BGS). Der Spieler wird nicht bestraft, aber Einsätze und Gewinne können im Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden, und es gibt weder Sperrregister-Anschluss noch Schweizer Beschwerdestelle.

Werbung und Bonusregeln

Werbung darf weder aufdringlich noch irreführend sein und sich nicht an Minderjährige oder gesperrte Personen richten (Art. 74 BGS). Werbung für in der Schweiz nicht bewilligtes Geldspiel ist verboten (Art. 74 Abs. 3) und wird mit Busse bis zu CHF 500’000 geahndet (Art. 131 BGS). Gratiswetten oder Gratisspielguthaben brauchen die vorgängige Zustimmung der Gespa (Art. 75 Abs. 2 BGS). Die konkreten Bonusbedingungen, Mindestquoten, Boost-Stufen und Umsatzanforderungen kommen allein aus den Spielregeln des jeweiligen Veranstalters; Promo-Codes werden nicht veröffentlicht.

Spielerschutz: Verlustlimiten und Sperre vor der ersten Wette

Wer in der Schweiz online auf Wimbledon wetten will, setzt vor der ersten Einzahlung selbst Verlustlimiten: täglich, wöchentlich und monatlich. Die Obergrenze für Erwachsene liegt bei CHF 9’999, für unter 21-Jährige bei CHF 1’000. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich lässt sich eine freiwillige Einzahlungslimite für 30-Tage-Fenster setzen. Der Staat schreibt also kein fixes Einzahlungs-Maximum vor; die Spielerin bestimmt die Grenze, der Veranstalter muss sie technisch durchsetzen.

Eine Selbtsperre ist produktbezogen für 1 bis 180 Tage möglich und lässt sich vor Fristablauf nicht aufheben. Eine unbefristete Spielsperre wird in das schweizweite Register eingetragen und gilt auch für Casinos, Online-Casinos und Liechtenstein. Die Gespa testet den Jugendschutz an Verkaufsstellen: 2025 wurde in 47,5 % von 200 Testfällen an Minderjährige verkauft. Wer an einem Wettereignis selbst als Wettkämpferin teilnimmt, darf darauf nicht wetten.

Während einer zweiwöchigen Rasensaison wie Wimbledon ist eine fest gesetzte Tagesobergrenze die wirksamste Bremse gegen impulsive Livewetten. Quoten ändern sich bei Sporttip live, sobald sich der Spielstand verschiebt; wer ohne Limit spielt, kann in einer einzigen Halbzeitpause mehrere Höchsteinsätze setzen, ohne dass der Veranstalter eingreift.

Wettarten und Quoten: Was der Markt hergibt

Bei den Wimbledon Championships decken die Schweizer Anbieter die üblichen Tennismärkte ab: Turniersieger, Matchsieger, Satz- und Gamewetten, Über/Unter, Handicap. Welche Märkte konkret angeboten werden, hängt davon ab, was die Gespa-Liste für Tennis freigibt; Eckball- oder Kartenmärkte gehören nicht dazu, bei Tennis ohnehin kein Thema.

Wie der Gewinn berechnet wird

Bei Sporttip ergibt sich der Gewinnbetrag aus Einsatz mal Quote, bei Kombiwetten mal Gesamtquote, also dem Produkt der Einzelquoten. Das Ergebnis wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Beispiel: Ein Einsatz von CHF 10 auf eine Einzelwette zur Quote 2.50 bringt einen Bruttogewinn von CHF 25, abzüglich Einsatz also CHF 15 Nettogewinn. Bei einer Kombiwette mit drei Auswahlen zu den Quoten 1.80, 2.10 und 1.95 multiplizieren sich die Quoten zu 7.37, der CHF-10-Einsatz bringt damit einen Bruttogewinn von CHF 73.70.

Was die Marge des Veranstalters bedeutet

Jede Quote enthält eine Marge, den Anteil, den der Veranstalter pro Markt einbehält. Für einen Zweiwege-Markt mit ausgeglichenen Quoten, etwa 1.90 gegen 1.90, lässt sich die Auszahlungsquote berechnen als 1 ÷ (1/1.90 + 1/1.90), also 0’950 oder 95,0 %. Die Marge ist die Differenz zu 100 %, in diesem Fall 5,0 %. Pro eingesetztem Franken zahlt dieser Markt im Schnitt also 95,0 Rappen zurück, die übrigen 5,0 Rappen behält der Veranstalter. Bei Märkten mit drei Ausgängen (wie einem Tennissatz mit Vorteil für einen Spieler) ist die Marge tendenziell höher, weil der Veranstalter auf drei Quoten gleichzeitig sitzt. In der Praxis bewegt sich die Marge auf den grossen Tennis-Märkten zwischen rund 4 % und 7 %, auf Spezialmärkten teils deutlich darüber.

Kombiboost, Quotenboost und Profitboost

Sporttip bietet einen Kombiboost, der nur online gilt (Prematch, Live, Systemwetten) und mindestens vier Voraussagen mit einer Mindestquote von 1.50 verlangt. Der Bonus auf den Nettogewinn steigt gestuft: 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn solchen Voraussagen. Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert, und der Boost verfällt, wenn die Wette per Cash-Out abgeschlossen wird. Quotenboosts gelten nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage, Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide sind pro Wettende nur einmal nutzbar, und sowohl Einsatz als auch Erhöhung sind gedeckelt.

Cash-Out: Vorzeitig raus, aber nicht zum vollen Preis

Cash-Out ist bei Sporttip für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten verfügbar, vor Spielbeginn und live, aber nur online und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Der ausgezahlte Betrag liegt immer unter dem möglichen Gewinn bei normalem Wettausgang und hängt vom Stand der Sportereignisse ab. Swisslos kann Cash-Out jederzeit ändern und muss es nicht für alle Wetten anbieten. Ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und es besteht keine Garantie, dass ein bestimmter Markt überhaupt cash-out-fähig ist. Wer mit Cash-Out arbeitet, akzeptiert einen Abschlag auf den Maximalgewinn im Tausch gegen vorzeitige Sicherheit.

Bet-Builder: Abhängige Wetten nur in dieser Funktion

Bei Sporttip werden voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung, also etwa «Sinner gewinnt den ersten Satz» kombiniert mit «Sinner gewinnt das Match», ausschliesslich über die Bet-Builder-Funktion zugelassen. Nimmt der Anbieter eine solche Kombination versehentlich ohne diese Funktion an, kann er die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten. Das schützt beide Seiten: Der Veranstalter kann Märkte sauber kalkulieren, der Wettende bekommt verbindliche Regeln statt nachträglicher Annulierung.

Wimbledon als Wettturnier: Belag, Spielformat und Spielplan

Wimbledon ist das dritte Grand-Slam-Turnier des Jahres und dauert jährlich zwei Wochen ab Ende Juni. Es ist das einzige Grand-Slam-Turnier auf Rasen, ausgetragen im Londoner Stadtteil Wimbledon vom All England Lawn Tennis and Croquet Club (AELTC). Turnierdirektor ist seit 2020 Jamie Baker. Die ersten Lawn Tennis Championships in Wimbledon begannen am 9. Juli 1877 an der Worple Road; die 2026er Ausgabe war die 139. Austragung.

Herren und Damen: Drei Sätze vs. zwei Sätze

Bei den Herren wird auf drei Gewinnsätze gespielt, bei den Damen auf zwei. Bei 6:6 gibt es einen Tiebreak bis 7, im Entscheidungssatz seit März 2022 einen Match-Tiebreak bis 10 mit zwei Punkten Vorsprung. Das hat unmittelbare Folgen für die Wettmärkte: Damenmatches sind im Schnitt kürzer, und ein Satzrückstand lässt sich leichter aufholen, was die Quoten für Aussenseiter tendenziell anzieht. Bei den Herren entscheidet der fünfte Satz, und da gilt der Match-Tiebreak, was die Verteilung der Satzlängen weniger berechenbar macht.

Die 2026er Ausgabe

Die Wimbledon Championships 2026 fanden vom 29. Juni bis 12. Juli 2026 in London auf Rasen statt. Das Herreneinzel gewann Jannik Sinner, der damit seinen Vorjahressieg wiederholte. Das Dameneinzel gewann Linda Nosková. Wer auf den Turniersieg wettete, hatte es bei den Herren mit einer klaren Favoritenrolle zu tun, bei den Damen mit einem offeneren Feld. Beide Endspiele gehörten zu den Märkten mit den höchsten Umsätzen auf Sporttip und Jouez Sport.

Spielplan als Wettgrundlage

Der Spielplan gliedert das Turnier in Runden vom Auftakt über Achtelfinale, Viertelfinale und Halbfinale bis zum Finale. Die frühesten Runden bringen die grössten Quoten-Ausschläge, weil dort Aussenseiter häufiger gewinnen als in den letzten Runden, wo die Weltranglistenersten unter sich sind. Wer sein Risiko streuen will, setzt kleinere Beträge auf mehrere frühe Runden statt einen grösseren Betrag auf das Finale.

Ein gelber Tennisball liegt im Gras neben der weissen Grundlinie, Tau glitzert auf den Halmen im flachen Sonnenlicht.
Die ersten Lawn Tennis Championships in Wimbledon begannen am 9. Juli 1877 an der Worple Road.

Anbieter im Vergleich: Wer darf was in der Schweiz?

Die folgende Übersicht zeigt die zehn Anbieter, die für Schweizer Wettende auf dem Markt sind: die zwei bewilligten Veranstalter und acht ausländische Marken ohne Schweizer Bewilligung, die Schweizer Spielerinnen im Netz treffen.

Anbieter Schweizer Bewilligung Veranstalter / ausgewiesene Lizenz
Swisslos Sporttip Veranstalter- und Spielbewilligung (BGS, SR 935.51; Aufsicht: Gespa) SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Basel
Loterie Romande Jouez Sport Veranstalter- und Spielbewilligung (BGS, SR 935.51; Aufsicht: Gespa) Loterie Romande (Société de la Loterie de la Suisse Romande), Lausanne
ZotaBet Keine Schweizer Bewilligung Lizenz nicht feststellbar, in der Schweiz ohne Wirkung (Art. 4 BGS)
Unibet Keine Schweizer Bewilligung Lizenz nicht feststellbar, in der Schweiz ohne Wirkung (Art. 4 BGS)
Betscore Keine Schweizer Bewilligung Lizenz nicht feststellbar, in der Schweiz ohne Wirkung (Art. 4 BGS)
WirWetten Keine Schweizer Bewilligung Lizenz nicht feststellbar, in der Schweiz ohne Wirkung (Art. 4 BGS)
BetFury Keine Schweizer Bewilligung Lizenz nicht feststellbar, in der Schweiz ohne Wirkung (Art. 4 BGS)
Rollbit Keine Schweizer Bewilligung Lizenz nicht feststellbar, in der Schweiz ohne Wirkung (Art. 4 BGS)
Rabona Keine Schweizer Bewilligung Lizenz nicht feststellbar, in der Schweiz ohne Wirkung (Art. 4 BGS)
Bruce Bet Keine Schweizer Bewilligung Lizenz nicht feststellbar, in der Schweiz ohne Wirkung (Art. 4 BGS)

Die ausländischen Marken sind hier aufgeführt, weil Schweizer Spielerinnen ihnen im Netz begegnen, nicht weil sie hier erlaubt sind. Wer dort ein Konto eröffnet, spielt ausserhalb des Schweizer Schutzrahmens: kein Anschluss an das Sperrregister, keine Schweizer Beschwerdestelle, Gewinne je nach Kanton anders besteuert. Die Gespa kann ihre Domains auf die Sperrliste setzen, was eine DNS-Blockade durch Schweizer Telekom-Anbieter auslöst. Blockierte Domains tauchen oft unter neuen Adressen wieder auf, ein Katz-und-Maus-Spiel, das die Gespa explizit als Domain-Hopping benennt.

Swisslos Sporttip

Swisslos, mit Sitz in Basel, veranstaltet Sportwetten unter dem Produktnamen Sporttip. Die Online-Registrierung verlangt mindestens 18 Jahre, Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Vertragsgebiet und keine bestehende Spielsperre. Die Identität wird über einen hochgeladenen Ausweis geprüft, und die Adressdaten werden gegen Datenbanken abgeglichen, sodass eine Kontoeröffnung pro Person möglich ist.

Der Mindesteinsatz liegt bei CHF 1 für Einzel- und Kombinationswetten, der Höchsteinsatz bei CHF 1’000 pro Einzel- oder Kombinationswette und CHF 10’000 pro Systemwette. Swisslos kann die Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern; eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Der Reingewinn von Swisslos für 2025 betrug CHF 562 Mio., davon CHF 506 Mio. für kantonale Fonds und CHF 56 Mio. für die Stiftung Sportförderung Schweiz; aus den Sportwetten stammten CHF 109 Mio. (2024: CHF 122 Mio.).

Für Wimbledon bietet Sporttip die volle Palette der erlaubten Tennis-Märkte: Turniersieger, Matchsieger, Satzwetten, Gamewetten, Handicap, Über/Unter. Cash-Out ist verfügbar, aber nicht garantiert; der Kombiboost verlangt mindestens vier Auswahlen mit Quote 1.50 und belohnt gestuft bis 100 % Bonus auf fünfzehn Auswahlen. Quotenboosts und Profitboosts sind pro Person nur einmal nutzbar. Sporttip ist die einzige legale Option für Deutschschweizer, Tessiner und Liechtensteiner; für sie gibt es keine Alternative innerhalb des Schweizer Rechtsrahmens.

Loterie Romande Jouez Sport

Die Loterie Romande betreibt Jouez Sport in den sechs Westschweizer Kantonen Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Die Kontaktadresse lautet Avenue de Provence 14, 1001 Lausanne; das Unternehmen zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitende. Die Registrierung läuft analog zu Swisslos, mit Wohnsitz im Vertragsgebiet, Identitätsprüfung und Sperrregister-Abgleich.

Jouez Sport teilt die Struktur der Gespa-Liste und bietet damit dieselben Tennis-Märkte wie Sporttip, soweit sie auf der Liste stehen. Wer in der Romandie wohnt, hat keine legale Alternative zu Jouez Sport; die Marke teilt die Spielregeln des Geldspielgesetzes und damit auch die Pflicht zu Verlustlimiten, Selbstausschluss und Identitätsprüfung. Für Westschweizer Wettende ist Jouez Sport das einzige bewilligte Online-Angebot.

ZotaBet, Unibet, Betscore, WirWetten, BetFury, Rollbit, Rabona, Bruce Bet

Diese acht Marken besitzen keine Schweizer Bewilligung und sind in der Schweiz nicht zugelassen. Eine Lizenz im Ausland hat hier keine Wirkung (Art. 4 BGS), und der Anschluss an das Schweizer Sperrregister fehlt. Wer dort spielt, hat im Streitfall keine Schweizer Beschwerdestelle, und Gewinne fallen je nach Kanton unter die Einkommenssteuer, weil die Verrechnungssteuer-Pflicht der Schweizer Veranstalter hier nicht greift. Die Gespa kann die Domains auf die Sperrliste setzen; blockierte Domains tauchen erfahrungsgemäss unter neuen Adressen wieder auf.

Diese Marken sind hier aufgeführt, weil Schweizer Spielerinnen sie im Netz finden, nicht weil sie eine Alternative zum bewilligten Markt darstellen. Wer auf der sicheren Seite bleiben will, nutzt Sporttip oder Jouez Sport. Wer bewusst ausländische Anbieter nutzt, akzeptiert damit fehlenden Schweizer Schutz und eine andere steuerliche Behandlung der Gewinne.

Steuern: Was ein Wimbledon-Gewinn beim Fiskus kostet

Gewinne aus bewilligten Schweizer Grossspielen sind einkommenssteuerfrei bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn und werden erst darüber besteuert. Die bundesrechtliche Schwelle liegt seit dem 1.1.2026 bei CHF 1’071’000 (2025: CHF 1’070’400). Über dieser Schwelle zieht der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ab, die über die Steuererklärung zurückgefordert werden kann. Die kantonale Schwelle weicht davon ab und ist je nach Kanton unterschiedlich.

Ein typischer Wettgewinn, etwa ein paar Hundert Franken auf ein Tennismatch, liegt deutlich unter der Freigrenze. Es fällt weder Einkommenssteuer noch Verrechnungssteuer an. Wer ausländische Anbieter nutzt, fällt nicht unter die Verrechnungssteuer-Pflicht, aber die kantonale Steuerpraxis behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen als voll steuerbares Einkommen, unabhängig von der Höhe, wie etwa der Kanton Thurgau. Für genaue Auskünfte ist der Steuerberater oder die kantonale Steuerverwaltung die richtige Adresse.

Livewetten auf Tennis: Tempo, Limits und Stolperfallen

Livewetten sind in der Schweiz erlaubt, vor und während des Spiels, soweit der Veranstalter eine entsprechende Bewilligung hat. Bei Sporttip gilt die Livewette unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird; wer nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs setzt, bekommt die Wette zur Quote 1.00 gewertet. In spielentscheidenden Situationen wie einem Elfmeter im Fussball, einer Roten Karte oder einer Schiedsrichter-Entscheidung kann der Anbieter Wetten ebenfalls mit Quote 1.00 werten, was den Einsatz zurückgibt, aber keinen Gewinn.

Bei Tennis ändern sich Quoten live nach jedem Punkt, Aufschlagverlust oder Break. Cash-Out funktioniert live, aber nur als vollständiges Cash-Out und nur, wenn der Veranstalter es für diesen Markt anbietet; ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen. Während einer Wimbledon-Woche, in der täglich Dutzende Matches laufen, ist eine fest gesetzte Tagesobergrenze die wichtigste Bremse, weil der Veranstalter zwar Limits technisch durchsetzt, aber keine künstliche Pause einbaut. Wer ohne Obergrenze spielt, kann an einem Nachmittag mehrere Höchsteinsätze setzen, ohne dass das System eingreift.

Praktischer Ablauf: Vom Konto bis zur Auszahlung

Wer online auf Wimbledon wetten will, durchläuft denselben Pfad wie bei jeder anderen Sportwette: Registrierung, Limiten, Einzahlung, Wette, Auszahlung.

  1. Registrierung: Online-Konto mit Ausweis und Adressnachweis. Die Daten werden gegen Datenbanken geprüft; eine zweite Registrierung derselben Person wird abgelehnt. Ohne Schweizer Wohnsitz im Vertragsgebiet ist keine Kontoeröffnung möglich.
  2. Limiten setzen: Vor der ersten Einzahlung werden Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage gesetzt. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Optional lässt sich eine Einzahlungslimite für 30-Tage-Fenster setzen.
  3. Einzahlung: Die Auszahlung von Gewinnen und Restguthaben erfolgt nur auf ein Zahlungskonto im Namen des Kontoinhabers (Art. 50 Abs. 2 VGS). Anonyme oder Krypto-Auszahlungen existieren im bewilligten Schweizer Markt nicht, und Kredit an Spieler ist verboten (Art. 75 Abs. 1 BGS).
  4. Wette platzieren: Einzel-, Kombi- oder Systemwette, Prematch oder Live, auf einem der Tennis-Märkte, die die Gespa-Liste erlaubt. Cash-Out ist möglich, aber nicht garantiert; der Betrag liegt unter dem Maximalgewinn.
  5. Auszahlung: Gewinne werden auf das hinterlegte Zahlungskonto überwiesen. Bei einem Bruttogewinn über dem Steuerfreibetrag zieht der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ab; darunter fällt keine Quellensteuer an. Gewinne sind in der Steuererklärung anzugeben, soweit sie über dem kantonalen Freibetrag liegen.

Häufige Fragen zu Wimbledon-Wetten in der Schweiz

Wann fanden die Wimbledon Championships 2026 statt, und auf welchem Belag wird gespielt?

Die Wimbledon Championships 2026 fanden vom 29. Juni bis 12. Juli 2026 in London auf Rasen statt und waren die 139. Austragung. Wimbledon ist das einzige Grand-Slam-Turnier auf Rasen und wird vom All England Lawn Tennis and Croquet Club veranstaltet. Die ersten Lawn Tennis Championships begannen am 9. Juli 1877 an der Worple Road, und seither dauert das Turnier jährlich zwei Wochen ab Ende Juni. Die nächste Ausgabe folgt 2027.

Wer darf in der Schweiz Wetten auf Wimbledon anbieten, und welche Wettarten stehen auf der Gespa-Liste?

In der Schweiz dürfen nur Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit dem Produkt Jouez Sport Sportwetten anbieten, jeder in seinem Vertragsgebiet. Ausländische Lizenzen haben hier keine Wirkung, und die Gespa führt keine Liste weiterer bewilligter Buchmacher, weil es schlicht keine gibt. Die erlaubte Angebotspalette ist eine geschlossene Gespa-Liste (Version 10.09.2026), die für Tennis unter anderem Matchsieger, Satzwetten, Gamewetten und Turniersieger umfasst. Eckball- oder Kartenmärkte fehlen ebenso wie ein E-Sport-Bereich; Wetten auf Wetter, Politik oder TV-Shows sind tabu.

Wie unterscheiden sich Herren- und Damenturnier bei der Satzzahl, und was bedeutet das für Satz- und Matchwetten?

Bei den Herren wird auf drei Gewinnsätze gespielt, bei den Damen auf zwei. Bei 6:6 gibt es einen Tiebreak bis 7, im Entscheidungssatz seit März 2022 einen Match-Tiebreak bis 10 mit zwei Punkten Vorsprung. Für Wetten heisst das: Damenmatches sind im Schnitt kürzer, ein Satzrückstand ist leichter aufzuholen, und die Quoten für Aussenseiter ziehen tendenziell an. Bei den Herren entscheidet der fünfte Satz, was die Verteilung der Satzlängen weniger berechenbar macht und die Quoten auf Satzwetten unberechenbarer erscheinen lässt.

Wie wird die Auszahlung einer Tenniswette aus Einsatz und Quote berechnet, und was ist die Marge des Anbieters?

Bei Sporttip ergibt sich der Gewinnbetrag aus Einsatz mal Quote, bei Kombiwetten aus Einsatz mal Gesamtquote, also dem Produkt der Einzelquoten. Das Ergebnis wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Die Marge ist der Anteil, den der Veranstalter pro Markt einbehält: Für einen Zweiwege-Markt mit ausgeglichenen Quoten 1.90 gegen 1.90 ergibt sich eine Auszahlungsquote von 95,0 % und damit eine Marge von 5,0 %. Bei Dreiwege-Märkten und Spezialwetten liegt die Marge tendenziell höher.

Was gilt bei Livewetten auf Tennis, und wie schnell ändern sich Quoten während eines Spiels?

Livewetten sind in der Schweiz erlaubt, vor und während des Spiels, soweit der Veranstalter eine entsprechende Bewilligung hat. Bei Sporttip gilt die Wette unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird, und Wetten nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs werden zur Quote 1.00 gewertet. Bei Tennis ändern sich Quoten nach jedem Punkt, Aufschlagverlust oder Break in Sekundenschnelle. Cash-Out ist live verfügbar, aber nur als vollständiges Cash-Out und nicht für jeden Markt garantiert; ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und der Betrag liegt unter dem Maximalgewinn.

Wie wirken sich Verlustlimiten und die Spielsperre auf Wetten während der Turnierwochen aus?

Vor der ersten Einzahlung setzen Spielerinnen bei Sporttip Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage, mit einer Obergrenze von CHF 9’999 für Erwachsene und CHF 1’000 für unter 21-Jährige. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden; eine freiwillige Einzahlungslimite für 30-Tage-Fenster ist zusätzlich möglich. Eine Selbtsperre ist produktbezogen für 1 bis 180 Tage möglich, eine unbefristete Spielsperre wird ins schweizweite Register eingetragen und gilt auch für Casinos und Liechtenstein. Während einer zweiwöchigen Rasensaison wie Wimbledon ist die fest gesetzte Tagesobergrenze die wirksamste Bremse gegen impulsive Livewetten, weil der Veranstalter zwar Limits technisch durchsetzt, aber keine künstliche Pause einbaut.

Was darf gewettet werden?

Erlaubt sind ausschliesslich Sportereignisse. Wetten auf Wetter, Politik oder Fernsehshows sind tabu. Die erlaubte Angebotspalette ist eine geschlossene Liste: die Gespa-Liste der bewilligten Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten (Version 10.09.2026; Art. 25 BGS, Art. 29 VGS). Qualifikationsrunden, Damenwettbewerbe und Ranglistenwetten sind nur erlaubt, wenn sie explizit aufgeführt sind; Eckball- oder Kartenmärkte tauchen ebenso wenig auf wie ein E-Sport-Bereich. Veranstaltungen mit überwiegend Minderjährigen sind gesperrt (Art. 25 Abs. 2 BGS). Was für Tennis auf der Liste steht, ist die Grundlage dafür, was ein Schweizer Anbieter überhaupt anbieten darf; was nicht draufsteht, gibt es auf dem Schweizer Markt nicht.

Inhalt erstellt vom Team «buchmachersch»