Unentschieden vorhersagen – was eine Wette auf das Remis in der Schweiz wirklich kostet
Ladevorgang...
Aktualisiert am Oktober 19, 2026. Daten und Bewilligungsstand geprüft gegen die Spielregeln und Teilnahmebedingungen von Swisslos und Loterie Romande sowie die Gespa-Veröffentlichungen.
Sportwetten Unentschieden Vorhersagen sind für Schweizer Spielende ein schmales Feld: ein Remis ist eine von drei Möglichkeiten im klassischen Dreiwege-Markt, und wer darauf setzt, zahlt dafür einen Preis, der sich aus Quote und Buchmacher-Marge ergibt. Wer nicht zu den beiden bewilligten Veranstaltern gehört, lässt sich ohne Schweizer Bewilligung weder kontrollieren noch schützen. Eine Wette auf das Unentschieden folgt eigenen Regeln: die Quote bestimmt den Gewinn, aber die Marge des Veranstalters bleibt immer beim Haus. Wer auf Remis setzt, investiert in eine Wette, die in der Schweiz nur bei zwei Anbietern legal und geschützt ist.
Eine Vorhersage auf das Remis baut auf drei Bausteinen: der Form der Mannschaften, der Statistik ausgegangener Spiele und der Quote, die ein Veranstalter dafür anbietet. Niemand, der ein einzelnes Ergebnis nennt, kann wissen, dass es eintrifft – schon gar nicht, weil die Quote selbst das Signal des Marktes enthält. Wer sich nur an einer Remis-Serie entlanghängt, sieht die Hälfte dessen, was eine fundierte Einschätzung verlangt.
Wie ein Remis im Dreiwege-Markt bewertet wird
Ein Fussballspiel endet in Sieg Heimmannschaft, Sieg Auswärtsmannschaft oder Unentschieden. Der Dreiwege-Markt spiegelt genau diese drei Möglichkeiten. Eine Quote für das Remis von 3.40 bedeutet: Wer einen Franken setzt und das Spiel endet unentschieden, gewinnt 3.40 Franken zurück. Wer 100 Franken setzt, gewinnt 340 Franken, hat 240 Franken Profit gemacht.

Die Quote ist ein umgekehrter Preis für Wahrscheinlichkeit. Eine höhere Quote heisst: der Markt traut dem Ereignis weniger zu. Eine niedrige Quote heisst: viele halten es für wahrscheinlich. In jedem Markt steckt aber eine Marge des Veranstalters – Geld, das nicht ausgeschüttet wird, sondern im Haus bleibt. Bei einem perfekt ausgeglichenen Spiel mit gleich starken Mannschaften läge die faire Quote für jedes der drei Ergebnisse bei 3.00. Steht das Remis aber bei 3.40, ist die Wahrscheinlichkeit, die der Markt ihm zumisst, niedriger als ein Drittel.
Das Verhältnis zwischen Quote und impliziter Wahrscheinlichkeit ist simpel. 1 geteilt durch die Quote gibt einen Bruchteil: 3.40 entspricht etwa 29.4 %, 3.00 entspricht 33.3 %, 1.90 entspricht 52.6 %. Wer die Quoten aller drei Ausgänge zusammenzählt und durch drei teilt, sieht die Marge: aus Sicht des Buchmachers bleibt etwas übrig, aus Sicht der Spielenden weniger als der Einsatz wert.
Was die Quote über ein Spiel erzählt. Eine hohe Remis-Quote (4.00 und mehr) signalisiert ein Spiel, in dem die Teams ungleich stark sind und trotzdem eng gekämpft wird – der Markt traut beiden Seiten Siege zu, dem Remis weniger. Eine niedrige Remis-Quote (unter 3.20) signalisiert entweder ein sehr ausgeglichenes Spiel oder ein Spiel, in dem beide Mannschaften das Risiko niedrig halten und auf Sicherheit spielen. Beide Lesarten haben denselben Effekt: das Remis ist dann teurer, aber auch weniger überraschend.
Eine Vorhersage auf das Remis verlässt sich nie auf eine einzige Information. Form (letzte fünf Spiele, Tordifferenz) zeigt, wohin eine Mannschaft gerade tendiert. Heimvorteil und Auswärtsschwäche aus der Historie zeigen, ob ein Spiel eher kippt. Taktische Aufstellungen, Verletzungen und Sperren verändern das Bild. Erst wenn alle Signale in dieselbe Richtung zeigen, hat die Wette überhaupt ein Argument. Wer auf ein Remis setzt, nur weil «die Quote hoch ist», kauft ein hohes Risiko für einen grossen Gewinn – und nicht für eine höhere Wahrscheinlichkeit.
Reguläre Spielzeit zählt, nicht das Ergebnis nach Verlängerung. Bei Sporttip umfasst die reguläre Spielzeit die reguläre Spieldauer plus Nachspielzeit, im Fussball also 90 Minuten plus Nachspielzeit. Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Wer bei einem Cupspiel auf das Remis nach 90 Minuten wettet, wettet nicht auf das Ergebnis nach 120 Minuten – das hat in der K.-o.-Runde Bedeutung.
Wie der Gewinn berechnet wird
Der Gewinnbetrag einer Wette ergibt sich aus Einsatz mal Quote. Bei einer Einzelwette auf das Remis mit Einsatz 20 Franken und Quote 3.40 beträgt der Bruttogewinn 68 Franken. Der Nettogewinn – der Betrag, der zum Einsatz dazukommt – liegt bei 48 Franken. Bei einer Kombinationswette multiplizieren sich die Einzelquoten zur Gesamtquote. Wer drei Spiele mit Quoten 3.40, 1.80 und 2.20 kombiniert, hat eine Gesamtquote von 13.45 – 10 Franken Einsatz zahlen 134.50 Franken Gewinn aus.

Bei Sporttip wird der so berechnete Gewinn zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen genau abgerundet. 68.3478 Franken werden damit zu 68.35 Franken. Der Mechanismus klingt technisch, ist aber eine kleine Buchmacher-Marge für sich: er schluckt den Bruchteil, der bei präziser Auszahlung in die Hände der Spielenden fliessen würde.
Wie viele Bets es braucht, bis sich eine Kombi lohnt. Eine Kombiwette von fünf Spielen à Remis-Quote 3.40 hätte eine Gesamtquote von rund 3.40⁵ – etwa 454. Wer 5 Franken setzt, gewinnt im Erfolgsfall 2’270 Franken. Die implizite Wahrscheinlichkeit jedes Remis (29.4 %) wird mit jedem weiteren Bein der Kombi seltener: fünfmal hintereinander ist eine 0.294⁵-Wahrscheinlichkeit, etwa 0.21 %. Die Quote entspricht dieser Wahrscheinlichkeit in etwa, plus Marge – das ist der Grund, warum Kombiwetten hohe Gewinne versprechen und nur selten eintreffen.
Ein Beispiel für die Marge: ein vereinfachter Zweiwege-Markt mit Quoten 1.90 und 1.90. Die Auszahlungsquote – das ist der Anteil der Einsätze, der bei einem fairen Markt an die Spielenden zurückfliesst – berechnet sich als 1 ÷ (1/1.90 + 1/1.90) = 0.95, also 95 %. Die Marge ist 100 % minus 95 % = 5 %. Das heisst: von jedem Franken, der in diesem Markt gesetzt wird, behält der Veranstalter rund 5 Rappen. Bei Quoten 1.85 und 1.85 sinkt die Auszahlungsquote auf rund 92.7 %, die Marge steigt auf 7.3 %.
Für den Spielenden bedeutet das: je näher die Quote am 2.00 liegt, desto näher liegt der Markt an einem fairen Wettbewerb, desto weniger kostet jede Wette an eingebauter Marge. Bei einer Remis-Quote von 3.40 in einem Markt mit drei Ausgängen lässt sich die Auszahlungsquote ähnlich berechnen – Beispiel: Quoten 2.10 für Heimsieg, 3.40 für Remis, 3.60 für Auswärtssieg ergeben 1 ÷ (1/2.10 + 1/3.40 + 1/3.60) ≈ 0’952, also eine Marge von rund 4.8 %. Der Wert schwankt von Markt zu Markt und kann bei Live-Wetten höher liegen, weil der Veranstalter mehr Unsicherheit einpreist.
Warum eine hohe Remis-Quote nicht «sicher» ist. Eine 3.40-Quote heisst nicht, dass das Remis zu 29.4 % eintrifft – sie heisst, dass der Markt diese Wahrscheinlichkeit einpreist, plus seine eigene Marge. Wer die Quote als Wahrheit liest, liegt manchmal richtig und manchmal falsch. Wer die Quote als Ausgangspunkt nimmt und prüft, ob Form, Statistik und Aufstellung diese Einschätzung stützen, liegt statistisch häufiger richtig – aber auch nicht immer. Niemand kann das Ergebnis eines einzelnen Spiels vorhersagen. Wer vorgibt, es zu können, verkauft eine Wahrscheinlichkeit als Gewissheit.
Remis-Wetten und Schweizer Recht
In der Schweiz darf nur Sportwetten anbieten, wer eine Bewilligung hat. Das Geldspielgesetz (BGS) regelt Grossspiele – Sportwetten sind ein solches Grossspiel nach Art. 3 lit. c und e BGS. Aufsichtsbehörde ist die Gespa (Interkantonale Geldspielaufsicht, Bern), nicht die ESBK, die nur Casinos beaufsichtigt. Die interkantonale Vereinbarung von 2019 (IKV 2020) hat die Zahl der bewilligten Veranstalter für Lotterien und Sportwetten auf zwei beschränkt: Swisslos mit dem Produkt Sporttip und Loterie Romande mit dem Produkt Jouez Sport. Mehr gibt es nicht. Wer in der Schweiz Sportwetten anbietet, ohne einer dieser beiden Veranstalter zu sein, macht sich strafbar – bis zu fünf Jahren Freiheitsstrafe bei gewerbsmässigem Betrieb (Art. 130 BGS).
Was die Gespa-Liste tatsächlich einschränkt. Nicht jede Wette ist erlaubt, nur weil ein Veranstalter sie anbietet. Die Gespa führt eine geschlossene Liste der bewilligten Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten (Stand 10.09.2026; Art. 25 BGS, Art. 29 VGS). Wetten auf Wetter, Politik oder TV-Shows sind ausgeschlossen. Qualifikationsrunden sind nur dann erlaubt, wenn sie auf der Liste stehen. Frauen-Wettbewerbe ebenso. Rangierungswetten nur, wenn das Ranking über die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb oder über das Podium entscheidet – Trainingsläufe nie. Eckball- oder Kartenmärkte erscheinen nicht auf der Liste, ebensowenig ein Esports-Bereich. Wer eine Wette auf einen Eckballmarkt sieht, sieht keine Schweizer Wette.
Was die beiden Veranstalter abdecken. Swisslos führt Sporttip in 19 Deutschschweizer Kantonen (AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG, ZH), im Tessin und im Fürstentum Liechtenstein durch. Zusammen bilden sie das Swisslos-Vertragsgebiet. Loterie Romande führt Jouez Sport in den sechs Westschweizer Kantonen Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura durch, mit Sitz in Lausanne. Eine Online-Registrierung bei einem der beiden ist nur möglich, wenn man im jeweiligen Vertragsgebiet wohnt oder den gewöhnlichen Aufenthalt dort hat. Ein Deutschschweizer Konto bei Loterie Romande geht nicht, ein Romand-Konto bei Swisslos auch nicht. Das ist keine Schikane, sondern die direkte Folge der interkantonalen Aufteilung.
Was eine Bewilligung den Spielenden bringt. Ein bewiligter Veranstalter muss eine verifizierte Identität prüfen, ein Sperrregister führen, an die Gespa-Sperrliste angeschlossen sein und die Spielregeln offenlegen. Auszahlungen gehen ausschliesslich auf ein Bank- oder Postkonto im eigenen Namen. Wer bei einem dieser Veranstalter wettet, hat im Streitfall eine Aufsichtsbehörde, an die man sich wenden kann. Wer bei einem ausländischen Anbieter wettet, hat keine dieser Schutzmechanismen.
Was ohne Schweizer Bewilligung passiert. Eine ausländische Lizenz – Curaçao, Malta, Deutschland, Tobique in Kanada – hat in der Schweiz keine Geltung (Art. 4 BGS). Der Anbieter wird von der Gespa nicht kontrolliert, ist nicht ans Schweizer Sperrregister angeschlossen und kann auf die Sperrliste gesetzt werden. Domains, die auf der Gespa-Sperrliste stehen, werden via DNS in der Schweiz blockiert; Ende 2025 umfasste die Liste 671 Domains. Ausweichdomains werden innerhalb von Stunden ersetzt – die Gespa spricht von Domain-Hopping und nennt Interwetten, Bet-at-Home und bet365 als Beispiele. Wer dort spielt, riskiert die Sperre der Seite und hat im Streitfall keine Schweizer Anlaufstelle. Die Gewinne sind nach kantonalem Recht steuerpflichtig – der Kanton Thurgau behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen unabhängig vom Betrag als voll steuerbares Einkommen.
Selbst gesetzte Limiten und Sperren
Wer bei Swisslos Sporttip spielt, muss vor der ersten Teilnahme Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen. Die Obergrenze liegt bei CHF 9’999 pro Zeiteinheit. Unter 21 Jahren liegt sie bei CHF 1’000. Eine Senkung der Limite gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden – das verhindert, dass eine Person in einer emotionalen Phase ihr Verlustlimit anhebt. Zusätzlich lässt sich eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage festlegen. Gesetzlich vorgeschrieben sind die Limiten nur als Mechanismus (Art. 87 VGS): die genaue Höhe, die Sperrwirkung und die Frist regelt jeder Veranstalter in seinen Bedingungen. Die 72-Stunden-Frist bei Erhöhung stammt aus den Swisslos-Bedingungen, nicht aus dem Gesetz – das Gesetz schreibt 24 Stunden.
Wie die Spielsperre funktioniert. Spielende können sich bei Swisslos produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne dass die Sperre vor Fristablauf aufgehoben wird. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos, einschliesslich Online-Casinos, sowie im Fürstentum Liechtenstein. Wer einmal gesperrt ist, kann sich nicht bei Swisslos neu registrieren. Die Aufhebung einer freiwilligen Sperre ist frühestens nach drei Monaten möglich, unter Beteiligung einer Fachstelle (Art. 84 VGS, Art. 81 BGS). Überschuldete oder spielsüchtige Personen werden von Gesetzes wegen ausgeschlossen und im Register eingetragen. Gesperrte oder minderjährige Personen haben keinen Anspruch auf Einsatz oder Gewinn (Art. 45 BGS).
Was die Gespa selbst gemessen hat. Die Gespa führt regelmässig Testkäufe durch, um den Jugendschutz an Verkaufsstellen zu prüfen. 2025 wurde in 47.5 % von 200 Testfällen an einer Verkaufsstelle eine Sportwette an eine minderjährige Person verkauft. Mehr als jeder zweite Versuch an der Ladenkasse ist also erfolgreich. Wer sich auf den Schutz an der Verkaufsstelle verlässt, verlassen sich auf eine Statistik, die dieser Schutz nicht hergibt.
Serie verloren – Einsatz erhöhen? Wer eine Serie verlorener Wetten hinter sich hat, sollte den Einsatz nicht erhöhen. Statistisch ist eine vergangene Serie kein Indikator für die nächste Wette. Was sich erhöht, ist das eigene Risiko. Die psychologische Falle ist bekannt: nach Verlusten will man «zurückgewinnen», und genau in dieser Stimmung entstehen die Einsätze, die das gesetzte Verlustlimit sprengen. Wer eine solche Stimmung bemerkt, sollte die Selbstsperre benutzen – sie kostet nichts und gilt sofort.
Wie die Wett-Apps in der Schweiz funktionieren
Sporttip lässt sich online über die Website des Veranstalters oder über die Sporttip App für iOS und Android spielen. In der App zusammengestellte Wetten können per QR-Code an einer Sporttip Verkaufsstelle gespielt werden – das ist die Brücke zwischen Online-Konto und Laden. Bei Loterie Romande läuft Jouez Sport ebenfalls online, aber für die sechs Westschweizer Kantone. Beide Apps identifizieren den Spielenden über das verifizierte Online-Konto und setzen die Limiten, die vor der Registrierung gesetzt wurden.
Was eine Wett-App können muss. Eine seriöse Wett-App in der Schweiz zeigt die offene Wettschein-Anzeige, das verfügbare Wallet-Guthaben, die selbst gesetzten Limiten und die laufenden Sperren. Sie führt den Spielenden zu den eigenen Wetten und zur Auszahlung. Sie verlangt eine Anmeldung mit verifizierter Identität, weil Art. 47-52 VGS das so vorschreibt. Eine App, die ohne Identitätsprüfung Wetten annimmt, ist in der Schweiz nicht zugelassen. Wer in einer solchen App landet, spielt nicht bei einem Schweizer Veranstalter.
Woran man die Bewilligung erkennt. Eine Schweizer Bewilligung steht im Impressum oder in den «Über uns»-Seiten des Anbieters, mit Sitz in Bern, Lausanne oder Basel. Die Gespa führt keine Liste der bewilligten Sportwetten-Anbieter, weil es nur zwei gibt – die Liste wäre Swisslos und Loterie Romande. Wer eine andere Marke als bewilligt verkauft sieht, ohne dass Swisslos oder Loterie Romande dahinterstehen, hat es mit einer Falschbehauptung zu tun.
Vorsicht bei Anwendungen ohne Schweizer Bewilligung. Wett-Apps aus dem Ausland tragen häufig Lizenzen aus Curaçao, Malta oder Anjouan. Eine solche Lizenz schützt Schweizer Spielende nicht – weder vor Identitätsdiebstahl, noch vor gesperrten Auszahlungen, noch vor blockierten Domains. Wer eine solche App öffnet, sollte prüfen: erkennt die App überhaupt meine Schweizer Identität? Bietet sie eine Spielsperre, die auch in der Schweiz gilt? Ist die Domain in der Schweiz überhaupt erreichbar? Ist die Antwort auf eine dieser Fragen nein, ist die App für den Schweizer Markt nicht gemacht.
Wie die Auszahlung funktioniert. Wer bei Swisslos gewinnt und einen Gewinn bis CHF 1’000 pro Spielbestätigungsquittung erzielt, bekommt ihn automatisch auf das Wallet gutgeschrieben. Gewinne über CHF 1’000 werden bei bekannter Zahlungsverbindung innert 3 Arbeitstagen auf das Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto überwiesen. Auszahlungen aus dem Wallet sind innert 365 Tagen zweimal gratis; ab der dritten Auszahlung kann eine Kommission von 3 % anfallen. Die Überweisung selbst dauert 5 bis 10 Arbeitstage. Gratisspielguthaben aus Promotionen wird nicht ausbezahlt – es bleibt auf dem Wallet und verfällt nach den jeweiligen Bedingungen.
Vorhersagen aus Form, Statistik und Quote – und warum sie nie sicher sind
Wer eine Wette auf das Unentschieden plant, analysiert drei Faktoren: die Form, die Statistik und die Quote. Form bedeutet: wie spielen die Mannschaften aktuell, wo liegen die Stärken in der Abwehr oder im Angriff? Statistik bedeutet: wie häufig endeten die Vergleiche dieser Teams oder ähnliche Paarungen unentschieden? Quote bedeutet: wie bewertet der Markt die Wahrscheinlichkeit eines Remis, und wie hoch ist dabei die Marge?
Form lesen. Eine Mannschaft, die drei Spiele in Folge gewonnen hat, ist in besserer Form als eine, die drei Spiele in Folge verloren hat. Aber Form ist mehr als Sieg/Niederlage. Eine Mannschaft, die 2:1 und 3:2 gewonnen hat, zeigt offensive Stärke; eine, die 1:0 und 2:0 gewonnen hat, zeigt defensive Stärke. Eine Mannschaft, die 0:0 und 1:1 gespielt hat, tendiert zu Remis. Form ist also nicht nur Tendenz, sondern Profil. Für eine Wette auf das Remis interessieren besonders Mannschaften mit vielen Unentschieden in der jüngeren Vergangenheit – aber gleichzeitig darf nicht übersehen werden, dass diese Form jederzeit kippt.
Statistik lesen. Historische Remis-Quoten variieren je nach Liga, Spieltag und Mannschaft. In der Champions League enden rund 20 % der Spiele unentschieden, in der Bundesliga ähnlich. Eine Mannschaft, die in der Vergangenheit 35 % ihrer Heimspiele unentschieden gestaltet hat, hat eine höhere Remis-Tendenz als eine mit 15 %. Aber Statistik ist Vergangenheit, nicht Prophezeiung. Wer in der Bundesliga auf ein Remis setzt, weil «die Liga viele Remis hat», kauft ein Klischee, das bei einem konkreten Spiel nichts beweist.
Quote lesen. Eine Quote von 3.40 für das Remis spiegelt eine implizite Wahrscheinlichkeit von etwa 29.4 % – aber genau genommen den Markt-Konsens inklusive Marge. Wer die Quote als Ausgangspunkt nimmt, sieht, was der Markt glaubt, nicht was passieren wird. Wenn die eigene Einschätzung (z. B. ein hart abrechnender Tabellenletzter gegen einen formstarken Aufsteiger zu Hause) zu einer Remis-Wahrscheinlichkeit von 30 % kommt und die Quote nur 3.80 anzeigt (rund 26 %), dann ist die Quote günstig. Wenn die Quote bei 3.10 steht (rund 32 %), ist die eigene Einschätzung wertvoller, als der Markt es einpreist. So entsteht eine Wette, die einen Wert hat – aber Wert ist kein Gewinn, sondern eine bessere Ausgangslage als der Markt.
Was eine häufige Remis-Quote nicht garantiert. Hohe Remis-Quoten kommen nicht daher, dass die Spiele häufig unentschieden enden. Sie kommen daher, dass die Teams ungleich eingeschätzt werden und der Markt dem Remis weniger zutraut. Die häufigste Remis-Quote in einer starken Liga liegt zwischen 3.20 und 3.60 – gemessen an rund 25-28 % effektiven Remis. Wer aus dieser Quote allein eine Vorhersage ableitet, hat nichts vorausgesagt, sondern nur die Marktmeinung übernommen.
Warum Vorhersagen täuschen. Vorhersage-Sites und Tipp-Gruppen bieten täglich neue Tipps, oft mit hohen Quoten und grossem Bruttogewinn. Die Seite, die gestern richtig lag, war nicht «besser» als die, die falsch lag – eine Streife richtiger Tipps ist kein Beleg für Fähigkeit. Wer sein Geld auf solche Tipps setzt, setzt auf das Glück der letzten Woche. Wer mit Verlust aufhört, hat Glück gehabt. Wer mit Verlust weitermacht, zahlt für die Statistik des Anbieters, nicht für eigene.
Die zwei Schweizer Veranstalter im Vergleich
In der Schweiz gibt es nur zwei Anbieter, die Sportwetten legal durchführen dürfen: Swisslos mit Sporttip und Loterie Romande mit Jouez Sport. Beide sind Grossspiel-Veranstalter unter dem BGS, beide werden von der Gespa beaufsichtigt, beide führen ihr Wettprogramm nach der Gespa-Liste. Wer in der Schweiz auf das Remis wetten will, wählt zwischen diesen beiden – oder spielt im Ausland, ohne Schweizer Schutz.
Die folgende Übersicht ordnet die beiden Veranstalter und ordnet die ausländischen Marken ein, die Schweizer Spielende im Internet sehen – ohne Schweizer Bewilligung, ohne Schweizer Schutz, aber mit Vergleichsmaterial, warum eine Schweizer Bewilligung den Unterschied macht.
| Marke | Schweizer Bewilligung | Veranstalter / ausgewiesene Lizenz |
|---|---|---|
| Swisslos Sporttip | Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung unter dem BGS (SR 935.51), Aufsicht Gespa | SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Sitz Basel (IKV 2020) |
| Loterie Romande Jouez Sport | Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung unter dem BGS (SR 935.51), Aufsicht Gespa | Loterie Romande (Société de la Loterie de la Suisse Romande), Sitz Lausanne |
| BassBet | ohne Schweizer Bewilligung | Lizenz aus Sicht des Schweizer Rechts nicht etabliert (Art. 4 BGS) |
| Rainbet | ohne Schweizer Bewilligung | Lizenz aus Sicht des Schweizer Rechts nicht etabliert (Art. 4 BGS) |
| 20Bet | ohne Schweizer Bewilligung | Lizenz aus Sicht des Schweizer Rechts nicht etabliert (Art. 4 BGS) |
| 1xBet | ohne Schweizer Bewilligung | Lizenz aus Sicht des Schweizer Rechts nicht etabliert (Art. 4 BGS) |
| Gamdom | ohne Schweizer Bewilligung | Lizenz aus Sicht des Schweizer Rechts nicht etabliert (Art. 4 BGS) |
| bet-at-home | ohne Schweizer Bewilligung | Lizenz aus Sicht des Schweizer Rechts nicht etabliert (Art. 4 BGS); von der Gespa als Beispiel für Domain-Hopping genannt |
| X3Bet | ohne Schweizer Bewilligung | Drittquellen nennen Tobique (Kanada); aus Sicht des Schweizer Rechts nicht etabliert (Art. 4 BGS) |
| Betscore | ohne Schweizer Bewilligung | Lizenz aus Sicht des Schweizer Rechts nicht etabliert (Art. 4 BGS) |
Die wichtigste Erkenntnis aus diesem Vergleich ist der Bewilligungsstatus: Nur Swisslos und Loterie Romande verfügen über eine Schweizer Bewilligung. Wer bei einem anderen Anbieter spielt, nutzt kein Sperrregister, hat keine Schweizer Auszahlungsgarantie und findet im Streitfall keine Schweizer Anlaufstelle.
Swisslos Sporttip
Swisslos ist die interkantonale Landeslotterie der Deutschschweiz und führt Sporttip im Vertragsgebiet der 19 Deutschschweizer Kantone, im Tessin und im Fürstentum Liechtenstein durch. Gegründet auf der interkantonalen Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019 (IKV 2020), gehört Sporttip zu den zwei bewilligten Sportwetten-Veranstaltern in der Schweiz. Die Online-Registrierung verlangt Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Vertragsgebiet, ein Mindestalter von 18 Jahren, keine bestehende Spielsperre, und jede Person darf sich nur einmal registrieren. Die Identität wird über ein Ausweisdokument verifiziert, das gegen Adress-Datenbanken geprüft wird.
Wie das Wettprogramm funktioniert. Sporttip deckt das Fussball-Wettprogramm mit den üblichen Dreiwege-Märkten ab, dazu Champions League, Bundesliga, weitere europäische Ligen, dazu Eishockey, Tennis, Handball und weitere Sportarten je nach Saison. Eigene Wettarten wie Quotenboosts (nur Prematch-Einzelwetten online) und Profitboosts (Nettogewinn-Erhöhung für ein definiertes Ereignis) sind auf den Spielenden einmal pro Aktion nutzbar, in Einsatz und Erhöhung limitiert, und verfallen bei einem Cash-Out. Der Kombiboost verlangt mindestens vier Voraussagen mit Quote je mindestens 1.50, der Bonus auf den Nettogewinn steigt von 5 % bei vier bis 100 % bei fünfzehn Voraussagen. Beide Boosts sind online für Prematch, Live und Systemwetten verfügbar.
Was die Mechanik kostet. Bei Sporttip berechnet sich der Gewinn aus Einsatz mal Quote (bei Kombis: mal Gesamtquote). Das Ergebnis wird auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen genau abgerundet – das ist eine kleine, aber messbare Marge zugunsten des Veranstalters. Bei Live-Wetten zählen Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, mit Quote 1.00 – wer auf das Remis wettet, obwohl das Spiel bereits unentschieden steht, bekommt seinen Einsatz zurück, nicht den Gewinn. In spielentscheidenden Situationen (Elfmeter, Rote Karte, Videoschiedsrichter-Entscheid) kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten. Cash-Out gibt es für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, nur online, nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung, und es besteht keine Garantie, dass Cash-Out für jeden Markt verfügbar ist. Der Cash-Out-Betrag liegt tiefer als der mögliche Wettgewinn bei regulärem Ausgang.
Was die Sicherheitsmechanismen leisten. Swisslos verlangt Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage (Obergrenze CHF 9’999; unter 21 Jahren CHF 1’000) sowie eine freiwillige Einzahlungslimite für 30 Tage. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung nach 72 Stunden. Spielsperren sind produktbezogen für 1 bis 180 Tage möglich, ohne Aufhebung vor Fristablauf; eine unbefristete Sperre wird im schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos, Online-Casinos und Liechtenstein. Spielguthaben kann per Online-Zahlungsmittel oder Einzahlungsschein gekauft werden (Mindestbetrag CHF 20, in 30 Tagen maximal CHF 10’000, Wallet-Guthaben maximal CHF 9’999). Auszahlungen bis CHF 1’000 pro Spielbestätigungsquittung gehen automatisch aufs Wallet, über CHF 1’000 innert 3 Arbeitstagen auf das Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto, sofern die Zahlungsverbindung bekannt ist. Gewinne, die nicht innert 26 Wochen nach der öffentlichen Bekanntmachung der Wettauswertung geltend gemacht werden, verfallen zugunsten des Swisslos-Zwecks.
Bewertung. Swisslos Sporttip ist die einzige legale Adresse in der Deutschschweiz, im Tessin und in Liechtenstein für eine Wette auf das Remis. Wer eine Remis-Wette in seinem Kanton platzieren will und keinen Draht zu einem Romand-Anbieter hat, kommt an Swisslos nicht vorbei – nicht, weil sie die beste Wette ist, sondern weil sie die einzige mit Schweizer Bewilligung ist. Das Sporttip-Programm ist breit, die Mechanik transparent, die Spielregeln (Version 4.2) liegen offen, die Selbstsperre funktioniert registerbasiert. Wer nicht in seinem Wohnsitzkanton spielt (etwa ein Tessiner, der ein Konto bei Swisslos eröffnen will), kann das: Tessin gehört zum Vertragsgebiet. Wer im Romand wohnt, gehört zu Loterie Romande.
Loterie Romande Jouez Sport
Loterie Romande führt Jouez Sport für die Westschweiz durch: Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Sitz in Lausanne, Avenue de Provence 14, 2’350 Verkaufsstellen und 221 Mitarbeitende. Auch Loterie Romande ist einer der zwei bewilligten Veranstalter nach der interkantonalen Vereinbarung – die Aufteilung zwischen Swisslos und Loterie Romande ist geografisch und nicht thematisch; beide bieten das gleiche Grundsortiment an, mit eigenen Schwerpunkten.
Wie das Wettprogramm funktioniert. Jouez Sport deckt das gleiche Spektrum an Sportarten ab wie Sporttip, mit dem Fussball-Dreiwege-Markt als Kernprodukt. Die Höchstgewinne pro Einzel- oder Kombiwette liegen bei CHF 300’000, für alle Gewinne eines Multiples zusammen bei CHF 1’000’000. Eine Kombiwette umfasst 2 bis 10 Voraussagen, die Einzel- oder Gesamtquote muss zwischen 1.10 und 100’000 liegen. Die Spielregeln sind die «Règlement Jouez Sport, 17e édition» (September 2024).
Was die Mechanik kostet. Auch bei Jouez Sport gilt Einsatz mal Quote, und die gleichen Eigenheiten des Marktes – Marge, Rundung, Cash-Out-Mechanik – wirken hier wie bei Sporttip. Eine Besonderheit der Romandie ist die niedrigere Mindestquote einer Einzelwette (1.10), die Kombiwetten mit hoher Gesamtquote und kleinen Beinen erlaubt, aber das Risiko jedes Beins nicht aufhebt.
Was die Sicherheitsmechanismen leisten. Auch Loterie Romande verlangt selbst gesetzte Limiten, Spielsperre und Auszahlung auf ein Bank- oder Postkonto im eigenen Namen. Die genauen Fristen und Mechanismen regeln die eigenen Bedingungen – sie folgen dem BGS und der VGS und sind in der Auszahlungs- und Sperrregister-Praxis mit Swisslos vergleichbar.
Bewertung. Loterie Romande Jouez Sport ist die einzige legale Adresse für eine Wette auf das Remis in der Romandie. Wer in Genf oder Waadt lebt, kommt an Loterie Romande nicht vorbei. Die Spielregeln sind offen, der Höchstgewinn pro Multiple liegt mit CHF 300’000 / 1’000’000 klar, die Aufteilung Westschweiz ist sauber. Für Romands ist Jouez Sport die einzige legale Lösung, genauso wie Swisslos für die Deutschschweiz – beide sind nicht die «bessere» Marke, sondern die einzige in ihrem Vertragsgebiet.
BassBet
BassBet betreibt ein Wettangebot ohne Schweizer Bewilligung. Eine Lizenz, die in der Schweiz Geltung hätte, ist nicht etabliert; ein Anschluss an das Schweizer Sperrregister besteht nicht, Schweizer Vollstreckung im Streitfall gibt es nicht. Die Domain kann auf der Gespa-Sperrliste landen und via DNS in der Schweiz blockiert werden. Gegenüber den Schweizer Veranstaltern fehlt jeder Mechanismus, der Schweizer Spielende schützt: keine Selbstsperre, keine verifizierte Identität, keine Auszahlungsgarantie auf ein Schweizer Konto.
Bewertung. BassBet ist für Schweizer Spielende keine Alternative zu Swisslos oder Loterie Romande – wer dort spielt, verlässt den Schutz der Schweizer Aufsicht. Die einzige Frage, die sich bei BassBet stellt, ist, ob die Domain überhaupt erreichbar ist und wie lange noch.
Rainbet
Rainbet ist ein weiterer Wettanbieter ohne Schweizer Bewilligung. Wie BassBet ohne Lizenz mit Geltung in der Schweiz, ohne Sperrregister-Anschluss, ohne DNS-Sperre als Hemmnis, aber mit dem Risiko, jederzeit auf die Gespa-Sperrliste gesetzt zu werden. Das Spielangebot kann breiter sein als das der Schweizer Veranstalter – ausländische Anbieter unterliegen nicht der Gespa-Liste – aber genau diese Breite ist das, was Schweizer Recht für den Schweizer Markt nicht zulässt.
Bewertung. Rainbet bietet mehr Märkte, als es in der Schweiz je geben wird, aber keinen Schweizer Schutz. Wer dort spielt, akzeptiert die fehlende Aufsicht im Tausch gegen ein breiteres Wettprogramm – ein Handel, der in der Schweiz strafrechtlich den Anbieter, nicht den Spielenden trifft.
20Bet
20Bet ist ein bekannter europäischer Wettanbieter, der in mehreren Ländern bewiligt ist, aber nicht in der Schweiz. Eine Schweizer Bewilligung ist nicht etabliert; eine Lizenz aus Curaçao oder ähnlichen Jurisdiktionen hat in der Schweiz keine Kraft (Art. 4 BGS). Wie BassBet und Rainbet kann 20Bet auf die Sperrliste gesetzt werden, was den Zugang aus der Schweiz erschwert. Wer dort spielt, gewinnt und verliert ohne Schweizer Aufsicht.
Bewertung. 20Bet steht für ein internationales Angebot, das in der Schweiz nicht zugelassen ist. Der Name mag in Fussball-Foren auftauchen, aber die Bewilligung, die in der Schweiz zählt, hat 20Bet nicht.
1xBet
1xBet ist einer der grössten internationalen Anbieter, mit Lizenzen aus Curaçao und anderen Jurisdiktionen. In der Schweiz ohne Bewilligung, ohne Sperrregister-Anschluss, mit Sperrlisten-Risiko. 1xBet ist in mehreren europäischen Märkten aktiv, aber für Schweizer Spielende operiert die Firma ausserhalb des Schweizer Rechtsraums.
Bewertung. 1xBet ist ein Beispiel für einen Anbieter, der international präsent ist, aber in der Schweiz keine Rolle spielen darf. Die Plattform mag technisch überzeugen, aber sie bietet Schweizer Spielenden weder Auszahlungssicherheit noch Spielerschutz, den die Gespa garantiert.
Gamdom
Gamdom ist ein Anbieter mit Wurzeln im E-Sport- und Krypto-Bereich. Ohne Schweizer Bewilligung, ohne Lizenz, die in der Schweiz gilt, ohne Sperrregister, ohne Bankkonto-Auszahlung in der Schweiz. Bezahlung läuft oft in Kryptowährungen, was in der Schweiz unter BGS für bewiligte Veranstalter ausgeschlossen ist (Art. 50 Abs. 2 VGS: Auszahlung nur auf Konto im Namen des Spielenden).
Bewertung. Gamdom illustriert genau den Bruch zwischen internationaler Marktlogik und Schweizer Regelwerk. Anonyme Krypto-Auszahlung ist für Schweizer Veranstalter unzulässig – und genau das bietet Gamdom. Für Schweizer Spielende heisst das: doppelt geschützt, weil weder Lizenz noch Auszahlungsweg in den Schweizer Rahmen passen.
bet-at-home
Bet-at-home ist ein österreichisch-deutscher Anbieter mit Lizenz in Malta, nicht in der Schweiz. Die Gespa nennt bet-at-home als Beispiel für Domain-Hopping: gesperrte Domains werden innerhalb von Stunden ersetzt. Eine Schweizer Bewilligung ist nicht etabliert; eine Lizenz, die in der Schweiz gilt, gibt es nicht. Aus Schweizer Sicht spielt bet-at-home ausserhalb des Rechtsrahmens.
Bewertung. bet-at-home ist eine der bekanntesten Marken, die in der Schweiz über die Sperrliste geführt wird. Wer dort spielt, hat technisch eine grosse Marke vor sich, juristisch aber keine Schweizer Aufsicht.
X3Bet
X3Bet wirbt mit Lizenz aus Tobique (Kanada). Tobique ist eine kanadische Provinzbehörde und hat in der Schweiz keine Anerkennung (Art. 4 BGS). Eine Schweizer Bewilligung ist nicht etabliert. Die Lizenz-Erzählung ist Drittquellen-Material, kein Schweizer Status. Wie alle ausländischen Anbieter ist X3Bet potenzielles Sperrlisten-Material.
Bewertung. X3Bet steht für den Versuch, mit einer Drittjurisdiktion Seriosität zu beanspruchen, die in der Schweiz nichts bedeutet. Was in Curaçao oder Tobique eine Lizenz ist, ist in der Schweiz eine Fantasie.
Betscore
Betscore ist ein weiterer Anbieter ohne Schweizer Bewilligung, dessen Lizenz aus Sicht des Schweizer Rechts nicht etabliert ist. Wie alle anderen ausländischen Marken: kein Anschluss ans Sperrregister, keine Schweizer Aufsicht, Risiko der DNS-Sperre.
Bewertung. Betscore ist im Konzert der internationalen Marken eine weitere ohne Schweizer Bezugspunkt. Für Schweizer Spielende gibt es keinen Grund, hier statt bei Swisslos oder Loterie Romande zu spielen, ausser dem Reiz eines breiteren Wettprogramms – einem Reiz, der mit dem Schutzverlust bezahlt wird.
Beste Wettanbieter für Unentschieden – das Gesamtbild
Die beste Wahl in der Schweiz ist nicht der Anbieter mit der höchsten Remis-Quote, sondern der Anbieter mit Schweizer Bewilligung. Nur Swisslos Sporttip und Loterie Romande Jouez Sport haben eine solche Bewilligung; beide tragen die Gespa-Aufsicht, beide folgen der Gespa-Liste der erlaubten Wettarten, beide verlangen verifizierte Identität und selbst gesetzte Limiten. Beide sind nicht «besser» im Sinn höherer Quoten – sie sind die einzigen legalen Optionen in ihren Vertragsgebieten.
Die Form, die sich lohnt. Wer aus dem deutschsprachigen Raum oder dem Tessin wettet, ist bei Swisslos. Wer aus der Romandie wettet, ist bei Loterie Romande. Wer in Liechtenstein lebt, fällt unter das Swisslos-Vertragsgebiet. Wer in einem Kanton lebt, der nicht zum jeweiligen Vertragsgebiet gehört, hat keine legale Online-Adresse und müsste auf eine Verkaufsstelle in seinem Kanton ausweichen.
Woran man sich bei den Quoten orientiert. Beide Veranstalter veröffentlichen ihre Wettquoten im Voraus und reagieren auf den Markt. Wer eine Remis-Quote mit einem anderen Anbieter vergleicht, sollte daran denken, dass die ausländischen Anbieter ohne Schweizer Aufsicht arbeiten und die Quoten dort oft höher ausfallen – bei einem Markt, der keine Schweizer Lizenz hat. Wer die höhere Quote nimmt, akzeptiert den Verlust des Schweizer Schutzes. Wer den Schweizer Schutz will, nimmt die niedrigere Quote, die im Rahmen der Gespa-Liste bleibt.
Wann das Schweizer Angebot passt. Wer mit dem verfügbaren Wettprogramm auskommt, wer eine verifizierte Identität bereitstellen kann und wer im jeweiligen Vertragsgebiet wohnt, findet bei Swisslos oder Loterie Romande genau das, was er braucht – von der Registrierung über die verlustlimitierten Wetten bis zur Auszahlung aufs eigene Bankkonto. Für Wenigspieler und Gelegenheits-Wettende ist das in der Regel die einfachste Lösung: keine fremde Währung, keine Sprache, die gewechselt werden muss, keine fremde Aufsichtsbehörde.
Was ein Schweizer Anbieter nicht kann. Wer eine besonders exotische Wette sucht (E-Sports, Spezialmärkte, Politik-Wetten), wird sie bei Swisslos oder Loterie Romande nicht finden – die Gespa-Liste deckt das nicht ab, und was nicht auf der Liste steht, darf nicht angeboten werden. Wer solche Wetten will, geht ins Ausland, mit allen Konsequenzen: keine Schweizer Bewilligung, keine Schweizer Aufsicht, keine Schweizer Sperre. Diese Konsequenzen sind in der Schweiz bewusst: Art. 130 BGS stellt das Anbieten unter Strafe, nicht das Spielen, aber die Spielenden tragen das Restrisiko (Sperre, Steuerpraxis wie in Thurgau, keine Anlaufstelle).
Wie eine Remis-Wette in der Praxis läuft
Die Schritte vom Entschluss bis zur Auszahlung sind die gleichen bei Sporttip und Jouez Sport.
Online-Konto eröffnen. Identität wird verifiziert: Ausweis wird hochgeladen, Adresse gegen Datenbanken geprüft. Voraussetzungen: 18 Jahre alt, Wohnsitz im jeweiligen Vertragsgebiet, keine bestehende Spielsperre. Die Person darf sich nur einmal registrieren. Wer im falschen Vertragsgebiet wohnt, wird abgelehnt.
Limiten setzen. Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage, alle drei Werte müssen angegeben werden (Obergrenze CHF 9’999). Unter 21 Jahren gilt eine tiefere Limite (CHF 1’000). Eine Senkung greift sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich lässt sich eine Einzahlungslimite für 30 Tage setzen.
Wallet aufladen. Mindestbetrag CHF 20; in 30 Tagen maximal CHF 10’000; Wallet-Guthaben maximal CHF 9’999. Bezahlt wird per Online-Zahlungsmittel oder Einzahlungsschein; Swisslos bietet PostFinance Pay als weitere Möglichkeit an, bestätigt direkt in der PostFinance-App.
Wette platzieren. Ereignis auswählen (z. B. Bundesliga-Spiel), Markt auswählen (Dreiwege), Auswahl «Unentschieden», Quote prüfen, Einsatz setzen (Mindesteinsatz CHF 1). Bei Kombiwetten mehrere Ereignisse auswählen, Gesamtquote prüfen, Einzelquoten auf je mindestens 1.10 (Loterie Romande) bzw. auf das für den jeweiligen Boost nötige Minimum (z. B. 1.50 für den Sporttip-Kombiboost) prüfen.
Ergebnis abwarten. Bei Live-Wetten gilt eine Sonderregelung: Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00. Bei Absage und Nicht-Nachhol innert 48 Stunden gilt: Einzelwetten werden zurückbezahlt, in Kombinationswetten erhält die Voraussage Quote 1.00.
Auszahlung. Gewinne bis CHF 1’000 pro Spielbestätigungsquittung gehen automatisch aufs Wallet, höhere Gewinne innert 3 Arbeitstagen aufs eigene Bank- oder Postkonto. Auszahlungen sind innert 365 Tagen zweimal gratis; ab der dritten kann eine Kommission von 3 % erhoben werden. Überweisungsdauer 5 bis 10 Arbeitstage. Gewinne, die nicht innert 26 Wochen nach der Wettauswertung geltend gemacht werden, verfallen zugunsten des Swisslos-Zwecks.
Cash-Out. Wer vor dem Spielende aussteigen will, kann online Cash-Out für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten nutzen, nur vollständig, nicht teilweise. Der Cash-Out-Betrag liegt tiefer als der mögliche Wettgewinn und ist vom Stand der Ereignisse abhängig. Swisslos muss Cash-Out nicht für jeden Markt anbieten. Ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen.
Eine Wette, die nicht eintritt. Das ist der häufigste Fall. Wer Pech hat, verliert den Einsatz. Wer Pech in Serie hat, sollte den Einsatz nicht erhöhen, sondern die eigenen Limiten überprüfen, gegebenenfalls eine Spielsperre setzen und sich an die Fachstelle wenden.
Häufige Fragen zu Unentschieden-Wetten in der Schweiz
Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit eines Unentschiedens, und wie lässt sie sich aus der Quote ableiten?
Eine Quote für das Remis von 3.40 entspricht einer impliziten Wahrscheinlichkeit von rund 29.4 % – berechnet als 1 geteilt durch die Quote. In einer starken Liga wie der Bundesliga oder der Champions League liegt die effektive Remis-Häufigkeit bei etwa 25-28 %, in ausgeglichenen Ligen etwas höher. Die Quote spiegelt aber nicht nur die Wahrscheinlichkeit, sondern auch die Marge des Veranstalters – der tatsächliche faire Wahrscheinlichkeitswert liegt leicht tiefer als 1 ÷ Quote. Eine Vorhersage heisst deshalb nicht «die Quote zeigt, dass das Remis wahrscheinlich ist», sondern «der Markt glaubt das zu diesem Preis».
Zählt bei einer Wette auf Unentschieden die reguläre Spielzeit, und wie werden Verlängerung und Penaltyschiessen behandelt?
Bei Sporttip und auch bei Jouez Sport umfasst die reguläre Spielzeit die reguläre Spieldauer plus Nachspielzeit. Im Fussball sind das 90 Minuten plus Nachspielzeit. Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm ausdrücklich darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Wer bei einem Cupspiel auf das Remis nach 90 Minuten wettet, wettet nicht auf das Ergebnis nach 120 Minuten oder nach Elfmeterschiessen. Das ist besonders bei K.-o.-Runden relevant, wo das Remis nach regulärer Spielzeit häufig vorkommt, aber nicht das Ende des Spiels ist.
Welche Statistiken zu Remis-Serien sind aussagekräftig, und weshalb ist eine Serie ohne Remis kein Grund für eine Wette?
Statistiken, die etwas sagen, sind: der Anteil Remis in vergleichbaren Konstellationen (Heim gegen Auswärts-Spiele ähnlicher Mannschaften), die Tendenz der Liga (Bundesliga etwa 25 %), die historische Heim- und Auswärtsverteilung. Statistiken, die nichts sagen, sind reine Remis-Serien einzelner Mannschaften: zehn Spiele ohne Remis heisst nicht, dass das elfte ein Remis wird. Es heisst nur, dass die Mannschaft in diesen zehn Spielen nicht unentschieden gespielt hat – ob aus taktischen Gründen, aus Spielglück oder aus Begegnungen gegen sehr starke oder sehr schwache Gegner. Ein Remis vorherzusagen braucht mehr als eine ausgehende Serie.
Wie berechnet sich der Gewinn einer Wette auf Unentschieden aus Einsatz und Quote?
Der Bruttogewinn ist Einsatz mal Quote. Wer 20 Franken auf Remis-Quote 3.40 setzt, gewinnt 68 Franken Bruttogewinn. Der Nettogewinn – Gewinn über den Einsatz hinaus – liegt bei 48 Franken. Bei einer Kombinationswette multiplizieren sich die Einzelquoten zur Gesamtquote. Bei Sporttip wird der Gewinn zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen genau abgerundet – das ist eine kleine eingebaute Marge, die bei sehr kleinen Einsätzen kaum ins Gewicht fällt, bei grossen Einsätzen messbar wird. Das ist die Mechanik hinter jeder Remis-Wette, die in der Schweiz legal läuft.
Welche Apps gibt es für Vorhersagen, und was bedeutet die Gespa-Liste für die erlaubten Wettarten?
In der Schweiz sind nur zwei Apps offiziell zugelassen: die Sporttip App für Swisslos und die App von Loterie Romande für Jouez Sport. Beide sind im App Store und bei Google Play verfügbar, prüfen die Identität und setzen die selbst gesetzten Limiten durch. Apps für Vorhersagen aus dem Ausland – von BassBet bis Betscore – sind keine zugelassenen Schweizer Wett-Apps; wer sie öffnet, spielt ausserhalb des Schweizer Rechts. Die Gespa-Liste (Stand 10.09.2026) regelt, welche Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten erlaubt sind – nicht jede Idee ist abgedeckt. E-Sports und Politikwetten fehlen, Eckball- oder Kartenmärkte ebenso. Wer solche Wetten will, ist bei einem ausländischen Anbieter – ohne Schweizer Schutz.
Welche Verlustlimiten müssen vor der ersten Wette bei einem Schweizer Veranstalter gesetzt werden?
Vor der ersten Sporttip-Teilnahme müssen Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage gesetzt werden. Die Oberlimite liegt bei CHF 9’999; unter 21 Jahren bei CHF 1’000. Eine Senkung der Limite greift sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für 30 Tage möglich. Bei Loterie Romande gelten eigene, aber vergleichbare Regeln. Gesetzlich verankert ist nur, dass überhaupt Limiten gesetzt werden müssen (Art. 87 VGS); die genauen Werte und Fristen regelt jeder Veranstalter in seinen Bedingungen. Wer keine Limite setzt, kann nicht spielen – das ist die erste Sperre, die ein seriöser Schweizer Veranstalter einbaut.
Tipps – buchmachersch
Inhalt erstellt vom Team «buchmachersch»
