Gutscheincodes für bestehende Wettkonten in der Schweiz
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Wer ein Konto bei einem Schweizer Sportwetten-Anbieter eröffnet hat, sucht früher oder später nach einem Gutscheincode, einer Gratiswette, einem Boost — irgendetwas, das ein zweites oder drittes Konto lohnend macht. Das Angebot an Aktionen für Bestandskunden ist in der Schweiz überschaubar, da die regulatorischen Anforderungen hoch sind. Wer auf der Suche nach Boni ist, findet hier eine Einordnung, was möglich ist und was ein Bonus unter dem Strich wert ist.
Aktualisiert am Oktober 19, 2026 und abgeglichen mit den Bewilligungsregistern der Gespa (Eidgenössische Spielaufsicht).
Rechtslage: Warum Gutscheincodes in der Schweiz eine rare Ware sind
In der Schweiz dürfen nur zwei Veranstalter Sportwetten anbieten: Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit dem Produkt Jouez Sport. Beide stützen sich auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019 (IKV 2020). Eine dritte Schweizer Veranstalterbewilligung für Sportwetten ist im Gesetz nicht vorgesehen; das Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51) kennt für Grossspiele wie die Sportwette eine geschlossene Liste. Wer bei einem ausländischen Anbieter wettet, hat keine Schweizer Bewilligung im Rücken — die Sperrliste der Gespa wuchs bis Ende 2025 auf 671 Domains an, und diese werden in der Schweiz per DNS blockiert.

Die Konsequenz für ein bestehendes Konto: Es gibt keinen werblichen Marktplatz mit konkurrierenden Gutscheincodes. Es gibt die Aktionen von zwei Veranstaltern, in zwei klar getrennten Sprachregionen, mit jeweils eigener Aufsicht durch die Gespa. Wer im Vertragsgebiet von Swisslos wohnt, kann ein Sporttip-Konto führen; wer im Vertragsgebiet der Loterie Romande wohnt, kann ein Jouez-Sport-Konto führen. Eine Überschneidung gibt es nicht.
Bonusbeträge, Gratiswetten und Gratisspielguthaben brauchen in der Schweiz zwingend die vorgängige Zustimmung der Gespa (Art. 75 Abs. 2 BGS). Im Jahr 2025 hat die Aufsicht der Loterie Romande 24 solcher Bewilligungen erteilt, Swisslos deren 8. Werbung, die aggressiv oder irreführend wirkt oder sich an Minderjährige richtet, ist nach Art. 74 BGS verboten — und Werbung für in der Schweiz nicht bewilligtes Glücksspiel steht nach Art. 74 Abs. 3 BGS unter Busse, bis zu CHF 500’000 nach Art. 131 BGS. Für Bestandskunden heisst das: Die Bonuslandschaft, die man aus dem Ausland kennt — wöchentliche Reload-Boni, Cashback-Schleifen, Code-Wettläufe — findet in dieser Form hier nicht statt.
Der Code, der oft zitiert wird, ist im Schweizer Kontext meist gar kein Code. Bei der Aktion «JouezSport – Patinoires et Stades» der Loterie Romande wurde ein Code in den National-League-Stadien verbreitet: Wer innert 7 Tagen den in den Stadien aufgenommenen Code im verifizierten Konto eingab, erhielt CHF 10 Spielguthaben — insgesamt 7’000 Stück, 30 Tage gültig, nicht auszahlbar. Diese Aktion lief vom 17. Dezember 2025 bis 10. März 2026 an 7 Aktionstagen. Es war eine physisch gebundene Aktion, kein digitaler Gutscheincode aus dem Marketingnewsletter.
Wer auf der Suche nach einem Gutscheincode für ein bestehendes Konto eine Seite mit «VIP-Code», «Reload-Bonus» oder «Aktion exklusiv für Stammkunden» öffnet, sollte die Adresse prüfen. Ausländische Domains werden in der Schweiz über die Gespa-Sperrliste per DNS blockiert — die Blockade wird durch Nachfolge-Domains ersetzt, ein Katz-und-Maus-Spiel, das die Gespa in ihren Sperrlisten dokumentiert. Eine Anmeldung über ein VPN ändert daran nichts; die rechtliche Lage bleibt bestehen, und im Streitfall gibt es keine Schweizer Anlaufstelle.
Was ein Gutscheincode hier überhaupt bedeutet
Im Schweizer Wettmarkt ist der Begriff «Gutscheincode» doppelt besetzt. Einmal steht er für Gratisspielguthaben, das auf das Spielkonto gebucht wird und nicht auszahlbar ist — die Aufsicht nennt das «Gratisspielguthaben», die Spieler nennen es Gratiswette oder Freiwette. Das andere Mal steht er für einen Quotenboost oder einen Profitboost, der den möglichen Nettogewinn einer Wette erhöht, ohne dass Spielguthaben ausbezahlt wird.

Beide Formen unterstehen der Gespa. Ein klassischer «100 % Bonus bis CHF 200» mit Einzahlungsbindung, Umsatzbedingung und Auszahlungsgrenze — wie man ihn von internationalen Anbietern kennt — existiert bei Swisslos Sporttip und Loterie Romande Jouez Sport in dieser Form nicht. Was es gibt, sind:
- Quotenboosts auf Prematch-Einzelwetten, einmal pro Wettende nutzbar, mit Limiten auf Einsatz und Erhöhung.
- Profitboosts auf ein definiertes Sportereignis, einmal pro Wettende nutzbar.
- Kombiboost auf den Nettogewinn: 5 % bei 4 Voraussagen, 20 % bei 7, 40 % bei 10, 100 % bei 15 — alle Voraussagen mit Mindestquote 1.50, online, prematch, live.
- Physische Code-Aktionen wie die Patinoires-Aktion der Loterie Romande im Winter 2025/26.
- Verkaufsstellen-Promotionen, die nur offline laufen.
Alle diese Formen haben eines gemeinsam: Das zusätzliche Guthaben oder die zusätzliche Erhöhung wird am Ende nicht ausbezahlt. Was als Gewinn aus einer mit Bonusgeld platzierten Wette entsteht, ist auszahlbar; das Bonusguthaben selbst nicht. Bei der Loterie Romande ist diese Regel ausdrücklich im Règlement Général verankert: Gratisspielguthaben ist nicht auszahlbar.
Ein Bestandskunde, der einen Code einlöst, sollte daher nicht rechnen wie im Ausland. Die Wertfrage lautet: Wie viel erwartbaren Gewinn bringt das Bonusgeld unter Berücksichtigung der Markt-Marge?
Wer als Bestandskunde gilt — und wer nicht
Der Begriff «Bestandskunde» ist im Schweizer Wettmarkt unschärfer, als er klingt. Wer bei Swisslos Sporttip ein Konto eröffnet hat, das seit drei Monaten nicht mehr aktiv war, gilt administrativ weiterhin als Bestandskunde. Wer bei der Loterie Romande mehrere Monate nicht gespielt hat, ebenfalls. Wer aber seinen Wohnsitz aus dem Vertragsgebiet eines Veranstalters verlegt hat, verliert die Spielberechtigung und kann das Konto nicht weiter nutzen — eine Neueröffnung im anderen Vertragsgebiet ist möglich, soweit die Identifikation wiederholt wird.
Was nicht zählt: Eine Mehrfachregistrierung. Pro Person ist nur ein Konto erlaubt; bei Swisslos wird der Ausweis hochgeladen und gegen Adressdatenbanken geprüft. Ein zweites Konto zu eröffnen, um einen «Neukundenbonus» ein zweites Mal zu nutzen, ist nach den Teilnahmebedingungen unzulässig — und wer bei einer Kontoprüfung als Mehrfachkonto auffällt, riskiert die Schliessung aller Konten und die Eintragung in das schweizweite Sperrregister.
Die Swisslos-Statuten unterscheiden zudem die «produktbezogene» Spielsperre von der «unbefristeten» Spielsperre. Eine produktbezogene Sperre für 1 bis 180 Tage lässt sich ohne Aufhebung vor Fristablauf nicht zurücknehmen. Eine unbefristete Sperre wird in ein schweizweites Register eingetragen und gilt auch für Casinos, einschliesslich Online-Casinos, sowie im Fürstentum Liechtenstein. Wer eine solche Sperre aktiv hat, ist kein Bestandskunde im wettenden Sinn mehr — das Konto bleibt administrativ, aber es lässt sich nicht nutzen.
Spielerschutz: Was jeder Bestandskunde vor der ersten Wette setzen muss
Bevor bei Sporttip die erste Wette platziert wird, müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen. Die Obergrenze liegt bei CHF 9’999 pro Periode; wer unter 21 ist, bei CHF 1’000. Zusätzlich kann eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage gesetzt werden. Eine Senkung der Limite gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden — Swisslos wendet diese 72-Stunden-Frist in den Spielregeln ausdrücklich an; das BGS sieht eine Frist von 24 Stunden vor, die Veranstalter dürfen aber eine längere Frist setzen, was hier passiert.
Diese Limiten sind nicht ein Bonusdetail, das man überspringen kann. Sie sind die erste Hürde, bevor überhaupt eine Wette angenommen wird. Wer sein Konto eröffnet und keine Limite setzt, kann formal keine Wette platzieren. Wer mit dem Gedanken spielt, einen Gutscheincode für eine Bestandskunden-Aktion einzulösen, sollte zuerst seine Limite kennen — der Code selbst bringt keinen Gewinn, wenn das Wochenlimitet bereits ausgeschöpft ist.
Die Loterie Romande setzt eine andere, ebenso verbindliche Grenze: Höchstens CHF 10’000 dürfen innert 30 Tagen auf das Spielerkonto eingezahlt werden, und das Wallet-Guthaben darf höchstens CHF 10’000 betragen. Auch hier gilt: Wer die Limite ausgeschöpft hat, kann mit dem Code nichts mehr auslösen. Die Aktion «Patinoires et Stades» war an die Wallets gebunden, in die der Code innert 7 Tagen eingegeben wurde.
Für eine Pause gibt es mehrere Wege. Swisslos erlaubt eine produktbezogene Selbstsperre von 1 bis 180 Tagen, die ohne Fristablauf nicht aufgehoben werden kann. Eine unbefristete Spielsperre wird in das schweizweite Register eingetragen und gilt auch für Casinos und Online-Casinos in Liechtenstein. Eine freiwillige Einzahlungslimite, kürzer gefasst, lässt sich jederzeit senken. Eine Erhöhung der Verlustlimite braucht 72 Stunden Bedenkzeit. Wer nach einer Aktion das Gefühl hat, das eigene Wettverhalten aus dem Ruder laufen zu sehen, hat mit der Spielsperre ein Werkzeug, das nicht wiedergibt, was eine Aufsicht von aussen her erlauben würde.
Boni und Gratiswetten: Was Bestandskunden tatsächlich bekommen
Die Aktionen der beiden Schweizer Veranstalter fallen in vier Formen, und keine davon ist das, was die Werbewelt sonst verspricht.
Quotenboosts und Profitboosts (Sporttip). Ein Quotenboost gilt nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage. Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide sind pro Wettende nur einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert; bei einem Cash-Out verfällt der Boost. Es handelt sich also nicht um eine «Gratiswette», sondern um eine befristete Aufwertung des möglichen Gewinns.
Kombiboost (Sporttip). Der Sporttip-Kombiboost gilt online (Prematch, Live, Systemwetten) und verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Mindestquote von je 1.50. Der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 % bei vier Voraussagen, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn. Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert; ein Cash-Out vor der Auswertung lässt den Boost entfallen.
Physische Code-Aktionen (Loterie Romande). Wie bereits erläutert, war die Aktion «Patinoires et Stades» eine zeitlich begrenzte Kampagne im Winter 2025/26. Wer den in den National-League-Stadien verbreiteten Code im verifizierten Konto eingab, erhielt CHF 10 Spielguthaben. Insgesamt wurden 7’000 Codes ausgegeben; das Guthaben war 30 Tage gültig und nicht auszahlbar. Diese Form ist die einzige, die einem «Gutscheincode» im klassischen Sinn nahekommt — sie war an physische Anwesenheit im Stadion gebunden.
Kombi-Aktionen und Promotionen am Verkaufspunkt (Loterie Romande). Über die 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und die Online-Plattform werden kleinere Promotionen angeboten, die saisonal oder an Sportanlässe gebunden sind. Die Bedingungen sind in den jeweiligen Conditions de participation veröffentlicht; die Aufsicht durch die Gespa hat 24 solcher Aktionen der Loterie Romande im Jahr 2025 bewilligt.
Was diese Formen gemeinsam haben: Das Guthaben aus dem Code wird nie ausgezahlt. Der Gewinn, der mit dem Code erzielt wird, ist auszahlbar — bei Gewinnen bis CHF 1’000 wird er direkt dem Wallet gutgeschrieben, darüber auf das verifizierte Bankkonto. Wer einen Code einlöst, gewinnt also nicht den Code selbst, sondern den Gewinn aus der Wette, die er mit dem Code platziert.
Auszahlungen: Wohin das Geld fliesst — und warum das Konto auf den eigenen Namen lauten muss
Gewinne werden in der Schweiz ausschliesslich auf ein Zahlungskonto im Namen des Spielenden überwiesen. Bei Swisslos sind das ein Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto; Swisslos zahlt Spielguthaben innerhalb von 365 Tagen zweimal gratis aus, ab der dritten Auszahlung kann eine Kommission von 3 % belastet werden, die Überweisung dauert 5 bis 10 Arbeitstage. Bei Loterie Romande werden Gewinne bis CHF 1’000 netto direkt dem Wallet gutgeschrieben, Gewinne darüber auf die angegebene IBAN überwiesen. Anonyme Auszahlungen, Krypto-Auszahlungen, Auszahlungen an Drittpersonen — alles, was im Ausland teilweise möglich ist — existieren in der Schweiz nicht.
Die Pflicht zur Auszahlung auf das eigene Konto folgt aus Art. 50 Abs. 2 VGS, und sie hat zwei praktische Konsequenzen. Erstens lässt sich ein Gewinn nicht durch eine Wallet-Adresse im Posting verschleiern; wer gewinnt, wird auf der Bankseite identifiziert. Zweitens lässt sich ein Konto nicht von einer Person auf eine andere übertragen — wer ein Konto eröffnet, ist die Person, die gewinnt und verliert, und nur diese Person.
Die zweite praktische Konsequenz betrifft die Verifikation. Wer bei Swisslos ein Konto eröffnet, lädt einen Ausweis hoch; die Daten werden gegen Adressdatenbanken geprüft. Eine Wette auf ein nicht verifiziertes Konto wird nicht angenommen. Wer bei Loterie Romande spielt, durchläuft denselben Schritt. Die Identitätsprüfung ist die Voraussetzung für die Auszahlung, nicht eine lästige Pflicht, die man später erledigt.
Daraus folgt eine einfache Regel: Wer einen Gutscheincode einlöst und mit dem daraus finanzierten Gewinn rechnet, sollte das Bankkonto, auf das ausgezahlt wird, vor der Wette kennen. Wer das Wallet aus der Hand gibt und das Bankkonto wechselt, riskiert eine Rückbuchung. Wer unter einem Alias spielt, spielt formal nicht — die Verifikation bindet den Spielnamen an den Ausweis, und ein Klick auf eine Aktion vor der Verifikation wird technisch gar nicht angenommen.
Werbung und Werbeversprechen: Was die Aufsicht verbietet
Schweizer Werbung für Glücksspiel darf nicht in die Irre führen, niemanden unter 18 ansprechen und nicht aggressiv wirken (Art. 74 BGS). Werbung für in der Schweiz nicht bewilligtes Glücksspiel ist nach Art. 74 Abs. 3 BGS verboten und wird nach Art. 131 BGS mit Busse bis CHF 500’000 bestraft. Anbieter, die ihre Gutscheincodes auf YouTube, Telegram, TikTok oder über Casino-Vergleichsportale verbreiten, sind in der Regel keine Schweizer Veranstalter.
Ein klassischer Werbeversprechen-Satz — «100 % Bonus bis CHF 200» — ist im Schweizer Markt irreführend, weil ein solcher Bonus mit Einzahlungsbindung, Umsatzbedingung und Auszahlungsgrenze nicht existiert. Wer einen Satz dieser Form liest, liest eine ausländische Werbung, die sich an Schweizer Spieler richtet und gegen Art. 74 Abs. 3 BGS verstösst. Die Gespa führt eine Sperrliste solcher Domains, die in der Schweiz per DNS blockiert werden.
Die Konsequenz für Bestandskunden, die nach einem Code suchen: Wer die Werbung liest, sollte prüfen, ob die Domain auf der Sperrliste steht. Werbung inländischer Veranstalter erscheint nicht in Form von «exklusiven Code-Wettläufen», sondern in Form von klar deklarierten Quotenboosts, Kombiboosts oder Promotionen am Verkaufspunkt, mit den Bedingungen in den jeweiligen Spielregeln.
Die Werbebeschränkungen sind nicht abstrakt. Sie haben konkrete Folgen: Es gibt keine Schweizer Affiliate-Seite, die einen Code für eine Bestandskunden-Aktion in dem Sinn bewirbt, wie es im Ausland üblich ist. Wer einen Code erwartet, erwartet etwas, das die Schweizer Werberegulierung gar nicht zulässt.
Was Bestandskunden bei ausländischen Anbietern erwartet — und was es kostet
Wer auf einer ausländischen Domain spielt — bei 20Bet, Playzilla, bet365, N1 Bet, Bruce Bet, Rainbet, HighFlyBet oder BetAlright —, spielt ohne Schweizer Bewilligung. Diese Anbieter haben eine Lizenz im Ausland, Curaçao, Malta oder anderswo, aber Art. 4 BGS stellt klar: Eine ausländische Lizenz hat in der Schweiz keine Kraft. Die Spieler sind nicht strafbar, aber die Anbieter sind es, und im Streitfall gibt es keine Schweizer Anlaufstelle.
Die ausländischen Anbieter werben mit «Reload-Boni», «Cashback», «VIP-Programmen», «Geburtstagsboni» und «Wettcode-Aktionen». Wer sich darauf einlässt, akzeptiert die Hausregeln des Anbieters. Drei Punkte, die ein Bestandskunde kennen sollte:
Kein Schweizer Sperrregister. Eine Spielsperre in der Schweiz gilt für Swisslos und die Loterie Romande und die Schweizer Casinos. Wer auf einer ausländischen Domain spielt, hat diese Sperre nicht durchgesetzt. Wer sich selbst sperren will, muss es beim ausländischen Anbieter separat beantragen.
Keine Schweizer Auszahlungsregel. Eine Auszahlung erfolgt nach den Regeln des Anbieters. Krypto-Auszahlungen, Auszahlungen an Dritte, Auszahlungen auf Konten mit anderem Namen sind beim ausländischen Anbieter teilweise möglich. Die Spieleridentität wird nicht gegen Schweizer Adressdatenbanken geprüft, sondern nach den Regeln der ausländischen Lizenz.
Kein Schweizer Steuerschutz. Gewinne ausländischer Grossspiele sind in der Schweiz nach kantonaler Praxis anders zu behandeln als Gewinne aus bewilligten Schweizer Spielen. Im Kanton Thurgau etwa werden Gewinne aus ausländischen Grossspielen unabhängig von der Höhe als steuerbares Einkommen behandelt. Die bundesrechtliche Steuerfreigrenze von CHF 1’071’000 (seit 2023) gilt nur für bewilligte Schweizer Grossspiele. Eine Wette bei einem ausländischen Anbieter kann also in der Steuererklärung auftauchen, ohne dass dies im Werbeeteil erwähnt wird.
Keine Schweizer Rekursstelle. Wer sich um eine Auszahlung streitet, hat keine Schweizer Ombudsstelle. Der Rechtsweg führt ins Ausland, nach den Regeln des Anbieters, in einer Sprache, die nicht Deutsch sein muss.
Berechnung: Was eine Gratiswette von CHF 10 unter dem Strich wert ist
Eine Aktion wie die «Patinoires et Stades» der Loterie Romande schenkt CHF 10 Spielguthaben, 30 Tage gültig, nicht auszahlbar. Der erwartbare Wert eines solchen Guthabens hängt davon ab, wie es eingesetzt wird.
Nehmen wir ein einfaches Szenario: Sie setzen die CHF 10 auf eine Zwei-Wege-Wette mit Quote 1.90 / 1.90. Die Auszahlungsquote des Marktes beträgt 1 ÷ (1/1.90 + 1/1.90) = 1 ÷ (0.5263 + 0.5263) = 1 ÷ 1.0526 = 0.9500 — der Buchmachermarge liegt also bei 100 % − 95.00 % = 5.00 %.
Der Wert einer Gratiswette, deren Einsatz bei einem Gewinn nicht zurückgezahlt wird, entspricht dem Bonus × (Quote − 1) ÷ Quote × Auszahlungsquote des Marktes. Für die CHF 10 bei Quote 1.90:
Wert = CHF 10 × (1.90 − 1) ÷ 1.90 × 0.9500
Wert = CHF 10 × 0.90 ÷ 1.90 × 0.9500
Wert = CHF 10 × 0.4737 × 0.9500
Wert ≈ CHF 4.50
Das ist der statistische Erwartungswert vor Berücksichtigung weiterer Einschränkungen. In der Praxis ist der Wert meist kleiner, weil:
- Der Einsatz in der Regel auf eine Wette mit Quote bis zu einer Höchstquote begrenzt ist (oft 3.00 bis 5.00, je nach Aktion).
- Die Wette innerhalb der Frist (hier 30 Tage) platziert werden muss.
- Die Marge je nach Markt und Event zwischen 4 % und 8 % schwankt.
Als Band: Eine Gratiswette von CHF 10 auf einer ausgewogenen Zwei-Wege-Wette ist unter realistischen Annahmen zwischen CHF 3 und CHF 6 wert — niemals CHF 10. Das ist der Wert vor allen weiteren Auflagen. Bei einer engeren Quote (etwa 1.50 / 2.50) sinkt er, bei einer weiteren (etwa 2.50 / 1.50) auf der Gegenseite steigt er, aber die Marge des Marktes bleibt der entscheidende Hebel.
Ein wichtiger Punkt: Der Erwartungswert ist ein statistisches Mittel über viele Wetten. Eine einzelne Gratiswette gewinnt oder verliert wie eine einzelne Wette — sie ist kein sicheres Einkommen. Wer die Gratiswette als sicheren Bonus versteht, hat das Prinzip nicht verstanden.
Die zehn grössten Anbieter im Vergleich: Was an Bonuscode, Bewilligung und Aufsicht bleibt
Die folgende Übersicht zeigt beide Schweizer Veranstalter und die im Schweizer Markt häufig beworbenen ausländischen Anbieter. Einordnung, was Bestandskunden erwarten können und wo die rote Linie verläuft.
| Anbieter | Schweizer Bewilligung | Veranstalter / Bewilligungsstand |
|---|---|---|
| Swisslos Sporttip | Ja | SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft (Basel); Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung unter BGS; Aufsicht Gespa |
| Loterie Romande Jouez Sport | Ja | Loterie Romande (Société de la Loterie de la Suisse Romande); Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung unter BGS; Aufsicht Gespa |
| 20Bet | Keine | Ausländische Lizenz, ohne Kraft in der Schweiz; Domain kann auf der Gespa-Sperrliste stehen |
| Playzilla | Keine | Ausländische Lizenz, ohne Kraft in der Schweiz; Domain kann auf der Gespa-Sperrliste stehen |
| bet365 | Keine | Ausländische Lizenz, ohne Kraft in der Schweiz; von der Gespa namentlich als gesperrt genannt |
| N1 Bet | Keine | Ausländische Lizenz, ohne Kraft in der Schweiz; Domain kann auf der Gespa-Sperrliste stehen |
| Bruce Bet | Keine | Ausländische Lizenz, ohne Kraft in der Schweiz; Domain kann auf der Gespa-Sperrliste stehen |
| Rainbet | Keine | Ausländische Lizenz, ohne Kraft in der Schweiz; Domain kann auf der Gespa-Sperrliste stehen |
| HighFlyBet | Keine | Ausländische Lizenz, ohne Kraft in der Schweiz; Domain kann auf der Gespa-Sperrliste stehen |
| BetAlright | Keine | Ausländische Lizenz, ohne Kraft in der Schweiz; Domain kann auf der Gespa-Sperrliste stehen |
Die Tabelle zeigt das Minimum. Was sie nicht zeigt, ist die Verfügbarkeit für den einzelnen Spieler. Bei Swisslos braucht es Wohnsitz im Vertragsgebiet (Deutschschweiz, Tessin, Liechtenstein); bei der Loterie Romande Wohnsitz in der Westschweiz. Wer in einem anderen Kanton wohnt oder im Ausland, kann kein Konto eröffnen.
Swisslos Sporttip
Swisslos ist die Genossenschaft der Deutschschweizer Kantone, des Tessins und Liechtensteins und betreibt Sporttip als Sportwetten-Marke. Die Online-Teilnahme setzt Wohnsitz im Vertragsgebiet voraus; die Identität wird per Ausweis verifiziert.
Das Sporttip-Angebot für Bestandskunden ruht auf drei Pfeilern. Erstens der Kombiboost, der auf 4 bis 15 Voraussagen mit Mindestquote 1.50 einen Bonus von 5 % bis 100 % auf den Nettogewinn legt — eine Aufwertung, kein Gratisgeld. Zweitens Quotenboosts und Profitboosts auf Prematch-Einzelwetten, einmal pro Wettende nutzbar, mit Cash-Out-Verfall. Drittens Cash-Out auf Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, prematch und live, online, nur als vollständiges Cash-Out, ohne Teilauszahlung; der Cash-Out-Betrag ist tiefer als der mögliche Vollgewinn, hängt vom Spielverlauf ab und ist nicht für alle Wetten garantiert.
Die harten Zahlen: Mindesteinsatz CHF 1, Höchsteinsatz CHF 1’000 pro Einzel- oder Kombiwette, CHF 10’000 pro Systemwette. Verlustlimiten vor der ersten Wette: 1, 7 und 30 Tage, Obergrenze CHF 9’999 (unter 21: CHF 1’000), Senkung sofort, Erhöhung nach 72 Stunden. Einzahlungslimite 30 Tage freiwillig. Bei Gewinnen bis CHF 1’000 wird direkt dem Wallet gutgeschrieben, darüber innert 3 Arbeitstagen auf das Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto überwiesen.
Urteil. Sporttip ist die seriöse Adresse für Bestandskunden in der Deutschschweiz, im Tessin und in Liechtenstein. Wer hier spielt, hat die Schweizer Aufsicht im Rücken, einen Auszahlungspfad auf das eigene Bankkonto und ein scharf abgegrenztes Angebot an Boosts. Wer einen «100 % Bonus» erwartet, ist hier falsch. Wer einen sauberen Quotenboost, einen ehrlichen Kombiboost und ein Cash-Out sucht, ist hier richtig.
Loterie Romande Jouez Sport
Die Loterie Romande betreibt Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Sitz Lausanne, Avenue de Provence 14, 2’350 Verkaufsstellen, 221 Mitarbeitende. Online-Teilnahme mit Wohnsitz im Vertragsgebiet.
Das Bestandskunden-Angebot ist schmaler als bei Swisslos, aber regelmässig sichtbar. Im Winter 2025/26 lief die Aktion «JouezSport – Patinoires et Stades», 7 Aktionstage, 7’000 Codes à CHF 10 Spielguthaben, 30 Tage gültig, nicht auszahlbar. Solche Aktionen sind saisonal und an physische Anlässe gebunden. Dazu kommen Online-Promotionen, die in den Conditions de participation auf jeux.loro.ch einzeln aufgeführt werden; im Jahr 2025 hat die Gespa 24 solcher Bewilligungen erteilt.
Die harten Zahlen: Höchsteinzahlung CHF 10’000 pro 30 Tage, Wallet-Guthaben maximal CHF 10’000. Gewinne bis CHF 1’000 netto direkt dem Wallet, darüber auf die angegebene IBAN. Gratisspielguthaben ist nicht auszahlbar — das ist die wichtigste Klausel.
Urteil. Jouez Sport ist das Gegenstück zu Sporttip für die Romandie, mit etwas knapperer Online-Aktionenliste und regelmässigen Verkaufsstellen-Aktionen. Wer in der Westschweiz wohnt, hat hier die einzige Schweizer Adresse; wer die «Patinoires»-Aktion verpasst hat, sollte die nächste vergleichbare Aktion abwarten, statt auf ausländische Anbieter auszuweichen.
20Bet
20Bet wirbt mit «Reload-Bonus», «Wettcode» und «Sportwetten-Bonus für Bestandskunden». Das sieht für Spieler, die einen Schweizer Veranstalter gewohnt sind, nach mehr Auswahl aus. Die Lizenz, die 20Bet nach eigenen Angaben hat, gilt in Curaçao, Malta oder einer anderen ausländischen Jurisdiktion; sie hat nach Art. 4 BGS in der Schweiz keine Kraft.
Die Konsequenz: Wer bei 20Bet spielt, spielt ohne Schweizer Aufsicht, ohne Schweizer Sperrregister-Anbindung, ohne Schweizer Auszahlungsregel auf ein eigenes Konto, ohne Schweizer Steuerschutz für die Gewinne. Wer sich streitet, streitet nach 20Bets Regeln, nicht nach Schweizer Recht. Die Werbung von 20Bet, die sich an Schweizer Spieler richtet, ist nach Art. 74 Abs. 3 BGS verboten.
Urteil. 20Bet ist für einen Schweizer Bestandskunden, der die Inland-Adresse Achtet, kein Ersatz für Sporttip oder Jouez Sport. Es bietet Aktionen, die hier nicht existieren — zu einem Preis, der hier nicht bezahlt wird.
Playzilla
Playzilla ist ein weiterer ausländischer Anbieter, der mit «Reload-Bonus», «Cashback» und «Bestandskunden-Code» wirbt. Die Lizenz hat keine Kraft in der Schweiz. Die Sperrliste der Gespa kann die Domain enthalten; ein Block ist möglich und wird durch Nachfolge-Domains ersetzt.
Wer bei Playzilla spielt, hat keine Schweizer Identitätsprüfung, keine Schweizer Verlustlimite als Voreinstellung, keine Schweizer Spielsperre. Die Bonusbedingungen — Mindestumsatz, Mindestquote, Auszahlungsgrenze — sind die von Playzilla, oft schärfer als die der Schweizer Veranstalter.
Urteil. Aus Sicht eines Schweizer Bestandskunden, der den Inland-Markt kennt, ist Playzilla eine Adresse, die das Risiko der Aktionenseite auf den Spieler verschiebt: höhere Bonus-Versprechen, weniger Schutz.
bet365
bet365 ist ein globaler Anbieter, der von der Gespa in deren Sperrlisten-Dokumentation namentlich erwähnt wird. Die Lizenz hat keine Kraft in der Schweiz. Die Werbung, die sich an Schweizer Spieler richtet, fällt unter Art. 74 Abs. 3 BGS.
bet365 wirbt mit «Bonus-Code», «Bestandskunden-Aktionen» und einem Quotenangebot, das im internationalen Vergleich wettbewerbsfähig ist. Für Schweizer Spieler heisst das: Sie spielen auf einer Domain, die per DNS blockiert sein kann, mit einer Lizenz, die hier nicht gilt, mit einer Auszahlung auf ein Konto, das bet365 nach eigenen Regeln prüft.
Urteil. bet365 ist der bekannteste Name in der ausländischen Liste, aber im Schweizer Kontext bleibt er ein Anbieter ohne Bewilligung, ohne Schutz, ohne Inland-Steuervorteil.
N1 Bet
N1 Bet wirbt mit «Reload», «Cashback» und «VIP» und gehört zu den ausländischen Anbietern, die im Schweizer Markt Vergleichsportale bespielen. Keine Schweizer Lizenz; Domain auf der Gespa Sperrliste möglich; Werbung in der Schweiz verboten.
Urteil. Funktional dasselbe Bild wie 20Bet und Playzilla: Aktionen-Vielfalt ohne Inland-Schutz.
Bruce Bet
Bruce Bet gehört zu den neueren ausländischen Anbietern mit aggressiver Werbung. Keine Schweizer Lizenz, keine Inland-Sperrregister-Anbindung, keine Schweizer Identitätsprüfung. Die Werbung richtet sich an ein breites Publikum, die Bedingungen sind die Hausregeln von Bruce Bet.
Urteil. Aus Schweizer Sicht keine Alternative zu Sporttip oder Jouez Sport.
Rainbet
Rainbet tritt mit Krypto-freundlicher Auszahlung und «No-Bonus-Conditions»-Marketing auf. Im Schweizer Kontext fällt beides durch: Krypto-Auszahlungen verstossen gegen Art. 50 Abs. 2 VGS, und «keine Bedingungen» heisst im Kleingedruckten etwas anderes als in der Werbung.
Urteil. In der Schweiz nicht zugelassen, Inland-Schutz nicht anwendbar.
HighFlyBet
HighFlyBet ist ein weiterer ausländischer Anbieter aus der «Bestandskunden-Code»-Werbung. Keine Schweizer Lizenz; Werbung in der Schweiz verboten.
Urteil. Funktionell dasselbe Bild wie die übrigen ausländischen Adressen.
BetAlright
BetAlright gehört ebenfalls in die Reihe der ausländischen Anbieter, die in Vergleichsportalen auftauchen. Keine Schweizer Lizenz, Inland-Schutz nicht anwendbar, Werbung verboten.
Urteil. Kein Ersatz für die Schweizer Veranstalter.
Wie ein Gutscheincode in der Praxis funktioniert — Schritte
Wer bei einem Schweizer Veranstalter einen Code einlöst, durchläuft eine bestimmte Sequenz.
Vertrag Aktion. Vor der ersten Wette werden die Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage gesetzt. Bei Swisslos liegt die Obergrenze bei CHF 9’999, unter 21 Jahren bei CHF 1’000; eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden.
Vertrag Aktion. Das Konto ist verifiziert: Ausweis hochgeladen, Daten gegen die Adressdatenbank geprüft, einmal pro Person. Eine Wette auf ein nicht verifiziertes Konto wird nicht angenommen.
Vertrag Aktion. Der Code wird im verifizierten Konto eingegeben. Bei der «Patinoires»-Aktion der Loterie Romande war das eine Frist von 7 Tagen ab Erhalt im Stadion. Bei Online-Aktionen ist es eine Frist, die in den jeweiligen Bedingungen steht.
Vertrag Aktion. Das Spielguthaben wird dem Wallet gutgeschrieben, mit Hinweis auf Nicht-Auszahlbarkeit. Bei Sporttip-Aktionen ist es ein Boost auf den Nettogewinn, der direkt auf der Wette liegt.
Vertrag Aktion. Die Wette wird platziert. Bei Quotenboosts auf Prematch-Einzelwetten mit einmaliger Nutzung; bei Kombiboosts mit mindestens 4 Voraussagen, alle mit Mindestquote 1.50. Ein Cash-Out vor Auswertung lässt einen laufenden Boost verfallen.
Vertrag Aktion. Bei Gewinn wird der Gewinnanteil ausgezahlt: bis CHF 1’000 direkt dem Wallet, darüber auf das Bank- oder Postkonto. Bei Verlust verfällt das Bonusguthaben, das Spielguthaben auf dem Wallet wird nicht zurückerstattet.
Vertrag Aktion. Wer nach der Aktion das eigene Wettverhalten bremsen will, kann eine produktbezogene Spielsperre von 1 bis 180 Tagen setzen. Eine unbefristete Sperre wird im schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos und Online-Casinos in Liechtenstein.
Was Bestandskunden in der Romandie konkret bekommen
Wer im Vertragsgebiet der Loterie Romande wohnt (FR, GE, JU, NE, VD, VS), hat Zugang zu Jouez Sport, den 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und den Online-Aktionen, die auf jeux.loro.ch ausgeschrieben werden. Die Aktion «Patinoires et Stades» war die bekannteste Wintersaison-Aktion 2025/26: 7 Aktionstage, 7’000 Codes à CHF 10, jeweils 30 Tage gültig.
Wer im Vertragsgebiet von Swisslos wohnt (Deutschschweiz, Tessin, Liechtenstein), hat Zugang zu Sporttip, der breiteren Auswahl an Online-Aktionen, dem Kombiboost und den Quotenboosts. Die Code-Aktionen sind hier seltener, dafür ist die Auswahl an Sportarten und Wettarten grösser.
In beiden Fällen gilt: Das Spielguthaben wird nicht ausbezahlt. Der Gewinn wird ausbezahlt, und zwar nach den im Abschnitt zu den Auszahlungen genannten Schwellen. Wer einen Code erwartet, der das eigene Konto «auflädt», sucht etwas, das es hier nicht gibt.
Wer im Inland spielt — und warum das Inland reicht
Die Inland-Adresse hat drei Vorteile, die in der ausländischen Werbung nicht vorkommen.
Schutz. Eine Spielsperre in der Schweiz gilt im Inland umfassend: Sporttip, Jouez Sport, alle Schweizer Casinos, alle Online-Casinos in Liechtenstein. Eine einzige Sperre, ein Register, ein Effekt.
Auszahlung. Eine Auszahlung erfolgt auf das eigene Bank- oder Postkonto, ohne Krypto, ohne Dritte, ohne versteckte Kommission — abgesehen von der 3-%-Kommission bei Swisslos ab der dritten Auszahlung innerhalb von 365 Tagen.
Steuer. Gewinne aus bewilligten Schweizer Grossspielen sind einkommenssteuerfrei bis zum bundesrechtlichen Steuerfreibetrag (CHF 1’071’000 seit 2023). Wer deutlich darunter liegt, hat keine Steuererklärungspflicht für den Wettgewinn. Bei ausländischen Anbietern gilt das nicht — der Kanton Thurgau etwa behandelt solche Gewinne als voll steuerbares Einkommen.
Die Inland-Adresse hat auch Nachteile. Die Auswahl an Aktionen ist klein. Es gibt keinen wöchentlichen Reload-Bonus. Es gibt keinen Code-Wettlauf. Wer auf solche Mechaniken setzt, ist hier falsch.
Steuerliche Lage: Was passiert mit einem Wettgewinn
Wer bei Swisslos oder Loterie Romande spielt und unter dem bundesrechtlichen Steuerfreibetrag von CHF 1’071’000 bleibt, hat keine Einkommenssteuer auf den Wettgewinn zu entrichten. Über dem Freibetrag behält der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ein; die Verrechnungssteuer wird durch Deklaration des Gewinns in der Steuererklärung zurückgefordert. Die kantonalen Freibeträge sind tiefer als der bundesrechtliche; sie unterscheiden sich von Kanton zu Kanton.
Bei Gewinnen aus ausländischen Grossspielen gilt die bundesrechtliche Steuerfreigrenze nicht. Die kantonale Praxis entscheidet; im Kanton Thurgau etwa ist der Gewinn unabhängig von der Höhe steuerbar. Wer auf einer ausländischen Domain spielt, sollte mit der kantonalen Steuerverwaltung oder einem Steuerberater klären, was im konkreten Kanton gilt.
Die Verrechnungssteuer gibt es nur bei Schweizer Veranstaltern. Sie ist kein «Schweizer Wettsteuer» auf den Einsatz — eine Wettsteuer auf den Einsatz existiert in der Schweiz nicht. Sie ist eine Sicherungssteuer auf den Gewinn, die der Veranstalter bei Überschreiten des Freibetrags direkt abzieht.
Häufige Fragen
Gibt es in der Schweiz Gutscheincodes für Bestandskunden bei Sportwetten?
Einen klassischen Gutscheincode, wie er im Ausland üblich ist — «Bonus-Code 2026», «Reload-Code», «VIP-Code» —, gibt es bei Swisslos und Loterie Romande nicht. Was es gibt, sind Quotenboosts, Profitboosts, den Kombiboost bei Sporttip und physische Code-Aktionen wie die «Patinoires et Stades» der Loterie Romande. Diese Aktionen brauchen keine Codes aus einem Werbenewsletter, sondern sind direkt im Wettkonto oder am Verkaufspunkt verfügbar. Werbung für in der Schweiz nicht bewilligte Anbieter ist verboten; solche Codes stehen in keinem seriösen Schweizer Medium.
Dürfen Swisslos und Loterie Romande Gratisguthaben ohne Zustimmung der Gespa vergeben?
Nein. Art. 75 Abs. 2 BGS verlangt die vorgängige Zustimmung der Gespa für Gratisspielguthaben. Im Jahr 2025 hat die Aufsicht 24 Bewilligungen für die Loterie Romande und 8 für Swisslos erteilt. Jede Aktion, die ohne diese Bewilligung läuft, ist ein Verstoss gegen das BGS, unabhängig davon, ob der Anbieter in der Schweiz bewilligt ist oder nicht.
Kann ein Aktionsguthaben ausgezahlt werden, oder nur der daraus entstandene Gewinn?
Das Aktionsguthaben selbst ist nicht auszahlbar. Sowohl bei Swisslos als auch bei Loterie Romande ist dies ausdrücklich in den Bedingungen verankert. Was ausgezahlt wird, ist der Gewinn, der mit dem Aktionsguthaben erzielt wird — bei Gewinnen bis CHF 1’000 direkt dem Wallet, darüber auf das verifizierte Bank- oder Postkonto. Der Bonus wird am Ende storniert, der Gewinn fliesst.
Wie lange lief die Aktion «JouezSport – Patinoires et Stades» mit dem Stadioncode?
Die Aktion lief vom 17. Dezember 2025 bis 10. März 2026 an 7 Aktionstagen. Wer an einem dieser Tage in den National-League-Stadien den verbreiteten Code im verifizierten Konto eingab, erhielt CHF 10 Spielguthaben. Insgesamt wurden 7’000 Codes ausgegeben, 30 Tage gültig, nicht auszahlbar. Die Aktion ist beendet.
Wohin werden Gewinne ausgezahlt, und warum muss das Konto auf den eigenen Namen lauten?
Gewinne werden bei Swisslos auf ein Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto überwiesen, bei Loterie Romande auf die angegebene IBAN. Beide Regeln folgen aus Art. 50 Abs. 2 VGS: Auszahlungen erfolgen ausschliesslich auf ein Zahlungskonto im Namen des Spielenden. Anonyme Auszahlungen, Krypto-Auszahlungen und Auszahlungen an Dritte sind in der Schweiz nicht zulässig. Das Konto muss zwingend auf den eigenen Namen lauten, sonst wird die Auszahlung nicht ausgeführt.
Welche Rolle spielt die Marge in der Quote, wenn eine Aktion einen Bonus verspricht?
Die Marge ist der Anteil, den der Veranstalter von jeder Wette einbehält; er liegt bei einer ausgewogenen Zwei-Wege-Wette mit Quote 1.90 / 1.90 bei rund 5 %. Eine Gratiswette von CHF 10 auf einer solchen Wette hat daher einen statistischen Erwartungswert von rund CHF 4.50 — nicht CHF 10. Der Bonus selbst wird nicht ausbezahlt; der Wert des Bonus ist die Auszahlungsquote des Marktes, in dem er eingesetzt wird. Wer einen Bonus als garantiertes Geld versteht, übersieht die Marge.
Bonus – buchmachersch
Inhalt erstellt vom Team «buchmachersch»
