Was kostenlose Wettvorhersagen wirklich taugen – und was sie kosten

Updated Oktober 2026
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Ein Stapel leerer Karteikarten und ein Kugelschreiber liegen auf einem aufgeräumten Schreibtisch am Fenster.

Stand: Oktober 19, 2026 · Geprüft gegen die Bewilligungsregister der Gespa (Interkantonale Geldspielaufsicht).

Bei Jouez Sport beträgt der Höchstgewinn pro Einzel- oder Kombiwette CHF 300'000 und für alle Gewinne eines Multiples zusammen CHF 1'000'000.

Wer nach gratis Tipps für die Bundesliga, Champions League oder ein Eishockeyspiel am Wochenende sucht, findet im Internet reichlich Angebote. Doch in der Schweiz dürfen nur zwei Veranstalter Sportwetten anbieten. Wer bei einem ausländischen Anbieter ohne Schweizer Bewilligung spielt, verzichtet auf den Schutz, den das Geldspielgesetz vorsieht. Gratis-Prognosen ändern daran nichts: Sie sagen einen Ausgang nicht fest, sie helfen lediglich, eine Wette begründet zu platzieren. Im Folgenden wird erläutert, wie Vorhersagen entstehen, was eine Value-Wette ist, welche Limits in der Schweiz gelten – und was eine Prognose selbst dann kostet, wenn sie nichts kostet.

Rechtslage: Warum in der Schweiz nur zwei Veranstalter wetten lassen

Seit dem Inkrafttreten des Bundesgesetzes über Geldspiele (BGS, SR 935.51) am 1. Januar 2019 ist Sportwetten online ein Grossspiel und braucht sowohl eine Veranstalterbewilligung als auch eine Spielbewilligung pro Angebot. Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter für Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt. Andere Marken, gleich wie seriös sie im Ausland auftreten, haben in der Schweiz keine Bewilligung – ihre Lizenz aus Malta, Curaçao oder Deutschland gilt hier nicht (Art. 4 BGS).

Ein Torpfosten mit Netz in Nahaufnahme, Regentropfen perlen am Gewebe, dahinter liegt Rasen im Dunst.
Swisslos hat ihren Sitz in Basel und veranstaltet Lotterien und Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung vom 20. Mai 2019.

Swisslos Sporttip organisiert die Wetten für die Deutschschweiz, das Tessin und Liechtenstein. Trägerin ist die SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft mit Sitz in Basel, gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019 (IKV 2020). Eine Online-Teilnahme setzt Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Swisslos-Vertragsgebiet voraus; ein Konto ist erst nach Ausweisprüfung und Abgleich gegen das Sperrregister möglich.

Loterie Romande Jouez Sport deckt die Westschweiz ab. Die Société de la Loterie de la Suisse Romande betreibt das Angebot für die Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Eine Online-Anmeldung funktioniert nur mit Wohnsitz in einem dieser Kantone, die Kontaktadresse der Loterie Romande lautet Avenue de Provence 14, 1001 Lausanne.

Beide Veranstalter tragen dieselbe Aufsichtsbehörde: die Gespa mit Sitz in Bern, die nicht mit der ESBK zu verwechseln ist, welche die Schweizer Casinos überwacht. Wer bei einem anderen Anbieter spielt, findet sich auf der Sperrliste wieder – einer DNS-Liste, die Swisscom, Sunrise und andere Provider pflegen. Ende 2025 standen 671 Domains darauf. Domains verschwinden dort binnen Stunden, neue tauchen auf – ein Katz-und-Tausch-Spiel, das Gespa nennt das Phänomen Domain-Hopping.

Was eine Prognoseseite rechtlich nicht ändert

Eine kostenlose Vorhersage ist keine Lizenz. Sie macht einen ausländischen Anbieter nicht bewilligt und ersetzt keine Identitätsprüfung. Wer auf Prognoseseiten surft, stösst schnell auf Affiliate-Links zu Marken ohne Schweizer Bewilligung – das ist nach Art. 74 Abs. 3 BGS verbotene Werbung für nicht bewilligte Glücksspiele in der Schweiz und kann mit einer Busse bis zu CHF 500’000 geahndet werden können. Die Strafe trifft den Werbenden, nicht den Spieler; trotzdem ist die Verbindung der falsche Hebel.

Ein Handball liegt am Rand des Torraums in einer leeren Sporthalle, Licht fällt durch Oberlichter auf den Hallenboden.
Bei Sporttip beträgt der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette CHF 1'000 und für eine Systemwette CHF 10'000.

Was in der Schweiz gewettet werden darf

Die Gespa führt eine geschlossene Liste bewilligter Sportarten, Wettbewerbe und Wetttypen (Stand 10.09.2026). Eckstoss- oder Kartenmärkte gehören nicht dazu, eine eigene Esports-Sektion fehlt. Veranstaltungen mit überwiegend Minderjährigen sind ausgeschlossen (Art. 25 Abs. 2 BGS). Qualifikationsrunden und Frauenwettbewerbe sind nur dann zugelassen, wenn die Liste sie ausdrücklich führt; Ranglistenwetten zählen nur, wenn die Platzierung über die Qualifikation für einen internationalen Wettbewerb oder das Podium entscheidet. Wetten auf Wetter, Politik oder TV-Shows sind unzulässig – das ist die Liste, kein weiter Spielraum.

Verantwortung: Was gratis Tipps an Pflichten nicht aufheben

Ein kostenloser Tipp hebt keine Selbstschutzpflicht auf. Im Gegenteil: Wer mehrere Tipps vergleicht und sich auf seine eigene Expertise verlässt, neigt eher dazu, höhere Einsätze zu setzen. Die Schutzmechanismen, die in der Schweiz ohnehin gelten, laufen unabhängig von der Quelle der Vorhersage.

Verlustlimiten vor dem ersten Tipp setzen

Vor der ersten Sporttip-Teilnahme müssen Spielerinnen und Spieler Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage festlegen. Die Obergrenze liegt bei CHF 9’999, für unter 21-Jährige bei CHF 1’000. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für 30-Tage-Perioden möglich. Wer ohne Limit spielt, kommt an keiner Schweizer Verkaufsstelle ins System und auch online nicht über die erste Wette hinaus.

Spielsperre und Sperrregister

Swisslos bietet eine produktbezogene Selbstsperre von 1 bis 180 Tagen, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird im schweizweiten Register eingetragen und gilt zugleich für Casinos – einschliesslich Online-Casinos – sowie im Fürstentum Liechtenstein. Eine freiwillige Sperre kann erst nach drei Monaten wieder aufgehoben werden, eine Fachstelle ist dabei einzubeziehen (Art. 84 VGS, Art. 81 BGS). Wer gesperrt oder minderjährig ist, hat keinen Anspruch auf Einsatz oder Gewinn (Art. 45 BGS).

Das Bild der Verkaufsstellen

Gespa hat 2025 an 200 Verkaufsstellen Testkäufe durchgeführt. In 47,5 % der Fälle wurde einem Minderjährigen eine Sportwette verkauft. Das ist kein Grund, die Online-Plattform zu unterschätzen – aber auch keiner, sie als lückenlos darzustellen. Wer mit Minderjährigen im Haushalt lebt, sollte Verkaufsstellen nicht als sicheren Kanal annehmen.

Apps und mobile Vorhersagen: Wo der Tipp auf das Konto trifft

Viele Anbieter von gratis Vorhersagen locken mit einer eigenen App. Die Frage ist nicht, ob die App schön aussieht, sondern ob das Konto dahinter sauber ist.

Wett-Apps der bewilligten Veranstalter

Sporttip lässt sich über die Sporttip App für iOS und Android spielen. Ein in der App zusammengestellter Wettschein kann per QR-Code an eine Sporttip-Verkaufsstelle getragen und dort gespielt werden – die Limite liegt online und an der Verkaufsstelle bei derselben Person. Loterie Romande betreibt Jeux en ligne auf jeux.loro.ch; eine eigene App ist Teil des Angebots.

Wer sich anmeldet, muss mindestens 18 Jahre alt sein, im Vertragsgebiet wohnen und darf nicht im Sperrregister stehen. Die Identitätsprüfung liest die Daten aus dem hochgeladenen Ausweis und gleicht sie gegen Adressdatenbanken ab. Eine zweite Registrierung derselben Person ist ausgeschlossen.

Prognose-Apps von Drittanbietern

Vorhersage-Apps für Fussball, Eishockey oder Basketball erstellen Tipps, leiten aber niemals auf ein bewilligtes Spielkonto. Sie sind Information, nicht Bank. Eine Verbindung zwischen Prognose-App und Wettkonto ist nur erlaubt, wenn beide Seiten bewilligt sind – und die Prognose-Apps haben keine Bewilligung. Wer auf eine Prognose-App folgt und gleichzeitig bei Swisslos oder Loterie Romande spielt, tippt sein Wettprogramm selbst: Die Vorhersage ersetzt keine eigene Bewertung der Formkurve, der Aufstellung und der Quote.

Bezahlung im Spielkonto

Das Swisslos-Wallet lässt sich per Online-Zahlung oder Einzahlungsschein aufladen, der Mindestbetrag liegt bei CHF 20, das Maximum pro 30 Tage bei CHF 10’000. PostFinance Pay ist eine der akzeptierten Methoden, die Bestätigung läuft direkt in der PostFinance App. Kaufen lässt sich nur, solange das Wallet-Guthaben CHF 9’999 nicht übersteigt.

Gewinne bis CHF 1’000 pro Spielbestätigungsquittung schreibt Swisslos automatisch dem Wallet gut. Gewinne darüber gehen bei bekannter Zahlungsverbindung innert 3 Arbeitstagen auf ein Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto. Auszahlungen aufs Konto sind zweimal pro 365 Tage gratis, ab der dritten kann Swisslos 3 % Kommission belasten, die Überweisung dauert 5 bis 10 Arbeitstage. Gratisspielguthaben aus Promotionen ist nicht auszahlbar.

Vorhersagen verstehen: Wie ein Tipp entsteht – und warum er daneben liegt

Eine Vorhersage ist kein Blick in die Zukunft, sondern eine Rechnung mit Annahmen. Wer das versteht, liest jede Prognose mit der richtigen Distanz.

Drei Bausteine einer Prognose

Eine Vorhersage ruht auf drei Säulen. Erstens die Form: Wie hat die Mannschaft in den vergangenen Spielen gespielt, mit und ohne Ball, zu Hause und auswärts. Zweitens die Statistik: Tore pro Spiel, Gegentore, erwartete Tore (xG), Ballbesitz, Standards. Drittens die Quote: Was der Markt für die einzelnen Ausgänge hergibt. Aus Form und Statistik lässt sich eine eigene Wahrscheinlichkeit schätzen, die mit der impliziten Wahrscheinlichkeit der Quote verglichen wird.

Eine Value-Wette entsteht, wenn die selbstgeschätzte Wahrscheinlichkeit höher ist als die implizite Wahrscheinlichkeit der Quote. Beispiel: Eine Quote von 2.50 bedeutet eine implizite Wahrscheinlichkeit von 1 ÷ 2.50 = 40 %. Wer die Heimmannschaft nach Form und Aufstellung bei 50 % sieht, hält eine Value-Wette in der Hand – vorausgesetzt, die Schätzung ist belastbar. Wer ohne eigene Schätzung auf eine «Value-Wette» aus einer Prognose-App folgt, übernimmt eine Meinung, die er nicht prüfen kann.

Wie das Buchmacherpolster jede Quote frisst

Die Quote, die der Markt anbietet, enthält einen Aufschlag – die Marge des Veranstalters. Eine faire Wette ohne Marge würde an einem Zwei-Wege-Markt mit zwei Ausgängen Quoten von 2.00 / 2.00 tragen. Das tut sie nie. Eine Quote von 1.90 / 1.90 enthält 1 ÷ (1/1.90 + 1/1.90) ≈ 95 % Auszahlungsquote und 5 % Marge – auf dem, was die Spieler einsetzen, behält der Veranstalter 5 von 100 Franken. Das ist ein Beispielwert für einen ausgeglichenen Markt, nicht der Preis einer konkreten Wette. Bei Livewetten und Kombiwetten steigt die Marge mit jedem Bein: Die Multiplikation der Einzelquoten erkauft mehr Spannung, aber weniger Quote.

Die Marge ist der Preis, den jede Wette zahlt – auch die richtige. Eine 55 %-Wette zu Quote 1.90 wirft auf Dauer Verlust ab, weil 55 % × 1.90 = 104,5 % – auf den zweiten Blick weniger als die faire 100 %, die ein margenfreier Markt zahlen würde. Ohne Marge wäre dieselbe Wette profitabel; mit Marge kostet sie Geld.

Warum kein Tipp sicher ist

Fussball lebt von Torszenen, die sich aus Standards, Balleroberungen und individuellen Fehlern speisen. Eishockey kippt mit einem einzigen Pfostenschuss. Eine Verletzung in der Aufstellungsphase kann eine Prognose zerschlagen, bevor das Spiel beginnt. Eine faire Wette ist deshalb eine Frage der Wahrscheinlichkeit, nicht der Sicherheit. Wer das vergisst, bezahlt die Marge mit voller Überzeugung – und verliert trotzdem.

Wie ein Tipp zur Zahl wird

Eine Wette rechnet sich nach demselben Prinzip, unabhängig davon, ob sie aus einer App, einer Prognose oder dem Bauchgefühl kommt. Bei Sporttip ergibt sich der Gewinn aus Einsatz × Quote; bei Kombinationen aus Einsatz × Gesamtquote, dem Produkt der Einzelquoten. Eine Fussball-Einzelwette von CHF 50 zu Quote 2.40 bringt CHF 120, der Nettogewinn CHF 70. Eine Kombiwette aus zwei Quoten 1.80 und 2.10 hat die Gesamtquote 3.78; CHF 50 Einsatz werden bei einem Treffer zu CHF 189, der Nettogewinn CHF 139.

Wichtig dabei: Der Gewinn wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Eine kleine Rechenregel, die bei jedem Wettschein gilt.

Warum die Quote eines Marktes nichts über seine Eintrittswahrscheinlichkeit sagt

Die Quote spiegelt das Geld der Wettenden, nicht die Wahrheit. Eine Quote von 4.00 auf den Aussenseiter heisst nicht, dass der Aussenseiter mit 25 % Wahrscheinlichkeit gewinnt – sie heisst, dass auf diesen Ausgang vergleichsweise wenig Geld gesetzt wurde. In einem Markt mit viel Geld fliesst die Quote in Richtung der wahren Wahrscheinlichkeit. In einem Markt mit wenig Geld – Frauenfussball unterer Ligen, dritte Basketball-Ligen – ist die Quote oft ungenau. Gratis Prognose kann hier einen Wissensvorsprung bieten, der bezahlt wird.

Die zwei bewilligten Veranstalter und zehn Anbieter ohne Schweizer Bewilligung

Die folgende Gegenüberstellung zeigt, welche Anbieter in der Schweiz überhaupt spielen dürfen und welche nicht. Die Auswahl ist nach der Liste in research §6 geordnet und bildet nicht alleine deshalb eine «Bestenliste». Sie zeigt, was an Bewilligung da ist und was fehlt.

Anbieter Schweizer Bewilligung Träger / Bewilligungsstatus
Swisslos Sporttip Bewilligung SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Basel – Grossspiel-Bewilligung Gespa
Loterie Romande Jouez Sport Bewilligung Société de la Loterie de la Suisse Romande – Grossspiel-Bewilligung Gespa
Wettigo keine ausländische Lizenz, in der Schweiz ohne Bewilligung (Art. 4 BGS)
1xBet keine ausländische Lizenz, in der Schweiz ohne Bewilligung (Art. 4 BGS)
BetAlright keine ausländische Lizenz, in der Schweiz ohne Bewilligung (Art. 4 BGS)
BetFury keine ausländische Lizenz, in der Schweiz ohne Bewilligung (Art. 4 BGS)
bet365 keine ausländische Lizenz, in der Schweiz ohne Bewilligung (Art. 4 BGS)
Rainbet keine ausländische Lizenz, in der Schweiz ohne Bewilligung (Art. 4 BGS)
Gamdom keine ausländische Lizenz, in der Schweiz ohne Bewilligung (Art. 4 BGS)
N1 Bet keine ausländische Lizenz, in der Schweiz ohne Bewilligung (Art. 4 BGS)

Die ersten beiden Einträge sind die einzigen in dieser Übersicht, die in der Schweiz Sportwetten anbieten dürfen. Die übrigen acht Marken – Wettigo, 1xBet, BetAlright, BetFury, bet365, Rainbet, Gamdom und N1 Bet – sind keine Schweizer Veranstalter. Ihre Lizenz aus dem Ausland hat hier keine Kraft (Art. 4 BGS), ihre Domains können auf der Gespa-Sperrliste landen, ihre Wettenden sind nicht im Schweizer Ausschlussregister erfasst, und es gibt keinen Schweizer Rekursweg. Es gibt in dieser Liste keine einzige dritte bewilligte Marke – die Liste der Gespa umfasst schlicht keine weiteren.

Wer bei einem dieser acht spielt, hat keinen Anspruch auf das Schweizer Schutzsystem, kein Anrecht auf die Schweizer Verlustlimiten und im Konfliktfall keinen Schweizer Richter. Es ist ein Markt, in dem Schweizer spielen, ohne dass er sie schützt.

Swisslos Sporttip – der Deutschschweizer Veranstalter

Swisslos Sporttip betreibt das Sportwettenangebot für die Deutschschweiz, das Tessin und Liechtenstein. Der Mindesteinsatz liegt bei CHF 1, der Höchsteinsatz bei CHF 1’000 pro Einzel- oder Kombiwette und bei CHF 10’000 pro Systemwette. Swisslos kann die Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern; eine Wette über der Limite wird nicht angenommen.

Das Wettprogramm umfasst Prematch und Livewetten, Einzel-, Kombinations- und Systemwetten sowie Langzeitwetten. Livewetten gelten unabhängig davon, ob das Ereignis tatsächlich live übertragen wird. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00, und Swisslos kann in spielentscheidenden Situationen – Elfmeter, Rote Karte, Videoschiedsrichter-Entscheid – Wetten ebenfalls mit Quote 1.00 werten.

Die reguläre Spielzeit umfasst die reguläre Spieldauer (Fussball: 90 Minuten) plus Nachspielzeit. Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung werden ausschliesslich über die Bet-Builder-Funktion kombiniert; eine irrtümlich angenommene Kombination kann Swisslos als ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten.

Cash-Out ist verfügbar – für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur online und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und es besteht keine Garantie, dass Cash-Out für jeden Markt verfügbar ist. Der Cash-Out-Betrag liegt unter dem möglichen nicht vorzeitigen Wettgewinn, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden.

Boost-Funktionen gibt es in mehreren Varianten: Der Sporttip-Kombiboost gilt nur online und verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1.50; der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 % bei vier Voraussagen, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn solchen Voraussagen. Quotenboosts und Profitboosts gelten nur online für Prematch-Einzelwetten, sind pro Wettenden nur einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert; bei einem Cash-Out verfällt der Boost. Wird ein Ereignis abgesagt und nicht innert 48 Stunden nachgeholt, ist die Einzelwette ungültig und wird zurückbezahlt; in einer Kombiwette erhält die Voraussage Quote 1.00.

Gewinne, die nicht innerhalb von 26 Wochen nach der öffentlichen Bekanntmachung der Wettauswertung geltend gemacht werden, verfallen zugunsten des Swisslos-Zwecks. Eine Einsprache bei verweigerter Auszahlung ist innert 10 Tagen per eingeschriebenem Brief zu erheben. Für Personen ab 18 Jahren ist die Teilnahme offen, jüngere sind ausgeschlossen. Wettkämpferinnen und Wettkämpfer dürfen auf das eigene Ereignis nicht setzen.

Der Preisrahmen: Sporttip ist ein vollständig regulierter Anbieter, mit Identitätsprüfung, Verlustlimiten und Sperrregister. Wer in der Deutschschweiz wettet, kommt an ihm nicht vorbei, wenn er im legalen Rahmen bleiben will. Für Tipps aus Gratis Prognose ist er die einzige legale Senke.

Loterie Romande Jouez Sport – der Westschweizer Veranstalter

Loterie Romande Jouez Sport deckt die Westschweiz ab: Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Die Loterie Romande zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und beschäftigt 221 Mitarbeitende; Sitz und Kontaktadresse sind Avenue de Provence 14, 1001 Lausanne.

Der Höchstgewinn bei Jouez Sport beträgt CHF 300’000 pro Einzel- oder Kombiwette, alle Gewinne eines Multiples zusammen sind auf CHF 1’000’000 limitiert. Eine Kombiwette umfasst 2 bis 10 Voraussagen. Die Quote einer Einzelwette oder die Gesamtquote einer Kombiwette muss mindestens 1.10 betragen und darf 100’000 nicht übersteigen – das ist die regulatorische Klammer, die grosse Auszahlungen begrenzt.

Die Westschweizer Plattform trägt dieselbe Aufsicht wie Swisslos: Gespa, Geldspielgesetz, Sperrregister. Die Schutzmechanismen sind identisch – Verlustlimiten, Identitätsprüfung, Spielsperre. Für Tipps aus Gratis Prognose ist Jouez Sport die einzige legale Senke in der Romandie. Wer in der Romandie wettet, kommt an ihm nicht vorbei.

Wettigo – ohne Schweizer Bewilligung

Wettigo ist eine internationale Marke, die in mehreren Ländern Sportwetten anbietet. In der Schweiz hat sie keine Bewilligung; eine Lizenz aus einem anderen Land hat hier keine Kraft (Art. 4 BGS). Wettigo ist nicht an das Schweizer Ausschlussregister angeschlossen, schliesst keine Schweizer Verlustlimiten und bietet im Streitfall keinen Schweizer Rechtsweg. Die Aufsichtsbehörde Gespa führt solche Domains konsequent in ihrer Sperrliste.

Wer dort spielt, setzt auf eigenes Risiko und ohne den Schutz des BGS. Im Konfliktfall bleibt nur der ausländische Rechtsweg – was bei ausländischen Anbietern ohne lokale Aufsicht in der Praxis wenig heisst.

1xBet – ohne Schweizer Bewilligung

1xBet ist eine internationale Marke mit Aktivität in vielen Märkten. In der Schweiz hat sie keine Bewilligung; eine Lizenz aus einem anderen Land hat hier keine Kraft (Art. 4 BGS). 1xBet ist nicht an das Schweizer Ausschlussregister angeschlossen, schliesst keine Schweizer Verlustlimiten und bietet keinen Schweizer Rechtsweg. Eine DNS-Sperre ist für solche Anbieter bei Schweizer Internetprovidern vorgesehen.

Die Marke istb dafür bekannt, ein sehr breites Wettprogramm mit vielen Märkten anzubieten. Gratis Prognose Plattformen verlinken oft auf 1xBet – ein Link, der in der Schweiz gegen Art. 74 Abs. 3 BGS verstösst. Wer der Prognose folgt und bei 1xBet spielt, bezahlt die Marge ohne den Schutz des BGS.

BetAlright – ohne Schweizer Bewilligung

BetAlright ist eine international ausgerichtete Marke, deren Lizenz in der Schweiz nicht anerkannt ist. Ohne Schweizer Bewilligung bleibt der Anbieter ohne Anschluss an das Ausschlussregister, ohne Schweizer Verlustlimiten und ohne Schweizer Rekurs. Diese Internetadressen werden regelmässig gesperrt.

BetFury – ohne Schweizer Bewilligung

BetFury operiert von einer Lizenz aus, die in der Schweiz keine Kraft hat. Der Anbieter ist nicht an das Schweizer Ausschlussregister angeschlossen, schliesst keine Schweizer Verlustlimiten und bietet keinen Schweizer Rechtsweg. Eine DNS-Sperre ist für solche Anbieter bei Schweizer Internetprovidern vorgesehen.

bet365 – ohne Schweizer Bewilligung

bet365 ist die bekannteste Marke in dieser Aufzählung – und die einzige, die Gespa namentlich als Beispiel für eine gesperrte Domain in den Sperrlistenberichten führt. Eine der grössten europäischen Marken hat in der Schweiz keine Bewilligung (Art. 4 BGS). Ohne Schweizer Bewilligung bleibt der Anbieter ohne Anschluss an das Schweizer Ausschlussregister, ohne Schweizer Verlustlimiten und ohne Schweizer Rechtsweg.

Wer in der Schweiz mit bet365 wirbt – und Prognoseplattformen tun das mitunter – bewegt sich im Grenzbereich von Art. 74 Abs. 3 BGS. Wer dort spielt, spielt auf eigenes Risiko.

Rainbet – ohne Schweizer Bewilligung

Rainbet ist eine international ausgerichtete Marke, deren Lizenz in der Schweiz nicht anerkannt ist. Ohne Schweizer Bewilligung bleibt der Anbieter ohne Anschluss an das Ausschlussregister, ohne Schweizer Verlustlimiten und ohne Schweizer Rechtsweg. Die Aufsichtsbehörde setzt solche Angebote auf eine Sperrliste.

Gamdom – ohne Schweizer Bewilligung

Gamdom operiert von einer Lizenz aus, die in der Schweiz keine Kraft hat. Die zuständige Behörde blockiert diese Internetzugänge.

N1 Bet – ohne Schweizer Bewilligung

N1 Bet operiert von einer Lizenz aus, die in der Schweiz keine Kraft hat. Der Zugriff auf solche Angebote wird für Schweizer Internetnutzer regelmässig unterbunden.

Was die acht Anbieter ohne Bewilligung gemeinsam haben

Keiner dieser acht Anbieter hat eine Schweizer Bewilligung, keiner ist an das Sperrregister angeschlossen, keiner schliesst Schweizer Verlustlimits automatisch, keiner bietet einen Schweizer Rechtsweg. Sie unterscheiden sich in Wettprogramm, Bonuspolitik und Quote – aber sie haben gegenüber Swisslos und Loterie Romande alle denselben strukturellen Nachteil: kein Schweizer Schutz.

Die Konsequenz: Wer bei einem dieser Anbieter spielt, sollte sich nicht auf den Schutz verlassen, den er in einem bewilligten Markt hätte. Stattdessen sollte er eigene Sperren auf seinem Gerät einrichten, eigene Limits mit seinem Zahlungsanbieter vereinbaren und sich bewusst sein, dass eine Auszahlung im Konfliktfall über einen ausländischen Anbieter laufen muss. Es ist ein Markt, in dem Schweizer spielen, ohne dass er sie schützt.

Steuern: Was von einem Wettgewinn übrig bleibt

Eine Wette, die nichts kostet, ist im steuerlichen Sinn noch keine Wette. Die Frage ist, was vom Gewinn beim Spieler bleibt.

Steuerfreibetrag für Wettgewinne

Gewinne aus bewilligten Schweizer Grossspielen sind einkommenssteuerfrei bis zum Steuerfreibetrag pro Wettie, oberhalb des Freibetrags werden sie besteuert. Der Bundesfreibetrag beträgt seit 1.1.2026 CHF 1’071’000; der kantonale Freibetrag weicht ab und ist «je nach Kanton» anders. Oberhalb des Freibetrags behält der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ein, die der Spieler über die Steuererklärung zurückholen kann. Ein typischer Wettgewinn liegt weit unter dem Freibetrag – kein Einkommen, keine Verrechnungssteuer.

Für die Praxis: Wer ernsthaft wettet, sollte mit dem Steuerberater oder der kantonalen Steuerverwaltung sprechen. Es gibt keinen Pauschalsatz, der für alle Kantone gilt, und ein einziger Ausreisser-Gewinn über dem Freibetrag wirkt im Folgejahr nach.

Gewinne von ausländischen Anbietern

Gewinne von ausländischen Grossspielen unterliegen dem nicht der Verrechnungssteuer, sind aber im Kanton Thurgau unabhängig von der Höhe als Einkommen steuerpflichtig. Es ist die einzige kantonale Praxis, die das ausdrücklich so handhabt, aber sie ist die einzige, die im Zweifel kostet. Wer regelmässig bei ausländischen Anbietern spielt, sollte das im Steuerformular berücksichtigen – der Steuerfreibetrag gilt hier nicht.

Werbung: Was gratis Tipps verschweigen

Werbung für Glücksspiele darf in der Schweiz nicht in die Irre führen, nicht auf Minderjährige oder gesperrte Personen zielen und nicht als aufdringlich gelten (Art. 74 BGS). Werbung für nicht bewilligtes Glücksspiel ist verboten (Art. 74 Abs. 3) und kann mit Busse bis CHF 500’000 geahndet werden (Art. 131 BGS). Gratis-Prognose-Plattformen sind die häufigsten Schleichwege für diese Werbung – ein Tipp mit Affiliate-Link ist keine redaktionelle Empfehlung, sondern oft Provisionsverkauf im finanziellen Interesse des Plattformbetreibers. Das ist keine Unterstellung, sondern das Geschäftsmodell.

Wer auf einen Tipp folgt und auf der verlinkten Plattform spielt, sollte sich bewusst sein, dass die Empfehlung einen Preis hat – nicht den Tipp selbst, sondern die Provision, die der Plattformbetreiber erhält. Es ist ein Markt, in dem Tippgeber bezahlt werden, nicht der Tippempfänger.

Häufige Fragen zu kostenlosen Wettvorhersagen

Wie verlässlich sind kostenlose Vorhersagen?

Eine Vorhersage ist so verlässlich wie ihre Annahmen. Wer die Formkurve, die Aufstellung und die Quote mit Sorgfalt schätzt, kann eine eigene Wahrscheinlichkeit ableiten; wer nur den Bauch oder einen Tippgeber nutzt, übernimmt dessen Annahmen. Eine seriöse Prognose nennt die Datengrundlage und das Modell, eine unseriöse nennt nur das Ergebnis – und ist damit kein Tipp, sondern eine Behauptung.

Warum legt eine Vorhersage den Ausgang eines Spiels nicht fest?

Weil Fussball, Eishockey und Basketball von unzähligen einzelnen Aktionen leben, die sich aus Form, Tagesverfassung und Zufall speisen. Eine faire Wette ist eine Frage der Wahrscheinlichkeit, nicht der Sicherheit. Selbst die stärkste Heimmannschaft verliert regelmässig, und die Marge frisst jeden noch so kleinen Vorteil auf Dauer auf.

Welche Apps zur Vorhersage gibt es?

Es gibt Dritt-Apps für Vorhersagen, die Tipps erstellen, ohne dass der Anbieter eine Schweizer Bewilligung hat. Sie sind Information, nicht Bank. Die einzigen legalen Wett-Apps sind die Swisslos-App (Sporttip, Deutschschweiz und Tessin) und die Jeux en ligne der Loterie Romande (Romandie). Wer bei einem anderen Anbieter spielt, istb auf eigenes Risiko unterwegs.

Wie rechnet sich eine Vorhersage in einen möglichen Gewinn um?

Einsatz × Quote. Bei Kombinationen wird die Gesamtquote mit dem Einsatz multipliziert. Eine Einzelwette von CHF 50 zu Quote 2.40 bringt CHF 120 Gesamtgewinn, Nettogewinn CHF 70. Bei Sporttip wird der Gewinn zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen genau abgerundet – eine Rechenregel, die auf jedem Wettschein gilt.

Was bedeutet eine Wette bei einem ausländischen Anbieter ohne Schweizer Bewilligung?

Kein Schweizer Schutz: kein Anschluss an das Sperrregister, keine automatischen Verlustlimiten, kein Schweizer Rechtsweg. Die Domain kann auf der Gespa-Sperrliste stehen, was eine DNS-Sperre bei Schweizer Internetprovidern auslöst. Wer dort spielt, sollte eigene Sperren einrichten und sich bewusst sein, dass die Auszahlung im Konfliktfall über einen ausländischen Anbieter läuft – kein einfacher Weg bei einem Grossspiel um echtes Geld.

Müssen Wettgewinne in der Schweiz versteuert werden?

Gewinne aus bewilligten Schweizer Grossspielen sind bis zum Steuerfreibetrag einkommenssteuerfrei – CHF 1’071’000 auf Bundesebene seit 1.1.2026, kantonal «je nach Kanton» anders. Oberhalb des Freibetrags behält der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ein. Gewinne von ausländischen Anbietern sind im Kanton Thurgau unabhängig von der Höhe als Einkommen steuerpflichtig; in anderen Kantonen ist die Praxis uneinheitlich. Wer unsicher ist, fragt den Steuerberater oder die kantonale Steuerverwaltung – eine pauschale Aussage gibt es nicht.

Inhalt erstellt vom Team «buchmachersch»