Wettquote-Rechner für die Schweiz: Was Einsatz und Quote wirklich ergeben

Updated Oktober 2026
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Ein Stapel unbedruckter Papierscheine liegt neben einem Kugelschreiber auf einem Holztisch.

Wer in der Schweiz eine Sportwette platziert, kommt an einer Multiplikation nicht vorbei: Einsatz mal Quote. Klingt nach simpler Mathematik. In der Praxis stehen am Ende eines Wettscheins aber zwei Beträge, die sich unterscheiden — jener, den ein Rechner ausgibt, und jener, den Sporttip oder Jouez Sport tatsächlich gutschreiben. Der Grund liegt nicht in einer Fehlfunktion, sondern in der Art, wie die Schweizer Veranstalter runden, kombinieren und begrenzen. Wer das nicht kennt, liest eine Auszahlung von CHF 87.49 und wundert sich später über CHF 87.45.

Der Gewinnbetrag einer Sporttip-Wette ergibt sich aus Einsatz mal Quote, bei Kombinationen mal Gesamtquote, und wird auf 5 Rappen genau abgerundet.

Stand: Oktober 19, 2026 – geprüft gegen die Bewilligungsregister von Gespa und die Spielregeln beider Veranstalter.

Wettmärkte und Wettarten in der Schweiz: Was ein Rechner tatsächlich berechnet

Ein Wettquotenrechner macht eine Handvoll Dinge. Er multipliziert den Einsatz mit der Quote und nennt den Bruttogewinn. Er zieht den Einsatz ab und liefert den Nettogewinn. Bei einer Kombiwette bildet er aus den Einzelquoten eine Gesamtquote, indem er sie miteinander multipliziert. Bei einer Systemwette zieht er alle möglichen Teilkombinationen durch und zählt nur jene aus, die tatsächlich treffen. Auf Wunsch rechnet er eine implizite Wahrscheinlichkeit aus einer Quote zurück (1 ÷ Quote), und er bildet den Kehrwert der Summe aller reziproken Quoten eines Marktes — die Auszahlungsquote, aus der sich die Marge des Veranstalters ergibt.

Ein Abakus aus Holz steht auf einem Schreibtisch, einige Perlen sind nach links geschoben, Seitenlicht fällt darauf.
Bei Jouez Sport beträgt der Mindesteinsatz online CHF 2 und der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten CHF 500.

So weit die Mathematik. Was ein Rechner nicht abbildet, sind die Regeln der beiden Schweizer Veranstalter. Sporttip rundet den Gewinn zuerst auf zwei Nachkommastellen auf und anschliessend auf 5 Rappen genau ab. CHF 87.49 werden damit zu CHF 87.45, ein Unterschied, der sich bei höheren Einsätzen vervielfacht. Wer einen Rechner ohne diesen Rundungsschritt benutzt, sieht eine Auszahlung, die so nicht ankommt. Hinzu kommen die Schweizer Besonderheiten: abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung werden bei Sporttip nur über die Bet-Builder-Funktion kombiniert; eine ungewollte Annahme solcher Kombinationen kann Swisslos für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten. Eine Systemwette bei Sporttip darf den Höchsteinsatz von CHF 10’000 ausschöpfen, eine Einzel- oder Kombinationswette nur CHF 1’000. Wer online spielt, sieht andere Werte als am Schalter von Jouez Sport: der Online-Mindesteinsatz beträgt CHF 2, in der Verkaufsstelle CHF 3.

Ein Rechner zeigt also, was die Quote verspricht. Ob die Auszahlung am Ende so eintrifft, hängt von den Veranstalterregeln ab.

Was die Quote über den Gewinn verrät

Die Grundformel gilt über alle Wettarten hinweg: Auszahlung = Einsatz × Quote. Eine Einzelwette mit Einsatz CHF 50 und Quote 2.10 bringt CHF 105 zurück, der Nettogewinn — Auszahlung minus Einsatz — beträgt CHF 55. Bei einer Kombiwette wird die Gesamtquote zum Produkt der Einzelquoten: zwei Quoten von 1.80 und 2.20 ergeben eine Gesamtquote von 3.96, der Nettogewinn aus CHF 50 Einsatz liegt bei CHF 148. Diese Multiplikation ist es, die eine Kombiwette riskant macht — die Gesamtquote steigt, aber die Wahrscheinlichkeit sinkt, weil alle Auswahlen gleichzeitig treffen müssen.

Eine Systemwette funktioniert anders. Sie zerlegt die getätigten Auswahlen in mehrere Teilkombinationen, und der Rechner muss alle möglichen Kombinationen kennen. Wer sechs Auswahlen tippt und «System 3 aus 6» spielt, schliesst 20 Kombinationen zu je drei Auswahlen ab. Treffen davon vier Auswahlen, gewinnen jene Teilkombinationen, die nur diese vier enthalten — drei Kombinationen aus den vier Treffern. Treffen fünf Auswahlen, gewinnen zehn Teilkombinationen, und bei sechs Treffern gewinnen alle 20. Der Rechner muss daher für jede Teilkombination die Einzelproduktquote bilden und mit dem Einsatz pro Teilkombination multiplizieren. Wer einen Rechner für Systemwetten sucht, sollte darauf achten, dass er diese Zwischenprodukte ausweist.

Implizite Wahrscheinlichkeit und Marge: Was hinter der Quote steckt

Jede Quote trägt eine Wahrscheinlichkeitsannahme. Eine Quote von 2.00 bedeutet, dass der Veranstalter das Ereignis mit 50 Prozent Wahrscheinlichkeit bewertet — 1 geteilt durch 2.00 ergibt 0.50 oder 50 Prozent. Eine Quote von 1.50 spiegelt 66.7 Prozent, eine Quote von 4.00 nur 25 Prozent. Das ist die implizite Wahrscheinlichkeit: was die Quote über die Einschätzung des Veranstalters verrät.

Bei einem Zweiwege-Markt — Heimsieg oder Auswärtssieg, ohne Unentschieden — bildet der Rechner aus den reziproken Quoten die Auszahlungsquote. Bei zwei ausgeglichenen Quoten von 1.90 und 1.90 ergibt die Rechnung 1 ÷ (1/1.90 + 1/1.90) = 1 ÷ (0.5263 + 0.5263) = 1 ÷ 1.0526 ≈ 0.9500. Der Veranstalter zahlt 95 Prozent aller Einsätze dieses Marktes als Gewinn zurück, behält 5 Prozent als Marge. Bei einem Dreiwege-Markt mit Quoten 2.10 für Heimsieg, 3.40 für Unentschieden und 3.60 für Auswärtssieg lautet die Rechnung: 1 ÷ (1/2.10 + 1/3.40 + 1/3.60) = 1 ÷ (0.4762 + 0.2941 + 0.2778) = 1 ÷ 1.0481 ≈ 0.9541, die Marge liegt bei etwa 4.6 Prozent. Bei engen Favoriten-Quoten von 1.20, 6.00 und 15.00 fällt die Marge höher aus: 1 ÷ (0.8333 + 0.1667 + 0.0667) = 1 ÷ 1.0667 ≈ 0.9375, die Marge beträgt rund 6.25 Prozent.

Diese Spanne — je nach Markt und Ausgangslage zwischen etwa vier und sechs Prozent — zeigt, was jeder Wettende dem Veranstalter pro Franken Einsatz schuldet. Ein Rechner, der nur den Bruttogewinn ausgibt, lässt diese Kosten unsichtbar. Wer die Marge mitrechnet, sieht, dass selbst ein Markt mit «fairen» Quoten nie ganz fair ist.

Rechtslage: Wer in der Schweiz Sportwetten anbieten darf

Das Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51) teilt die Schweiz in zwei Lager: bewilligte Veranstalter und alle anderen. Seit dem 1. Januar 2019 sind Sportwetten ein Grossspiel, und nur zwei interkantonale Lotteriegesellschaften dürfen sie in der Schweiz anbieten — Swisslos im Auftrag der Deutschschweizer Kantone, des Tessins und Liechtensteins, Loterie Romande für die sechs Westschweizer Kantone. Eine ausländische Bewilligung — aus Malta, Curaçao oder Deutschland — hat in der Schweiz keine Kraft, und das Bundesgesetz untersagt ausdrücklich, im Ausland bewilligte Glücksspiele in der Schweiz zu bewerben. Werbung für nicht bewilligtes Glücksspiel wird mit Busse bis CHF 500’000 geahndet.

Ein Brückengeländer aus Stahl über einem Gebirgsfluss im Gegenlicht, darunter schäumendes Wasser.
Zur Online-Registrierung bei Swisslos braucht es mindestens 18 Jahre sowie Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Swisslos-Vertragsgebiet.

Die Aufsicht führt die Gespa (Interkantonale Geldspielaufsicht) in Bern, nicht die ESBK, die nur Casinos überwacht. Sie prüft die Veranstalter- und die Spielbewilligung, führt eine Sperrliste gesperrter ausländischer Domänen und führt Testkäufe durch, zuletzt 2025 mit einer für die Branche unangenehmen Quote: in 47.5 Prozent von 200 Testfällen wurde an Verkaufsstellen eine Sportwette an Minderjährige verkauft. Was die Gespa nicht vorschreibt, ist ein generelles Einzahlungslimit — das Gesetz verlangt nur, dass die Veranstalter überhaupt Limiten anbieten, und überlässt die Höhe den Anbietern. Was sie vorschreibt, ist eine Spielsperre, die in einem schweizweiten Register landet und für Casinos und Online-Casinos gleichermassen gilt.

Die Liste erlaubter Wetten ist geschlossen. Die Gespa führt eine abschliessende Aufstellung erlaubter Sportarten, Wettbewerbe und Wetttypen — Eckstoss- oder Kartenmärkte fehlen dort, ebenso eine eigene Esports-Sektion. Wer auf ein Wettereignis wetten will, das nicht auf dieser Liste steht, hat in der Schweiz keine legale Wettmöglichkeit. Was die Liste zeigt, ist die einzige legale Auswahl.

Was Schweizer Veranstalter von Offshore-Anbietern unterscheidet

Der Unterschied liegt nicht in der Quote allein — sondern in der Aufsicht. Swisslos und Loterie Romande unterstehen der Gespa, zahlen ihre Reingewinne an gemeinnützige Zwecke in den Kantonen aus und sind an die Schweizer Spielsperre angeschlossen. Auszahlungen erfolgen auf ein Bank- oder Postkonto im eigenen Namen, Spielerkonten werden gegen das alibi verifiziert, und wer sich sperren lässt, kann seine Sperre erst nach drei Monaten wieder aufheben. Für die meisten Wetten bedeutet das einen vollständigen Schutzrahmen, den eine ausländische Plattform in dieser Form nicht bietet.

Ausländische Anbieter — gleich ob mit EU- oder Curaçao-Lizenz — fallen in drei Punkten durch. Sie sind nicht an das Schweizer Spierregister angeschlossen, eine Selbstausschluss-Sperre dort erfasst nur ihre eigene Plattform. Sie haben keinen Schweizer Rekursweg — Streitigkeiten laufen vor ausländischen Schiedsstellen oder Gerichten, oft in einer Sprache, die der Wettende nicht spricht. Und ihre Domain kann jederzeit auf die Gespa-Sperrliste gesetzt werden, was einen Wechsel zur nächsten Domain notwendig macht. Wer dort spielt, gewinnt und verliert in einer rechtlichen Grauzone.

Wer in der Schweiz überhaupt ein Konto eröffnen darf

Ein Online-Konto bei Swisslos setzt volljähriges Alter, Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Swisslos-Vertragsgebiet und eine bestehende Identitätsprüfung voraus. Die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen, gegen Adressdatenbanken geprüft, und jede Person darf sich nur einmal registrieren. Wer einer Sperre unterliegt, wird abgewiesen — und das gilt für Swisslos, für Casinos und für Loterie Romande gleichermassen, weil das Spielsperrregister schweizweit geführt wird. Wer nicht in einem der beiden Vertragsgebiete wohnt, hat in der Schweiz schlicht keinen Zugang zum legalen Markt. Das ist die andere Seite der Marktbewilligung: nicht jeder darf, und wer darf, muss sich ausweisen.

Spielerschutz: Was Schweizer Veranstalter an Limiten verlangen

Beide Schweizer Veranstalter verlangen vor der ersten Wette eine Verlustlimite. Swisslos setzt sie für 1, 7 und 30 Tage, die Obergrenze liegt bei CHF 9’999, bei unter 21-Jährigen bei CHF 1’000. Eine Senkung greift sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden — Swisslos hat die gesetzliche Frist von 24 Stunden intern verschärft, ein Wettender kann also nicht im Eifer des Moments sein Verlustlimit nach oben fahren. Zusätzlich lässt sich eine freiwillige Einzahlungslimite für 30 Tage setzen.

Die Spielsperre funktioniert produktbezogen — wer sich für Sporttip sperren lässt, kann weiterhin Lotto spielen — und dauert zwischen einem und 180 Tagen, ohne vorzeitige Aufhebung. Eine unbefristete Spielsperre wird im schweizweiten Register eingetragen und gilt sofort, auch für Casinos und Online-Casinos. Loterie Romande führt ein vergleichbares System, das nach eigenen Regeln funktioniert.

Was diese Limiten kosten: nichts, solange man sie einhält. Was sie bringen, ist eine künstliche Bremse gegen den Moment, in dem eine Wette zur Gewohnheit wird. Wer ein Tageslimit von CHF 50 setzt, kann nicht aus einer Laune heraus CHF 500 setzen, auch wenn das Wettprogramm verlockend aussieht. Wer ein Wochenlimit von CHF 200 setzt, wird am Sonntagabend gemerkt haben, ob er seinen Einsatzrahmen einhalten konnte oder nicht.

Warum ein Rechner diese Limiten nicht ersetzt

Ein Quotenrechner rechnet. Er rechnet nicht, ob die Wette sinnvoll ist, ob das eigene Verlustlimit schon angegriffen ist oder ob das, was man gerade setzen will, der Sportwette schadet, die man eigentlich spielen wollte. Wer einen Quotenrechner benutzt, sollte die eigenen Limiten parallel im Blick haben — am einfachsten geht das, wenn man den Einsatz aus dem Rechner direkt gegen die eigenen CHF-Werte prüft, bevor man die Wette absendet. Wer das nicht tut, lässt einen Algorithmus entscheiden, was eigentlich eine Selbstkontrolle verlangt.

Die Schweizer Wettanbieter im Vergleich: Bewilligung, Gebiet, Angebot

In der Schweiz gibt es genau zwei bewilligte Sportwetten-Veranstalter. Wer in einem anderen Land lizenziert ist, ist in der Schweiz nicht bewilligt — egal, was die Plattform über ihre Lizenz schreibt. Die folgende Übersicht zeigt, welche Bewilligung die Plattform nachweist, wer sie trägt und in welchem Land die Bewilligung tatsächlich gilt.

Marke Schweizer Bewilligung Veranstalter und ausgewiesene Lizenz
Swisslos Sporttip Veranstalter- und Spielbewilligung (BGS) SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Basel — Gespa-Bewilligung, gültig in der Schweiz
Loterie Romande Jouez Sport Veranstalter- und Spielbewilligung (BGS) Société de la Loterie de la Suisse Romande, Lausanne — Gespa-Bewilligung, gültig in der Schweiz
WirWetten ohne Schweizer Bewilligung ausländische Lizenz, in der Schweiz ohne Kraft (Art. 4 BGS)
BillyBets ohne Schweizer Bewilligung ausländische Lizenz, in der Schweiz ohne Kraft (Art. 4 BGS)
Bahigo ohne Schweizer Bewilligung ausländische Lizenz, in der Schweiz ohne Kraft (Art. 4 BGS)
Boomerang Bet ohne Schweizer Bewilligung ausländische Lizenz, in der Schweiz ohne Kraft (Art. 4 BGS)
Interwetten ohne Schweizer Bewilligung ausländische Lizenz, in der Schweiz ohne Kraft (Art. 4 BGS)
HighFlyBet ohne Schweizer Bewilligung ausländische Lizenz, in der Schweiz ohne Kraft (Art. 4 BGS)
Rabona ohne Schweizer Bewilligung ausländische Lizenz, in der Schweiz ohne Kraft (Art. 4 BGS)
Rollbit ohne Schweizer Bewilligung ausländische Lizenz, in der Schweiz ohne Kraft (Art. 4 BGS)

Die Tabelle trennt klar, was in der Schweiz gilt und was nicht. Eine ausländische Lizenz ist in der Schweiz rechtlich bedeutungslos, und das gilt unabhängig vom Sitz des ausstellenden Landes. Wer bei einem Anbieter ohne Schweizer Bewilligung spielt, kann auf der Gespa-Sperrliste landen, hat keinen Zugang zum schweizweiten Spielsperrregister und läuft Gefahr, dass sein Einsatz oder Gewinn in einem Strafverfahren gegen den Anbieter eingezogen wird. Wer bei einem bewilligten Veranstalter spielt, bewegt sich im rechtlich geschützten Rahmen.

Was die Bewilligung konkret ändert

Die Bewilligung bedeutet fünf Punkte: Identitätsprüfung beim Login, gesetzliche Verlustlimiten, Schweizer Spielsperre mit Verbindung zu Casinos, Auszahlung ausschliesslich auf ein Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto im eigenen Namen, und keine Boni ohne vorgängige Zustimmung der Gespa. Ausländische Plattformen bieten schnelle Anmeldung, grosszügige Boni und Kryptozahlungen — alles Eigenschaften, die das Schweizer Geldspielgesetz aus gutem Grund ausschliesst.

Swisslos Sporttip: Der einzige Anbieter für die Deutschschweiz

Swisslos trägt die Sportwetten-Bewilligung für 21 Kantone — die gesamte Deutschschweiz, das Tessin und Liechtenstein — und führt das Produkt unter dem Namen Sporttip. Der Veranstalter ist eine Genossenschaft mit Sitz in Basel, die Reingewinne fliessen an gemeinnützige Zwecke in den Kantonen. Das Sportwetten-Angebot umfasst Einzel-, Kombinations- und Systemwetten auf die erlaubten Sportarten, dazu Livewetten und einen Kombiboost, der ab vier Voraussagen mit Mindestquote 1.50 einen Bonus auf den Nettogewinn von 5 Prozent ausrichtet, 20 Prozent bei sieben, 40 Progend bei zehn und 100 Prozent bei fünfzehn Voraussagen. Cash-Out gibt es nur als vollständiges Cash-Out, nicht als Teilauszahlung, und nicht für jeden Markt. Wer Sporttip nutzt, bewegt sich in einem abschliessend regulierten Rahmen, der Schutzvorkehrungen mit klaren Spielregeln verbindet.

Bei Einzel- und Kombinationswetten gilt ein Mindesteinsatz von CHF 1 und ein Höchsteinsatz von CHF 1’000, bei Systemwetten liegt der Höchsteinsatz bei CHF 10’000. Swisslos behält sich vor, Limiten jederzeit zu ändern; eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Die Auszahlung erfolgt — nach der genannten Rundung auf 5 Rappen genau — auf das Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto des Wettenden. Gewinne bis CHF 1’000 werden automatisch dem Wallet gutgeschrieben, Gewinne darüber innert drei Arbeitstagen überwiesen. Gewinne, die nicht innert 26 Wochen nach der öffentlichen Bekanntmachung der Wettauswertung geltend gemacht werden, verfallen zugunsten des Swisslos-Zwecks.

Sporttip ist die Standardadresse für Sportwetten in der Deutschschweiz. Wer dort spielt, hat einen fairen Preis, klare Limiten und einen Schutzrahmen, den kein ausländischer Anbieter in dieser Form bieten kann.

Loterie Romande Jouez Sport: Die Adresse der Westschweiz

Loterie Romande führt Sportwetten unter dem Namen Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Der Veranstalter ist die Société de la Loterie de la Suisse Romande mit Sitz in Lausanne, die Reingewinne fliessen an Projekte in der Westschweiz. Das Angebot umfasst Einzel-, Kombinations- und Multiple-Wetten, also Kombinationen mit Systemcharakter, und folgt einer eigenen Rundung. Eine Kombiwette umfasst zwei bis zehn Voraussagen, die Einzelquote oder die Gesamtquote muss zwischen 1.10 und 100’000 liegen. Der Höchstgewinn pro Einzel- oder Kombiwette beträgt CHF 300’000, der Höchstgewinn aller Gewinne eines Multiples zusammen CHF 1’000’000.

Online gilt ein Mindesteinsatz von CHF 2, in den 2’350 Verkaufsstellen CHF 3 und für Multiples ebenfalls CHF 2. Der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten beträgt CHF 500, ein Multiples-Wettschein darf insgesamt höchstens CHF 7’500 Einsatz enthalten. Die Auszahlung folgt den eigenen Spielregeln — die im Rechner berechnete Auszahlung kann von der tatsächlichen Auszahlung abweichen, weil die Loterie Romande ihre eigene Rundung anwendet. Wer in der Westschweiz wohnt, hat in Jouez Sport einen Veranstalter, der in jeder Verkaufsstelle erreichbar ist und die Spielregeln auf Französisch führt — passend zur Landessprache der Westschweiz.

Offshore-Anbieter ohne Schweizer Bewilligung

Die folgenden Anbieter sind in der Schweiz nicht bewilligt. Sie sind hier aufgeführt, weil Schweizer Wettende ihnen im Internet begegnen — nicht, weil sie empfohlen werden. Jede ausländische Lizenz hat in der Schweiz keine Kraft (Art. 4 BGS), und das bedeutet: kein Anschluss an die Schweizer Spielsperre, kein Schweizer Rekursweg, mögliche Einziehung von Einsätzen und Gewinnen, mögliche Aufnahme in die Gespa-Sperrliste. Wer dort spielt, akzeptiert diese Bedingungen.

WirWetten

WirWetten trägt keine Schweizer Bewilligung. Die Plattform ist im Ausland lizenziert, was in der Schweiz rechtlich irrelevant ist. Wer dort spielt, ist nicht an die Schweizer Spielsperre angeschlossen, hat im Streitfall keinen Schweizer Rekurs, und die Domain kann jederzeit auf die Gespa-Sperrliste gesetzt werden. Die Bewertung fällt entsprechend aus: aus Schweizer Sicht gibt es kein Schutzregime, das diese Plattform einschliesst.

BillyBets

BillyBets ist eine weitere Offshore-Plattform ohne Schweizer Bewilligung. Die Lizenz, die sie ausweist, gilt in einem anderen Land und hat in der Schweiz keine Kraft. Wer dort spielt, sollte sich bewusst sein, dass Einsätze und Gewinne in einem Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden können, dass die Schweizer Spielsperre dort nicht greift, und dass die Plattform von Schweizer Internetprovidern per Sperrliste unerreichbar gemacht werden kann. Eine Schweizer Adresse hat BillyBets nicht.

Bahigo

Bahigo ist im Ausland lizenziert und in der Schweiz nicht bewilligt. Die Plattform wirbt aggressiv um Schweizer Kunden, was nach Art. 74 Abs. 3 BGS verboten ist und mit Busse bis CHF 500’000 geahndet werden kann. Die Werbung ist nicht das Problem des Spielenden, sondern des Anbieters — aber die rechtliche Lage bleibt dieselbe: kein Schweizer Schutz, keine Schweizer Sperre, kein Schweizer Rekurs. Wer dort spielt, tut dies ausserhalb des Schweizer Rechtsrahmens.

Boomerang Bet

Boomerang Bet trägt keine Schweizer Bewilligung. Die Plattform gehört in dieselbe Kategorie wie die anderen Offshore-Anbieter. Wer dort spielt, sollte verstehen, dass die Aufsicht in einem anderen Land stattfindet, dass Schweizer Spielsperren dort nicht greifen, und dass die Plattform bei einer Beschwerde in der Schweiz keinen Anker hat. Die Folgen trägt am Ende der Spielende.

Interwetten

Interwetten ist eine etablierte Marke im europäischen Wettmarkt, aber in der Schweiz nicht bewilligt. Die Plattform wird namentlich von der Gespa in ihren Materialien zum DNS-Blocking erwähnt und kann auf der Sperrliste landen. Schweizer Wettende, die Interwetten nutzen, fallen durch das Schweizer Schutznetz. Die Spielregeln von Interwetten gelten, nicht das Schweizer Geldspielgesetz.

HighFlyBet

HighFlyBet ist eine Offshore-Plattform ohne Schweizer Bewilligung. Die Plattform fällt unter dieselbe Kategorie wie die anderen hier gelisteten Anbieter. Was HighFlyBet an Quote oder Bonus bietet, hat in der Schweiz keine rechtliche Grundlage. Wer dort spielt, akzeptiert das fehlende Schutzregime.

Rabona

Rabona ist im Ausland lizenziert, nicht in der Schweiz. Die Plattform gehört in die Offshore-Kategorie. Schweizer Wettende, die Rabona nutzen, fallen durch das Schweizer Schutznetz und riskieren die Einziehung von Einsätzen und Gewinnen in einem Strafverfahren gegen den Anbieter. Die Gespa führt eine Sperrliste solcher Domains, und Rabona kann dort jederzeit erscheinen.

Rollbit

Rollbit trägt keine Schweizer Bewilligung. Die Plattform fällt in die Offshore-Kategorie und ist hier gelistet, weil Schweizer Wettende ihr im Internet begegnen. Wer dort spielt, sollte sich bewusst sein, dass das Schweizer Recht hier nicht greift, dass die Schweizer Spielsperre dort nicht angeschlossen ist, und dass ein Streit vor ausländischen Gerichten ausgetragen wird.

Vergleich der zehn Plattformen: Bewilligung als entscheidender Faktor

Die wichtigste Trennlinie verläuft zwischen den beiden Schweizer Veranstaltern und allen anderen. Sporttip und Jouez Sport sind die einzigen Anbieter, die in der Schweiz bewilligt sind, alle anderen Plattformen fallen unter die Offshore-Kategorie. Innerhalb der Offshore-Gruppe gibt es Unterschiede — manche Plattformen werben aggressiv, andere zurückhaltender, manche bieten Kryptozahlungen, andere nicht — aber keiner dieser Unterschiede macht sie zu einem bewilligten Anbieter in der Schweiz. Die Bewilligung ist die harte Trennlinie.

Für einen Wettenden, der in der Schweiz wohnt, bedeutet das: zwei legale Optionen, und ein Dutzend Anbieter, die er besser nicht nutzt. Wer ein Konto bei einem Offshore-Anbieter eröffnet, ist rechtlich ausserhalb des Schweizer Schutzrahmens unterwegs — die Konsequenzen reichen von der Sperrung der Domain bis zur Einziehung von Gewinnen.

Welcher Anbieter passt zu welchem Wettenden

Wer in der Deutschschweiz, im Tessin oder in Liechtenstein wohnt, hat mit Sporttip die einzige legale Adresse. Wer in der Westschweiz wohnt, hat mit Jouez Sport die einzige legale Adresse. Für wen keine der beiden Optionen passt — etwa wegen fehlendem Wohnsitz im Vertragsgebiet, wegen einer bestehenden Spielsperre oder wegen einer Vorliebe für Märkte, die nicht auf der Gespa-Liste stehen — gibt es in der Schweiz keine legale Adresse. Das ist die Konsequenz der Bewilligungspolitik: keine Lizenz, kein Spiel.

Häufige Fragen zum Wettquotenrechner

Wie berechnet sich der Gewinn aus Einsatz und Quote?

Der Bruttogewinn entspricht dem Einsatz multipliziert mit der Quote. Bei Quote 2.10 und Einsatz CHF 50 ergibt sich eine Auszahlung von CHF 105, der Nettogewinn — Auszahlung minus Einsatz — beträgt CHF 55. Bei Sporttip wird der Gewinn anschliessend auf 5 Rappen genau abgerundet, was bei nicht glatten Beträgen zu kleinen Abweichungen vom Rechnerergebnis führt.

Wie wird die Gesamtquote einer Kombiwette berechnet?

Die Gesamtquote ist das Produkt der Einzelquoten. Zwei Quoten von 1.80 und 2.20 ergeben eine Gesamtquote von 3.96. Bei Sporttip muss jede Einzelquote mindestens 1.50 betragen, damit der Kombiboost greift — eine wichtige Voraussetzung, die im Rechner nicht immer abgebildet ist.

Wie rundet Sporttip den Gewinn, und warum weicht er vom Rechner ab?

Sporttip rundet den Gewinn zuerst auf zwei Nachkommastellen auf und anschliessend auf 5 Rappen genau ab. CHF 87.49 werden so zu CHF 87.45. Der Grund für die Abweichung liegt in der zweiten Rundungsstufe, die ein Rechner ohne entsprechende Einstellung nicht durchführt. Wer einen Rechner benutzt, sollte diese Rundung kennen und entsprechend einkalkulieren.

Wie berechnen sich implizite Wahrscheinlichkeit und Marge?

Die implizite Wahrscheinlichkeit einer Quote ist 1 geteilt durch die Quote. Eine Quote von 2.00 spiegelt 50 Prozent, eine Quote von 4.00 nur 25 Prozent. Die Marge eines Marktes ergibt sich aus der Auszahlungsquote, also 1 minus der Summe der reziproken Einzelquoten. Bei einem Zweiwege-Markt mit Quoten 1.90 und 1.90 liegt die Marge bei etwa 5 Prozent.

Wie rechnet sich eine Systemwette?

Eine Systemwette zerlegt die Auswahlen in Teilkombinationen. Bei «System 3 aus 6» gibt es 20 Kombinationen zu je drei Auswahlen. Treffen vier Auswahlen, gewinnen nur jene Teilkombinationen, die ausschliesslich aus den vier Treffern bestehen. Der Rechner muss alle Teilkombinationen mit ihren Einzelquotenprodukten kennen, um die Auszahlung zu berechnen.

Welche Mindest- und Höchsteinsätze gelten?

Bei Sporttip liegt der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten bei CHF 1, der Höchsteinsatz bei CHF 1’000 pro Einzel- oder Kombiwette und CHF 10’000 pro Systemwette. Bei Jouez Sport beträgt der Online-Mindesteinsatz CHF 2, in Verkaufsstellen CHF 3 und für Multiples CHF 2, der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten CHF 500. Ein Multiples-Wettschein bei Jouez Sport darf insgesamt höchstens CHF 7’500 Einsatz enthalten.

Inhalt erstellt vom Team «buchmachersch»