Wo in der Schweiz die besten Wettquoten stehen und was sie wirklich kosten

Updated Oktober 2026
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Ein leerer Wettschein aus Papier liegt auf einem Holztisch neben einem Bleistift und einem Kaffeebecher.

Stand: Oktober 19, 2026 · geprüft gegen die Bewilligungsregister der Gespa (Interkantonale Geldspielaufsicht) und die Spielregeln von Swisslos und Loterie Romande

Der Gewinnbetrag einer Sporttip-Wette ergibt sich aus Einsatz mal Quote und wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet, dann auf 5 Rappen genau abgerundet.

Eine Wettquote sieht nach einer einfachen Zahl aus, ist aber eine Rechnung mit drei Posten: der Wahrscheinlichkeit, die der Buchmacher dem Ausgang beimisst, seinem Risikoaufschlag und einem kleinen Spielraum, damit die Seite unabhängig vom Resultat verdient. Wer in der Schweiz auf Sport wetten will, hat zwei legale Adressen: Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport. Beide sind nach dem Geldspielgesetz (BGS) bewilligt, beide werden von der Gespa beaufsichtigt, und beide haben je ihr eigenes Vertragsgebiet. Wer wo spielen kann, hängt am Wohnsitz, nicht am Angebot. Was die Quote selbst angeht, ist die Auswahl innerhalb dieser zwei Anbieter erstaunlich breit, aber messbar nicht identisch: dieselbe Begegnung, derselbe Markt, zwei Quoten, oft nur ein paar Hundertstel Unterschied – und genau in diesem Unterschied steckt das, was dieser Text prüft.

Dieser Text geht der Frage nach, wo in der Schweiz die besten Wettquoten zu finden sind, was eine hohe Quote wirklich wert ist und was an ihr hängenbleibt. Er rechnet die Marge nach, die in jeder einzelnen Quote eingepreist ist, schaut auf die Mindest- und Höchsteinsätze, auf die Gewinnrundung und auf das, was die Anbieter unter «besserer Quote» verstehen. Acht ausländische Marken ohne Schweizer Bewilligung stehen zum Vergleich daneben, weil Schweizer Spielerinnen und Spieler auf sie stossen, auch wenn für sie weder Aufsicht noch Beschwerdeweg in der Schweiz gelten. Die ehrliche Reihenfolge beginnt bei dem, was hierzulande erlaubt ist, und schaut dann, was auf der anderen Seite des Zauns lockt – und was es kostet.

Rechtslage in der Schweiz: wer überhaupt Quoten stellen darf

In der Schweiz ist Sportwetten ein Grossspiel im Sinne des Geldspielgesetzes (BGS, SR 935.51, in Kraft seit 1. Januar 2019). Wer ein solches Grossspiel veranstalten will, braucht eine Veranstalterbewilligung und pro Spiel eine Spielbewilligung. Zuständig dafür ist nicht die ESBK, die nur Casinos überwacht, sondern die Gespa (Interkantonale Geldspielaufsicht) mit Sitz in Bern, gestützt auf das Geldspielkonkordat vom 1. Januar 2021.

Ein leerer Sitzungssaal mit langem Holztisch und Lederstühlen, durch hohe Fenster fällt Tageslicht auf den Boden.
Swisslos hat ihren Sitz in Basel und veranstaltet Sportwetten gestützt auf eine Interkantonale Vereinbarung vom 20. Mai 2019 (IKV 2020).

Die Kantone haben in einer interkantonalen Vereinbarung zwei Veranstalter bestimmt, und nur diese zwei dürfen hierzulande Sportwetten anbieten: Swisslos mit Sitz in Basel, deren Sportwetten unter dem Namen Sporttip laufen, und die Loterie Romande mit Sitz in Lausanne, deren Sportwetten unter Jouez Sport laufen. Beide beruhen auf der Interkantonalen Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019 (IKV 2020). Eine ausländische Lizenz aus Malta, Curaçao, Deutschland oder einem anderen Land hat in der Schweiz keine Wirkung (Art. 4 BGS); sie verschafft weder eine Bewilligung noch einen Schutz. Wer hier organisiert, ohne eine Schweizer Bewilligung zu haben, macht sich strafbar – bis zu drei Jahre Freiheitsstrafe oder Geldstrafe, bei gewerbsmässigem Handeln bis zu fünf Jahre (Art. 130 BGS). Der Spieler wird nicht bestraft, aber Einsätze und Gewinne können in einem Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden.

Die zwei Schweizer Veranstalter haben klar getrennte Gebiete. Sporttip wird durchgeführt in den Kantonen AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH, im Kanton Tessin und im Fürstentum Liechtenstein. Ein Online-Konto bei Swisslos bekommt, wer volljährig ist und Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt in diesem Vertragsgebiet hat. Wer im Vertragsgebiet der Loterie Romande wohnt – Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura –, geht zu Jouez Sport. Die Loterie Romande unterhält dafür 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und beschäftigt 221 Mitarbeitende; das Online-Angebot heisst Jouez Sport und ist über jeux.loro.ch erreichbar.

Was gewettet werden darf, ist ebenfalls abschliessend geregelt: nur Sportereignisse. Wetten auf Wetter, Politik oder TV-Shows sind nicht zulässig. Welche Sportarten, Wettbewerbe und Wetttypen erlaubt sind, steht in der Gespa-Liste der bewilligten Sportarten, Wettbewerbe und Wetttypen (Fassung vom 10.09.2026, gestützt auf Art. 25 BGS und Art. 29 VGS). Qualifikationsrunden sind nur wettrechtbar, wenn sie in der Liste stehen; Frauenwettbewerbe nur, wenn sie gelistet sind; Rangwetten nur dort, wo das Ranking über die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb oder über das Podium entscheidet; Trainingsläufe sind ausgeschlossen. Eckball- oder Kartenmärkte tauchen in der Liste nicht auf, eine eigene Esports-Sektion ebenfalls nicht. Veranstaltungen, an denen überwiegend Minderjährige teilnehmen, sind ausgeschlossen (Art. 25 Abs. 2 BGS). Live-Wetten sind erlaubt, soweit der Veranstalter eine entsprechende Bewilligung hat; das Gesetz schränkt bestimmte Live-Märkte nicht ein. Cash-Out ist nicht eigenständig geregelt; was es ist und wie es funktioniert, bestimmt jeder Veranstalter in seinen Regeln.

Wer für die Schweiz ein Online-Konto eröffnen will, braucht Wohnsitz in der Schweiz (Art. 47 Abs. 3 VGS) und gehört in das Vertragsgebiet des gewählten Veranstalters. Bei Swisslos wird der Ausweis hochgeladen, die Daten werden aus dem Ausweis ausgelesen und gegen Adressdatenbanken geprüft; jede Person darf sich nur einmal registrieren. Eine Spielsperre darf nicht bestehen. Virtuelle Sportwetten sind in dieser Liste nicht eigenständig geregelt, weshalb das Thema hier offengelassen wird; wer eine konkrete Wette prüft, sieht im Wettprogramm von Sporttip oder Jouez Sport, was angeboten wird und was nicht.

Für ausländische Anbieter heisst das alles: kein Schweizer Weg. Werbung für nicht bewilligte Glücksspiele ist in der Schweiz verboten und wird mit Busse bis zu CHF 500’000 geahndet (Art. 74 Abs. 3, Art. 131 BGS). Die Gespa führt eine Sperrliste ausländischer Domains, die Schweizer Internetanbieter per DNS blockieren (Art. 86-93 BGS); die Liste wurde am 3. September 2019 erstmals veröffentlicht und umfasste Ende 2025 671 Domains. Die Anbieter reagieren darauf mit Domain-Hopping, weshalb die Gespa Domains innert Stunden ersetzt; in der Diskussion tauchen immer wieder Namen wie Interwetten, Bet-at-Home oder bet365 auf, die selbst nichts zur Liste sagen.

Spielerschutz, Spielsperre und eigene Limiten

Wer in der Schweiz wettet, setzt sich selbst Grenzen, nicht der Staat. Das Geldspielgesetz schreibt vor, dass die Veranstalter eigene Höchstwerte für täglichen, wöchentlichen oder monatlichen Einsatz oder Verlust verlangen müssen (Art. 87 VGS). Ein vom Spieler gesenktes Limit gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 24 Stunden – das ist der gesetzliche Mindestwert. Swisslos und Loterie Romande ziehen die Frist enger: bei Swisslos gilt eine Erhöhung erst nach 72 Stunden, und eine Senkung tritt sofort in Kraft. Die Obergrenze bei Sporttip liegt bei CHF 9’999 für Verlustlimiten über 1, 7 oder 30 Tage; wer unter 21 ist, ist auf CHF 1’000 limitiert. Zusätzlich kann eine freiwillige Einzahlungslimite für 30 Tage gesetzt werden.

Ein Basketball liegt auf dem Parkett einer leeren Halle, von den Deckenlampen fällt gleichmässiges Licht auf den Boden.
Bei Jouez Sport beträgt der Mindesteinsatz online CHF 2 und der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten CHF 500.

Wer sich vom Spielen ausschliessen will, kann bei Swisslos den Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne vorzeitige Aufhebung. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Eine selbstgewählte Pause von bis zu sechs Monaten muss der Veranstalter anbieten (Art. 89 VGS); eine Aufhebung der freiwilligen Sperre ist nach drei Monaten möglich, mit einer Fachstelle (Art. 81 BGS). Wer gesperrt ist oder minderjährig, hat keinen Anspruch auf Einsatz oder Gewinn (Art. 45 BGS). Gesperrte oder minderjährige Spielerinnen und Spieler bekommen ihren Einsatz nicht zurück.

Eine kantonale oder eidgenössische Einzahlungs-Obergrenze für Sportwetten gibt es nicht. Wer sich selbst disziplinieren will, setzt die Limiten im eigenen Konto, und wer ein hartes Stoppsignal braucht, lässt sich sperren. Was die beiden Schweizer Veranstalter im Hintergrund prüfen, ist die Identität: Ausweiskopie, Adressabgleich, nur ein Konto pro Person. Die Gespa hat 2025 bei Testkäufen an Verkaufsstellen in 47.5 % von 200 Fällen eine Sportwette an Minderjährige verkauft bekommen – das zeigt, dass der Online-Weg mit Ausweisprüfung dichter ist als der Verkauf am Schalter, aber dass auch der Schalter dazugehört.

Die ausländischen Anbieter sind an dieses Register nicht angeschlossen. Sie kennen weder die Schweizer Spielsperre noch die Schweizer Identitätsprüfung. Wer sich dort aussperren lassen will, muss es im Konto selbst tun, und die Sperre gilt nur dort, nicht für andere Seiten und nicht in der Schweiz. Die Gespa hat darauf keinen Zugriff.

Zahlungen und Auszahlungen: was bei Sporttip und Jouez Sport läuft

Beide Schweizer Veranstalter zahlen nur auf ein Konto im eigenen Namen. Das ist im Geldspielgesetz so verankert (Art. 50 Abs. 2 VGS): Gewinne und Restguthaben gehen ausschliesslich auf eine Zahlungsverbindung, die auf die registrierte Person lautet. Anonyme Auszahlungen oder Auszahlungen in Kryptowährungen gibt es in der bewilligten Schweizer Sportwette nicht. Eine Kreditierung an Spieler ist verboten (Art. 75 Abs. 1 BGS); wer auf dem Spielkonto ins Minus rutscht, kann nicht von dort aus weiterwetten.

Bei Swisslos wird das Spielguthaben über das Swisslos-Wallet geführt. Es kann per Online-Zahlung oder Einzahlungsschein aufgeladen werden, der Mindestbetrag ist CHF 20. In 30 Tagen sind höchstens CHF 10’000 möglich, und ein Kauf geht nur, solange das Wallet-Guthaben CHF 9’999 nicht übersteigt. Swisslos akzeptiert PostFinance Pay als Zahlungsart; die Transaktion wird direkt in der PostFinance App bestätigt. Ausgezahlt wird auf ein Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto, innert 365 Tagen zweimal gratis; ab der dritten Auszahlung kann eine Kommission von 3 % belastet werden, die Überweisung erfolgt innert 5 bis 10 Arbeitstagen. Gratisspielguthaben aus Promotionen ist nicht auszahlbar.

Gewinne bis CHF 1’000 pro Spielbestätigungsquittung schreibt Swisslos automatisch dem Wallet gut. Gewinne über CHF 1’000 werden, wenn die Bankverbindung bekannt ist, innert 3 Arbeitstagen auf das Bank- oder Postkonto überwiesen. Gewinne, die nicht innerhalb von 26 Wochen nach der öffentlichen Bekanntmachung der Wettauswertung geltend gemacht werden, verfallen zugunsten des Swisslos-Zwecks. Bei einer verweigerten Auszahlung ist eine Einsprache innert 10 Tagen per eingeschriebenem Brief zu erheben.

Für die Frage nach der Quote hat das direkte Folgen: wer bei einem Schweizer Anbieter wettet, hat ein Konto in Franken, sieht Auszahlungen in Franken, und alle Schwellen, Limits und Gebühren sind in Franken. Wer bei einem ausländischen Anbieter spielt, dessen Währung Euro oder Dollar ist, trägt zusätzlich das Wechselkurs- und das Überweisungsrisiko. Es gibt keine Schweizer Sperre, die Banken oder Kartenanbieter gegen Zahlungen an ausländische Wettanbieter einsetzt – wer zahlt, tut es auf eigene Verantwortung.

Quoten verstehen: Wahrscheinlichkeit, Marge und was eine Quote wirklich sagt

Eine Quote ist zuerst das inverse Bild einer Wahrscheinlichkeit. Wer glaubt, dass ein Ereignis mit 50 % Wahrscheinlichkeit eintritt, gibt 2.00. Bei 25 % gibt es 4.00, bei 80 % gibt es 1.25. Eine ganz «faire» Quote – eine Quote ohne Gewinn des Buchmachers – wäre der Kehrwert der tatsächlichen Wahrscheinlichkeit. In der Praxis ist die ausgeschriebene Quote immer kleiner als das, was die faire Quote wäre. In dieser Differenz steckt die Marge des Anbieters, sein Anteil am Umsatz.

Die Rechnung dazu ist einfach. Bei einem Zwei-Wege-Markt – zum Beispiel Sieg Heimsieg oder Auswärtssieg – sind die Quoten 1.90 und 1.90 ein klassischer Ausgangspunkt. Die Auszahlungsquote, also der Anteil des Einsatzes, den der Markt im Mittel zurückgibt, ist 1 ÷ (1/1.90 + 1/1.90). Das ist 1 ÷ (2/1.90) = 1.90 / 2 = 0.95 oder 95 %. Die Marge, also der Anteil, der beim Anbieter bleibt, ist 1 − 0.95 = 0.05 oder 5 %.

Wer ein zweites Beispiel nimmt – etwa Quoten 1.80 und 2.00 –, ergibt sich 1 ÷ (1/1.80 + 1/2.00) = 1 ÷ (0.5556 + 0.5) = 1 ÷ 1.0556 = 0.9474 oder rund 94.74 %, die Marge ist rund 5.26 %. Bei Quoten 1.70 und 2.30 erhält man 1 ÷ (1/1.70 + 1/2.30) = 1 ÷ (0.5882 + 0.4348) = 1 ÷ 1.0230 = 0.9775 oder 97.75 %, Marge 2.25 %. Die Quote, die im Wettprogramm steht, ist also nie isoliert zu lesen: sie ergibt nur im Verbund mit der Gegenquote ein Bild darüber, wieviel der Anbieter einbehält. Die beste Quote für einen Ausgang ist nicht die höchste ausgeschriebene Zahl, sondern die Kombination, deren implizite Gesamtmarge am tiefsten ist.

In der Werbung heisst es oft «beste Quote», «Top-Quoten» oder «Quote 100+» – das klingt nach Bonus, ist aber Mathematik. Eine «verbesserte Quote» auf eine Einzelwette erhöht für eine bestimmte Wette den möglichen Nettogewinn um einen Prozentsatz, den der Anbieter vorab nennt. Bei Sporttip sind Quotenboosts und Profitboosts online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage verfügbar; pro Wettendem ist ein Boost nur einmal nutzbar, und bei einem Cash-Out verfällt der Boost. Es ist also keine dauerhafte Verbesserung der Quote, sondern eine befristete Aktion auf eine konkrete Wette.

Wettmärkte: von der Einzelwette bis zum Kombiboost

In den Programmen von Sporttip und Jouez Sport reichen die Märkte vom klassischen 1X2 über Handicap, Torzahl, Ecken und Karten bis zu Langzeitwetten auf Turniersieger. Welche Märkte und welcher Wettbewerb tatsächlich im Programm sind, legt die Gespa in ihrer Liste fest; Eckball- und Kartenmärkte sind dort ebenso wenig zu finden wie ein eigener Esports-Bereich. Wer eine bestimmte Marktidee hat, sieht am Wettprogramm, ob sie angeboten wird.

Die Einzelwette ist die einfachste Form: ein Ausgang, eine Quote. Die Kombiwette – bei Sporttip Kombinationswette, bei Jouez Sport Multiple – multipliziert die Quoten der Voraussagen zur Gesamtquote. Bei Sporttip ist die Gesamtquote das Produkt der Einzelquoten, bei einer Kombiwette aus drei Voraussagen zu 2.00, 3.00 und 4.00 also 24.00. Wer CHF 10 setzt, gewinnt bei einem Treffer aller drei Voraussagen den Bruttobetrag von CHF 240, also den Einsatz zurück plus CHF 230 Nettogewinn. Aber: jede Voraussage trägt ihre eigene Marge, und das Produkt der Einzelmärkte multipliziert auch die Margen. Eine Kombiwette ist nie günstiger als ihre Einzelteile, eher teurer – und je länger die Kombination, desto grösser der kumulierte Buchmachervorteil.

Die Systemwette bei Sporttip ist eine Sonderform: sie erlaubt es, mehrere Kombinationen aus einem Pool von Voraussagen zu spielen, sodass nicht alle Voraussagen stimmen müssen. Der Höchsteinsatz für eine Systemwette bei Sporttip ist CHF 10’000, deutlich höher als bei Einzel- und Kombiwetten. Was sich daraus an tatsächlichem Gewinn ergibt, hängt vom System und vom Trefferbild ab – hier hilft das Wettprogramm weiter.

Der Kombiboost bei Sporttip ist ein Bonus auf den Nettogewinn, der nur dann greift, wenn die Kombination online und prematch oder live gespielt wird und jede Voraussage eine Mindestquote von 1.50 hat. Bei vier Voraussagen gibt es 5 % Bonus auf den Nettogewinn, bei sieben 20 %, bei zehn 40 %, bei fünfzehn 100 %. Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert – der Boost ist also keine generelle Quotenverbesserung, sondern ein gestaffelter Bonus, der nur bei ausreichend langen Kombinationen wirklich ins Gewicht fällt.

Cash-Out bei Sporttip funktioniert für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, prematch und live, aber nur online und nur als vollständiger Cash-Out ohne Teilauszahlung. Ein ausgeführter Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und es gibt keine Garantie, dass Cash-Out für jeden Markt verfügbar ist. Der Cash-Out-Betrag ist tiefer als der mögliche Gewinn bei natürlichem Ausgang, hängt vom Stand der Ereignisse ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden.

Bei der Frage, welche Marktform die «beste Quote» bringt, hilft der Blick auf die Margen: Einzelwetten auf gut analysierten Märkten – 1X2 im Fussball, Moneyline in US-Sport – haben typischerweise Margen zwischen 4 % und 6 % bei den grossen Schweizer Anbietern; Spezialmärkte wie exakter Spielstand, Handicap-Asien oder Torschützen liegen oft darüber. Wer auf eine hohe Quote führt, bezahlt dafür mit höherer Marge; wer auf niedrige Marge führt, bekommt oft eine kleinere Auszahlung pro richtigem Tipp. Die grösste Verbesserung kommt meistens aus dem Wechsel auf einen anderen, ähnlich liquiden Markt – etwa vom klassischen 1X2 auf das Doppelte Chance oder vom Handicap 0:1 auf das Handicap 0:2 – und nicht aus der Jagd nach der höchsten Einzelquote auf einem engen Markt.

Was Livewetten mit Quoten machen und warum sie sich so schnell ändern

Livewetten-Quoten verändern sich laufend, weil sie an den laufenden Datenstand gekoppelt sind. Eine Quote wird zu Spielbeginn nicht einmal festgelegt und dann belassen; sie wird im Sekundentakt nachjustiert, wenn ein Tor fällt, eine Rote Karte gezeigt wird oder die Spielstatistik kippt. Bei Sporttip gilt die Live-Wette unabhängig davon, ob das Ereignis tatsächlich live übertragen wird; wer nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert, dem wird die Wette mit Quote 1.00 gewertet – der Einsatz wird zurückgegeben. In spielentscheidenden Situationen – Elfmeter, Rote Karte, Videoschiedsrichter-Entscheid – kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten.

Die Geschwindigkeit ist kein Zufall. Wer ein Tor in der 23. Minute sieht und in der 24. Minute auf das andere Team wettet, hat eine Information, die der Buchmacher in seine Quote eingepreist hat. Wer nach dem 1:0 wetten will, dass die Mannschaft, die zurückliegt, noch gewinnt, bekommt eine deutlich höhere Quote als vor dem 1:0 – und genau das ist der Mechanismus, der Live-Wetten für jemanden interessant macht, der das Spiel genauer liest als der Markt. Das setzt voraus, dass man Übertragung und Wettprogramm auf zwei Bildschirmen hat; ansonsten läuft die Quote schneller, als die Wette platziert ist.

Wer bei Live-Wetten auf eine ruhige Begründung warten will, setzt auf Märkte mit langsamer Dynamik: nächster Einwurf, nächste Ecke, Handicap asiatisch. Diese Märkte schwingen weniger stark als 1X2 und sind für jemanden geeignet, der nicht jede Sekunde mitlesen will. Wer jede Sekunde mitlesen will, findet bei Sporttip ein breites Live-Programm, das auch Cash-Out anbietet – aber Cash-Out ist eine andere Rechnung als der natürliche Ausgang.

Quoten für Turniersieger und Tagesspiele

Quoten für einen Turniersieger – etwa für die nächste Fussball-Weltmeisterschaft oder die nächste Europameisterschaft – sind nichts anderes als eine sehr lange Einzelwette mit einer Quote pro möglichem Sieger. Die Quoten ergeben sich aus der kollektiven Einschätzung des Marktes, aus den Wetteinsätzen, aus den Spielstärken, den Verletzungen, dem Los und der Formkurve. Sie sind kein Versprechen und keine Vorhersage, sondern das, was der Markt im Moment für wahrscheinlich hält.

Für die Schweiz ist 2026 kein WM-Jahr: das Turnier findet in den USA, Kanada und Mexiko statt, und das nächste WM-Jahr im Zyklus ist 2030. Die nächste EM nach 2024 ist 2028. Wer nach «WM-Quoten 2030» oder «EM-Quoten 2028» sucht, findet zwei Bilder: die Quoten, die gerade im Programm stehen, und die Vorab-Quoten, die Buchmacher schon Monate vorher listen. Beide sind Momentaufnahmen. Was zwischen den Jahren passiert – Verletzungen, Trainerwechsel, Formtiefs – fliesst in jede neue Quote ein.

Wer Tagesquoten für Bundesliga, Champions League oder Super League sucht, sieht im Wettprogramm von Sporttip oder Jouez Sport die jeweils aktuellen Quoten, und sie schwanken mit Verletzungsmeldungen und Aufstellungsbestätigungen am Spieltag. Wer vor dem Spieltag eine Quote sieht, am Spieltag eine andere – das ist die normale Bewegung; nichts an dieser Bewegung sagt etwas darüber, was auf dem Platz passieren wird.

Die zehn Anbieter im Vergleich

In der Schweiz gibt es zwei legale Adressen für Sportwetten: Swisslos mit Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport. Beide sind nach BGS bewilligt, beide werden von der Gespa beaufsichtigt, beide haben ein klares Vertragsgebiet und beide nehmen nur Spieler mit Wohnsitz darin auf. Acht ausländische Marken kommen hinzu, weil Schweizer Spielerinnen und Spieler im Internet auf sie stossen – sie werben teils in deutscher Sprache, sind auf Curaçao, in Malta oder anderswo lizenziert und haben in der Schweiz keine Bewilligung. Der Vergleich ist deshalb in zwei Teile geteilt: was hierzulande erlaubt ist und was auf der anderen Seite des Zauns steht.

Einordnung der zehn Anbieter nach Bewilligungslage

Marke Schweizer Bewilligung Veranstalter / Bewilligungsangabe
Swisslos (Sporttip) Bewilligung nach BGS (Veranstalter- und Spielbewilligung) SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Basel; Produkt Sporttip
Loterie Romande (Jouez Sport) Bewilligung nach BGS (Veranstalter- und Spielbewilligung) Société de la Loterie de la Suisse Romande, Lausanne; Produkt Jouez Sport
GG.BET keine Schweizer Bewilligung Lizenzangabe im Sitzstaat nicht belegt; ohne Schweizer Bewilligung keine Wirkung in der Schweiz
Roobet keine Schweizer Bewilligung Lizenzangabe im Sitzstaat nicht belegt; ohne Schweizer Bewilligung keine Wirkung in der Schweiz
Betwinner keine Schweizer Bewilligung Lizenzangabe im Sitzstaat nicht belegt; ohne Schweizer Bewilligung keine Wirkung in der Schweiz
Betclic keine Schweizer Bewilligung Lizenzangabe im Sitzstaat nicht belegt; ohne Schweizer Bewilligung keine Wirkung in der Schweiz
BetOnRed keine Schweizer Bewilligung Lizenzangabe im Sitzstaat nicht belegt; ohne Schweizer Bewilligung keine Wirkung in der Schweiz
Bettilt keine Schweizer Bewilligung Lizenzangabe im Sitzstaat nicht belegt; ohne Schweizer Bewilligung keine Wirkung in der Schweiz
Betscore keine Schweizer Bewilligung Lizenzangabe im Sitzstaat nicht belegt; ohne Schweizer Bewilligung keine Wirkung in der Schweiz
FortuneJack keine Schweizer Bewilligung Lizenzangabe im Sitzstaat nicht belegt; ohne Schweizer Bewilligung keine Wirkung in der Schweiz

Die Tabelle zeigt, was im engeren Sinne zählt: zwei Bewilligungen in der Schweiz, acht Anbieter ohne. Was sie nicht zeigt, ist das gesamte Angebot, die Quotenstruktur und die Tiefe des Wettprogramms – wer das wissen will, sieht im Wettprogramm des jeweiligen Anbieters nach oder vergleicht die Regeln. Die folgende Aufstellung fasst das Wesentliche aus den Spielregeln und den Vertragsbedingungen zusammen und ordnet jeden Anbieter ein.

Swisslos Sporttip

Swisslos ist die eine der beiden Bewilligungen, die das Gesetz für Sportwetten vorsieht. Sitz in Basel, Sportwetten laufen unter dem Namen Sporttip. Wer im Vertragsgebiet wohnt – die Deutschschweizer Kantone, Tessin und Liechtenstein –, kann ein Online-Konto eröffnen, den Ausweis hochladen und loslegen. Der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten ist CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette CHF 1’000 und für eine Systemwette CHF 10’000. Swisslos kann die Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern; eine Wette über der Limite wird nicht angenommen.

Bei Sporttip sind Livewetten Teil des Angebots, prematch und live, online und am Schalter. Cash-Out ist online verfügbar, aber nur als vollständiger Cash-Out und ohne Teilauszahlung. Eine Garantie, dass Cash-Out auf jedem Spiel angeboten wird, gibt es nicht. Der Kombiboost bringt auf Kombinationen aus mindestens vier Voraussagen mit Mindestquote 1.50 einen Bonus von 5 % bis 100 % auf den Nettogewinn, gestaffelt nach Länge der Kombination. Quotenboosts und Profitboosts gelten nur online und nur einmal pro Wettendem.

Was die Quote selbst angeht, lässt sich aus den Spielregeln ableiten, dass die reguläre Spielzeit bei Fussball 90 Minuten plus Nachspielzeit umfasst; Verlängerung und Elfmeterschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Bei abgesagten Ereignissen, die nicht innert 48 Stunden nachgeholt werden, wird die Einzelwette zurückbezahlt und in Kombinationen die Voraussage mit Quote 1.00 gewertet. Voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung dürfen nur über die Bet-Builder-Funktion kombiniert werden; nimmt Swisslos irrtümlich eine solche Kombination ohne diese Funktion an, kann sie die ganze Kombinationswette für ungültig erklären.

Verdienst von Sporttip: 4.8/5. Für Spieler im Vertragsgebiet ist das die volle Bewilligung, mit allem, was dazugehört – Aufsicht, Sperrregister, klarer Rechtsweg. Wer eine breite Auswahl an Schweizer Sportarten und eine ruhige Auszahlung sucht, liegt hier richtig. Schwachpunkt: das Vertragsgebiet ist gross, aber nicht die ganze Schweiz; Westschweiz geht zur Loterie Romande.

Loterie Romande Jouez Sport

Jouez Sport ist das Produkt der Loterie Romande für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Adresse in Lausanne, Avenue de Provence 14, 1001 Lausanne, 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz, 221 Mitarbeitende. Wer in einem dieser Kantone wohnt, kann ein Online-Konto eröffnen und bei Jouez Sport spielen. Der Mindesteinsatz online ist CHF 2 (am Schalter CHF 3, für Multiples CHF 2), der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten ist CHF 500. Ein Wettschein mit Multiples darf insgesamt höchstens CHF 7’500 Einsatz enthalten.

Eine Kombiwette umfasst 2 bis 10 Voraussagen, die Quote einer Einzelwette oder die Gesamtquote einer Kombi muss mindestens 1.10 betragen und darf 100’000 nicht übersteigen. Der Höchstgewinn pro Einzel- oder Kombiwette ist CHF 300’000, für alle Gewinne eines Multiples zusammen CHF 1’000’000. Das sind die Regeln aus dem Règlement Jouez Sport, 17. Ausgabe (September 2024).

Was die Quote angeht, gilt auch bei Jouez Sport das übliche Bild – der Anbieter hat eine Marge, sie ist Teil der Quote. Sie ist nicht in den Spielregeln beziffert, sondern ergibt sich aus dem, was im Wettprogramm steht. Wer tiefer in die Marge einsteigen will, vergleicht zwei Quoten desselben Marktes und rechnet die Auszahlungsquote aus.

Verdienst von Jouez Sport: 4.7/5. Für Spieler in der Romandie ist Jouez Sport die volle Schweizer Lösung: bewilligt, beaufsichtigt, mit allen Schutzmechanismen des BGS. Das Programm ist schmaler als das der grossen internationalen Anbieter, dafür stehen Franc-Spielerkonto, Franc-Auszahlung und ein klarer Rechtsweg dahinter. Schwachpunkt: nur sechs Kantone, alle in der Westschweiz; Spieler aus der Deutschschweiz oder dem Tessin gehen zu Sporttip.

GG.BET

GG.BET ist eine Marke, die international vor allem mit Esports-Boni wirbt; sie ist in der Schweiz nicht bewilligt. Eine Lizenz in einem anderen Land – Curaçao, Malta oder anderswo – hat in der Schweiz keine Wirkung (Art. 4 BGS). Domains von GG.BET können auf der Gespa-Sperrliste stehen, was bedeutet, dass Schweizer Internetprovider den Zugang per DNS blocken können. Wer trotzdem spielt, hat in der Schweiz keinen Beschwerdeweg, keinen Anschluss an die Spielsperre und keine Garantie für faire Auszahlung.

Verdienst von GG.BET: 2.0/5. Es ist eine Marke, die es international gibt, mit einem grossen Programm und Esports im Mittelpunkt; in der Schweiz fehlt die Bewilligung, der Schutz und der Rechtsweg. Wer in der Schweiz wettet, sollte hier nicht spielen.

Roobet

Roobet ist eine Marke, die mit Kryptowährungen wirbt und ein Casino- und Sportwettenangebot führt. In der Schweiz hat sie keine Bewilligung; eine ausländische Lizenz – die Marke kommuniziert sie nicht offen – hat hier keine Wirkung. Domains können auf der Gespa-Sperrliste stehen. Eine Auszahlung auf ein Schweizer Konto im eigenen Namen ist nicht möglich, da Roobet keine Identitätsprüfung im Schweizer Sinne macht; Gewinne gehen in Krypto auf eine Wallet, nicht auf ein Schweizer Bankkonto.

Verdienst von Roobet: 1.8/5. In der Schweiz ohne Bewilligung, ohne Sperrregister-Anschluss, mit Auszahlungen, die nicht in das Schweizer Zahlungssystem passen. Wer auf den Geschmack gekommen ist, sollte in der Schweiz bei Swisslos oder Loterie Romande spielen.

Betwinner

Betwinner ist ein internationaler Anbieter mit einem umfassenden Wettangebot. Da eine Schweizer Bewilligung fehlt und die Lizenzangaben des Sitzstaates hier keine Wirkung entfalten, ist das Angebot für Schweizer Spieler nicht reguliert. Aufsicht, Spielsperrsystem und Beschwerdewege existieren in der Schweiz für diese Marke nicht.

Verdienst von Betwinner: 2.0/5. Bekannte internationale Marke, aber für die Schweiz ohne Bewilligung und ohne den Schutz, den das BGS vorsieht. Wer hier spielt, spielt auf eigenes Risiko.

Betclic

Betclic ist eine Marke mit Wurzeln in Frankreich, in der Schweiz nicht bewilligt. Lizenzangabe nicht belegt, Domains potenziell auf der Gespa-Sperrliste. Das Programm ist europäisch geprägt, mit Schwerpunkt auf Fussball, Tennis und Basketball. Für Schweizer Spielerinnen und Spieler gilt das Gleiche wie bei allen anderen Marken ohne Schweizer Bewilligung: kein Beschwerdeweg, kein Sperrregister, kein Schweizer Zahlungsweg.

Verdienst von Betclic: 2.0/5. Marke mit langer Geschichte, aber in der Schweiz ohne Bewilligung. Wer in der Schweiz wettet, sollte hier nicht spielen.

BetOnRed

BetOnRed ist eine weitere Marke auf der internationalen Sportwetten-Landkarte, in der Schweiz ohne Bewilligung. Lizenzangabe nicht belegt, Domains können auf der Sperrliste stehen. Das Wettprogramm folgt dem üblichen Muster: Fussball, Tennis, Basketball, dazu Spezialmärkte.

Verdienst von BetOnRed: 1.9/5. In der Schweiz ohne Bewilligung, die Spieler landen auf einer Plattform ohne Schweizer Aufsicht. Wer hier spielt, hat keine der Schutzmechanismen, die das BGS für bewilligte Anbieter vorsieht.

Bettilt

Bettilt ist eine internationale Marke, die mit Sportwetten und Casino wirbt. In der Schweiz nicht bewilligt, Lizenzangabe nicht belegt, Domains potenziell auf der Sperrliste. Auszahlungen auf Schweizer Konten im eigenen Namen sind nicht zugesichert; Identitätsprüfung folgt den Regeln des Sitzstaates, nicht des BGS.

Verdienst von Bettilt: 2.0/5. Breite Marke, ohne Schweizer Bewilligung. Das heisst für Schweizer Spieler: kein Schutz, kein Rechtsweg, keine Garantie.

Betscore

Betscore gehört in die Reihe der internationalen Sportwetten-Marken, die in der Schweiz ohne Bewilligung operieren. Lizenzangabe nicht belegt, Domains können auf der Sperrliste stehen. Das Wettprogramm ist breit, die Auszahlungsmechanik folgt dem ausländischen Recht, nicht dem BGS.

Verdienst von Betscore: 1.9/5. In der Schweiz nicht zugelassen, mit allen Konsequenzen, die das BGS für unzulässige Angebote vorsieht. Spieler in der Schweiz sollten hier nicht spielen.

FortuneJack

FortuneJack ist eine Krypto-zentrierte Marke, in der Schweiz nicht bewilligt. Lizenzangabe nicht belegt, Domains können auf der Sperrliste stehen. Das Programm folgt dem internationalen Muster, aber ohne Schweizer Aufsicht und ohne den Zahlungsweg, den das BGS für bewilligte Anbieter vorsieht.

Verdienst von FortuneJack: 1.8/5. Wer auf Krypto wetten will, sollte in der Schweiz keine Lizenz ausserhalb des BGS suchen – FortuneJack ist eine solche Lizenz nicht.

Wie eine gute Wettquote in Franken aussieht

Eine Wettquote von 2.10 sagt: der Einsatz wird mit 2.10 multipliziert, wenn die Wette gewinnt. Wer CHF 20 setzt und die Quote 2.10 steht, bekommt CHF 42 zurück – den Einsatz und CHF 22 Nettogewinn. Das ist die Grundrechnung hinter jeder Quote, und sie gilt für Einzelwetten genauso wie für Kombiwetten, nur dass bei der Kombiwette die Gesamtquote das Produkt der Einzelquoten ist.

Bei Sporttip wird das Ergebnis zum Schluss noch gerundet: der Gewinnbetrag wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Bei einer Wette von CHF 7.30 zu Quote 1.95 ergibt sich 7.30 × 1.95 = 14’235, was zuerst auf 14.24 (zwei Nachkommastellen) und dann auf 14.25 (nächster 5-Rappen-Schritt) gerundet wird. Wer eine Quote von 4.55 zu 13.40 spielt, bekommt 60.97, was auf 60.97 (zwei Nachkommastellen) und 61.00 (5 Rappen) gerundet wird. Die Rundung ist klein, aber bei vielen kleinen Wetten addiert sie sich.

Bei einer Kombiwette aus zwei Voraussagen zu je 1.80 ergibt sich eine Gesamtquote von 3.24; CHF 20 Einsatz × 3.24 = CHF 64.80 Brutto, also CHF 44.80 Nettogewinn. Bei drei Voraussagen zu 2.00, 3.00 und 4.00 ergibt sich 24.00; CHF 10 Einsatz × 24.00 = CHF 240.00 Brutto, also CHF 230.00 Nettogewinn. Die Marge ist in jeder einzelnen Voraussage versteckt, und das Produkt der Quoten versteckt auch das Produkt der Margen.

Bei einer Livewette gilt das Gleiche, aber mit veränderlichen Quoten. Wer in der 25. Minute nach einem 0:0 auf den Heimsieg zu 2.40 wettet, gewinnt bei einem späteren 1:0 den Betrag von 2.40 × Einsatz. Wer nach dem 1:0 wettet, sieht die Quote sinken – vielleicht auf 1.80 – und der Gewinn ist 1.80 × Einsatz. Die Quote hat sich also geändert, nicht die Höhe des Gewinns.

Wie aus einer guten Werbung ein reales Mehr wird

Die Werbung für «Top-Quoten», «verbesserte Quote», «100 % Bonus» ist laut. Die Mathematik dahinter ist leise. Eine Quotenverbesserung auf eine Einzelwette erhöht den Bruttobetrag um einen festen Prozentsatz – etwa +25 % – auf eine vorab definierte Auswahl. Das klingt nach 25 % mehr Gewinn, ist aber 25 % mehr auf einen Bruchteil des Gewinns, denn der ursprüngliche Wetteinsatz fliesst nicht in die Erhöhung ein. Bei Sporttip gilt: Quotenboosts sind nur online, nur für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage, pro Wettendem nur einmal nutzbar, in Einsatz und Erhöhung limitiert. Profitboosts funktionieren nach dem gleichen Muster, aber für ein bestimmtes Sportereignis.

Kombiboosts wirken grösser, sind aber an Mindestquoten gebunden: 5 % Bonus auf den Nettogewinn gibt es erst ab vier Voraussagen mit Mindestquote 1.50, 100 % erst bei fünfzehn Voraussagen. Eine Kombination aus fünf Voraussagen gibt es nicht im Programm, also springt der Bonus erst bei sieben Voraussagen auf 20 % – eine deutlich längere Kombination, die das Risiko vervielfacht. Der Bonus mildert das Risiko nur teilweise, weil er am Ende auf den Nettogewinn aufgeschlagen wird und die Verlustwahrscheinlichkeit mit jeder Voraussage steigt.

Wer eine Quotenverbesserung als Werbeversprechen liest, liegt nicht falsch – es ist ein Versprechen. Wer es als Mathematik liest, sieht den Preis: höhere Quote, aber eingeschränkte Märkte, einmalig pro Wettendem, mit Cash-Out-Ausschluss oder, beim Kombiboost, mit deutlich längeren Kombinationen und höherem Verlustrisiko.

Steuern: was von einem Wettgewinn übrig bleibt

Gewinne aus Schweizer Sportwetten sind einkommensteuerfrei bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn. Der Bundessteuerfreibetrag liegt ab 1. Januar 2026 bei CHF 1’071’000 pro Einzelgewinn; im Jahr 2025 waren es CHF 1’070’400. Über diesem Betrag behält der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ein, die zurückgefordert werden kann, wenn der Gewinn in der Steuererklärung deklariert wird. Der kantonale Steuerfreibetrag unterscheidet sich von Kanton zu Kanton; was am Ende gilt, hängt vom Wohnsitzkanton ab.

Für die meisten Spielerinnen und Spieler heisst das: kein Einkommensteuer-Jahr auf einen Wettgewinn, kein Verrechnungssteuer-Abzug, der Eintrag in die Steuererklärung entfällt. Wer oberhalb des Freibetrags liegt – das sind Lotterie- und Sportwett-Gewinne in Millionenhöhe – bekommt den automatischen Abzug und kann ihn über die Steuererklärung zurückholen. Eine Wettsteuer auf den Einsatz, wie sie in anderen Ländern existiert, gibt es in der Schweiz nicht.

Anders bei Gewinnen ausländischer Anbieter: sie unterliegen keiner Verrechnungssteuer, weil die Schweiz keinen Zugriff auf den ausländischen Anbieter hat. Was übrig bleibt, ist die kantonale Steuerpraxis. Thurgau behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen als voll steuerbares Einkommen unabhängig von der Höhe – wer dort wohnt und im Ausland gewinnt, muss den Gewinn in der Steuererklärung deklarieren. Wer in einem anderen Kanton wohnt, fragt die kantonale Steuerverwaltung oder einen Steuerberater – die Antwort ist nicht überall dieselbe.

Häufige Fragen zu Wettquoten in der Schweiz

Wie werden Wettquoten berechnet, und welche Marge ist darin enthalten?

Eine Wettquote ist der Kehrwert der Wahrscheinlichkeit, die der Anbieter dem Ausgang beimisst – mal etwas weniger, weil die Marge eingepreist ist. Die Marge berechnet sich aus der Auszahlungsquote, also 1 ÷ (1/Quote₁ + … + 1/Quoteₙ) für alle Ausgänge eines Marktes; die Marge ist 1 minus diese Auszahlungsquote. Bei zwei Quoten von 1.90 ergibt sich eine Auszahlungsquote von rund 95 % und eine Marge von rund 5 %.

Wie liest man eine Quote wie 2.10, und was bedeutet sie für den Gewinn bei einem Einsatz von CHF 20?

Eine Quote von 2.10 sagt: Einsatz × 2.10 = Brutto-Auszahlung. Bei einem Einsatz von CHF 20 sind das CHF 42 zurück – also CHF 20 Einsatz zurück und CHF 22 Nettogewinn. Bei Kombiwetten ist die Gesamtquote das Produkt der Einzelquoten, bei einer Dreier-Kombi zu 2.00, 3.00 und 4.00 also 24.00, und der Bruttobetrag ist Einsatz × 24.00.

Wie entstehen Quoten für Turniersieger, etwa bei einer Weltmeisterschaft oder Europameisterschaft?

Quoten für Turniersieger entstehen aus der kollektiven Markteinschätzung – Verletzungen, Formkurve, Los, Wetteinsätze. Sie sind keine Vorhersage des Resultats und keine Garantie; sie sind das, was der Markt im Moment für wahrscheinlich hält, und sie werden laufend nachjustiert. Die nächste Fussball-Weltmeisterschaft nach 2024 ist 2030, die nächste Europameisterschaft 2028; Quoten dazu erscheinen im Wettprogramm von Sporttip und Jouez Sport, sobald sie verfügbar sind.

Warum ändern sich Livewetten-Quoten während des Spiels so schnell?

Livewetten-Quoten sind an den laufenden Spielstand gekoppelt: ein Tor, eine Rote Karte, ein Elfmeter verändern die implizite Wahrscheinlichkeit, und die Quote wird im Sekundentakt nachjustiert. Bei Sporttip gilt, dass Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Ausgangs platziert werden, mit Quote 1.00 gewertet werden, und dass in spielentscheidenden Situationen Wetten ebenfalls mit Quote 1.00 gewertet werden können.

Wie wird der Gewinnbetrag aus Einsatz und Quote gerundet?

Bei Sporttip wird der Gewinnbetrag aus Einsatz × Quote zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Eine Wette von CHF 7.30 zu Quote 1.95 ergibt 14’235, was zuerst auf 14.24 und dann auf 14.25 gerundet wird. Die Rundung ist klein, aber sie ist Teil der Spielregeln und gilt für jede Wette.

Welche Organisatoren dürfen in der Schweiz Quoten für Sportwetten stellen?

In der Schweiz dürfen nur Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit dem Produkt Jouez Sport Quoten für Sportwetten stellen. Beide sind nach dem Geldspielgesetz bewilligt und werden von der Gespa beaufsichtigt; jede hat ihr eigenes Vertragsgebiet, und ein Online-Konto ist nur für Spieler mit Wohnsitz im jeweiligen Gebiet möglich. Ausländische Lizenzen haben in der Schweiz keine Wirkung.

Inhalt erstellt vom Team «buchmachersch»