Skrill als Zahlweg für Sportwetten in der Schweiz: Was es wirklich kostet

Updated Oktober 2026
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Ein Tablet mit schwarzem Display liegt auf einem Sofakissen, daneben ein Becher mit Tee, vom Fenster her fällt Abendlicht.

Skrill gehört zu den wenigen E-Wallets, die bei internationalen Wettanbietern fast übergehend akzeptiert werden. In der Schweiz sieht die Lage anders aus: Hier dürfen Sportwetten nur zwei Veranstalter anbieten, beide staatlich bewilligt, beide in eigenen Vertragsgebieten. Wer hier «Wettanbieter mit Skrill» sucht, fragt in den meisten Fällen nach etwas, das es so nicht gibt. Die E-Wallet bleibt eine ausländische Angelegenheit, die Schweizer Bewilligung bleibt den beiden Veranstaltern vorbehalten. Genau diese Bruchkante prägt den gesamten Vergleich.

Skrill berechnet für die Auszahlung auf ein Bankkonto 2,80 % des Betrags, mindestens 3,50 €.

Stand: Oktober 19, 2026 · Geprüft gegen die Interkantonale Vereinbarung 2020 und das Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51).

Rechtslage: Bewilligung gilt nur inland und nur zwei Veranstaltern

In der Schweiz ist Sportwetten ein Grossspiel im Sinne des Bundesgesetzes über Geldspiele (BGS). Zuständig für die Aufsicht ist die Gespa mit Sitz in Bern, nicht die ESBK. Eine Bewilligung besteht aus zwei Teilen: einer Veranstalterbewilligung und einer Spielbewilligung pro Spiel, und sie wirkt ausschliesslich in der Schweiz. Es gibt keine zusätzlichen Buchmacher auf einer offiziellen Liste; die Aufsichtsbehörde Gespa veröffentlicht weder ein Verzeichnis zugelassener Sportwettenanbieter noch eine Whitelist weiterer Anbieter über die zwei staatlichen hinaus. Wer hierzulande Sportwetten ohne diese Bewilligung anbietet, macht sich strafbar, eine Gefängnisstrafe bis zu drei Jahren, bei gewerbsmässigem Handeln bis zu fünf Jahren, ist möglich.

Ein Wanderweg schlängelt sich durch einen goldgelben Lärchenwald, in der Ferne sind schneebedeckte Berge zu sehen.
Seit August 2015 gehört die Skrill Group zu 100 % der Optimal Payments Group, die im November 2015 in Paysafe Group umbenannt wurde.

Die beiden Veranstalter sind Swisslos und Loterie Romande. Swisslos betreibt ihre Sportwetten unter dem Namen Sporttip, mit Sitz in Basel, gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019 (IKV 2020). Loterie Romande betreibt ihre Sportwetten als Jouez Sport und ist für die sechs Westschweizer Kantone zuständig. Das Vertragsgebiet von Swisslos umfasst die Deutschschweizer Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH, den Kanton Tessin sowie das Fürstentum Liechtenstein. Loterie Romande deckt FR, GE, JU, NE, VD und VS ab. Wer in einem dieser Kantone wohnt, kann dort ein Online-Konto eröffnen, in den anderen nicht.

Diese Regelung schneidet das Thema «Wettanbieter mit Skrill» hart mit. Eine Skrill-Akzeptanz am Zahlungstor eines Schweizer Veranstalters ist nicht zu erwarten, weil die Veranstalter die zugelassenen Zahlungsmittel selbst festlegen und für ein Inlandskonto andere Wege ausreichen. Die E-Wallet ist faktisch der Zahlweg ausländischer Anbieter, die keine Schweizer Bewilligung haben. Eine ausländische Lizenz hat in der Schweiz keinerlei Geltung. Curaçao, Malta, Deutschland, es spielt keine Rolle. Wer bei einem solchen Anbieter spielt, hat keinen Schweizer Schutz: kein Sperrregister, keine Schweizer Aufsicht, keinen Schweizer Rechtsweg im Streitfall.

Werbung für solche Anbieter ist in der Schweiz verboten und kann mit einer Busse bis zu 500’000 Franken geahndet werden. Diese Seite beschreibt die Anbieter, sie bewirbt sie nicht.

Spielerschutz: Limiten, freiwillige Sperre und was im Register steht

Wer in der Schweiz legal wettet, egal ob bei Sporttip oder Jouez Sport, unterliegt drei Schutzmechanismen: selbst gesetzte Limiten, freiwillige oder angeordnete Spielsperren und der Pflicht zur Identitätsprüfung. Diese Mechanismen sind im BGS verankert und werden durch die Verordnung (VGS) konkretisiert.

Ein Eishockeypuck liegt auf der Eisfläche neben dem Blatt eines Schlägers, die Bande dahinter ist im Dunkeln nur schwach zu erkennen.
Bei Skrill-Währungsumrechnungen fällt eine Gebühr von 4,49 % an.

Bevor bei Sporttip erstmals gespielt wird, müssen Spieler eigene Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen. Die Obergrenze pro Periode liegt bei 9’999 Franken, bei unter 21-Jährigen bei 1’000 Franken. Eine Senkung greift sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden, der Veranstalter geht also bewusst davon aus, dass jemand eine Erhöhung am Tag nach der schlechten Wette wieder zurückziehen will. Zusätzlich lässt sich eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage setzen. Bei der Loterie Romande sind die Mechanismen vergleichbar, mit eigener Auslegung im Règlement. Beide Veranstalter bieten produktbezogene Selbstausschlüsse von 1 bis 180 Tagen. Eine Aufhebung vor Fristablauf ist ausgeschlossen.

Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen. Dieses Register gilt auch für Casinos, einschliesslich der Online-Casinos, sowie für das Fürstentum Liechtenstein. Wer dort drinsteht, kann nirgends auf dem legalen Schweizer Markt spielen, nicht bei Swisslos, nicht bei Loterie Romande. Eine freiwillige Sperre kann frühestens nach drei Monaten aufgehoben werden, unter Einbezug einer Fachstelle. Bei ausländischen Anbietern existiert kein solches Register. Es gibt weder eine Sperre noch einen Mechanismus, der die Spielteilnahme in einer Krise überhaupt unterbricht.

Zentraler Punkt für das Thema Skrill: Auch bei ausländischen Anbietern gilt die Pflicht zur Identitätsprüfung. Eine E-Wallet-Adresse allein reicht für eine Auszahlung auf das Bankkonto des Inhabers nicht. Wer ein Skrill-Konto auf einen anderen Namen führt als das Wettkonto, schiebt die Auszahlung in eine KYC-Schleife. Was im Kleingedruckten des Online-Wettanbieters «Auszahlung nur auf das Konto des Kontoinhabers» heisst, entspricht einer schweizerischen Mindestregel: Gewinne werden ausschliesslich auf ein Zahlungskonto des Kontoinhabers ausgezahlt.

Ein Rest bleibt: Spielsperren und Limiten greifen nur bei den bewilligten Veranstaltern. Gegenüber dem «Wettanbieter ohne Bewilligung» bleiben sie Empfehlungen, die niemand durchsetzt.

Bonus und Gratiswette: Warum der Werbeversprechen selten hält

In der Werbung klingt jede Aktion grosszügig. Wer «100 % Bonus» hört, soll an eine Verdoppelung der Einzahlung denken. Die Realität sieht anders aus, und die Unterschiede beginnen, bevor der erste Franken gesetzt ist.

Bei den Schweizer Veranstaltern sind Bonusaktionen regulatorisch eingeschränkt. Freispiele oder Gratisguthaben brauchen die vorgängige Zustimmung der Gespa. Im Jahr 2025 hat die Gespa 24 solcher Bewilligungen an Loterie Romande und 8 an Swisslos erteilt. Ein paar wenige Aktionen, also. Was Swisslos konkret anbietet, wird im eigenen Programm ausgewiesen. Beispiel aus jüngerer Zeit: «JouezSport – Patinoires et Stades», vom 17. Dezember 2025 bis 10. März 2026, an 7 Aktionstagen. Wer den in den Stadien der National League verbreiteten Code innert 7 Tagen im verifizierten Konto eingab, bekam 10 Franken Spielguthaben, insgesamt 7’000 Stück, 30 Tage gültig, nicht auszahlbar. Wer diese Zahl mit «Bonus» in Verbindung bringt, liegt falsch: Gratisspielguthaben aus Promotionen ist nach den Bedingungen nicht auszahlbar.

Jenseits der Schweizer Veranstalter kennen die Begriffe andere Grössen. Da gibt es «Bonus», «Free Bet», «Risk-free Bet», «Boosted Odds». Diese Begriffe bezeichnen sehr unterschiedliche Dinge, und ihre Kosten zeigen sich erst, wenn man die Bedingungen liest. Eine «risikofreie Wette», die bei Verlust als Gratiswette zurückkommt, ist keine Rückzahlung in Geld. Eine erhöhte Quote gilt oft nur für eine bestimmte Wette und nicht für den Gesamtumsatz. Eine «Gratiswette» zahlt bei Gewinn in der Regel nur den Reingewinn aus, nicht den Einsatz zurück.

Was unabhängig vom Anbieter zählt: Eine Bonusaktion zu qualifizieren kostet Zeit, und sie kostet vor allem Umsatz. Wer mit Skrill einzahlt, sollte prüfen, ob die Zahlungsmethode überhaupt für den Bonus zugelassen ist. Viele Aktionen schliessen E-Wallets, Skrill besonders häufig, kategorisch aus. Die Bedingungen lesen, bevor der Bonus ausgewählt wird, ist im Markt entscheidender als jede Quote.

Wer auf ein Bonusversprechen hereinfällt, ohne die Bedingungen zu lesen, bezahlt im günstigsten Fall mit verlorener Zeit. Im schlechteren Fall bezahlt er das Bonusversprechen selbst, weil er das Bonusgeld durchspielt, ohne je an die Schwelle zu kommen.

Zahlungsabwicklung: Gebühren, eigene Name und Dauer der Auszahlung

Skrill wurde 2001 in London unter dem Namen Moneybookers gegründet und trägt seit 2010 den Namen Skrill. Betreiber ist die Skrill Limited, ein britisch reguliertes E-Geld-Institut. Seit August 2015 gehört die Skrill Group vollständig zur Optimal Payments Group, die im November 2015 in Paysafe Group umbenannt wurde.

Bei jeder Auszahlung von Skrill auf ein Bankkonto berechnet Skrill 2,80 % des Betrags, mindestens 3,50 €. Bei einer Auszahlung von 100 € fallen also 3,50 € an, das Minimum greift. Bei 1’000 € sind es 28 €. Bei einer Währungsumrechnung kommen 4,49 % obendrauf. Wer also mit Franken einzahlt und in Euro auszahlt, der zweimal wechselt, oder wer umgekehrt mit Euro auflädt und auf ein Frankenkonto auszahlt, bezahlt die Konvertierungsgebühr zusätzlich. Bei einer Auszahlung von 500 € von einem Euro-Konto auf ein Schweizer Franken-Bankkonto sind das nochmals 22,45 € Gebühr. Geld, das von der Wette nie an die Bank des Wettenden kommt.

Wichtig für die Inaktivität: Wer Skrill sechs Monate lang nicht nutzt, dem wird monatlich 5,00 € Servicegebühr vom Guthaben abgezogen, sofern keine Privatnutzung mit Login oder Transaktion vorliegt. Wer das Wallet nur für gelegentliche Wetten nutzt, kann das Konto durch Inaktivität langsam entleeren lassen.

Die Auszahlungsseite eines Wettanbieters gehört zu den Punkten, an denen die Marketing-Mechanik zerbricht. Drei Punkte verdienen Beachtung:

Erstens: die Regel «auf den eigenen Namen». Auszahlungen sind nur auf das Konto des Kontoinhabers erlaubt. Wer ein Skrill-Konto auf einen Kollegen oder ein Familienmitglied registriert hat, scheitert spätestens bei der ersten Auszahlung. Im Schweizer Rahmen ist das Standard, in ausländischen Bedingungen steht es fast immer ähnlich, und es ist nicht verhandelbar.

Zweitens: die Pflicht zur Identitätsprüfung. Gewinne über 1’000 Franken pro Spielbestätigungsquittung werden bei Swisslos innert 3 Arbeitstagen auf das Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto des Teilnehmers überwiesen, sofern die Zahlungsverbindung bekannt ist. Gewinne bis 1’000 Franken werden automatisch dem Wallet gutgeschrieben. Bei der Loterie Romande gibt es eine vergleichbare Schwelle und einen Höchstbetrag pro 30 Tagen.

Drittens: Spielguthaben-Limiten. Bei der Loterie Romande liegt die maximale Einzahlung bei 10’000 Franken pro 30 Tage, das Wallet-Guthaben darf ebenfalls höchstens 10’000 Franken betragen. Bei Swisslos ist die Mechanik vergleichbar; ein Kauf ist nur möglich, solange das Wallet-Guthaben 9’999 Franken nicht übersteigt.

Bei den Schweizer Veranstaltern ist Skrill im Zahlungsportfolio nicht ausgewiesen. Die Liste akzeptierter Zahlungsmittel ist Sache des Veranstalters. Der Hinweis geht in eine andere Richtung: Wer bei Swisslos einzahlt, nutzt die im Wallet angebotenen Wege, etwa PostFinance Pay. Die Schweizer Veranstalter brauchen keine E-Wallet, die im Ausland lizenziert ist.

Vergleich: Welche Kriterien zählen, wenn die Marge jeder Quote zählt

Wer nach «Wettanbieter mit Skrill» sucht, braucht Kriterien, die unabhängig von der konkreten Marke gelten. Vier davon tragen den grössten Teil der Entscheidung.

Das erste Kriterium ist die Bewilligungslage. In der Schweiz existieren zwei bewilligte Veranstalter; alles andere ist ohne Schweizer Bewilligung. Diese Tatsache ist keine Lizenz-Schikane, sondern Antwort auf eine gesetzliche Regelung. Eine ausländische Lizenz schützt den Schweizer Spieler nicht, ein Schweizer Spieler hat im Streitfall bei einem ausländischen Anbieter kein Anlauf, an das er sich wenden kann.

Das zweite Kriterium ist die Marge. Die Marge ist das, was der Buchmacher vom Umsatz behält, ausgedrückt in Prozent. Sie ergibt sich aus der Auszahlungsquote (auch Quotenschlüssel genannt), dem Anteil, den der Markt von allen Einsätzen an die Spieler zurückgibt. Werden auf einen Dreiweg-Markt (Heimsieg, Unentschieden, Auswärtssieg) Quoten von 2.10, 3.40 und 3.60 angeboten, so ergibt sich eine Auszahlungsquote von 1 ÷ (1/2.10 + 1/3.40 + 1/3.60), also etwa 93,7 %. Die Marge beträgt dann etwa 6,3 %. Bei einem anderen Anbieter mit identischem Markt, aber Quoten von 1.95, 3.20 und 3.40, sinkt die Auszahlungsquote auf etwa 91 %, die Marge steigt auf 9 %. Auf Dauer entscheidet die Marge, was von einer Wette beim Wettenden ankommt. Schweizer Veranstalter publizieren keine einheitlichen Margen, sie sind aus dem Wettprogramm ablesbar.

Das dritte Kriterium ist die Zahlungsmittel-Auswahl. Welche Methoden akzeptiert werden, entscheidet, ob die Wette überhaupt zustande kommt. Skrill steht in dieser Hinsicht bei den beiden Schweizer Veranstaltern nicht im Portfolio. Das heisst nicht, dass Skrill-Transaktionen beim Veranstalter blockiert werden, es heisst, dass die Methode nicht angeboten wird. Bei ausländischen Anbietern gehört Skrill meist zum Standard-Repertoire.

Das vierte Kriterium ist die Auszahlungsdauer. Bei Swisslos sind Auszahlungen 365 Tage lang zweimal pro Kalenderjahr kostenlos, ab der dritten Auszahlung kann eine Kommission von 3 % anfallen, die Überweisung erfolgt innert 5 bis 10 Arbeitstagen. Bei Loterie Romande sind die Bedingungen vergleichbar. Bei ausländischen Anbietern, die mit E-Wallet auszahlen, geht es oft schneller, aber niemand garantiert diese Geschwindigkeit, und Skrill verlangt von jeder Auszahlung seinen eigenen Anteil.

Ein Wort zum Steuerfreibetrag, weil die Frage bei jeder Gewinnauszahlung auftaucht: Gewinne aus Grossspielen sind einkommensteuerfrei bis zum Steuerfreibetrag. Bundesweit liegt dieser Freibetrag ab 1. Januar 2026 bei 1’071’000 Franken pro Einzelgewinn. Der kantonale Freibetrag kann davon abweichen, daher die Formulierung «je nach Kanton». Darüber behält der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ein, die der Spieler über die Steuererklärung zurückfordern kann. Bei Gewinnen aus ausländischen Quellen gibt es keine Verrechnungssteuer, dafür wenden einzelne Kantone, darunter Thurgau, Gewinne aus ausländischen Grossspielen unabhängig von der Höhe als steuerbares Einkommen.

Überblick über die in der Schweiz bewilligten Veranstalter

Marke Schweizer Bewilligung Veranstalter und Bewilligungsbasis
Swisslos Sporttip Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung nach BGS (SR 935.51), Aufsicht Gespa SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Sitz Basel, gestützt auf IKV 2020
Loterie Romande Jouez Sport Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung nach BGS (SR 935.51), Aufsicht Gespa Loterie Romande (Société de la Loterie de la Suisse Romande), Sitz Lausanne, für die Westschweizer Vertragskantone

Die Tabelle zeigt die beiden einzigen in der Schweiz zugelassenen Wettanbieter. Alles, was hier nicht steht, ist nicht zugelassen.

Swisslos Sporttip: Solide Schweizer Breite, strenge Eigenregeln

Swisslos betreibt Sporttip als Produkt innerhalb des Swisslos-Vertragsgebiets. Die Marke ist die einzige Sportwettenmarke der Deutschschweizer Kantone. Wer hier spielt, bekommt ein vollständig reguliertes Angebot mit Schweizer Aufsicht, eigenem Sperrregister und klaren Limiten-Regeln.

Was Swisslos von einem ausländischen Anbieter mit Skrill unterscheidet, ist die Konstruktion insgesamt. Kein Skrill, keine E-Wallet im Sortiment, dafür Zahlungsmittel, die im Inland funktionieren. Die Einzahlung in das Swisslos-Spielkonto läuft über PostFinance Pay, mit direkter Bestätigung in der PostFinance-App, oder per Einzahlungsschein mit einem Mindestbetrag von 20 Franken. Bei beiden Veranstaltern ist das Wallet-Guthaben auszahlbar, das Gratisspielguthaben aus Aktionen ist es nicht.

Bei den Wettregeln gilt ein klarer Mindesteinsatz von 1 Franken pro Einzel- oder Kombinationswette, ein Höchsteinsatz von 1’000 Franken pro Einzel- oder Kombinationswette und 10’000 Franken pro Systemwette. Diese Limiten kann Swisslos jederzeit ohne Angabe von Gründen anpassen, eine Wette oberhalb der Limite wird nicht angenommen. Cash-Out ist verfügbar, aber nur als vollständiges Cash-Out, nicht in Teilen, und nur bei Online-Wetten; Swisslos garantiert das Cash-Out nicht für jeden Markt.

Swisslos trägt seinen Preis also nicht in einer aggressiven Quote, sondern in einer geschlossenen regulatorischen Hülle. Wer bereit ist, sich an diese Hülle zu halten, findet hier den einzigen Schweizer Veranstalter im Vertragsgebiet.

Verdikt: Für Spieler im Vertragsgebiet, die Verlässlichkeit über Auszahlungsgeschwindigkeit stellen und keine E-Wallet brauchen, ist Sporttip die einzige reguläre Option. Wer Skrill als Pflicht ansieht, scheitert an der Zahlungsmittelliste, nicht an der Marke selbst.

Loterie Romande Jouez Sport: Westschweizer Pendant, eigene Verkaufsstellen

Loterie Romande führt Jouez Sport für die Kantone Freiburg, Genf, Jura, Neuenburg, Waadt und Wallis. Mit 2’350 Verkaufsstellen und 221 Mitarbeitenden bleibt die Marke näher am Kiosk-Modell als an einer reinen Online-Plattform, was sich in den Auszahlungsregeln niederschlägt.

Wettscheine mit Gewinn oder Einsatz-Rückerstattung bis 200 Franken können in jeder Verkaufsstelle eingelöst werden. Bei genügend Bargeld darf eine Verkaufsstelle bis höchstens 2’000 Franken auszahlen. Über der Schwelle läuft die Auszahlung online über das Spielerkonto, nicht an der Verkaufsstelle. Prepaid-Tickets unter dem Namen «Pre-pay Loro.ch» gibt es zu 20, 50, 100 und 200 Franken, sie sind ein Jahr gültig und müssen in einem Betrag dem Wallet gutgeschrieben werden.

Zur Online-Registrierung braucht es Volljährigkeit, Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt in einem der sechs Kantone, pro Person genau ein Konto, eine Ausweiskopie mit Vorder- und Rückseite und in besonderen Fällen einen Wohnsitznachweis, der nicht älter als vier Monate ist. Die Einzahlung pro 30 Tage ist auf 10’000 Franken begrenzt, das Wallet-Guthaben ebenfalls.

Jouez Sport ist strukturell das gleiche wie Sporttip, kantonal verankert, regulatorisch verankert. Wer in einem der Westschweizer Kantone lebt, kommt hier zum Zug. Eine E-Wallet wie Skrill ist nicht im Zahlungsportfolio.

Verdikt: Für Spieler in den Westschweizer Kantonen ist Jouez Sport die reguläre Adresse, mit dem Vorteil der physischen Verkaufsstellen, die kleine Gewinne sofort auszahlen. Für Skrill-Nutzer gilt dasselbe wie bei Sporttip: Die Wallet ist hier kein Thema.

Häufige Fragen zu Skrill und Schweizer Wettanbietern

Akzeptieren Swisslos oder Loterie Romande Skrill als Zahlungsmittel?

Skrill ist im Zahlungsportfolio der beiden Schweizer Veranstalter nicht ausgewiesen. Wer mit E-Wallet zahlen will, findet bei den bewilligten Veranstaltern keinen entsprechenden Weg. Andere zugelassene Anbieter mit Skrill-Akzeptanz gibt es in der Schweiz nicht.

Welche Gebühren entstehen bei Skrill für Auszahlung und Währungsumrechnung?

Bei Auszahlung auf ein Bankkonto berechnet Skrill 2,80 % des Betrags, mindestens 3,50 €. Bei einer Währungsumrechnung kommt eine Gebühr von 4,49 % dazu. Wer das Wallet sechs Monate nicht nutzt, dem werden monatlich 5,00 € Servicegebühr belastet.

Wie hängt die Identitätsprüfung mit der Auszahlung von Gewinnen zusammen?

Identitätsprüfung und Auszahlung sind gekoppelt. Die Schweizer Veranstalter zahlen Gewinne über 1’000 Franken pro Quittung nur auf das Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto des Kontoinhabers. Wer bei der Eröffnung keine gültige Adresse und kein Ausweisdokument hochgeladen hat, kommt erst nach Abschluss der Prüfung an die Auszahlung.

Wie hoch ist der Steuerfreibetrag für Gewinne, und was gilt je nach Kanton?

Bundesweit liegt der Freibetrag seit 1. Januar 2026 bei 1’071’000 Franken pro Einzelgewinn. Darüber werden 35 % Verrechnungssteuer einbehalten, die über die Steuererklärung rückforderbar sind. Der kantonale Freibetrag kann abweichen, daher immer «je nach Kanton».

Welche Wirkung hat die Quote auf die Auszahlung, und wie lässt sich die Marge erkennen?

Eine höhere Quote bringt bei einem Gewinn mehr Geld. Die Marge ist das, was der Anbieter insgesamt vom Umsatz behält, sie ergibt sich rechnerisch aus 1 minus Auszahlungsquote. Bei einem 1X2-Markt mit Quoten 2.10, 3.40 und 3.60 liegt die Marge bei rund 6,3 %, bei tieferen Quoten ist sie höher.

Wie lange gilt eine Spielsperre, und wann kann eine freiwillige Sperre aufgehoben werden?

Eine produktbezogene Selbstsperre läuft zwischen 1 und 180 Tagen und ist nicht vorzeitig aufhebbar. Eine unbefristete Spielsperre wird im Register eingetragen und gilt auch für Casinos. Eine freiwillige Sperre kann frühestens nach drei Monaten aufgehoben werden, unter Einbezug einer Fachstelle.

Inhalt erstellt vom Team «buchmachersch»