Lucky 31 Wetten in der Schweiz 2026

Updated Oktober 2026
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Ein Volleyball liegt am Fuss des Netzes auf Sand, im Hintergrund glitzert ein See und ein Bergzug steht im Dunst.

Stand der Daten: Oktober 19, 2026, abgeglichen mit der Gespa-Aufsicht und den Spielregeln der beiden bewilligten Veranstalter.

Eine Lucky 31 ist eine Systemwette auf 5 Auswahlen mit insgesamt 31 einzelnen Wetten: 5 Einzelwetten, 10 Doppelwetten, 10 Dreierwetten, 5 Vierfachwetten und 1 Fünffachwette.

Eine Lucky 31 ist kein einzelner Tipp, sondern ein Paket aus 31 Wetten auf fünf Auswahlen. Was das im Geldbeutel bedeutet, hängt vom Einsatz pro Linie und der Quote jeder einzelnen Voraussage ab. Wer in der Schweiz überhaupt ein solches Paket platzieren darf, welche Limits gelten und wo der Buchmacher seinen Anteil mitversteckt, ist hier zusammengetragen — aus den Spielregeln der beiden bewilligten Veranstalter und aus dem, was die Gespa über ausländische Anbieter sagt.

Rechtslage in der Schweiz

Sportwetten sind in der Schweiz seit dem Inkrafttreten des Geldspielgesetzes (BGS, SR 935.51) am 1. Januar 2019 ein Grossspiel und fällt damit nicht unter die Aufsicht der ESBK, die nur für Casinos zuständig ist. Aufsichtsbehörde ist die Gespa, die Interkantonale Geldspielaufsicht in Bern. Eine Bewilligung braucht es nach Art. 21 bis 25 BGS doppelt: eine Veranstalterbewilligung und eine Spielbewilligung pro Spiel, und sie «gilt nur in der Schweiz» (Art. 4 BGS). Damit ist die Zahl der möglichen Veranstalter begrenzt, und die Kantone haben sie auf zwei festgelegt: Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit dem Produkt Jouez Sport. Eine dritte Schweizer Sportwettenbewilligung existiert nicht.

Ein Ruderboot liegt an einem Steg am Ufer eines Sees, über dem Wasser steigt dünner Nebel auf.
Bei Jouez Sport beträgt der Mindesteinsatz online CHF 2 und der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten CHF 500; ein Wettschein mit Multiples darf höchstens CHF 7'500 Einsatz enthalten.

Swisslos ist die SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft mit Sitz in Basel und veranstaltet Lotterien und Sportwetten auf Grundlage der Interkantonalen Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019 (IKV 2020). Das Vertragsgebiet umfasst die Deutschschweizer Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH sowie den Kanton Tessin und das Fürstentum Liechtenstein. Wer dort wohnt, kann ein Swisslos-Konto eröffnen; alle anderen sind ausgeschlossen. Die Loterie Romande betreibt Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura, mit Sitz Avenue de Provence 14 in Lausanne, 2’350 Verkaufsstellen und 221 Mitarbeitenden. Ihr Online-Zugang steht ebenfalls nur Personen mit Wohnsitz im Vertragsgebiet offen.

Eine ausländische Lizenz — gleich ob aus Curaçao, Malta, Deutschland oder einem anderen Land — hat in der Schweiz keine Geltung (Art. 4 BGS). Wer ohne Schweizer Bewilligung Sportwetten organisiert, macht sich nach Art. 130 BGS strafbar: bis zu drei Jahre Freiheitsstrafe oder Geldstrafe, bei gewerbsmässigem Handeln bis zu fünf Jahre. Wer als Spieler bei einem ausländischen Anbieter mitmacht, wird nicht bestraft, aber Einsätze und Gewinne können im Strafverfahren gegen den Anbieter eingezogen werden, und es gibt weder einen Anschluss an das Schweizer Ausschlussregister noch einen Rechtsweg hierzulande. Die Gespa veröffentlicht eine Sperrliste ausländischer Domains, die Schweizer Telekomprovider per DNS blockieren (Art. 86 bis 93 BGS); Ende 2025 umfasste die Liste 671 Domains und wird durchschnittlich innerhalb weniger Stunden aktualisiert, wenn blockierte Anbieter auf neue Domains ausweichen. Werbung für in der Schweiz nicht bewilligtes Geldspiel ist nach Art. 74 Abs. 3 BGS verboten und wird mit Busse bis zu CHF 500’000 geahndet (Art. 131 BGS).

Wetten dürfen nur auf Sportereignisse abgeschlossen werden — Wetten auf Wetter, Politik oder TV-Shows sind nicht erlaubt. Welche Sportarten, Wettbewerbe und Wetttypen überhaupt angeboten werden dürfen, legt die Gespa in einer geschlossenen Liste fest (Stand 10.09.2026, Art. 25 BGS, Art. 29 VGS). Frauen-Wettbewerbe und Qualifikationsrunden erscheinen nur, wenn sie gelistet sind; Eckball- oder Kartenmärkte und ein Esports-Bereich sind in der Liste nicht enthalten. Livewetten sind zulässig, vorbehaltlich einer entsprechenden Bewilligung des Veranstalters; das BGS kennt keine pauschale Beschränkung auf bestimmte Live-Märkte.

Spielberechtigt ist, wer mindestens 18 Jahre alt ist und im Vertragsgebiet des jeweiligen Veranstalters wohnt (Art. 47 Abs. 3 VGS). Swisslos verlangt zusätzlich, dass keine Spielsperre besteht und jede Person sich nur einmal registrieren darf; die Identität wird per Ausweis-Upload und Adressdatenbank-Abgleich geprüft. Wer als Wettkämpfer an einem Ereignis teilnimmt, darf auf dieses nicht wetten. Auszahlungen gehen ausschliesslich auf ein Zahlungskonto, das auf den Inhaber des Spielkontos lautet (Art. 50 Abs. 2 VGS); anonyme Auszahlungen oder Krypto-Auszahlungen gibt es im bewilligten Markt nicht, und Kreditvergabe an Spieler ist nach Art. 75 Abs. 1 BGS unzulässig.

Verantwortungsvolles Wetten und Limits

Eine Lucky 31 bindet bei einem Einsatz von einem Franken pro Linie bereits 31 Franken, bei zwei Franken 62 Franken. Wer fünf Auswahlen mit höheren Quoten kombiniert, merkt schnell, dass die Vollkasko-Variante das Budget eines Tages rasch aufbraucht. Wer hier ohne vorher festgelegte Grenzen spielt, hat verloren, bevor das erste Spiel angepfiffen ist.

Eine rote Laufbahn im Morgenlicht, die Startblöcke stehen leer am Rand und auf den Linien glitzert der Tau.
Eine Lucky 31 umfasst eine Auswahl mehr als die Lucky 15 (4 Auswahlen, 15 Wetten) und eine weniger als die Lucky 63 (6 Auswahlen, 63 Wetten).

Beide Veranstalter sind verpflichtet, den Spielenden eigene Limiten aufzuerlegen (Art. 87 VGS). Bei Swisslos müssen vor der ersten Teilnahme an Sporttip Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage gesetzt werden; die Obergrenze liegt bei CHF 9’999, für unter 21-Jährige bei CHF 1’000. Eine Senkung der Limite greift sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich kann freiwillig eine Einzahlungslimite für 30 Tage gesetzt werden. Die Loterie Romande verlangt entsprechende Limiten in ihrem Jouez-Sport-Reglement; auch hier gilt, dass eine Senkung sofort, eine Erhöhung erst nach einer Bedenkzeit wirksam wird. Eine staatlich festgelegte Einzahlungs-Obergrenze für alle gibt es nicht — was gezogen wird, zieht der Spielende selbst, und wer das nicht tut, hat das Maximum noch nicht erreicht.

Wer sich selbst ausschliessen will, kann bei Sporttip den Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage sperren lassen; eine Aufhebung vor Fristablauf ist nicht möglich. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Eine selbst gewählte Sperre kann nach Art. 84 VGS frühestens nach drei Monaten und nur mit Beteiligung einer Fachstelle aufgehoben werden (Art. 81 BGS). Der Veranstalter muss eine Pause von bis zu sechs Monaten anbieten (Art. 89 VGS). Wer gesperrt oder minderjährig ist, hat nach Art. 45 BGS keinen Anspruch auf Einsätze oder Gewinne. Im Übrigen verfallen Sporttip-Gewinne, die nicht innerhalb von 26 Wochen nach der öffentlichen Bekanntgabe der Wettauswertung geltend gemacht werden, zugunsten des Swisslos-Zwecks; eine Einsprache bei verweigerter Auszahlung ist innert 10 Tagen per eingeschriebenem Brief zu erheben.

Bemerkenswert für das Bild der Branche: Die Gespa hat 2025 an Verkaufsstellen 200 Testkäufe mit Minderjährigen durchgeführt, und in 47.5 Prozent der Fälle wurde die Sportwette tatsächlich verkauft. Wer an der Verkaufsstelle spielt, sollte sich darauf einstellen, dass der Jugendschutz dort nicht flächendeckend greift; im Online-Kanal ist die Kontrolle durch die Identitätsprüfung bei der Registrierung und die festen Tageslimiten enger.

Was eine Lucky 31 ist und was sie kostet

Eine Lucky 31 ist eine Full-Cover-Wette auf fünf Auswahlen, bei der die Einzelwetten eingeschlossen sind. Das Paket besteht aus 31 einzelnen Wetten, die sich auf fünf Stufen verteilen: 5 Einzelwetten, 10 Doppelwetten, 10 Dreierwetten, 5 Vierfachwetten und 1 Fünffachwette. Wer also fünf Spiele auswählt, gibt damit nicht einen Tipp ab, sondern 31 — und zahlt für jeden davon Einsatz. Bei CHF 1 pro Linie sind das CHF 31 Gesamt-Einsatz, bei CHF 2 pro Linie CHF 62, bei CHF 5 pro Linie CHF 155.

Der Clou und gleichzeitig die Kostenfalle liegt in der Aufteilung: Schon eine einzige falsche Auswahl lässt alle Wetten leer ausgehen, an denen diese Auswahl beteiligt ist. Das sind im Fall der Lucky 31 genau die Wetten, die diese eine Voraussage enthalten — also 1 Einzelwette, 4 Doppelwetten (in denen die falsche Auswahl mit je einer anderen kombiniert ist), 6 Dreierwetten, 4 Vierfachwetten und 1 Fünffachwette: insgesamt 16 von 31 Wetten. Nur die 15 Wetten, die ohne die falsche Auswahl auskommen, können noch etwas abwerfen. Bei einer Lucky 15 mit vier Auswahlen ist das Verhältnis noch ungünstiger: Eine falsche Auswahl killt dort 11 von 15 Wetten, also fast drei Viertel des Pakets. Die Lucky 63 mit sechs Auswahlen verteilt das Risiko etwas breiter, kostet beim gleichen Linieneinsatz aber CHF 63 statt CHF 31.

Die Quote jeder Voraussage entscheidet, was am Ende herauskommt. Bei einer Fünffachwette multiplizieren sich die Einzelquoten zur Gesamtquote, entsprechend bei jeder Mehrfachwette. Das rechnerische Grundprinzip: Ein Gewinn aus einer Linie ist Einsatz mal Quote, eine Fünffachwette mit Quoten 1.50, 2.00, 2.50, 1.80 und 1.90 hat die Gesamtquote 1.50 × 2.00 × 2.50 × 1.80 × 1.90 = 25.65. Wer CHF 1 auf diese Fünffachwette setzt, bekommt im Erfolgsfall CHF 25.65 zurück, der Nettogewinn ist CHF 24.65. Eine Dreierwette aus den ersten drei Quoten hätte 1.50 × 2.00 × 2.50 = 7.50, der Gewinn aus einem Franken also CHF 7.50, davon CHF 6.50 Nettogewinn. Über alle 31 Linien hinweg zahlt das System nur dann einen nennenswerten Betrag aus, wenn mindestens drei, besser vier oder alle fünf Auswahlen treffen.

Was die Endabrechnung gegenüber einer einzelnen Kombiwette unterscheidet, ist die Streuung: Eine einzelne 5er-Kombi kostet CHF 1 Einsatz und bringt bei Treffer aller fünf Auswahlen genau einen Gewinn. Die Lucky 31 mit CHF 1 pro Linie kostet CHF 31 Einsatz, bringt aber bei Treffer aller fünf Auswahlen fünf Einzelgewinne, zehn Doppelgewinne, zehn Dreiergewinne, fünf Vierfachgewinne und einen Fünffachgewinn. Das ist der Vorteil gegenüber einer reinen 5er-Kombi: Selbst wenn nur drei oder vier der fünf Auswahlen treffen, wird überhaupt etwas ausgeschüttet. Der Nachteil steht auf der anderen Seite der Bilanz: Selbst wenn alle fünf Auswahlen treffen, liegt der Gesamtgewinn nicht um ein Vielfaches über dem einer einzelnen 5er-Kombi, weil die Einsätze auf die 31 Linien das Vielfache ausgleichen. Wer den Totalisator will, der mit dem fünften Treffer voll durchschlägt, ist mit einer einzelnen Kombiwette besser bedient. Wer mit einer Wahrscheinlichkeit rechnet, dass ein oder zwei Auswahlen danebengehen, fährt mit der Lucky 31 weniger schlecht.

Die Marge steckt in jeder einzelnen Quote, und damit auch in jeder Linie des Pakets. Sie ist das, was der Buchmacher von jeder Wette einbehält, bevor die Quote festgesetzt wird. Eine Quote von 2.00 auf einem Zwei-Wege-Markt ohne Marge würde bedeuten, dass beide Seiten mit 50 Prozent Wahrscheinlichkeit eintreten und das gesamte Geld wieder ausgeschüttet wird. In der Praxis liegt die Quote niedriger, weil der Buchmacher seinen Anteil abzieht. Wer zum Beispiel auf einem Drei-Wege-Markt (Heimsieg, Unentschieden, Auswärtssieg) Quoten von 2.10, 3.40 und 3.50 sieht, ergibt rechnerisch 1 ÷ (1/2.10 + 1/3.40 + 1/3.50) = 0’945, also eine Auszahlungsquote von 94.5 Prozent und eine Marge von 5.5 Prozent. Bei einer Lucky 31 mit 31 Wetten zahlt der Buchmacher nicht 94.5 Prozent der 31-fachen Summe aus, sondern 94.5 Prozent der Summe der tatsächlich gewonnenen Wetten, was sich je nach Trefferquote anders verteilt. Über alle 31 Wetten gemittelt hebt der Buchmacher seinen Anteil aber trotzdem aus jedem Franken, der über die Quoten fliesst.

Bei Sporttip wird der Gewinnbetrag aus Einsatz mal Quote berechnet, bei Kombinationen aus Einsatz mal Gesamtquote (Produkt der Einzelquoten); das Ergebnis wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Bei einer Lucky 31 heisst das: Jede der 31 Linien wird einzeln ausgewertet, jede für sich auf 5 Rappen gerundet, und am Ende summiert. Das hat zur Folge, dass das System bei vielen kleinen Gewinnen ein paar Rappen pro Linie «verliert», die durch die Aufrundung ursprünglich enthalten waren. Bei einem 31-Franken-Einsatz sind das im günstigsten Fall ein paar Franken, die das Gesamtergebnis schmälern — der Buchmacher rechnet das ein.

Wenn ein Ereignis abgesagt und nicht innert 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn (oder im Rahmen eines Turniers) nachgeholt wird, ist die Wette ungültig: Einzelwetten werden zurückbezahlt, in Kombinationswetten erhält die Voraussage die Quote 1.00. Für eine Lucky 31 bedeutet das: Wenn eine Auswahl ausfällt, sinkt das Paket faktisch auf eine Lucky 15 mit vier Auswahlen — die Wetten, die diese Auswahl enthalten, werden zur Quote 1.00 gewertet oder zurückbezahlt. Wer hier Pech hat, kann sehen, wie der Gesamtgewinn gegen Null geht, ohne dass es einen Ausgleich gibt.

Wie viel eine Lucky 31 bei typischen Quoten auszahlt

Ein Beispiel mit fünf Auswahlen zu Quoten 1.50, 2.00, 2.50, 1.80 und 1.90 und einem Einsatz von CHF 1 pro Linie (also CHF 31 Gesamt-Einsatz) zeigt die Bandbreite:

Die Bandbreite reicht also von wenigen Rappen bis zu einem Gewinn im niedrigen dreistelligen Bereich, abhängig davon, wie viele Auswahlen treffen. Wer mit drei oder weniger Treffern rechnet, fährt mit einer Lucky 31 schlechter als mit einer reinen Kombiwette auf die wenigen Tipps, die er für die sichersten hält — der Einsatz auf die vielen anderen Linien ist verloren. Wer mit vier oder fünf Treffern rechnet, profitiert von der Streuung über 31 Linien.

Vergleich der Schweizer Veranstalter

Beide Schweizer Veranstalter bieten Systemwetten an, die eine Lucky 31 abbilden können — die genauen Regeln unterscheiden sich aber an einigen Stellen, die für das Paket entscheidend sind. Die folgende Übersicht zeigt, was die Spielregeln für die beiden Produkte hergeben. Was sie nicht zeigt: Anbieter ohne Schweizer Bewilligung, denn sie sind für in der Schweiz wohnhafte Spielende kein legaler Wettenabschluss und werden hier nur der Vollständigkeit halber aufgeführt, mit deutlicher Markierung.

Anbieter Bewilligung Veranstalter / Bewilligung laut Regelwerk
Swisslos Sporttip Schweizer Bewilligung (Grossspiel, BGS) SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Basel; Spielbewilligung unter BGS SR 935.51, Aufsicht Gespa
Loterie Romande Jouez Sport Schweizer Bewilligung (Grossspiel, BGS) Loterie Romande (Société de la Loterie de la Suisse Romande), Lausanne; Spielbewilligung unter BGS SR 935.51, Aufsicht Gespa
IviBet ohne Schweizer Bewilligung Lizenz laut Eigenangabe nicht festgestellt; keine Geltung in der Schweiz (Art. 4 BGS)
bet365 ohne Schweizer Bewilligung Lizenz laut Eigenangabe nicht festgestellt; auf der Gespa-Sperrliste geführt
Jackbit ohne Schweizer Bewilligung Lizenz laut Eigenangabe nicht festgestellt; keine Geltung in der Schweiz (Art. 4 BGS)
Sportaza ohne Schweizer Bewilligung Lizenz laut Eigenangabe nicht festgestellt; keine Geltung in der Schweiz (Art. 4 BGS)
HornetBet ohne Schweizer Bewilligung Lizenz laut Eigenangabe nicht festgestellt; keine Geltung in der Schweiz (Art. 4 BGS)
Bahigo ohne Schweizer Bewilligung Lizenz laut Eigenangabe nicht festgestellt; keine Geltung in der Schweiz (Art. 4 BGS)
FortuneJack ohne Schweizer Bewilligung Lizenz laut Eigenangabe nicht festgestellt; keine Geltung in der Schweiz (Art. 4 BGS)
Coolzino ohne Schweizer Bewilligung Lizenz laut Eigenangabe nicht festgestellt; keine Geltung in der Schweiz (Art. 4 BGS)

Swisslos Sporttip

Sporttip verlangt einen Mindesteinsatz von CHF 1 pro Einzel- oder Kombinationswette. Der Höchsteinsatz liegt bei CHF 1’000 pro Einzel- oder Kombinationswette und bei CHF 10’000 pro Systemwette. Swisslos kann diese Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern; eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Eine Lucky 31 mit 31 Linien zu CHF 1 pro Linie passt mit ihrem CHF 31 Gesamt-Einsatz klar unter die Systemwette-Obergrenze und ist auch bei höherem Linieneinsatz machbar — wer etwa CHF 100 pro Linie setzt, kommt auf CHF 3’100 Gesamt-Einsatz und bleibt unter der CHF 10’000 Limite, solange das Verlustlimit auf dem Konto es zulässt. Die Auszahlung einer Kombinationswette erfolgt nach der oben dargestellten Rundung auf 5 Rappen.

Cash-Out gibt es bei Sporttip für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur online und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Der Cash-Out-Betrag ist tiefer als der mögliche Wettgewinn, hängt vom Spielstand ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden; Swisslos muss Cash-Out nicht für jeden Markt anbieten, und ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen. Für eine Lucky 31, die nicht alle 31 Linien separat als Cash-Out anbietet, heisst das in der Praxis: Wer vorzeitig raus will, muss die Gesamtwette oder einen Teil davon verkaufen, soweit Sporttip das anbietet — und der Preis, den Sporttip dafür zahlt, liegt unter dem, was bei voller Auswertung herauskäme.

Der Sporttip-Kombiboost verlangt mindestens vier Voraussagen mit Einzelquote von je mindestens 1.50 und erhöht den Nettogewinn einer Kombiwette online um 5 Prozent bei vier, 20 Prozent bei sieben, 40 Prozent bei zehn und 100 Prozent bei fünfzehn Voraussagen, jeweils auf Prematch-, Live- und Systemwetten. Eine Lucky 31 mit fünf Auswahlen ist kein Kombiboost-fähiges Paket, weil sie mehr als die reinen Kombiwetten-Linien abbildet; massiv profitieren vom Kombiboost können vor allem grössere Kombis. Quotenboosts und Profitboosts gelten nur online für Prematch-Einzelwetten, sind pro Wettenden nur einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert; bei Cash-Out verfällt der Boost.

Livewetten werden bei Sporttip unabhängig davon angenommen, ob das Ereignis live übertragen wird; Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00, und in spielentscheidenden Situationen wie Elfmeter, Rote Karte oder Videoschiedsrichter-Entscheid kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten. Voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung — etwa «Heimsieg» und «über 1.5 Tore» aus dem gleichen Spiel — werden nur über die «Bet-Builder-Funktion» kombiniert; nimmt Swisslos irrtümlich eine solche Kombination ohne diese Funktion an, kann sie die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten. Wer eine Lucky 31 mit Auswahlen aus demselben Spiel bestücken will, ist an den Bet Builder gebunden und nicht an die freie Systemwette — was die Konstruktion der Lucky 31 in der Praxis einschränkt.

Verdienst von Swisslos: Wer im deutschsprachigen Vertragsgebiet oder im Tessin wohnt, kommt an einen bewilligten Veranstalter, dessen Spielregeln offen liegen und von der Gespa beaufsichtigt werden. Cash-Out ist da, der Kombiboost bringt bei grösseren Kombis Zusatzgewinne, die Systemwette-Obergrenze von CHF 10’000 lässt auch hochvolumige Lucky 31-Pakete zu. Schwachpunkt: Die Limiten-Regel macht die Verlustkontrolle zur Pflicht des Spielenden, der ohne gesetzte 1-, 7- und 30-Tages-Limite gar nicht erst teilnehmen kann; wer die Limits hoch setzt, hat sich selbst die Bremse gelockert. Die Kombinationsregel mit dem Bet Builder ist für eine Lucky 31 mit verschiedenen Spielen unproblematisch, schränkt aber die Konstruktion ein, wenn Auswahlen aus demselben Spiel kombiniert werden sollen.

Loterie Romande Jouez Sport

Jouez Sport verlangt online einen Mindesteinsatz von CHF 2, in Verkaufsstellen CHF 3, für Multiples ebenfalls CHF 2. Der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten liegt bei CHF 500, und ein Wettschein mit Multiples darf insgesamt höchstens CHF 7’500 Einsatz enthalten. Damit ist die Bandbreite enger als bei Sporttip: Eine Lucky 31 mit 31 Linien zu CHF 2 pro Linie (Mindesteinsatz) kommt auf CHF 62 Gesamt-Einsatz; wer hoch gehen will, ist bei CHF 7’500 pro Multiple-Schein gedeckelt, was bei 31 Linien rund CHF 240 pro Linie bedeutet.

Der Höchstgewinn pro Einzel- oder Kombiwette liegt bei CHF 300’000, für alle Gewinne eines Multiples zusammen bei CHF 1’000’000. Eine Kombiwette umfasst 2 bis 10 Voraussagen, die Quote einer Einzelwette oder die Gesamtquote einer Kombi muss mindestens 1.10 betragen und darf 100’000 nicht übersteigen. Für eine Lucky 31 mit Gesamtquoten über 100’000 auf der Fünffachwette würde die Auszahlung also gekappt; wer fünf Auswahlen mit hohen Einzelquoten wählt, kann an diese Grenze stossen. Bei niedrigeren Quoten, die unter 100’000 Gesamtquote bleiben, wird voll ausgeschüttet.

Verdienst von Loterie Romande: Wer in der Westschweiz wohnt, hat hier den einzigen bewilligten Zugang zu Online-Sportwetten, mit klar deklarierten Höchstgewinnen und einer Multiples-Obergrenze, die verhindert, dass ein einzelner Wettschein das System sprengt. Die Mindestquote von 1.10 ist niedrig genug, dass auch Lieblings-Tipps noch mitspielen. Schwachpunkt: Die Obergrenze von CHF 7’500 pro Multiple-Schein und die maximale Gesamtquote von 100’000 setzen der Lucky 31 bei hochquotigen Auswahlen enge Grenzen. Wer fünf Auswahlen mit Quoten knapp unter 10 nimmt, kommt mit der Fünffachwette bereits über 100’000, und die Auszahlung wird gekappt.

Anbieter ohne Schweizer Bewilligung

Die übrigen hier aufgeführten Anbieter — IviBet, bet365, Jackbit, Sportaza, HornetBet, Bahigo, FortuneJack, Coolzino — besitzen keine Schweizer Bewilligung. Eine Lizenz aus einem anderen Land hat in der Schweiz keine Geltung (Art. 4 BGS); die Anbieter sind nicht an das Schweizer Ausschlussregister angeschlossen, es gibt keinen Schweizer Rechtsweg, und die Domains können auf der Gespa-Sperrliste landen, die Schweizer Provider per DNS blockieren. Wer dort spielt, spielt ohne den Schutz des BGS: Einsätze und Gewinne können im Strafverfahren gegen den Anbieter eingezogen werden, eine Sperre im Schweizer Register gilt dort nicht, und im Streitfall bleibt nur der Weg zum ausländischen Sitz des Unternehmens.

Für einen Vergleich der Spielregeln oder Limits gibt es keine gemeinsame Grundlage, weil diese Anbieter weder dem BGS noch der Gespa-Aufsicht unterstehen. Was sie an Limits, Quoten oder Cash-Out-Regeln anbieten, ist ihre eigene Sache und ändert sich, ohne dass eine Schweizer Stelle das prüft. Wer sich dafür interessiert, muss die Regeln des jeweiligen Anbieters direkt prüfen und weiss vorher, dass die Swisslos- und Jouez-Sport-Regeln dort nicht gelten.

Die ehrliche Einordnung: «Sicherer» ist hier relativ. Die bewilligten Veranstalter bieten den Rahmen des BGS mit allen genannten Einschränkungen (geschlossene Sport- und Wetttypliste, nur zwei Anbieter, kein Bonus ohne Gespa-Genehmigung, kein Kredit an Spieler). Die nicht bewilligten Anbieter bieten mehr Auswahl und teilweise höhere Limits, aber keinen Schweizer Schutz. Beide Seiten sind keine «sichere Wahl» von sich aus.

Überblick und Einordnung

Eine Lucky 31 ist ein Vollkasko-Paket aus 31 Wetten auf fünf Auswahlen, und sie kostet beim Einsatz von einem Franken pro Linie bereits 31 Franken — beim doppelten Einsatz 62 Franken, beim fünffachen 155 Franken. Wer nicht im Voraus weiss, wie viel er an einem Tag riskieren will, sollte vor der ersten Systemwette sein Tageslimit setzen, bei Swisslos für 1, 7 und 30 Tage mit Obergrenze CHF 9’999 (für unter 21-Jährige CHF 1’000). Eine Erhöhung des Limits greift erst nach 72 Stunden, eine Senkung sofort — das ist die eingebaute Bedenkzeit für alle, die mehr riskieren wollen als ursprünglich geplant.

Die Auszahlung folgt der Logik: Einsatz mal Quote pro Linie, bei Mehrfachwetten Einsatz mal Gesamtquote (Produkt der Einzelquoten), und jede Linie wird einzeln ausgewertet. Bei Sporttip auf 5 Rappen gerundet, bei Loterie Romande mit Höchstgewinn CHF 300’000 pro Einzel- oder Kombiwette und CHF 1’000’000 für alle Gewinne eines Multiples zusammen. Eine Marge von etwa 5 Prozent steckt in jeder Quote; bei 31 Wetten hebt der Buchmacher aus jedem Franken seinen Anteil, was sich über die vielen kleinen Linien verteilt.

Wer in der Schweiz wettet, hat nur zwei legale Adressen: Swisslos Sporttip für das deutschsprachige Vertragsgebiet, Ticino und Liechtenstein, und Loterie Romande Jouez Sport für die Westschweiz. Beide akzeptieren Online-Konten nur von Personen mit Wohnsitz im jeweiligen Vertragsgebiet, beide verlangen eine verifizierte Identität, beide sind an die geschlossene Gespa-Liste der erlaubten Sportarten und Wetttypen gebunden. Eine Lucky 31 ist als Systemwette bei beiden möglich, mit unterschiedlichen Limits: Sporttip bis CHF 10’000 pro Systemwette und Mindesteinsatz CHF 1, Jouez Sport bis CHF 7’500 pro Multiple-Schein und Mindesteinsatz CHF 2. Ausländische Marken — egal welcher Lizenz — sind in diesem Rahmen keine Option, sondern ein Rechtsrisiko, das niemand braucht.

Wer die Mechanik verstanden hat, sieht auch, wo das Marketing dieser Wette ins Leere läuft: Eine Lucky 31 ist kein Freifahrtschein für fünf Auswahlen, weil eine falsche bereits 16 von 31 Wetten killt. Sie ist eine Versicherung gegen teilweise Treffer, keine Versicherung gegen falsche Tipps. Wer fünf sichere Auswahlen wählt, gewinnt trotzdem nicht das Vielfache, weil der Einsatz auf die vielen Linien das Vielfache auffrisst. Wer eine riskante Auswahl dazunimmt, weil die Quote «so verlockend» ist, riskiert den grössten Teil des Pakets. Der Witz dieser Wette liegt in der Streuung — und der Preis der Streuung ist der hohe Grundeinsatz. Das ist kein Bonus, das ist die Rechnung.

Häufig gestellte Fragen

Was ist eine Lucky 31 Wette, und wie viele Auswahlen braucht sie?

Eine Lucky 31 ist eine Systemwette auf fünf Auswahlen, bei der die Einzelwetten mitgerechnet werden. Insgesamt entstehen 31 einzelne Wetten: 5 Einzelwetten, 10 Doppelwetten, 10 Dreierwetten, 5 Vierfachwetten und 1 Fünffachwette. Wer fünf Auswahlen trifft, platziert damit ein Vollkasko-Paket, nicht eine einzelne Kombiwette.

Wie verteilen sich die 31 Wetten auf die einzelnen Stufen?

Die Verteilung ist fest: 5 Einzelwetten (eine pro Auswahl), 10 Doppelwetten (jede mögliche Kombination aus zwei Auswahlen), 10 Dreierwetten (jede mögliche Kombination aus drei Auswahlen), 5 Vierfachwetten (jede mögliche Kombination aus vier Auswahlen) und 1 Fünffachwette (Kombination aller fünf Auswahlen). Die Auswahl der fünf Voraussagen bestimmt, wie viele Linien es tatsächlich gibt — aber immer genau 31.

Worin unterscheiden sich Lucky 15, Lucky 31 und Lucky 63?

Die Lucky 15 nutzt vier Auswahlen und besteht aus 15 Wetten, die Lucky 31 nutzt fünf Auswahlen und besteht aus 31 Wetten, die Lucky 63 nutzt sechs Auswahlen und besteht aus 63 Wetten. Der Aufbau folgt immer dem gleichen Muster aus Einzel-, Doppel-, Dreier-, Vierfach- und im Fall der Lucky 63 zusätzlich Fünffach- und Sechsfachwetten. Je mehr Auswahlen, desto mehr Linien, desto höher der Grundeinsatz.

Wie lässt sich der Gesamteinsatz einer Lucky 31 berechnen?

Der Gesamteinsatz ist die Anzahl der Linien (31) multipliziert mit dem Einsatz pro Linie. Bei CHF 1 pro Linie ergibt das CHF 31, bei CHF 2 pro Linie CHF 62, bei CHF 5 pro Linie CHF 155. Der Einsatz pro Linie ist bei beiden Schweizer Veranstaltern durch Mindesteinsatz und Höchsteinsatz begrenzt: bei Sporttip zwischen CHF 1 und CHF 10’000 pro Systemwette, bei Jouez Sport zwischen CHF 2 pro Linie und CHF 7’500 pro Multiple-Schein.

Welche Einsatzgrenzen gelten bei Jouez Sport?

Bei Jouez Sport beträgt der Mindesteinsatz online CHF 2 (in Verkaufsstellen CHF 3, für Multiples CHF 2) und der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten CHF 500. Ein Wettschein mit Multiples darf insgesamt höchstens CHF 7’500 Einsatz enthalten. Eine Kombiwette umfasst 2 bis 10 Voraussagen, die Quote einer Einzelwette oder die Gesamtquote einer Kombi muss mindestens 1.10 betragen und darf 100’000 nicht übersteigen; der Höchstgewinn pro Einzel- oder Kombiwette liegt bei CHF 300’000, für alle Gewinne eines Multiples zusammen bei CHF 1’000’000.

Was bedeutet die Marge im Preis jeder Quote für ein Paket aus vielen Wetten?

Die Marge ist das, was der Buchmacher von jeder Wette einbehält, bevor die Quote festgesetzt wird. Bei einer Auszahlungsquote von 94.5 Prozent auf einem Drei-Wege-Markt bleibt eine Marge von 5.5 Prozent — der Buchmacher behält davon 5.5 Rappen pro Franken Einsatz, bevor er die Gewinne auszahlt. Bei einer Lucky 31 mit 31 Wetten hebt der Buchmacher seinen Anteil aus jeder einzelnen Linie, sodass die Marge über das gesamte Paket hinweg multiplikativ wirkt. Wer viele Linien spielt, gibt dem Buchmacher viele kleine Margenanteile, die sich zu einem spürbaren Abzug summieren.

Inhalt erstellt vom Team «buchmachersch»