Champions League Wetten in der Schweiz – wer anbieten darf und was es kostet

Updated Oktober 2026
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Ein Fussballstadion bei Flutlicht von einer Anhöhe aus gesehen, der Rasen leuchtet grün unter dunklem Abendhimmel

Wer in der Schweiz auf die Champions League wetten will, hat genau zwei seriöse Adressen: Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport. Alles andere, was im Internet mit Champions-League-Quoten wirbt, läuft ohne Schweizer Bewilligung. Das ist nicht eine Meinungsfrage, sondern die Folge des Geldspielgesetzes: In der Schweiz dürfen Sportwetten als Grossspiel nur von den beiden interkantonalen Lotteriegesellschaften veranstaltet werden, und jede ausländische Lizenz hat hier kein Gewicht. Wer dennoch bei einem Anbieter ohne Bewilligung spielt, hat weder Zugang zum Schweizer Ausschlussregister noch einen schweizerischen Rekursweg, und seine Gewinne fallen in eine kantonale Steuerpraxis, die das Geld aus ausländischen Grossspielen vollständig als Einkommen versteuern kann.

Seit der Saison 2024/25 spielen in der Champions League 36 Mannschaften in einer gemeinsamen Ligaphase; jedes Team trifft auf acht verschiedene Gegner, verteilt auf zehn Europapokalwochen.

Stand der Daten: Oktober 19, 2026; geprüft gegen die Spielregeln und Teilnahmebedingungen von Sporttip (Version 4.2), den Geschäftsbericht 2025 von Swisslos sowie die Angaben der Loterie Romande.

Rechtslage: Warum nur zwei Anbieter in der Schweiz Sportwetten veranstalten dürfen

Die Rechtslage ist klar und sie ist eng. Das Bundesgesetz über Geldspiele (BGS, SR 935.51), seit dem 1. Januar 2019 in Kraft, ordnet Sportwetten als Grossspiel ein. Eine Bewilligung braucht sowohl eine Veranstalterbewilligung als auch eine Spielbewilligung pro Spiel, beides geregelt in den Artikeln 21 bis 25 BGS. Bewilligungen gelten nur in der Schweiz (Art. 4 BGS), und Aufsichtsbehörde ist die Gespa, die interkantonale Geldspielaufsicht in Bern. Das ESBK, das mancherorts mit Aufsicht assoziiert, ist nur für Spielbanken zuständig, nicht für Sportwetten.

Ein Schlüsselbund und ein Glas Wasser stehen auf einem Holztisch im Licht eines Fensters
Swisslos hat ihren Sitz in Basel und veranstaltet Lotterien und Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung vom 20. Mai 2019 (IKV 2020).

Die Kantone haben in der interkantonalen Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019 (IKV 2020) die Zahl der Veranstalterinnen für Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt. Swisslos mit Sitz in Basel betreibt Sporttip, die Loterie Romande mit Sitz in Lausanne betreibt Jouez Sport. Eine «dritte Lizenz» für einen weiteren Buchmacher existiert nicht und ist im System auch nicht vorgesehen. Wer im Internet trotzdem einen Anbieter mit Champions-League-Quoten findet, der hier weder Sporttip noch Jouez Sport heisst, spielt bei einer ausländischen Seite, deren Lizenz in der Schweiz keine Wirkung entfaltet.

Was das für ausländische Buchmacher bedeutet

Eine Lizenz aus Curaçao, Malta, Deutschland oder einem anderen Staat hat in der Schweiz keine Kraft. Wer ohne Schweizer Bewilligung Sportwetten organisiert, macht sich strafbar: bis zu drei Jahre Freiheitsstrafe oder Geldstrafe, bei gewerbsmässigem Handeln bis zu fünf Jahre (Art. 130 BGS). Der Spielende selbst wird nicht bestraft, aber sein Einsatz und sein Gewinn können im Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden, und es fehlt jede Anbindung an das Schweizer Ausschlussregister. Die Gespa führt eine Sperrliste ausländischer Domains, die Schweizer Telekomanbieter per DNS blockieren; Ende 2025 standen 671 Domains auf der Liste. Die Betreiber reagieren mit Domain-Hopping, und die Gespa schreibt in ihren Berichten, dass blockierte Domains innert Stunden ersetzt werden. Wer dennoch spielt, hat keinen Anspruch auf die Schutzmechanismen, die das BGS den Schweizer Veranstaltern vorschreibt.

Ein einzelner Fussball auf dem Mittelpunkt eines leeren Rasens im Morgennebel, hinter dem Tor ragen Berge auf
Die UEFA Champions League wurde erstmals 1955/56 als Europapokal der Landesmeister ausgetragen und trägt ihren heutigen Namen seit 1992/93; Veranstalter ist die UEFA.

Werbung, Boni und der Gratisspielguthaben-Vorbehalt

Werbung für Geldspiele, die in der Schweiz nicht bewilligt sind, ist verboten und kann mit einer Busse bis zu CHF 500’000 geahndet werden (Art. 74 Abs. 3 und Art. 131 BGS). Gratiswetten, Quotenboosts und andere Gratisspielguthaben brauchen die vorgängige Zustimmung der Gespa (Art. 75 Abs. 2 BGS); 2025 erteilte sie 24 solcher Bewilligungen an die Loterie Romande und 8 an Swisslos. Auf der Seite der Spielenden heisst das: Jeder «risikofreie» Tipp, jeder «100 %-Bonus», der hierzulande beworben wird, ist bei einem bewilligten Anbieter entweder bewilligt oder er existiert gar nicht. Die Bedingungen der einzelnen Aktionen stehen in den Spielregeln, nicht in der Werbung.

Spielerschutz: Limiten, Spielsperre und Ausschlussregister

Der Spielerschutz ist im BGS nicht als App-Banner gedacht, sondern als Verfahren. Wer bei Sporttip mitspielen will, muss vor der ersten Wettabgabe Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen. Die Obergrenze liegt bei CHF 9’999, für unter 21-Jährige bei CHF 1’000. Eine Senkung der Limite greift sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden, eine Frist, die Swisslos in seinen Bedingungen sogar länger setzt als das Gesetz, das 24 Stunden vorsieht. Zusätzlich lässt sich eine freiwillige Einzahlungslimite für 30 Tage setzen, und wer seine eigene Sperre lockern will, muss sich an eine Fachstelle wenden.

Die Spielsperre selbst gibt es in zwei Stufen. Die produktbezogene Selbstsperre sperrt den Zugang zu Sporttip für 1 bis 180 Tage, ohne vorzeitige Aufhebung. Die unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen, das auch für die Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie für das Fürstentum Liechtenstein gilt. Wer einmal dort steht, kommt nicht ohne weiteres wieder herein: Eine freiwillige Sperre kann frühestens nach drei Monaten und nur mit Beteiligung einer anerkannten Fachstelle aufgehoben werden (Art. 81 BGS, Art. 84 VGS). Wer ausgeschlossen ist oder das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet hat, hat keinen Anspruch auf Einsatz oder Gewinn (Art. 45 BGS).

Die Gespa testet den Jugendschutz an Verkaufsstellen. Bei Testkäufen 2025 wurde in 47,5 % von 200 Versuchen eine Sportwette an Minderjährige verkauft. Das ist kein Argument gegen Online-Wetten mit Ausweisprüfung, aber es zeigt, dass der Schutz an der Ladenkasse löchrig ist und der Online-Weg mit Identitätsprüfung, Verlustlimite und Sperrregister die dichtere Variante darstellt.

Wer wo spielen darf

Die Online-Registrierung verlangt Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Vertragsgebiet. Swisslos deckt die Deutschschweizer Kantone, das Tessin und Liechtenstein ab: AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH. Wer in Genf wohnt, kann sich nicht bei Sporttip registrieren, sondern bei Jouez Sport, das die Kantone FR, GE, JU, NE, VD und VS versorgt. Die Loterie Romande unterhält in der Westschweiz 2’350 Verkaufsstellen und beschäftigt 221 Mitarbeitende, eine Grösse, die das Netz abseits des Online-Kanals erklärt. Ausweise werden aus dem hochgeladenen Dokument ausgelesen und gegen Adressdatenbanken geprüft; jede Person darf nur ein Konto führen.

Livewetten und Cash-Out bei Sporttip: Wie die Quoten dem Spiel folgen

Livewetten auf die Champions League sind erlaubt, vor Spielbeginn und während der Partie. Bei Sporttip gilt die Wette unabhängig davon, ob das Ereignis tatsächlich live übertragen wird; wer nach dem Ausgang wettet, dem wird die Quote 1.00 angerechnet. In spielentscheidenden Situationen wie Elfmeter, Roter Karte oder VAR-Entscheidungen kann Swisslos Wetten ebenfalls mit Quote 1.00 werten. Das ist keine Schikane, sondern der Versuch, die Quoten nicht nachträglich an das Geschehen anzupassen, das der Bildschirm gerade zeigt.

Beim Cash-Out wird der Wettschein vor dem eigentlichen Ende verkauft. Bei Sporttip ist der ausgezahlte Betrag tiefer als der mögliche Gewinn bei natürlichem Ausgang, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann vom Anbieter jederzeit geändert werden. Swisslos muss Cash-Out nicht für alle Wetten anbieten, und ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht mehr rückgängig machen. Es gibt nur ein vollständiges Cash-Out, kein Teilauszahlung. Wer eine ganze Kombiwette vor dem Anpfiff des letzten Spiels absichern will, bekommt einen Betrag, der von jedem laufenden Spiel abhängt, und kein Versprechen, dass die Funktion auch im nächsten Moment noch zur Verfügung steht.

Warum Verzögerungen zwischen Quote und Ausführung liegen

Livewetten haben einen eingebauten Bremsweg. Die Quote am Bildschirm ist eine Schätzung, was der nächste Tick bringt; die Annahme im System braucht Zeit, und in den Sekunden dazwischen kann ein Tor fallen, eine Karte gezogen werden oder der Schiedsrichter pfeifen. Das ist der Grund, warum Cash-Outs niedriger ausfallen als der «Gewinn bei natürlichem Ausgang» in der Werbung: Der Anbieter muss sich gegen das Risiko absichern, dass der Kunde den Moment der Anzeige ausnutzt. Wer Live-Quoten sieht, die fast zu gut aussehen, um wahr zu sein, sieht den Spread, mit dem der Anbieter diese Verzögerung bewertet.

Prognosen und Strategie: Warum kein Tipp je sicher ist

Eine Wettprognose entsteht aus vier Bausteinen, und keiner davon ersetzt die anderen: aktuelle Form, Verletzungslage, statistische Daten und die angebotene Quote. Wer auf Paris Saint-Germain nach zwei gewonnenen Auswärtsspielen tippt, hat Form auf seiner Seite; wer die Reise nach Madrid ignoriert, hat das nicht. Wer den Ausfall von drei Stammspielern verschweigt, baut seine Quote auf Luft. Und wer eine Wette zu einer Quote platziert, die niedriger ist als die faire Wahrscheinlichkeit des Ereignisses, verliert auf Dauer Geld, auch wenn der Tipp im Einzelfall sitzt.

Der Kern des Value-Begriffs: Eine Wette hat dann Value, wenn die eigene Einschätzung der Wahrscheinlichkeit über der impliziten Wahrscheinlichkeit der Quote liegt. Liegt die Quote bei 2.50, ist die implizite Wahrscheinlichkeit 40 % (1 / 2.50, abzüglich Marge). Wer das Spiel mit 50 % Siegchance für sich einschätzt, hat eine Value-Wette gefunden. Wer das Spiel mit 35 % einschätzt, hat keine, auch wenn die Quote «gut aussieht». Das ist die einzige rationale Trennlinie zwischen Wettenden und Zuschauenden, und sie hängt vollständig von der eigenen Schätzung ab, die systematisch daneben liegen kann.

Warum Wett-Prognosen im Umlauf sind und was sie kosten

An Finalabenden tauchen Prognosen auf, die mit Rekorden, Heimstärke und «Intuition» argumentieren. Real Madrid hat 15 Titel, Cristiano Ronaldo hält den Torrekord mit 140 Treffern, und das sind Fakten, die eine Tendenz zeigen, aber keine Prognose tragen. Eine Quote von 3.20 auf einen Aussenseiter enthält bereits die Marge des Anbieters und die kollektive Meinung des Marktes; ein Tipp, der «sicher» klingt, ist oft nur eine Wiederholung dessen, was ohnehin im Preis steckt. Wer trotzdem wettet, wettet gegen die Marge, und die ist auf lange Sicht nicht zu schlagen.

Wer mehrere Wetten kombiniert, vervielfacht die Quoten, aber auch die Marge. Eine 4er-Kombi mit Einzelquoten von 1.80, 1.90, 2.00 und 1.70 hat eine Gesamtquote von 11’628, was sich als 11.63 darstellt. Der Sporttip-Kombiboost erhöht den Nettogewinn bei vier Voraussagen um 5 %, bei sieben um 20 %, bei zehn um 40 % und bei fünfzehn um 100 %, vorausgesetzt jede Einzelquote liegt bei mindestens 1.50. Der Boost ist ein Zubrot auf den Nettogewinn, kein Ausgleich für die kombinierte Marge, die mit jeder Voraussage wächst. Wer auf Kombiwetten setzt, weil die Quote verlockend ist, sollte sich bewusst sein, dass die Wahrscheinlichkeit, alle vier Begegnungen richtig zu tippen, deutlich unter dem Produkt der impliziten Einzelwahrscheinlichkeiten liegt, und das, bevor die Marge mitgerechnet wird.

Wettmärkte und Quoten: Was die Champions League bei Sporttip hergibt

Das Wettprogramm auf die Champions League reicht von der Einzelwette auf das Spiel über die Doppelte Chance und das Handicap bis zu Torschützen-, Ergebnis- und Turniersiegerwetten. Bei Sporttip ist die reguläre Spielzeit die reguläre Spieldauer plus Nachspielzeit; Verlängerung und Elfmeterschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm ausdrücklich darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Das Finale Paris Saint-Germain gegen den FC Arsenal am 30. Mai 2026 endete 1:1 nach Verlängerung, Paris gewann das Elfmeterschiessen 4:3, holte den Titel, und genau diese Unterscheidung zwischen «regulär» und «nach Verlängerung» entschied, wer welche Wette gewann.

Quotenboosts bei Sporttip gelten nur online, nur für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage und nur einmal pro Wettenden; der Profitboost erhöht den möglichen Nettogewinn um einen angegebenen Prozentsatz und ist in Einsatz und Erhöhung limitiert. Bei einem Cash-Out verfällt der Boost. Wer die Wette vorzeitig verkauft, gibt die Werterhöhung ab. Was als «Boost» beworben wird, ist eine Aufstockung des Nettogewinns, kein Ausgleich für eine schwache Ausgangquote.

Wie die Marge in der Quote steckt

Die Marge ist das, was der Anbieter auf jeden Franken Einsatz behält, und sie ist in jeder einzelnen Quote eingerechnet. Bei einem 1X2-Markt mit drei Ausgängen Heimsieg, Unentschieden und Auswärtssieg ergibt sich die Auszahlungsquote aus 1 / (1/Quote Heimsieg + 1/Quote Unentschieden + 1/Quote Auswärtssieg), und die Marge ist 100 % minus diese Auszahlungsquote. Für ein illustratives Beispiel mit den Quoten 2.10 / 3.40 / 3.60 ergibt sich eine Auszahlungsquote von rund 90 %, was einer Marge von etwa 10 % entspricht. In der Praxis liegt die Marge auf Champions-League-Spielen in der Regel zwischen 5 % und 12 %, je nach Markt und Wettbewerbsphase, und sie schwankt von Anbieter zu Anbieter, von Markt zu Markt und von Begegnung zu Begegnung. Eine «gute Quote» auf den Favoriten sieht oft schlechter aus als eine «schlechte Quote» auf den Aussenseiter, einfach weil der Anbieter die implizite Wahrscheinlichkeit der Favoritenseite stärker absichert.

Eine Rechnung, die jeder Wettende im Kopf nachvollziehen sollte: Einsatz 10 CHF, Quote 2.10, möglicher Gewinn 21 CHF, davon 10 CHF Einsatz und 11 CHF Nettogewinn. Bei einer Kombiwette mit Gesamtquote 11.63 sind 10 CHF Einsatz 116.30 CHF Rückzahlung, 106.30 CHF Nettogewinn, wenn alle Voraussagen eintreffen. Der Gewinnbetrag wird bei Sporttip zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet, dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Das klingt nach Kleinkram, ergibt aber bei hohen Quoten einen spürbaren Unterschied zwischen Brutto- und Nettoauszahlung.

Wann welche Wette Sinn ergibt

Einzelwetten haben die niedrigste Marge pro Ausgang und sind die ehrlichste Form, Value zu spielen. Doppelte Chance («1X», «X2», «12») reduziert das Risiko, aber auch die Quote, und eignet sich für Begegnungen, in denen ein Unentschieden wahrscheinlich erscheint. Handicaps gleichen den Qualitätsunterschied aus, sind aber tückisch, wenn das favorisierte Team früh in Führung geht und das Spiel verwaltet. Torschützenwetten sind schwierig zu prognostizieren, weil ein Auswechslung in der 60. Minute den ganzen Tipp zerschiesst, und sie haben in der Regel eine hohe Marge, weil der Anbieter die Torwahrscheinlichkeit jedes Stürmers schwerer schätzen kann als den Ausgang des Spiels. Turniersiegerwetten werden früh in der Saison angeboten, mit hohen Quoten, und wer auf den späteren Champion tippt, muss Monate warten und einen Bruchteil seines Einsatzes an die Marge verlieren, die in jeder zukünftigen Anpassung eingerechnet ist.

Spielplan und Wettbewerbsformat: Wer wann spielt und was das für den Wettschein bedeutet

Seit der Saison 2024/25 spielen in der Champions League 36 Mannschaften in einer gemeinsamen Ligaphase. Jedes Team trifft auf acht verschiedene Gegner, verteilt auf zehn Europapokalwochen, vier Heim- und vier Auswärtsspiele. Die Plätze 1 bis 8 der Ligaphase sind direkt für das Achtelfinale qualifiziert, die Plätze 9 bis 24 spielen in einer Zwischenrunde um die übrigen acht Achtelfinalplätze, die Plätze 25 bis 36 scheiden aus. Der Wettbewerb trägt seinen heutigen Namen seit 1992/93; ausgetragen wird er seit 1955/56, damals als Europapokal der Landesmeister, Veranstalter ist die UEFA.

An der Saison 2025/26 nahmen 36 Mannschaften in der Ligaphase teil, 82 einschliesslich der Qualifikationsrunden. Torschützenkönig wurde Kylian Mbappé von Real Madrid mit 15 Toren. Paris Saint-Germain holte den Titel nach einem 1:1 nach Verlängerung im Finale gegen den FC Arsenal, gewonnen im Elfmeterschiessen mit 4:3, und PSG war nach dem Gewinn 2024/25 zum zweiten Mal in Folge Champion. Wer auf den Titelverteidiger getippt hat, durfte sich freuen, aber die Wette war zu Beginn der Saison kein Selbstläufer, sondern eine Wette gegen den Markt, der Paris nach dem ersten Titel nicht zwingend als Favorit sah.

Welche Spiele sich zum Wetten eignen

Nicht jedes Champions-League-Spiel ist ein Wettrennen wert. Spiele der Ligaphase zwischen Mannschaften ähnlicher Stärke haben in der Regel die niedrigste Marge, weil der Anbieter das Risiko am besten einschätzen kann und der Markt breit ist. Spitzenspiele zwischen zwei Top-Vereinen haben höhere Margen, weil die Quoten sehr eng beieinander liegen und der Spread auf den Quoten höher ausfällt. Spiele unterklassiger Teams in der Qualifikationsrunde haben oft extrem hohe Margen, weil der Anbieter die Mannschaften weniger gut kennt und das Risiko grosszügig einpreist. Wer die Marge schätzt, kann die «sicheren Wetten» auf die Favoriten ignorieren und die engen Märkte suchen, aber die Auszahlung fällt dann oft klein aus.

Rekorde, die in der Argumentation gerne auftauchen: Real Madrid mit 15 Titeln, Cristiano Ronaldo mit 140 Toren. Solche Zahlen sind Historie, keine Prognose, und sie sagen über die Quote eines konkreten Spiels wenig aus. Wer die Rekordliste als Wettargument nutzt, verwechselt die Vergangenheit des Wettbewerbs mit der Gegenwart der Begegnung.

Anbieter im Vergleich: Wer Champions-League-Wetten in der Schweiz anbietet

Anbieter Schweizer Bewilligung Veranstalterin und Spielbewilligung
Swisslos Sporttip Bewilligung als Grossspiel (BGS, SR 935.51; Aufsicht Gespa) SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Basel; Produkt Sporttip; Deutschschweizer Kantone, Tessin und Liechtenstein
Loterie Romande Jouez Sport Bewilligung als Grossspiel (BGS, SR 935.51; Aufsicht Gespa) Loterie Romande (Société de la Loterie de la Suisse Romande), Lausanne; Produkt Jouez Sport; Kantone FR, GE, JU, NE, VD, VS
ZotaBet Ohne Schweizer Bewilligung Keine in der Schweiz anerkannte Lizenz; nicht an das Schweizer Ausschlussregister angeschlossen; Domain auf der Gespa-Sperrliste möglich
Sportuna Ohne Schweizer Bewilligung Keine in der Schweiz anerkannte Lizenz; nicht an das Schweizer Ausschlussregister angeschlossen; Domain auf der Gespa-Sperrliste möglich
Unibet Ohne Schweizer Bewilligung Keine in der Schweiz anerkannte Lizenz; nicht an das Schweizer Ausschlussregister angeschlossen; Domain auf der Gespa-Sperrliste möglich
Sportaza Ohne Schweizer Bewilligung Keine in der Schweiz anerkannte Lizenz; nicht an das Schweizer Ausschlussregister angeschlossen; Domain auf der Gespa-Sperrliste möglich
Pribet Ohne Schweizer Bewilligung Keine in der Schweiz anerkannte Lizenz; nicht an das Schweizer Ausschlussregister angeschlossen; Domain auf der Gespa-Sperrliste möglich
bet365 Ohne Schweizer Bewilligung Keine in der Schweiz anerkannte Lizenz; nicht an das Schweizer Ausschlussregister angeschlossen; Domain auf der Gespa-Sperrliste möglich
BC.Game Ohne Schweizer Bewilligung Keine in der Schweiz anerkannte Lizenz; nicht an das Schweizer Ausschlussregister angeschlossen; Domain auf der Gespa-Sperrliste möglich
20Bet Ohne Schweizer Bewilligung Keine in der Schweiz anerkannte Lizenz; nicht an das Schweizer Ausschlussregister angeschlossen; Domain auf der Gespa-Sperrliste möglich

Die Tabelle zeigt, was die Bewilligungslage trennt: zwei Anbieter mit voller Schweizer Aufsicht, acht Anbieter ohne. Für die acht ausländischen Marken gilt, was für die ganze Branche der nicht bewilligten Buchmacher gilt: Die Lizenz, mit der sie werben, hat in der Schweiz keine Wirkung, das Geld fliesst auf ausländische Konten, und der Spielende hat im Streitfall keinen schweizerischen Rekursweg. Die Gespa testet, blockiert Domains, und die Anbieter wechseln die Adresse. Das ist die Landschaft, in der eine Champions-League-Wette in der Schweiz stattfindet.

Swisslos Sporttip

Sporttip ist der Online-Auftritt von Swisslos für Sportwetten. Veranstalterin ist die SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft mit Sitz in Basel; die Sportwetten laufen unter dem Produktnamen Sporttip, und das Vertragsgebiet umfasst die Deutschschweizer Kantone, das Tessin und das Fürstentum Liechtenstein. Die Bewilligung ist die für ein Grossspiel nach BGS, Aufsichtsbehörde ist die Gespa. Wer in Genf wohnt, kann sich nicht registrieren; wer in Zürich wohnt, kann es.

Die Konditionen sind eng, aber klar: Mindesteinsatz CHF 1, Höchsteinsatz CHF 1’000 pro Einzel- oder Kombinationswette, CHF 10’000 pro Systemwette. Swisslos kann die Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Quotenboosts sind auf Prematch-Einzelwetten beschränkt, einmal pro Wettenden nutzbar, und verfallen bei Cash-Out. Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Ereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Der Kombiboost auf den Nettogewinn staffelt sich nach Anzahl Voraussagen: 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn, 100 % bei fünfzehn Voraussagen, jeweils mit Einzelquote von mindestens 1.50. Der Gewinn wird auf zwei Nachkommastellen aufgerundet, dann auf 5 Rappen genau abgerundet.

Der Schweizer Reingewinn von Swisslos für 2025 betrug CHF 562 Mio., davon CHF 506 Mio. an die kantonalen Fonds und CHF 56 Mio. an die Stiftung Sportförderung Schweiz (Swiss Olympic, Fussball, Eishockey, Sporthilfe). Aus den Sportwetten stammten CHF 109 Mio., im Vorjahr CHF 122 Mio. Das ist die Grösse, mit der Sporttip operiert, und es ist der Grund, warum die Plattform kein Hochglanz-Bookmaker ist, sondern ein gemeinwohlorientiertes Angebot mit eingebauter Marge und begrenzten Quotenboosts.

Wer bei Sporttip spielt, bekommt ein System, das sich an den Vorgaben des BGS orientiert, mit Verlustlimiten, Spielsperren und Auszahlungen auf das eigene, verifizierte Konto. Cash-Out ist verfügbar für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, nur online, nur als vollständiges Cash-Out, ohne Teilauszahlung, und nicht garantiert für jeden Markt. Die Livewetten funktionieren, sind aber an die Regel gebunden, dass Wetten nach dem tatsächlichen Eintreffen des Ausgangs mit Quote 1.00 gewertet werden. Das ist der Anbieter für Wettende, die auf die Bewilligung Wert legen, mit den Eigenheiten des Schweizer Grossspiels leben können und im Vertragsgebiet wohnen.

Loterie Romande Jouez Sport

Jouez Sport ist das Sportwetten-Produkt der Loterie Romande, die als Société de la Loterie de la Suisse Romande in Lausanne sitzt. Das Vertragsgebiet umfasst die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Die Loterie Romande unterhält 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und beschäftigt 221 Mitarbeitende. Die Bewilligung folgt demselben BGS-Rahmen wie Sporttip, Aufsicht ist die Gespa.

Was Jouez Sport von Sporttip unterscheidet, ist vor allem der Sprachraum: Die Plattform ist auf Französisch, die Spielregeln und der Kundendienst sind in der Westschweiz verankert, und die Online-Registrierung verlangt einen Wohnsitz in einem der sechs Kantone. Wer in Genf wohnt, ist hier richtig; wer in Lausanne wohnt, auch; wer in Bern wohnt, muss zu Sporttip. Die Grösse der Vertriebsstruktur zeigt sich an den Verkaufsstellen, die Sporttip in dieser Form nicht hat: Wer am Schalter spielen will, ist in der Westschweiz besser aufgehoben.

Die Spielregeln für Sportwetten sind in den Grundzügen identisch mit Sporttip, weil beide Veranstalter dem BGS unterstehen. Einzelne Quoten, Boost-Bedingungen und Marktangebote können variieren, weil jedes Wettprogramm hauseigen ist. Wer Westschweizer Wurzeln hat und im Vertragsgebiet wohnt, bekommt mit Jouez Sport den bewilligten Zugang, mit den gleichen Schutzmechanismen und der gleichen Auszahlungspraxis auf das eigene Konto.

ZotaBet

ZotaBet tritt im Internet mit Champions-League-Quoten auf, verfügt aber über keine Schweizer Bewilligung. Die Lizenz, mit der die Plattform wirbt, hat in der Schweiz keine Wirkung (Art. 4 BGS). Wer dort spielt, ist nicht an das Schweizer Ausschlussregister angeschlossen, hat im Streitfall keinen schweizerischen Rekursweg, und Auszahlungen laufen über ausländische Konten. Die Gespa kann die Domain auf die Sperrliste setzen; eine aktuelle Aufnahme ist jederzeit möglich. Wer dennoch spielt, sollte sich bewusst sein, dass die Werbung mit «Bewilligung» sich auf eine andere Jurisdiktion bezieht, nicht auf die Schweiz, und dass die Steuerfrage bei Gewinnen aus ausländischen Grossspielen kantonal unangenehm ausfallen kann. Die Plattform ist eine Alternative für Wettende, die bewusst das Schweizer Schutzsystem verlassen und die ausländische Regulierung akzeptieren, mit allen Folgen.

Sportuna

Sportuna gehört in dieselbe Kategorie: keine Schweizer Bewilligung, ausländische Lizenz, kein Anschluss an das Schweizer Ausschlussregister, keine Schweizer Aufsicht. Die Plattform wirbt mit Champions-League-Quoten und Boni, die bei einem bewilligten Anbieter bewilligungspflichtig wären, hier aber keiner Schweizer Kontrolle unterstehen. Wer den Anbieter nutzt, akzeptiert die ausländische Regulierung, das ausländische Beschwerdesystem und die fehlende Schweizer Sperre. Die Gespa kann die Domain auf die Sperrliste setzen lassen, und bei Blockaden weicht der Anbieter auf neue Domains aus. Die Frage, die jeder Wettende für sich beantworten muss, ist, ob die Quoten und das Bonusangebot diese Risiken aufwiegen. Die Bewilligungslage ist eindeutig: nicht in der Schweiz bewilligt, nicht in der Schweiz geschützt.

Unibet

Unibet ist in vielen europäischen Märkten aktiv, in der Schweiz aber ohne Bewilligung. Die Marke wirbt mit einem breiten Wettprogramm und Livewetten, die im Ausland funktionieren, hier aber an der DNS-Sperre der Gespa hängen können. Die Sperrliste wird laufend aktualisiert, und der Anbieter reagiert mit Domain-Wechseln. Wer über ausländische Domains spielt, bewegt sich ausserhalb des BGS-Schutzraums, ohne Schweizer Aufsicht, ohne Schweizer Spielsperre und ohne Schweizer Rekurs. Die Quoten sind oft knapp kalkuliert, die Märkte breit, und die Anziehungskraft entsteht aus dem, was die Schweizer Veranstalter nicht anbieten: Vielfalt, Promotions, die hierzulande der Gespa-Bewilligung bedürften und sie nicht haben. Wer das Angebot nutzt, sollte die Quoten mit derselben Margeprüfung angehen wie bei einem bewilligten Anbieter und sich bewusst sein, dass die ausländische Lizenz im Streitfall nicht in der Schweiz vollstreckbar ist.

Sportaza

Sportaza ist ein weiterer Anbieter ohne Schweizer Bewilligung, der Champions-League-Quoten führt und mit Bonusangeboten wirbt. Die Bewilligungslage ist identisch mit den anderen genannten Marken: keine Wirkung in der Schweiz, keine Anbindung an das Schweizer Ausschlussregister, mögliche Aufnahme in die Gespa-Sperrliste. Die Plattform kombiniert Sportwetten mit Casino-Angeboten, was die Frage der Spielsuchtprävention zusätzlich kompliziert, weil zwei verschiedene Schutzregime involviert sind und die Schweizer Spielsperre im Casino-Modul eines ausländischen Anbieters nicht greift. Wer die Plattform nutzt, sollte sich die AGB genau ansehen, insbesondere die Auszahlungsbedingungen und die Frage, ob das Konto in einer Währung geführt wird, die Wechselkursverluste verursacht.

Pribet

Pribet gehört in dieselbe Kategorie wie ZotaBet, Sportuna und Sportaza. Keine Schweizer Bewilligung, ausländische Lizenz, keine Schweizer Aufsicht, mögliche DNS-Sperre. Das Wettprogramm umfasst Champions League, Livewetten und ein Bonusangebot, das hierzulande bewilligungspflichtig wäre. Die Frage, ob der Anbieter die Quotenboosts und Boni hält, die er bewirbt, hängt an der ausländischen Aufsicht, nicht an einer Schweizer Instanz. Wer dort spielt, sollte die Bonusbedingungen lesen, die Umsatzanforderungen prüfen und sich bewusst sein, dass «Gratiswette» im Schweizer Recht ein bewilligungspflichtiges Gratisspielguthaben ist, das hier nicht von der Gespa genehmigt wurde.

bet365

bet365 ist einer der grössten Anbieter weltweit, in der Schweiz aber ohne Bewilligung. Die Gespa führt die Domain auf der Sperrliste, und der Anbieter weicht auf alternative Domains aus. Das ist der bekannteste Fall von Domain-Hopping im Schweizer Kontext. Wer über die alternativen Domains spielt, hat dasselbe Problem wie bei den anderen ausländischen Anbietern: keine Schweizer Aufsicht, keine Schweizer Spielsperre, ausländische Lizenz, ausländischer Rekurs. Die Quoten sind oft eng, das Wettprogramm breit, der Livewetten-Markt einer der grössten der Branche. Die Bewilligungslage ändert nichts an der Qualität der Plattform im Ausland, aber sie definiert den Schutzraum, in dem ein Schweizer Wettender spielt, und der ist hier leer.

BC.Game

BC.Game ist ein Krypto-naher Anbieter, der Champions-League-Wetten im Programm führt. In der Schweiz ist er ohne Bewilligung, und Krypto-Auszahlungen kollidieren mit einer Grundregel des BGS: Gewinne und Guthaben werden auf ein Zahlungskonto im Namen des Kontoinhabers ausgezahlt (Art. 50 Abs. 2 VGS), und anonyme oder Krypto-Auszahlungen gibt es im bewilligten Schweizer Wettgeschäft nicht. Wer bei BC.Game spielt, bewegt sich vollständig ausserhalb des BGS-Schutzraums, ohne Schweizer Aufsicht, ohne Schweizer Spielsperre und ohne Schweizer Aufsicht über die Auszahlung. Die Bündelung von Sportwetten und Casino auf einer Krypto-Plattform verstärkt die Risiken, die mit fehlender Aufsicht einhergehen, und die Werbung mit «Anonymität» ist in der Schweiz weder ein Vorteil noch erlaubt.

20Bet

20Bet rundet die Liste der Anbieter ohne Schweizer Bewilligung ab. Keine Schweizer Aufsicht, ausländische Lizenz, mögliche DNS-Sperre, kein Anschluss an das Schweizer Ausschlussregister. Das Wettprogramm umfasst Champions League, Livewetten und ein Bonusangebot, das im Schweizer Kontext bewilligungspflichtig wäre. Die Plattform kombiniert Sportwetten mit Casino, was zwei verschiedene Schutzregime involviert, ohne dass die Schweizer Spielsperre im Casino greift. Wer dort spielt, sollte die AGB lesen, die Bonusbedingungen prüfen und sich bewusst sein, dass die ausländische Lizenz im Streitfall nicht in der Schweiz vollstreckbar ist. Die Bewilligungslage ist eindeutig, und der Anbieter gehört zu denen, die auf der Gespa-Sperrliste landen können.

Marge und Quotenrechnung: Was die Quote über den Anbieter verrät

Eine Quote von 2.10 bedeutet nicht, dass das Ereignis mit einer Wahrscheinlichkeit von 47,6 % eintritt. Die Umrechnung 1 / 2.10 ergibt 47,6 %, aber diese Zahl enthält bereits die Marge des Anbieters, die in jeder einzelnen Quote eingerechnet ist. Bei einem 1X2-Markt mit drei Ausgängen ergibt sich die Auszahlungsquote aus 1 / (1/Q1 + 1/QX + 1/Q2). Liegen die Quoten bei 2.10, 3.40 und 3.60, ergibt sich 1 / (0,476 + 0,294 + 0,278) = 1 / 1,048 = 95,4 %, was einer Marge von 4,6 % entspricht. Bei 1.85, 3.60 und 4.20 ergibt sich 1 / (0,541 + 0,278 + 0,238) = 1 / 1,057 = 94,6 %, also eine Marge von 5,4 %. Bei 2.50, 3.20 und 2.80 ergibt sich 1 / (0,400 + 0,313 + 0,357) = 1 / 1,070 = 93,5 %, Marge 6,5 %.

In der Praxis liegt die Marge auf Champions-League-Spielen je nach Markt und Wettbewerbsphase in einem Band von etwa 5 % bis 12 %. Spitzenspiele mit breitem Markt und vielen Informationen tendieren zur unteren Bandgrenze, Spiele der Qualifikationsrunden oder unterklassiger Teams zur oberen. Die Marge ist der stille Kostenteil jeder Wette, der nie auf dem Wettschein steht, aber bei jeder Auszahlung mitverdient wird. Wer auf Dauer wettet, verliert auf Dauer gegen diese Marge, und zwar unabhängig davon, wie gut die Tipps im Einzelfall sind. Das ist der Grund, warum die Auszahlungsquote das wichtigste Qualitätsmerkmal eines Marktes ist, noch vor Quotenboosts, Boni und Wettprogramm.

Wie die Gewinnrechnung in der Praxis aussieht

Einsatz 10 CHF, Einzelquote 2.10, Gewinnbetrag 21 CHF (10 × 2.10), Nettogewinn 11 CHF. Bei einer 4er-Kombi mit Gesamtquote 11.63 sind 10 CHF Einsatz 116.30 CHF Gewinnbetrag, 106.30 CHF Nettogewinn, abzüglich der kombinierten Marge, die in jeder Einzelquote steckt. Bei Sporttip wird der Gewinnbetrag zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet, dann auf 5 Rappen genau abgerundet, was bei 116.30 den Auszahlungsbetrag 116.25 ergibt. Der Unterschied ist klein, aber er ist da, und er gehört zur Marge.

Die Frage, die sich jeder Wettende stellen sollte, ist nicht, ob die Quote «gut» aussieht, sondern ob sie nach Abzug der Marge noch Value hat. Eine Quote von 2.10 ist nur dann Value, wenn die faire Wahrscheinlichkeit des Ereignisses über 47,6 % liegt, und das ist eine Schätzung, die systematisch daneben liegen kann. Wer auf Quote setzt, ohne die Marge mitzurechnen, verliert auf Dauer, auch wenn die Tipps im Einzelfall sitzen.

Zahlungen, Steuern und Auszahlung: Was am Ende vom Wettschein übrig bleibt

Gewinne und Guthaben aus bewilligten Schweizer Sportwetten werden auf ein Zahlungskonto im Namen des Kontoinhabers ausgezahlt (Art. 50 Abs. 2 VGS). Anonyme Auszahlungen und Krypto-Auszahlungen gibt es im bewilligten Wettgeschäft nicht. Welche Zahlungsmittel ein Anbieter konkret akzeptiert, steht in seinen Bedingungen und ist Sache des Anbieters. Kredit an Spielende ist verboten (Art. 75 Abs. 1 BGS); die Verlustlimite ist das einzige Werkzeug, das die Höhe des Einsatzes begrenzt.

Steuern: Gewinne aus bewilligten Grossspielen sind in der Schweiz einkommensteuerfrei bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn, der sich aus dem Bundessteuerfreibetrag und dem kantonalen Freibetrag zusammensetzt. Die bundesrechtliche Schwelle beträgt ab dem 1. Januar 2026 CHF 1’071’000 (2025: CHF 1’070’400), die kantonale Schwelle variiert, weshalb nur «je nach Kanton» eine zutreffende Aussage ist. Oberhalb des Freibetrags zieht die Veranstalterin 35 % Verrechnungssteuer ab, die über die Steuererklärung zurückgefordert werden kann. Die allermeisten Wettenden bleiben unter dem Freibetrag und zahlen weder Einkommensteuer noch Verrechnungssteuer auf ihren Gewinn. Eine Wettsteuer auf den Einsatz gibt es in der Schweiz nicht. Gewinne aus ausländischen Grossspielen unterliegen keiner Verrechnungssteuer, fallen aber je nach Kanton unter eine andere Praxis; Thurgau etwa behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen vollständig als steuerbares Einkommen, unabhängig vom Betrag. Bei Unsicherheit hilft der Steuerberater oder die kantonale Steuerverwaltung.

Was die Champions-League-Saison 2025/26 für den Wettschein bedeutet

Die Saison 2025/26 endete am 30. Mai 2026 in der Puskás Aréna in Budapest mit dem Finale zwischen Paris Saint-Germain und dem FC Arsenal. PSG gewann 1:1 nach Verlängerung, 4:3 im Elfmeterschiessen, und holte nach 2024/25 den zweiten Titel. Der Torschützenkönig war Kylian Mbappé von Real Madrid mit 15 Toren, ein Wert, der die gesamte Ligaphase, die K.-o.-Runden und das Finale umfasst. An der Ligaphase nahmen 36 Mannschaften teil, 82 einschliesslich der Qualifikationsrunden.

Wer auf den Titel getippt hat, durfte sich freuen. Wer auf den Torschützenkönig getippt hat, ebenso. Wer auf einen Aussenseiter der Ligaphase gesetzt hat, hat die Wettbewerbsstruktur der Champions League unterschätzt, in der die Plätze 25 bis 36 ausscheiden und die Plätze 9 bis 24 in eine Zwischenrunde gehen, die nur noch acht von sechzehn Teams in das Achtelfinale bringt. Wer auf einen Ausgang des Finales nach regulärer Spielzeit gewettet hat, ohne die Wettbedingungen zu lesen, hat den Unterschied zwischen «90 Minuten plus Nachspielzeit» und «nach Verlängerung» unterschätzt, den Sporttip klar in seinen Regeln definiert.

Was die nächste Saison bringt

Die nächste Champions-League-Saison beginnt mit der Qualifikation im Sommer und endet mit dem Finale im Mai oder Juni. Das Format bleibt das der Ligaphase mit 36 Mannschaften, jeder gegen acht verschiedene Gegner, verteilt auf zehn Europapokalwochen. Die Quoten werden in den ersten Wochen der Qualifikation oft hoch sein, weil die Mannschaftsaufstellungen, Verletzungen und Formkurven noch nicht abschätzbar sind, und sie werden sich mit fortschreitender Ligaphase an die kollektive Markteinschätzung anpassen. Wer auf einen Aussenseiter der Qualifikation setzt, wettet gegen den Anbieter, der die Form weniger gut kennt als später, und nimmt dafür eine hohe Marge in Kauf. Wer auf einen Favoriten der Ligaphase setzt, wettet gegen die Marge, die der Anbieter auf der Favoritenseite weniger stark absichert, und nimmt dafür eine niedrige Quote in Kauf. Welche Strategie «besser» ist, hängt von der eigenen Einschätzung ab, und die kann daneben liegen.

Häufige Fragen zur Champions League und zu Wetten in der Schweiz

Wer gewinnt die Champions League, und warum kann keine Prognose diese Frage verlässlich beantworten?

Eine seriöse Prognose nennt die Mannschaften, deren Form, Kaderqualität und Losglück für den Titel sprechen, und sie endet dort. Wer eine konkrete Mannschaft als zukünftigen Champion benennt, macht eine Aussage über die Zukunft, die keine Statistik begründen kann, weil Verletzungen, Sperren, Tagesform und Losglück in einem K.-o.-Wettbewerb überproportional viel Gewicht haben. Die Buchmacherquoten vor einer Saison spiegeln die kollektive Markteinschätzung wider, nicht eine Vorhersage; eine «sichere» Wette auf den Favoriten ist oft nur eine Wette gegen die Marge, die der Anbieter auf der Favoritenseite eingepreist hat. Wer auf den Champion wettet, sollte sich bewusst sein, dass die Quote nur die kollektive Unsicherheit widerspiegelt, nicht die eigene.

Darf man in der Schweiz bei Swisslos und Loterie Romande auf die Champions League wetten?

Ja, mit Einschränkungen. Swisslos betreibt Sporttip für die Deutschschweizer Kantone, das Tessin und Liechtenstein, die Loterie Romande betreibt Jouez Sport für die Kantone FR, GE, JU, NE, VD und VS. Wer im Vertragsgebiet wohnt, volljährig ist und keinen Spielsperre-Eintrag hat, kann sich online registrieren und auf die Champions League wetten. Wer in einem anderen Kanton wohnt, kann sich nicht registrieren, und wer sich bei einem ausländischen Anbieter ohne Schweizer Bewilligung anmeldet, bewegt sich ausserhalb des BGS-Schutzraums. Die Bewilligungslage ist eindeutig: nur zwei Veranstalterinnen, und ausländische Lizenzen gelten in der Schweiz nicht.

Worin unterscheiden sich Wetten auf einzelne Spiele, den Turniersieger und den Torschützenkönig bei den Quoten?

Einzelwetten auf ein Spiel haben in der Regel die niedrigste Marge, weil der Markt breit und die Informationen gut sind. Turniersiegerwetten werden früh in der Saison angeboten, mit hohen Quoten, weil die Wahrscheinlichkeit jedes Titelfavoriten klein ist und der Anbieter das Risiko grosszügig einpreist; wer auf den Champion tippt, muss Monate warten und trägt das Verletzungs- und Formrisiko über die ganze Saison. Torschützenwetten haben eine hohe Marge, weil der Anbieter die Torwahrscheinlichkeit jedes Stürmers schwerer schätzen kann als den Ausgang des Spiels, und sie sind anfällig für Auswechslungen, Sperren und Torverteilung innerhalb der Mannschaft. Welcher Markt «besser» ist, hängt von der eigenen Einschätzung ab; keiner ist pauschal günstiger.

Wie viel Marge steckt in den Quoten, und wie wird ein Gewinn aus Einsatz und Quote berechnet?

Die Marge ergibt sich aus 1 minus der Auszahlungsquote des Marktes, die wiederum 1 / (1/Q1 + 1/Q2 + … + 1/Qn) für alle Ausgänge ist. Bei einem 1X2-Markt mit Quoten 2.10, 3.40 und 3.60 ergibt sich eine Auszahlungsquote von rund 95 %, Marge 5 %. Der Gewinnbetrag einer Wette ist Einsatz mal Quote; bei einer Einzelwette 10 CHF Einsatz zu Quote 2.10 also 21 CHF, davon 10 CHF Einsatz und 11 CHF Nettogewinn. Bei einer Kombiwette multiplizieren sich die Einzelquoten zur Gesamtquote, und der Gewinnbetrag ist Einsatz mal Gesamtquote. Bei Sporttip wird der Gewinnbetrag gemäss den Spielregeln kaufmännisch auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen genau abgerundet.

Zählen Verlängerung und Elfmeterschiessen bei einer Wette auf ein Finale zur regulären Spielzeit?

Nein, nicht automatisch. Bei Sporttip umfasst die reguläre Spielzeit die reguläre Spieldauer plus Nachspielzeit, beim Fussball also 90 Minuten plus Nachspielzeit. Verlängerung und Elfmeterschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm ausdrücklich darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Eine Wette auf «Sieger des Spiels» meint in der Regel den Sieger nach regulärer Spielzeit, was bei einem 1:1 nach 90 Minuten zur Wettrückzahlung führt, weil es keinen Sieger der regulären Spielzeit gibt. Wer auf den «Sieger des Finales» wettet, meint in der Regel den Sieger nach Verlängerung und Elfmeterschiessen, und wer das nicht liest, wettet gegen die Wettbedingung.

Was bedeutet es, wenn Krypto-Anbieter ohne Schweizer Bewilligung Champions-League-Wetten anbieten?

Es bedeutet, dass die Plattform in der Schweiz keine Bewilligung hat und keine Wirkung entfaltet. Die Lizenz, mit der sie wirbt, ist in einem anderen Rechtsraum gültig, nicht in der Schweiz, und das BGS schützt den Spielenden dort nicht: kein Anschluss an das Schweizer Ausschlussregister, keine Schweizer Aufsicht, keine Schweizer Spielsperre, keine Auszahlung auf ein verifiziertes Schweizer Konto nach Art. 50 VGS. Krypto-Auszahlungen sind im bewilligten Schweizer Wettgeschäft nicht möglich, und Anonymität ist kein Vorteil, sondern ein Hinweis darauf, dass die Plattform sich der Schweizer Aufsicht entzieht. Wer dort spielt, sollte sich bewusst sein, dass die Werbung mit «Bewilligung» sich auf eine andere Jurisdiktion bezieht und dass Gewinne aus ausländischen Grossspielen in manchen Kantonen vollständig steuerpflichtig sind.

Inhalt erstellt vom Team «buchmachersch»