Europameisterschaft wetten in der Schweiz: was es kostet und wer anbieten darf
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Stand: Oktober 19, 2026 · geprüft gegen die Gespa-Bewilligungsliste und die Spielregeln der beiden Schweizer Veranstalter.
Eine Europameisterschaft findet 2026 nicht statt. Die letzte Endrunde lief im Sommer 2024 in Deutschland, die nächste folgt vom 9. Juni bis 9. Juli 2028 in England, Schottland, Wales und Irland. Wer in der Schweiz auf die kommende EM wetten will, hat nur zwei Anbieter zur Auswahl: Swisslos mit Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport. Beide tragen das gleiche Gütesiegel einer Schweizer Bewilligung, beide nehmen das Geld selbst und schütten den Reingewinn an kantonale Fonds aus, und beide unterscheiden sich an einer Stelle, die für jede Wette zählt: in der Marge, die in jeder Quote steckt. Was diese Seite zusammenträgt, sind die Regeln, die Limits, die Bonuslogik und die Rechenwege, mit denen sich zeigen lässt, was eine Wette auf die Endrunde 2028 in der Schweiz wirklich kostet – und warum ausländische Marken, die im Internet rasch auftauchen, trotz glänzender Werbung kein vergleichbares Umfeld bieten.
Rechtslage: warum nur zwei Anbieter in der Schweiz wetten dürfen
Die Ausgangslage in der Schweiz ist strenger als in fast jeder anderen europäischen Rechtsordnung. Das Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51) zählt Sportwetten zu den Grossspielen (Art. 3 lit. c und e), und Grossspiele dürfen in der Schweiz nur von Veranstaltern angeboten werden, die eine Veranstalterbewilligung und eine Spielbewilligung besitzen (Art. 21–25 BGS). Eine ausländische Konzession – aus Malta, Curaçao, Deutschland oder einem anderen Land – hat hier keine Wirkung (Art. 4 BGS). Das gilt ohne Wenn und Aber. Wer organisiert, ohne eine Schweizer Bewilligung zu haben, macht sich strafbar: bis zu drei Jahre Freiheitsstrafe, bei gewerbsmässigem Betrieb bis zu fünf Jahre (Art. 130 BGS). Werbung für unveranlasste Glücksspiele in der Schweiz ist eine Busse wert, die bis zu CHF 500’000 reicht (Art. 74 Abs. 3 und Art. 131 BGS).

Die Kantone haben in der interkantonalen Vereinbarung von 2019 festgelegt, dass es bei zwei Veranstaltern bleibt: Swisslos, deren Sportwetten unter dem Namen Sporttip laufen, und die Loterie Romande mit Jouez Sport. Eine dritte Schweizer Buchmacherbewilligung für Sportwetten ist im aktuellen Markt nicht in Sicht, und die Gespa, die interkantonale Aufsichtsbehörde mit Sitz in Bern, publiziert nicht eine Liste von weiteren Buchmachern, weil es keine gibt. Was sie publiziert, ist die Sperrliste: ausländische Domains, die Schweizer Telekomanbieter per DNS blockieren, Ende 2025 waren es 671 Domains. Auf dieser Liste tauchen Interwetten und Bet-at-Home namentlich auf, bet365 ebenfalls, und es kommen laufend weitere hinzu, weil Domains innert Stunden ausgetauscht werden.
Das hat Folgen für die Wettkosten, die diese Seite bilanziert. Wer bei einem ausländischen Anbieter ohne Schweizer Bewilligung wettet, hat keinen Zugang zur Spielsperre, keinen Rechtsweg bei Streit mit dem Anbieter und keine Aufsicht über faire Quoten und Auszahlungen. Werbung, die suggeriert, dass eine ausländische Marke «sicher» sei, weil sie in einem anderen Land reguliert sei, blendet die Schweizer Rechtslage vollständig aus. Wer in der Schweiz wettet, hat die Wahl zwischen zwei Anbietern mit voller Bewilligung und einer offenen Zahl ausländischer Marken ohne diese Bewilligung; der Unterschied ist nicht kosmetisch, sondern trifft das gesetzliche Schutzniveau.
Wer Swisslos und Loterie Romande sind
Swisslos ist eine Genossenschaft mit Sitz in Basel, interkantonal organisiert und gestützt auf die interkantonale Vereinbarung von 2019 (IKV 2020). Die Sportwette läuft unter dem Produktnamen Sporttip. Swisslos bedient die Deutschschweiz, das Tessin und das Fürstentum Liechtenstein. Im Geschäftsbericht 2025 weist Swisslos einen Reingewinn von CHF 562 Mio. aus, wovon CHF 506 Mio. an die kantonalen Fonds gingen und CHF 56 Mio. an die Stiftung Sportförderung Schweiz für Swiss Olympic, Fussball, Eishockey und Sporthilfe. Aus den Sportwetten allein stammten CHF 109 Mio., 2024 waren es CHF 122 Mio.

Die Loterie Romande ist die Gegenstück-Genossenschaft der Westschweiz mit Sitz in Lausanne (Avenue de Provence 14, 1001 Lausanne), zählt rund 221 Mitarbeitende und unterhält 2’350 Verkaufsstellen in den Kantonen Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Ihr Produkt heisst Jouez Sport. Beide Veranstalter schütten ihren Gewinn vollständig an die Kantone aus, was eine Eigenheit des Schweizer Modells ist und bei ausländischen Anbietern fehlt.
Was auf dem Wettschein stehen darf – und was nicht
Die Gespa führt die Liste der bewilligten Sportarten, Wettbewerbe und Wetttypen (Stand 10.09.2026). Wetten ausserhalb dieser Liste sind nicht erlaubt; entsprechend tauchen Eckball- oder Kartenmärkte in der Schweizer Gespa-Liste ebenso wenig auf wie ein Esports-Bereich. Wetten auf Wetter, Politik oder TV-Shows sind tabu. Qualifikationsrunden, Frauenwettbewerbe und Rangwetten stehen nur dann auf dem Programm, wenn die Liste sie führt. Veranstaltungen mit überwiegend Minderjährigen sind ausgeschlossen (Art. 25 Abs. 2 BGS). Was bleibt, ist ein engerer Spielraum, als es das internationale Wettprogramm ausländischer Anbieter zeigt, und das ist der Preis für die Bewilligung.
Livewetten sind erlaubt, prematch und live, sofern der Veranstalter eine entsprechende Entscheidung hält. Das BGS kennt keine spezifische Einschränkung bestimmter Live-Märkte. Cash-Out ist nicht regulatorisch vorgegeben, sondern Veranstalterregel: bei Sporttip ist es für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten verfügbar, prematch und live, aber nur online und nur als vollständiger Cash-Out ohne Teilauszahlung. Eine Garantie, dass Cash-Out für jeden Markt angeboten wird, gibt es nicht. Über die Verfügbarkeit virtueller Sportereignisse schweigt die Liste, also steht hier nichts.
Spielerschutz, Limiten und Steuern: was vor der ersten Wette festgelegt wird
In der Schweiz beginnt jede Wette mit drei Klicks, die keine Marketingabteilung der Welt empfiehlt: mit der Festlegung eigener Verlustlimiten. Vor der ersten Online-Teilnahme bei Sporttip müssen Spielende Limiten für 1, 7 und 30 Tage setzen, mit einer Obergrenze von CHF 9’999 (für unter 21-Jährige CHF 1’000). Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage möglich. Diese Limiten werden vom Veranstalter verlangt (Art. 87 VGS), nicht vom Staat diktiert. Es gibt keinen gesetzlichen Fixbetrag für eine Einzahlungsobergrenze, und wer die Limite nicht selbst setzt, akzeptiert die Höchstwerte.
Eine Spielsperre lässt sich bei Swisslos produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst setzen, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in das schweizweite Register eingetragen und gilt auch für Casinos, einschliesslich Online-Casinos, sowie im Fürstentum Liechtenstein. Eine selbstgewählte Sperre kann erst nach drei Monaten wieder aufgehoben werden (Art. 84 VGS), unter Einbezug einer Fachstelle (Art. 81 BGS). Wer sich für eine Pause von bis zu sechs Monaten entscheidet, hat darauf Anspruch (Art. 89 VGS). Ausgeschlossene oder minderjährige Spielerinnen und Spieler haben keinen Anspruch auf Einsätze oder Gewinne (Art. 45 BGS).
Die Mindesteinsätze und Höchsteinsätze bei Sporttip sind klar beziffert: der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten liegt bei CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette bei CHF 1’000 und für eine Systemwette bei CHF 10’000. Swisslos darf diese Werte jederzeit und ohne Begründung anpassen; eine Wette über der Limite wird nicht angenommen.
Werbung, Werbeverbote und das, was die Werbung verschweigt
Werbung für Glücksspiele darf nicht aufdringlich oder irreführend sein und sich weder an Minderjährige noch an gesperrte Personen richten (Art. 74 BGS). Werbung für unveranlasstes Glücksspiel in der Schweiz ist verboten, und die Busse kann bis zu CHF 500’000 betragen. Eine zeitliche Werbe-Sperre, etwa ein Nachtwerbeverbot, kennt das Gesetz nicht. Gratiswetten, Gratisspielguthaben und Bonusguthaben brauchen die vorgängige Einwilligung der Gespa (Art. 75 Abs. 2 BGS). 2025 hat die Gespa 24 Einwilligungen an die Loterie Romande und 8 an Swisslos erteilt, eine kleine Zahl, die erklärt, warum das Bonusangebot in der Schweiz schmal ausfällt.
Was die Werbung verschweigt, ist die Mathematik hinter jeder Quote. Ein «risikofreier» Einsatz, der als Gratiswette zurückkommt, ersetzt in der Regel nicht den Einsatz, sondern nur den Nettogewinn; was als «Boost» angekündigt wird, ist eine Erhöhung des Nettogewinns, nicht des Einsatzes. Beide sind in der Schweiz an Bedingungen geknüpft, die in den Spielregeln stehen und gelesen werden müssen, bevor der Wettschein abgegeben wird.
Steuern: was vom Gewinn übrig bleibt
Gewinne aus Schweizer Grossspielen sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommensteuerfrei, und oberhalb der Schwelle wird die Verrechnungssteuer von 35 % direkt vom Veranstalter abgezogen und kann über die Steuererklärung zurückgefordert werden. Der Bundessteuerfreibetrag liegt seit dem 1. Januar 2026 bei CHF 1’071’000 (2025: CHF 1’070’400). Die kantonalen Schwellen weichen ab, deshalb gilt: je nach Kanton. Wer deutlich unter der Schwelle wettet, zahlt auf einen Gewinn weder Einkommensteuer noch Verrechnungssteuer. Ausländische Wettgewinne unterliegen keiner Verrechnungssteuer; im Kanton Thurgau jedoch werden Gewinne aus ausländischen Grossspielen unabhängig vom Betrag als steuerbares Einkommen behandelt. Die Auskunft «je nach Kanton» bleibt deshalb die einzig ehrliche Formulierung, weil sie den Leser zur eigenen Steuerverwaltung schickt.
Die Schweiz kennt keine Wettsteuer auf den Einsatz, also kein Prozentabschlag vom Wettschein. Was an Kosten bleibt, ist die Marge, die in jeder Quote steckt.
Boni und Gratiswetten: was die kleinen Aktionen wirklich taugen
Die Schweizer Veranstalter bieten weniger und kleinere Aktionen als ausländische Anbieter. Das ist kein Zufall, sondern das Ergebnis der Bewilligungspflicht: jede Aktion braucht die Einwilligung der Gespa. Was bleibt, sind drei Bausteine, die Sporttip im Programm hat und die hier auf ihre tatsächliche Bedeutung hin auseinandergenommen werden.
Quotenboosts und Profitboosts
Quotenboosts bei Sporttip gelten nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage. Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide sind pro Wettenden nur einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert, bei einem Cash-Out verfällt der Boost. Was als «Boost» beworben wird, ist also keine Verdreifachung des Gewinns, sondern eine Erhöhung des Nettogewinns auf einen vordefinierten Markt, mit einer Obergrenze und einer Einmal-Beschränkung.
Der Kombiboost
Der Kombiboost verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Mindestquote von 1.50 pro Auswahl und belohnt die Risikofreude in Stufen: 5 % Bonus auf den Nettogewinn bei vier Voraussagen, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn solchen Voraussagen. Auch hier sind Einsatz und Gewinnerhöhung limitiert. Die Formel, die das durchrechenbar macht: Wer einen 100-Franken-Einsatz auf eine Kombiwette mit 15 Auswahl zu 1.50 riskiert, gewinnt im Erfolgsfall einen Nettogewinn von 100 × 1.50^15 minus 100, also einen sehr langen Multiplikator, der bei 14’768’730 CHF landet, bevor der 100 % Boost obendrauf kommt. Wer ausrechnet, was eine Auswahl von 1.50 in 15 Schritten an Wahrscheinlichkeit mitbringt, sieht, warum 100 % Bonus auf eine solche Quote nicht den Einsatz kompensiert, sondern nur den Gewinn über den mathematischen Erwartungswert hebt.
Was eine Gratiswette in der Schweiz wert ist
Eine Gratiswette, deren Einsatz bei einer erfolgreichen Wette nicht zurückgezahlt wird, hat einen durchschnittlichen Wert, der sich aus der Höhe der Gratiswette, der Quote, zu der sie eingesetzt wird, und der Auszahlungsquote dieses Marktes berechnet. Wer eine 10-Franken-Gratiswette auf eine Quote von 3.00 setzt, gewinnt im Erfolgsfall 20 Franken Nettogewinn, und im Misserfolg ist der Einsatz weg. Der Wert dieser Gratiswette, gemittelt über viele solcher Wetten, liegt bei rund 10 × (3.00 − 1) ÷ 3.00 × Auszahlungsquote, also bei rund CHF 6,60 bei einer Auszahlungsquote von 99 % auf einen Zweier-Markt. Wer auf einer Quote von 1.50 spielt, halbiert den Wert; wer auf 10.00 spielt, zieht ihn auf CHF 8,90. Die Mechanik schiebt den Wert der Gratiswette also nicht über die Höhe der Quote, sondern dorthin, wo die Auszahlungsquote des Marktes den Unterschied macht.
Wichtig: Wer eine Gratiswette vergleicht, vergleicht nicht die Quote, sondern den effektiven Wert. Wer eine 50-Franken-Gratiswette auf eine Quote von 1.50 setzt, gewinnt im Erfolgsfall 25 Franken, und der Erwartungswert liegt noch tiefer, weil die Auszahlungsquote eines Marktes mit niedriger Quote schlechter ist. Wer eine 10-Franken-Gratiswette auf eine Quote von 5.00 setzt, gewinnt 40 Franken im Erfolgsfall, und der Erwartungswert steigt. Die Mechanik ist dieselbe wie überall, das Werbeversprechen klingt nur grösser.
Die Wett-App: was auf dem Smartphone anders ist – und was nicht
Die Frage nach der App ist in der Schweiz eine Frage nach zwei Einschränkungen: nach der geprüften Identität und nach der eigenen Limite. Die Online-Registrierung bei Swisslos verlangt mindestens 18 Jahre, Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Swisslos-Vertragsgebiet, keine bestehende Spielsperre und die eindeutige Zuordnung zu einer Person (eine Registrierung pro Person). Die Identität wird aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adressdatenbanken geprüft. Eine App, die diese Schritte umgeht, ist in der Schweiz nicht verfügbar, und eine App, die sie überspringt, gehört zu einem Anbieter ohne Schweizer Bewilligung.
Auf dem Smartphone zählt, was am Rechner zählt: dieselben Limiten, dieselbe Auszahlungsquote, dieselbe Sperrmöglichkeit. Wer live auf eine Quote tippt, sieht dieselbe Quote wie am Bildschirm, geprüft gegen den Spielstand und gegen die Quote, die der Markt hergibt. Eine App ersetzt keine Bewilligung, und sie macht eine Wette nicht billiger. Was sie macht, ist die Reibung kleiner, und genau das ist der Punkt, an dem das eigene Limit am schnellsten vergessen wird.
Eine Wette, die in der App platziert ist, hat in den Schweizer Bedingungen die gleichen Grenzen wie eine Wette am Rechner oder am Schalter: Cash-Out ist nur online möglich und nur als vollständiger Cash-Out; eine Bestätigung der Wette wird per Push oder E-Mail zugestellt; die Spielregeln sind in der App dieselben wie auf der Webseite. Wer die App mit dem Argument «schneller als der Rechner» empfiehlt, sollte daran erinnern, dass Schnelligkeit eine Tugend ist, solange sie nicht über die Verlustlimite hinausgeht.
Prognosen und Tippstrategien: warum keine Vorhersage sicher ist
Wer nach «Tipps Europäische Meisterschaft» oder «EM Wettprognose» sucht, findet Seiten, die Tabellen mit Wahrscheinlichkeiten, Formkurven und Kadern liefern. Was sie nicht liefern, ist ein Treffer. Eine seriöse Prognose stützt sich auf drei Dinge: auf die jüngste Form der Mannschaft, auf den Kader und seine Ausfälle, auf den direkten Quotenvergleich zwischen den Anbietern. Was als «Tipp» verkauft wird, ist eine Schätzung, kein Versprechen.
Der Grund liegt in der Mathematik. Wer eine Quote von 3.00 auf einen Sieg annimmt, gewinnt im Erfolgsfall das Dreifache des Einsatzes, aber die Wahrscheinlichkeit, dass diese Quote von 3.00 von einem Anbieter mit 5 % Marge kommt, liegt bei rund 33 %, eingerechnet die Marge. Wer eine Quote von 1.50 annimmt, gewinnt nur das 1,5-Fache, und die Wahrscheinlichkeit ist höher, aber die Marge kostet. Es gibt keinen Markt, auf dem die Quote die Wahrscheinlichkeit ehrlich abbildet, weil die Marge in jeder Quote enthalten ist.
Wer eine Strategie verfolgt, sollte drei Stellschrauben kennen: den Wettbewerb (Gruppenphase, K.-o.-Spiel, Finale sind verschiedene Risikoklassen), die Wettart (Einzelwette, Kombiwette, Systemwette) und die eigene Limite. Wer eine Kombiwette aus vier Auswahl zu 1.50 baut, gewinnt im Erfolgsfall das 5,06-Fache, verliert aber mit einer Wahrscheinlichkeit von rund 75 %, dass mindestens eine Auswahl daneben liegt, weil die kombinierte Auszahlungsquote bei vier Auswahl mit 1.50 nur noch bei etwa 76 % liegt (1 ÷ (4 × 1/1.50) = 0’375 pro Auswahl × 4 ≈ 1.50, was einer Auszahlungsquote von rund 95 % pro Auswahl entspricht; multipliziert 0.95^4 ≈ 0’815). Wer eine Systemwette spielt, gewinnt auch, wenn nicht alle Auswahlen treffen, verliert aber im langen Mittel mehr, weil jede abgesicherte Variante die Marge mitnimmt.
Was als «Tipp» zirkuliert, ist also entweder eine naive Hochrechnung der Formkurve oder das wiederholte Vertrauen auf einen Lieblingsverein. Beides ist menschlich, beides ist kein Grund, das eigene Limit zu vergessen.
Wettquoten, Wettarten und die Marge, die in jeder Quote steckt
Eine Quote ist die Sprache des Marktes, und die Marge ist der Akzent, der in jeder Silbe mitschwingt. Wer eine 1X2-Wette auf ein Fussballspiel zu den Quoten 2.10 / 3.40 / 3.60 sieht, kann die Marge des Marktes ausrechnen, ohne den Auszahlungsquotienten zu kennen. Die Rechnung: 1 ÷ (1/2.10 + 1/3.40 + 1/3.60) = 1 ÷ (0.4762 + 0.2941 + 0.2778) = 1 ÷ 1.0481 ≈ 0’954. Die Auszahlungsquote dieses Marktes liegt also bei rund 95.4 %, die Marge bei rund 4.6 %. Wer 100 Franken auf diesen Markt setzt, spielt um einen erwarteten Verlust von CHF 4.60, gleichmässig verteilt über alle Ausgänge.
Was die Marge macht, ist Folgendes: sie verschiebt die Quote nach unten und macht jede Wette teurer, als die «faire» Wahrscheinlichkeit vermuten liesse. Wer eine Quote von 3.00 auf einen Sieg sieht, glaubt, der Anbieter schätzt die Wahrscheinlichkeit auf 33.3 %; in Wirklichkeit schätzt er sie eher auf 31 % und behält 5 % Marge. Wer eine Quote von 1.50 sieht, glaubt an 66.7 %; in Wirklichkeit sind es 64 %, und die Marge kostet. Über 100 Wetten gerechnet, kostet die Marge den Spielenden den Prozentsatz, der zwischen Auszahlungsquote und 100 % liegt.
Der Kombiboost von Sporttip nutzt diese Mechanik umgekehrt: er belohnt die Kombiwette, weil die kombinierte Marge vieler Auswahlen den Buchmacher stärker begünstigt als jede Einzelwette für sich. Wer ausrechnet, was 15 Auswahlen zu 1.50 an Marge mitbringen, sieht, warum ein 100 % Boost auf den Nettogewinn in einem solchen Markt immer noch ein Markt ist, in dem der Buchmacher im Schnitt gewinnt.
Die Auszahlungsquoten der beiden Schweizer Anbieter sind nicht zentral publiziert; sie schwanken je nach Markt, Sportart und Wettbewerb. Was aus den Interviews ableitbar ist: ein 1X2-Markt mit 4–6 % Marge ist ein durchschnittlicher Markt; ein Markt unter 3 % Marge ist konkurrenzlos eng. Wer Margen vergleicht, sollte die Quoten mehrerer Anbieter für dasselbe Spiel nebeneinanderstellen und die Auszahlungsquote rechnen, Markt für Markt.
Was die Wettart mit der Marge macht
Einzelwetten tragen die Marge eines Marktes, Kombiwetten tragen die kumulierte Marge aller Auswahlen. Eine Kombiwette aus vier Auswahlen zu Quoten von 1.80 / 1.90 / 2.10 / 1.70 hat eine Multiplikator-Quote von 1.80 × 1.90 × 2.10 × 1.70 ≈ 12.21. Die faire Wahrscheinlichkeit, ohne Marge, wäre 1 ÷ 12.21 ≈ 8.2 %, die faire kumulierte Wahrscheinlichkeit ohne Marge 1 ÷ (1/1.80 + …) wird nicht berechnet, weil die Quoten unabhängige Ereignisse sind. Was zählt, ist die Auszahlungsquote der Einzelmärkte: liegt jede Auswahl bei 95 %, liegt die kumulierte Auszahlungsquote bei 0.95^4 ≈ 0’815, was die faire Wahrscheinlichkeit der Kombiwette von 8.2 % auf eine tatsächliche von rund 10.1 % verschiebt (1 ÷ 12.21 × 0.95^4 ≈ 0’082 × 0’815 ≈ 0’067, also rund 6.7 %, was die kombinierte Marge in einem fairen Markt von 0 % auf etwa 18 % verschiebt). Wer ausrechnet, was eine Systemwette von drei Auswahlen kostet, sieht, dass die System-Variante jede Teilkombiwette einzeln verzinst und damit die Marge jedes Marktes mitnimmt.
Was eine Livewette mit der Marge macht
Livewetten tragen eine höhere Marge als Prematch-Märkte, weil der Anbieter auf den Spielstand reagieren muss und die Quote schneller anpasst. Bei Sporttip gilt die Wette unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00. In spielentscheidenden Situationen – Elfmeter, Rote Karte, Videoschiedsrichter-Entscheid – kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten. Wer live wettet, sollte darauf achten, dass die Quote vor dem Ereignis aktualisiert wird und nicht danach, und dass das eigene Cash-Out nicht zu einem Zeitpunkt passiert, an dem die Quote schon angepasst ist.
Die Endrunde 2028: Spielplan, Format und was davon im Wettprogramm steht
Die Endrunde 2028 läuft vom 9. Juni bis 9. Juli 2028 in England, Schottland, Wales und Irland. Eröffnungsspiel ist am 9. Juni 2028 in Cardiff, das Finale am 9. Juli 2028 im Wembley-Stadion in London. 24 Nationen spielen in sechs Vierergruppen, die Gruppenphase läuft bis zum 27. Juni 2028, danach folgt die K.-o.-Phase mit Achtelfinale (24. bis 27. Juni), Viertelfinale (30. Juni und 1. Juli), Halbfinale (4. und 5. Juli) und Finale (9. Juli 2028). Ein Spiel um Platz drei findet nicht statt.
Die Qualifikation zur EM 2028 wird in zwölf Gruppen mit vier oder fünf Teams gespielt. Die zwölf Gruppensieger und die acht besten Gruppenzweiten qualifizieren sich direkt. Die Auslosung der Qualifikationsgruppen ist am 6. Dezember 2026 in Belfast. Was im Schweizer Wettprogramm steht, ergibt sich aus der Gespa-Liste der bewilligten Wettbewerbe: die EM-Endrunde 2028 ist gelistet, die Qualifikationsspiele sind gelistet, sobald die Gespa die Aufnahme bestätigt. Was nicht gelistet ist, kann nicht gewettet werden, also kein Eckball-Markt und keine Kartenwette.
Die reguläre Spielzeit bei Sporttip umfasst die reguläre Spieldauer plus Nachspielzeit, beim Fussball also 90 Minuten plus Nachspielzeit. Verlängerung und Elfmeterschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Wer auf das richtige Ergebnis nach 90 Minuten wettet, wettet ohne Verlängerung; wer auf den Sieger nach Verlängerung wettet, wettet auf die ganze Partie.
Das Turnier im Rückblick: was die letzte Endrunde zeigt
Die letzte Endrunde, die Fussball-Europameisterschaft 2024, wurde ebenfalls in Deutschland ausgetragen. 24 Mannschaften spielten in sechs Vierergruppen, 51 Spiele insgesamt. Im Finale am 14. Juli 2024 im Berliner Olympiastadion besiegte Spanien England 2:1 und gewann seinen vierten EM-Titel. Sechs Spieler erzielten je drei Tore: Cody Gakpo, Harry Kane, Georges Mikautadze, Jamal Musiala, Dani Olmo und Ivan Schranz. Die Zuschauerzahl betrug insgesamt 2’681’288.
Rekordsieger ist Spanien mit vier Titeln, Deutschland gewann drei (1972, 1980, 1996). Die erste Europameisterschaft fand 1960 statt, seit 2016 spielen 24 Mannschaften (von 1996 bis 2012 waren es 16). Rekordtorschütze ist Cristiano Ronaldo mit 14 Toren. Veranstalter ist die UEFA, das Turnier findet alle vier Jahre statt.
Wer aus dieser Statistik eine Prognose für 2028 ableitet, begeht den häufigsten Fehler der Wettstatistik: er verlängert die Vergangenheit in die Zukunft. Rekorde brechen, Formkurven kippen, und was 2024 in Deutschland funktioniert hat, ist 2028 in England und Irland kein Argument.
Die Anbieter im Vergleich: was die zwei Bewilligten können und die anderen nicht
Die folgende Tabelle stellt die beiden bewilligten Veranstalter und die ausländischen Marken gegenüber. Die Spalten sind so gewählt, dass sie tragen, was der Leser für die Entscheidung braucht: den Bewilligungsstatus in der Schweiz, den genannten Veranstalter oder die berichtete Lizenz und die Wettangebots-Breite, soweit sie für die EM 2028 trägt. Die Quotenmarge ist nicht zentral publiziert und wird hier nicht in Prozenten dargestellt, weil keine vergleichende Messung vorliegt; sie wird im Textteil je Veranstalter behandelt, soweit Belege vorliegen.
| Anbieter | Schweizer Bewilligung | Veranstalter oder berichtete Lizenz | Wettprogramm EM-Endrunde |
|---|---|---|---|
| Swisslos Sporttip | ja (Veranstalter- und Spielbewilligung BGS) | Swisslos, Sitz Basel; Produkt Sporttip | volles Prematch-Programm auf EM-Endrunde 2028 (sofern gelistet), Livewetten, Cash-Out, Kombiboost |
| Loterie Romande Jouez Sport | ja (Veranstalter- und Spielbewilligung BGS) | Loterie Romande, Sitz Lausanne; Produkt Jouez Sport | volles Prematch-Programm auf EM-Endrunde 2028 (sofern gelistet), Livewetten, Wettangebot im Westschweizer Vertragsgebiet |
| bet-at-home | nein | Lizenz nicht festgestellt; ohne Wirkung in der Schweiz | für Schweizer Spielerinnen und Spieler nicht zugänglich ohne Bewilligung |
| 1Bet | nein | Lizenz nicht festgestellt; ohne Wirkung in der Schweiz | für Schweizer Spielerinnen und Spieler nicht zugänglich ohne Bewilligung |
| Duelbits | nein | Lizenz nicht festgestellt; ohne Wirkung in der Schweiz | für Schweizer Spielerinnen und Spieler nicht zugänglich ohne Bewilligung |
| GG.BET | nein | Lizenz nicht festgestellt; ohne Wirkung in der Schweiz | für Schweizer Spielerinnen und Spieler nicht zugänglich ohne Bewilligung |
| BetFury | nein | Lizenz nicht festgestellt; ohne Wirkung in der Schweiz | für Schweizer Spielerinnen und Spieler nicht zugänglich ohne Bewilligung |
| Bruce Bet | nein | Lizenz nicht festgestellt; ohne Wirkung in der Schweiz | für Schweizer Spielerinnen und Spieler nicht zugänglich ohne Bewilligung |
| Betscore | nein | Lizenz nicht festgestellt; ohne Wirkung in der Schweiz | für Schweizer Spielerinnen und Spieler nicht zugänglich ohne Bewilligung |
| X3Bet | nein | Tobique (Kanada), berichtet von Drittquellen; ohne Wirkung in der Schweiz | für Schweizer Spielerinnen und Spieler nicht zugänglich ohne Bewilligung |
Was die Tabelle zeigt, ist die scharfe Trennung zwischen den beiden Veranstaltern mit Schweizer Bewilligung und den acht ausländischen Marken, die keine haben. Wer aus dieser Trennung eine Empfehlung ableiten will, sollte drei Punkte mitnehmen: Eine Schweizer Bewilligung steht nur Swisslos und Loterie Romande zu; eine ausländische Lizenz hat in der Schweiz keine Wirkung; eine Spielsperre im Schweizer Register greift nur bei den zwei Bewilligten.
Was die Tabelle nicht zeigt, ist die Auszahlungsquote der einzelnen Anbieter; sie wird im Folgenden je Anbieter behandelt, soweit sie in den Spielregeln oder im Programm festgestellt werden kann.
Swisslos Sporttip
Swisslos ist die eine der zwei Schweizer Bewilligungen und betreibt Sportwetten unter dem Produktnamen Sporttip. Die Spielregeln aus Version 4.1 (Mai 2026) regeln Quotenboosts, Profitboosts, Cash-Out, Livewetten, Kombiboost und die Wettarten. Cash-Out ist für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten verfügbar, prematch und live, aber nur online und nur als vollständiger Cash-Out ohne Teilauszahlung; eine Garantie für jeden Markt gibt es nicht. Der Cash-Out-Betrag ist tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00; in spielentscheidenden Situationen kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten. Voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung werden nur über die Bet-Builder-Funktion kombiniert; eine irrtümlich angenommene Kombination kann für ungültig erklärt und der Einsatz zurückerstattet werden. Die Quotenboosts sind pro Wettenden nur einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert; bei Cash-Out verfällt der Boost. Der Kombiboost verlangt vier Voraussagen mit Mindestquote 1.50 und belohnt mit 5 % / 20 % / 40 % / 100 % Bonus auf den Nettogewinn.
Das alles ist solide Veranstalterregel, mehr nicht. Was die Spielregeln nicht versprechen, ist eine besonders enge Marge oder einen besonders tiefen Höchsteinsatz; sie versprechen einen klaren Rahmen. Wer in der Deutschschweiz, im Tessin oder in Liechtenstein wohnt, kommt an Swisslos nicht vorbei, und wer in der Deutschschweiz wohnt, hat mit Swisslos den einzigen Anbieter mit voller Schweizer Bewilligung.
Loterie Romande Jouez Sport
Die Loterie Romande ist die zweite Schweizer Bewilligung und betreibt Sportwetten unter dem Produktnamen Jouez Sport. Ihr Vertragsgebiet umfasst die sechs Westschweizer Kantone (Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura), und ein Online-Konto steht nur Personen mit Wohnsitz in diesem Gebiet offen. Das Wettprogramm ist im Umfang ähnlich dem von Sporttip; die Quotenboosts, die Cash-Out-Mechanik und die Livewetten folgen derselben regulatorischen Logik, sind aber in den produktspezifischen Regeln anders ausgestaltet. Was die Loterie Romande von Swisslos unterscheidet, ist nicht die Lizenz, sondern die Programmbreite und die Quote. Eine Seite, die eine Aussage zur Quotenmarge im Vergleich zu Sporttip verspricht, erfindet den Wert.
Wer in der Westschweiz wohnt, hat mit der Loterie Romande den einzigen Schweizer Anbieter mit voller Bewilligung. Wer die Quote vor der Wette vergleicht, sollte beide Veranstalter nebeneinanderstellen und auf den 1X2-Markt des Eröffnungsspiels schauen, sobald es gelistet ist.
bet-at-home
bet-at-home ist eine ausländische Marke ohne Schweizer Bewilligung. Die Lizenz, die sie nach eigenen Angaben führt, ist in der Schweiz nicht anerkannt (Art. 4 BGS). Wer bei bet-at-home wettet, hat keinen Zugang zur Schweizer Spielsperre, keinen Rechtsweg bei Streit mit dem Anbieter und keinen Schutz durch die Gespa. Die Domain kann auf der Gespa-Sperrliste stehen, was die Erreichbarkeit über Schweizer Internetanschlüsse blockiert. Wer bei bet-at-home einzahlt, zahlt auf eine Marke, die in der Schweiz weder beworben noch empfohlen werden darf. Was bet-at-home an Quote lockermacht, ist nicht der Vorteil gegenüber einer Schweizer Bewilligung, sondern der Preis, den das Fehlen dieser Bewilligung kostet.
1Bet
1Bet ist eine ausländische Marke ohne Schweizer Bewilligung. Die Lizenz, die sie nach eigenen Angaben führt, ist in der Schweiz nicht anerkannt. Wer bei 1Bet wettet, trägt das volle Risiko, da keine Schweizer Spielsperre und kein Rechtsweg bestehen. Eine Sperrung durch die Gespa ist jederzeit möglich.
Duelbits
Duelbits ist eine ausländische Marke ohne Schweizer Bewilligung. Die angegebene Lizenz hat in der Schweiz keine Geltung. Krypto-Auszahlungen sind nach Schweizer Recht (Art. 50 Abs. 2 VGS) nicht möglich, da Auszahlungen auf ein Zahlungskonto im Namen des Kontoinhabers erfolgen müssen. Eine Sperrung durch die Gespa ist ebenfalls jederzeit möglich.
GG.BET
GG.BET ist eine ausländische Marke ohne Schweizer Bewilligung. Da die Marke nicht anerkannt ist, fehlt jeder Schutz durch die Schweizer Gesetzgebung. Der Name impliziert E-Sport, welcher in der Schweiz nicht auf der Liste der bewilligten Wettbewerbe steht.
BetFury
BetFury ist eine ausländische Marke ohne Schweizer Bewilligung. Auch hier gilt: Die Lizenz ist in der Schweiz nicht anerkannt, und Krypto-Auszahlungen sind nach Art. 50 Abs. 2 VGS nicht zulässig. Wer bei BetFury spielt, muss zudem mit einer Sperrung durch die Gespa rechnen.
Bruce Bet
Bruce Bet ist eine ausländische Marke ohne Schweizer Bewilligung und daher in der Schweiz nicht reguliert. Wer hier spielt, bewegt sich ausserhalb der Schweizer Rechtsordnung und hat keinen Zugang zum Sperrsystem. Eine Aufnahme in die Sperrliste der Gespa ist jederzeit möglich.
Betscore
Betscore besitzt keine Schweizer Bewilligung und ist hier nicht zugelassen. Da kein Bezug zum Schweizer Markt besteht, fehlt auch der Rechtsweg bei Streitigkeiten.
X3Bet
X3Bet ist eine ausländische Marke ohne Schweizer Bewilligung; die genannte Lizenz (Tobique, Kanada) ist in der Schweiz nicht anerkannt. Da kein Schutzmechanismus greift, kann auch hier eine Sperrung durch die Gespa jederzeit erfolgen.
Was die Marge einer Beispielquote über den Markt verrät
Eine Beispielrechnung an einem 1X2-Markt auf das EM-Eröffnungsspiel 2028 (Cardiff, Wales gegen den noch zu ermittelnden Gegner aus der Auslosung) zeigt, was die Quote über die Kosten verrät. Wer die Quote 2.10 für Heimsieg, 3.40 für Unentschieden und 3.60 für Auswärtssieg sieht, rechnet die Auszahlungsquote: 1 ÷ (1/2.10 + 1/3.40 + 1/3.60) ≈ 1 ÷ 1’048 ≈ 0’954. Die Auszahlungsquote dieses Marktes liegt also bei rund 95.4 %, die Marge bei rund 4.6 %. Pro 100 Franken Einsatz, gleichmässig verteilt auf alle drei Ausgänge, kostet der Markt den Spielenden rund CHF 4,60.
Die Marge ist eine Bandbreite, kein fester Wert. In Livewetten liegt die Marge höher, in unteren Ligen ebenfalls, in Top-Ligen wie der EM-Endrunde tendenziell tiefer. Wer die Quoten der beiden Schweizer Anbieter für dasselbe Spiel vergleicht, sieht die Bandbreite: typisch 4 % bis 6 % auf einem 1X2-Markt, was einen Unterschied von rund 2 Franken pro 100 Franken Einsatz zwischen einem engen und einem weiten Markt bedeutet. Wer mehrere Märkte vergleicht, sieht auch, dass die Marge von Markt zu Markt schwankt, und die Annahme, dass eine Quote «gut» ist, braucht eine Auszahlungsquote, mit der sie verglichen wird. Die einzelne Quote trägt die Information nicht allein.
Überblick: was die Seite zum Schluss zusammenhält
Die Europameisterschaft 2028 wird in England, Schottland, Wales und Irland ausgetragen. Die Qualifikation läuft ab dem 6. Dezember 2026 in zwölf Gruppen, die Endrunde beginnt am 9. Juni 2028 in Cardiff und endet am 9. Juli 2028 in London. In der Schweiz dürfen nur Swisslos und Loterie Romande Sportwetten anbieten, jede in ihrem Vertragsgebiet. Beide nehmen eine Schweizer Bewilligung, beide schütten ihren Reingewinn an kantonale Fonds aus, beide verlangen vor der ersten Wette die Festlegung eigener Verlustlimiten.
Wer auf die EM 2028 wettet, vergleicht drei Dinge: die Quote, die Wettart und die eigene Limite. Die Quote trägt die Marge, die Wettart vervielfacht sie, die Limite schützt das Konto. Wer eine Quote von 3.00 für einen Sieg sieht, gewinnt im Erfolgsfall das Dreifache und verliert mit einer Wahrscheinlichkeit von rund 67 %, dass diese Quote nur darum so hoch ist, weil der Anbieter sie angesetzt hat. Wer eine Kombiwette aus 15 Auswahlen zu 1.50 baut, gewinnt einen sehr langen Multiplikator und verliert mit einer Wahrscheinlichkeit von rund 99 %, dass mindestens eine Auswahl daneben liegt. Wer eine Gratiswette zu einer Quote von 5.00 setzt, gewinnt 40 Franken im Erfolgsfall und einen Erwartungswert von rund CHF 8,90, weil der Einsatz der Gratiswette bei einem Gewinn nicht zurückgezahlt wird.
Die Werbung verspricht das Gegenteil von dem, was die Mathematik liefert: «risikofrei», «gratis», «Boost». Die Mathematik zeigt, dass jede dieser Werbungen an eine Bedingung geknüpft ist, die in den Spielregeln steht. Wer die Werbung glaubt, zahlt die Marge zweimal: einmal in der Quote und einmal in der Bedingung. Wer die Bedingung liest, sieht, dass die Wette in der Schweiz kleiner ausfällt als in der Werbung, und genau das ist der Punkt, an dem die Auswahl der beiden Schweizer Anbieter ihren Wert zeigt.
Häufige Fragen zur Fussball-Europameisterschaft und zu Wetten in der Schweiz
Findet 2026 eine Fussball-Europameisterschaft statt, und wann ist die nächste Endrunde?
Nein, 2026 findet keine Endrunde statt. Die letzte EM lief ebenfalls im Sommer 2024 in Deutschland, die nächste Endrunde folgt vom 9. Juni bis 9. Juli 2028 in England, Schottland, Wales und Irland. Eröffnungsspiel ist am 9. Juni 2028 in Cardiff, das Finale am 9. Juli 2028 im Wembley-Stadion in London. Die Qualifikationsauslosung ist am 6. Dezember 2026 in Belfast.
Wer wird Europameister 2028, und was sagen die Wettquoten darüber wirklich aus?
Das kann niemand vorhersagen, und wer es behauptet, lügt. Die Wettquoten spiegeln die Einschätzung des Marktes und nicht die Wirklichkeit; in jeder Quote steckt die Marge des Anbieters, die den «fairen» Wert nach unten verschiebt. Eine Quote von 3.00 entspricht nicht 33.3 % Wahrscheinlichkeit, sondern eher 31 %, eingerechnet die Marge. Wer eine Quote annimmt, wettet gegen die Marge, nicht auf die Wirklichkeit.
Wie funktioniert eine Langzeitwette auf den Turniersieger, und wann wird sie abgerechnet?
Eine Langzeitwette wird vor oder während des Turniers auf den späteren Sieger abgegeben und erst nach dem Finale abgerechnet, nicht nach dem Gruppenspiel oder dem Halbfinale. Der Einsatz wird zur abgegebenen Quote fixiert, und der Gewinn ergibt sich aus Einsatz × Quote, sobald die Wette ausgewertet ist. Eine Langzeitwette kann bei Sporttip vorzeitig über Cash-Out abgerechnet werden, sofern Sporttip Cash-Out anbietet; ein Cash-Out-Betrag ist tiefer als der mögliche Wettgewinn und kann von Swisslos jederzeit geändert werden.
Warum bieten die beiden Schweizer Veranstalter nur wenige und kleine Bonusaktionen an?
Weil jede Bonusaktion und jedes Gratisspielguthaben der vorgängigen Einwilligung der Gespa bedarf (Art. 75 Abs. 2 BGS). 2025 hat die Gespa 24 Einwilligungen an die Loterie Romande und 8 an Swisslos erteilt. Eine kleine Anzahl Einwilligungen bedeutet eine kleine Anzahl Aktionen, und eine kleine Aktion bedeutet einen kleinen Bonusbetrag. Wer in der Schweiz wettet, vergleicht weniger Boost-Quoten und mehr eigene Auszahlungsquoten.
Was geht bei einer Wett-App ohne Schweizer Bewilligung verloren, wenn etwas schiefläuft?
Wer bei einer Wett-App ohne Schweizer Bewilligung wettet, hat keinen Zugang zur Spielsperre, keinen Rechtsweg bei Streit mit dem Anbieter und keine Aufsicht durch die Gespa. Die Lizenz auf der Gerichtsbarkeit, in der die App sitzt, hat in der Schweiz keine Wirkung (Art. 4 BGS). Auszahlungen aus einer ausländischen App unterliegen im Kanton Thurgau der vollen Einkommensteuer; in anderen Kantonen je nach kantonaler Praxis.
Welche Verlustlimiten gelten vor der ersten Wette, und wie wird ein Gewinn je nach Kanton besteuert?
Vor der ersten Online-Teilnahme bei Sporttip setzen Spielende eigene Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage, mit einer Obergrenze von CHF 9’999 (CHF 1’000 für unter 21-Jährige). Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Schweizer Wettgewinne sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommensteuerfrei (Bundessteuerfreibetrag ab 1.1.2026: CHF 1’071’000); oberhalb der Schwelle zieht der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ab. Die kantonalen Schwellen weichen ab, deshalb gilt: je nach Kanton.
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Inhalt erstellt vom Team «buchmachersch»
