NHL Wetten in der Schweiz 2026: Wer anbieten darf und was es kostet

Updated Oktober 2026
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Ein Eishockeypuck liegt auf einer glatten Eisfläche, im Hintergrund erheben sich die dunklen Ränge einer leeren Halle.

Aktualisiert am Oktober 19, 2026 und abgeglichen mit den Bewilligungsangaben der Gespa (Interkantonale Geldspielaufsicht, Bern) und der Gespa-Sperrliste.

Die National Hockey League (NHL) hat 32 Teams, davon 7 aus Kanada und 25 aus den USA.

In der Schweiz ist das Wettangebot für die NHL strikt reguliert: Nur zwei lizenzierte Veranstalterinnen dürfen Sportwetten anbieten, und das Wettprogramm richtet sich nach einer geschlossenen Liste der Aufsichtsbehörde Gespa. Diese Seite erläutert, was die NHL-Saison 2025/26 für Schweizer Wettende bedeutet, welche Veranstalterinnen erreichbar sind, welche Märkte und Limits gelten und welche Anbieter ohne Schweizer Bewilligung in jeder Hinsicht aussen vor bleiben.

Rechtslage: wer in der Schweiz NHL anbieten darf

Das Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51) teilt Glücksspiele in Geldspiele und Grossspiele ein. Sportwetten sind Grossspiele und brauchen eine Veranstalterbewilligung und eine Spielbewilligung (Art. 21–25 BGS). Beide gelten ausschliesslich in der Schweiz (Art. 4 BGS); eine Lizenz aus Malta, Curaçao oder sonst wo hat hier keine Wirkung. Die Aufsicht liegt bei der Gespa, nicht beim ESBK; Letzterer beaufsichtigt Spielbanken.

Ein zugefrorener Bergsee im Morgendunst, am Ufer steht eine einsame Holzbank zwischen verschneiten Tannen.
Vor der ersten Sporttip-Teilnahme müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen (Oberlimite CHF 9'999, unter 21 Jahren CHF 1'000).

Die Kantone haben die Zahl der Veranstalterinnen von Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt: Swisslos (mit dem Produkt Sporttip) und die Loterie Romande (mit dem Produkt Jouez Sport). Eine dritte legale Veranstalterin gibt es nicht, und die Gespa führt auf ihrer Liste nur diese zwei, nicht eine breitere Buchmacher-Auswahl. Beide Veranstalterinnen besitzen das ISG-Vereinbarungsgebiet aus der Interkantonalen Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019 (IKV 2020).

Die Service-Gebiete sind unterschiedlich gross. Swisslos deckt 19 Deutschschweizer Kantone ab: AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH, dazu den Kanton Tessin und das Fürstentum Liechtenstein. Wer dort wohnt oder seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat, kann ein Online-Konto bei Sporttip eröffnen. Die Loterie Romande bedient die sechs Westschweizer Kantone: Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Beide Online-Konten brauchen Wohnsitz im jeweiligen Vertragsgebiet; ohne diesen Wohnsitz keine Anmeldung.

Werbe- und Bonusregeln verschärfen das Bild. Werbung darf nicht aufdringlich oder irreführend sein, sich nicht an Minderjährige oder gesperrte Personen richten (Art. 74 BGS), und Werbung für in der Schweiz nicht bewilligte Glücksspiele ist verboten und mit Busse bis CHF 500000 (Art. 131 BGS) bedroht. Gratiswetten oder Gratisspielguthaben brauchen die vorgängige Zustimmung der Gespa (Art. 75 Abs. 2 BGS); die Gespa hat im Jahr 2025 24 Zusagen für die Loterie Romande und 8 für Swisslos erteilt.

Was darf gewettet werden? Das Angebot folgt einer geschlossenen Liste: die Gespa-Liste der bewilligten Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten. Die Liste regelt, welche Events überhaupt auf dem Wettschein landen; nicht gelistet bedeutet nicht angeboten. Qualifikationsrunden, Frauenwettbewerbe und Rangwetten sind nur dann zugänglich, wenn die Liste sie führt; Eckball- oder Kartenmärkte, die in Fussballangeboten verbreitet sind, tauchen im Eishockeyprogramm nicht auf. Live-Wetten sind erlaubt, vor Spielbeginn und live, soweit die Veranstalterin eine entsprechende Bewilligung hat. E-Sport ist auf der Liste nicht zu finden und wird hier nicht weiter behandelt.

Steuern und Auszahlungen. Gewinne aus bewilligten Schweizer Grossspielen sind einkommenssteuerfrei bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn; die Bundesschwelle liegt ab dem 1.1.2026 bei CHF 1’071’000 (2025 CHF 1’070’400), die kantonale Schwelle unterscheidet sich je nach Kanton. Oberhalb der Schwelle zieht die Veranstalterin 35 Prozent Verrechnungssteuer ab, die über die Steuererklärung rückforderbar ist. Ein typischer Wettgewinn liegt weit darunter, sodass weder Einkommensteuer noch Verrechnungssteuer anfallen. Eine Wettsteuer auf den Einsatz existiert in der Schweiz nicht. Gewinne aus ausländischen Anbietern unterliegen keiner Verrechnungssteuer, doch behandelt mindestens der Kanton Thurgau ausländische Grossspielgewinne unabhängig von der Höhe als voll steuerpflichtiges Einkommen. Für genaue Auskunft bleibt der Steuerberater oder die kantonale Steuerverwaltung die erste Adresse.

Ausländische Anbieter. Eine ausländische Lizenz hat in der Schweiz keine Wirkung. Wer ohne Schweizer Bewilligung organisiert, macht sich strafbar, bis zu fünf Jahren bei gewerbsmässigem Handeln (Art. 130 BGS). Spielerinnen und Spieler werden nicht bestraft, aber Einsätze und Gewinne können im Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden, und ein Schweizer Ausschlussregister greift nicht. Die Gespa führt eine Sperrliste mit Domains, die von Schweizer Telekommunikationsanbietern via DNS blockiert werden (Art. 86–93 BGS); Ende 2025 standen 671 Domains auf der Liste, ersetzt innerhalb von Stunden, wenn Anbieter die Domain wechseln. Die Gespa hat in der öffentlichen Kommunikation Anbieter wie Interwetten, Bet-at-Home und bet365 als Beispiele für solches Domain-Hopping benannt.

Spielerschutz: Verlustlimiten, Pausen und Spielsperre

Sportwetten sind in der Schweiz für Personen ab 18 Jahren eröffnet. Minderjährige sind ausgeschlossen (Art. 72 BGS). Pro Person ist nur ein Konto zugelassen, mit verifizierter Identität (Art. 47–52 VGS), die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adressdatenbanken geprüft. Wer am betroffenen Wettereignis als Wettkämpferin oder Wettkämpfer teilnimmt, darf auf dieses Ereignis nicht wetten.

Ein Eishockeyschläger lehnt an der Bande, in der Ferne liegt die hell beleuchtete Eisfläche einer Halle unter Flutlicht.
Die NHL-Hauptrunde 2025/26 lief vom 7. Oktober 2025 bis zum 16. April 2026 mit 82 Spielen pro Team bei 32 Teams.

Verlustlimiten. Vor der ersten Teilnahme an Sporttip müssen Spielende für 1, 7 und 30 Tage Verlustlimiten festlegen. Die Obergrenze liegt bei CHF 9’999, bei Personen unter 21 Jahren bei CHF 1’000. Eine Senkung der Limite greift sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich lässt sich für jeweils 30 Tage eine freiwillige Einzahlungslimite setzen. Der Gesetzgeber schreibt vor, dass die Veranstalterin eine oder mehrere Maximalwerte für tägliche, wöchentliche oder monatliche Einsätze oder Verluste verlangen muss (Art. 87 VGS); eine vom Staat fixierte Einsatzobergrenze gibt es nicht. Die einzelnen Limiten werden also durch die Veranstalterin, nicht durch die Gespa festgelegt; die genannten Werte gelten für Sporttip.

Spielsperre und Pause. Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Spielbanken einschliesslich Online-Spielbanken sowie im Fürstentum Liechtenstein. Eine freiwillige Spielsperre lässt sich frühestens nach drei Monaten aufheben, unter Einbezug einer Fachstelle (Art. 81 BGS, Art. 84 VGS). Zusätzlich muss eine selbstgewählte Pause von bis zu sechs Monaten angeboten werden (Art. 89 VGS). Wer gesperrt oder minderjährig ist, hat keinen Anspruch auf Einsätze oder Gewinne (Art. 45 BGS).

Testkäufe 2025. Die Gespa hat im Verkauf 2025 bei 200 Testkäufen an Verkaufsstellen in 47,5 Prozent der Fälle einen Sporttipp an eine minderjährige Person verkauft. Das Schutzsystem an Verkaufsstellen funktioniert also nicht durchgehend; online ist die Identitätsprüfung die striktere Hürde.

Einsatzlimits bei Sporttip: Der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten beträgt CHF 1, der Höchsteinsatz CHF 1’000 pro Einzel- oder Kombinationswette und CHF 10’000 pro Systemwette. Die Veranstalterin kann diese Limiten jederzeit und ohne Angabe von Gründen ändern; eine Wette über der Limite wird nicht angenommen.

Wettprogramm: Hauptrunde, Playoffs und Stanley Cup

Die NHL-Hauptrunde 2025/26 lief vom 7. Oktober 2025 bis zum 16. April 2026 mit 82 Spielen pro Team bei 32 Teams. Ab der Saison 2026/27 sind laut Tarifvertrag 84 Spiele vorgesehen. Die Stanley-Cup-Playoffs 2026 liefen vom 18. April bis zum 14. Juni 2026; die Carolina Hurricanes gewannen das Finale 4:2 gegen die Vegas Golden Knights und holten damit 2026 ihren zweiten Stanley Cup. Als wertvollster Spieler der Playoffs (Conn Smythe Trophy) wurde Jordan Staal ausgezeichnet. Die Presidents‘ Trophy für die beste Hauptrundenbilanz ging mit 121 Punkten an die Colorado Avalanche. Rekordgewinner des Stanley Cups bleiben die Canadiens de Montréal mit 24 Titeln; die NHL wurde am 22. November 1917 gegründet.

Welche Wetten stehen wann zur Wahl? Während der Hauptrunde sind Einzel- und Live-Wetten auf das jeweilige Spiel durchgehend verfügbar. In den Playoffs verdichten sich die Serien im Modus «Best of seven», und Langzeitwetten auf den Champion rücken stärker in den Vordergrund. Daneben bietet Sporttip auch eine MVP-Wette (wertvollster Spieler der Regular Season bzw. der Playoffs) im Programm an, sobald die Liste diese Wettart führt. Die Reguläre Spielzeit bei Sporttip umfasst die reguläre Spieldauer plus Nachspielzeit; Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind.

Für Wetten mit Bezug auf die Gesamtanzahl Tore oder die Führung zur Drittelspause ist es entscheidend, ob das Wettprogramm Overtime einschliesst oder nicht. Eine Wette auf den Sieger zur regulären Spielzeit wird durch Penaltyschiessen nicht entschieden; wer das Finale inklusive Penaltyschiessen wettet, bekommt einen anderen Markt. Wer diese Unterscheidung übersieht, wettet im falschen Markt: Ein Halbjahr später ist die Auszahlung anders, als im Kopf des Wettenden angenommen.

NHL-Wetten bei Sporttip: Live und Prematch. Livewetten laufen unabhängig davon, ob das Ereignis tatsächlich live übertragen wird. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00, das heisst der Einsatz wird zurückgegeben. In spielentscheidenden Situationen wie einem Penaltyschiessen oder einer Videoprüfung kann die Veranstalterin Wetten mit Quote 1.00 werten. Voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung werden nur über die Bet-Builder-Funktion kombiniert; nimmt die Veranstalterin irrtümlich eine Kombination ohne diese Funktion an, kann sie die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten.

Wettarten und Quoten: Siegwetten, Handicap, Torsummen, Meisterschaft

Einzelwette. Die einfachste Form: ein Ergebnis, eine Quote. Bei Quote 2.10 und einem Einsatz von CHF 20 ergibt sich ein Gewinnbetrag von CHF 42.00; davon sind CHF 22.00 Nettogewinn und CHF 20.00 zurückgegebener Einsatz. Bei Sporttip wird der Gewinnbetrag zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen genau abgerundet, was bei Quoten mit ungeraden Nachkommastellen einen Unterschied macht.

Kombinationswette. Mehrere Voraussagen, deren Einzelquoten multipliziert werden. Aus drei Voraussagen zu 2.10, 1.85 und 2.40 entsteht eine Gesamtquote von 2.10 × 1.85 × 2.40 = 9’324. Bei einem Einsatz von CHF 10 ergibt sich ein Gewinnbetrag von CHF 93.24, also ein Nettogewinn von CHF 83.24. Kombinationen sind riskanter als Einzelwetten, weil jeder Baustein verlieren muss; sie lohnen sich, wenn die Buchmacherin die Einzelquoten grosszügig ansetzt, was bei kleinen Märkten häufiger vorkommt als bei den gut beobachteten Top-Ligen.

Kombiboost. Bei Sporttip gilt der Kombiboost nur online (Prematch, Live, Systemwetten) und verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von jeweils mindestens 1.50. Der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 Prozent bei vier Voraussagen, 20 Prozent bei sieben, 40 Prozent bei zehn und 100 Prozent bei fünfzehn. Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert; wer mit grösserem Einsatz spielt, bekommt nicht zwingend den vollen Boost.

Systemwette. Mehrere Kombinationen aus einem Pool von Voraussagen, jede mit eigenem Einsatz. Der Höchsteinsatz für eine Systemwette beträgt CHF 10’000, deutlich über dem Höchsteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten. Systemwetten erlauben es, auch dann einen Teil zu gewinnen, wenn nicht alle Voraussagen eintreffen; sie sind komplexer in der Mechanik, und die Marge steigt mit jeder hinzugefügten Variante.

Handicap. Eine Mannschaft startet mit einem virtuellen Vor- oder Nachteil. Ein Handicap von -1.5 auf einen klar favorisierten Verein bedeutet, dass die Wette nur gewinnt, wenn das Team mit zwei oder mehr Toren Differenz gewinnt. Im Eishockey sind Handicaps in Schritten von 0.5 üblich, weil Tore ganzzahlig fallen; ein Handicap -0.5 entspricht effektiv einer Wette auf den Sieger nach regulärer Spielzeit, je nach Wettprogramm. Wer den Spread ohne Kenntnis der Tormarge wählt, wettet am Markt vorbei.

Torsummen (Über/Unter). Eine Wette auf die Gesamtzahl Tore über oder unter einer Schwelle. Eine Linie von 6.5 Toren gewinnt mit «über», wenn sieben oder mehr Tore fallen, und mit «unter», wenn sechs oder weniger fallen. NHL-Spiele tendieren zu höheren Torsummen als europäische Ligen; die durchschnittliche Torsumme pro NHL-Spiel in der Regular Season liegt historisch im Bereich von etwa 6 Toren, mit Ausreissern nach oben und unten. Wer auf Über 5.5 setzt, gewinnt in einem typischen NHL-Spiel häufiger als nicht, aber die Buchmacherin kalibriert die Quote entsprechend.

Saisonwetten. Eine Wette auf den Stanley-Cup-Sieger, den Conference-Sieger oder den Divisions-Sieger vor oder während der Playoffs. Da eine Playoff-Serie Best of seven gespielt wird, lässt sich eine Meisterschaftswette auch während der Playoffs platzieren; die Quote sinkt mit jedem gewonnenen Spiel des favorisierten Teams. Bei Sporttip ist die Verfügbarkeit solcher Wetten an die Gespa-Liste gekoppelt; nicht jeder Markt, der anderswo angeboten wird, ist hier zulässig.

Quotenboosts und Profitboosts. Quotenboosts bei Sporttip gelten nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage. Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide sind pro Spielende nur einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert; bei einem Cash-Out verfällt der Boost. Marketing spricht von «verbesserten Quoten» und «gratis» – unter dem Strich sind es begrenste Aktionen, deren Nutzen sich an der Auszahlungsquote des Marktes messen lässt.

Was eine Quote kostet: die Marge. Eine faire Wette ohne Buchmacher-Marge würde eine Auszahlungsquote von 100 Prozent erreichen, mit anderen Worten: für jeden Franken Einsatz ginge ein Franken zurück. Tatsächlich liegt die Auszahlungsquote eines Marktes niedriger, und der Rest ist die Marge der Veranstalterin. Für einen Zwei-Wege-Markt mit zwei Quoten p₁ und p₂ gilt: Auszahlungsquote = 1 ÷ (1/p₁ + 1/p₂), die Marge = 100 Prozent minus Auszahlungsquote. Für ein illustratives Beispiel mit zwei Quoten 1.90 / 1.90 ergibt sich eine Auszahlungsquote von 1 ÷ (1/1.90 + 1/1.90) = 1 ÷ (0.5263 + 0.5263) = 1 ÷ 1’052 = 0.9506, also etwa 95 Prozent. Die Marge liegt damit bei rund 5 Prozent, was als Bandbreite von 4.8 bis 5.3 Prozent realistisch ist, je nach konkreter Quote. Eine typische NHL-Zwei-Wege-Wette bei einem lizenzierten Anbieter liegt in dieser Grössenordnung; bei kleineren Märkten oder bei Live-Wetten kann die Marge spürbar höher ausfallen. Wer wissen will, was eine Wette wirklich kostet, rechnet die Marge aus, nicht die Quote.

Beispiel: ein illustrativer Zwei-Wege-Markt. Bei einem Markt mit beiden Quoten 1.90 ist die Auszahlungsquote rund 95 Prozent und die Marge rund 5 Prozent. Bei Quoten 1.85 / 1.95 ergibt sich 1 ÷ (1/1.85 + 1/1.95) = 1 ÷ (0.5405 + 0.5128) = 1 ÷ 1.0533 = 0.9494, also etwa 95 Prozent, mit einer Marge von rund 5 Prozent. Die Marge ist die Differenz zwischen dem, was die Spielenden zusammen einsetzen, und dem, was sie bei einem fairen Markt zurückbekämen. Über hundert Wetten verliert die durchschnittliche Spielende rund fünf Prozent ihres Einsatzes an die Veranstalterin, noch ohne Berücksichtigung individueller Trefferquoten.

Prognosen und Strategie: wie NHL-Tipps entstehen

Eine Prognose im Eishockey stützt sich auf Form, Torhüter und Spielstatistik. Wer eine seriöse Voraussage treffen will, sieht zuerst die jüngsten Ergebnisse an: Wie viele Spiele hat das Team in den letzten zehn Partien gewonnen, wie ist die Form zu Hause und auswärts, wie sieht die Tordifferenz aus. Dann der Torhüter: Eine Mannschaft mit einem heissen Goaliebich gewinnt Spiele, die sie nach Statistik verlieren müsste, und verliert Spiele, die sie nach Statistik gewinnen müsste. Schliesslich die Spielstatistik: Schussquote, Powerplay-Effizienz, Penalty Killing, Faceoff-Gewinn, erwartete Tore (xGoals). Diese Zahlen fliessen in die Quote ein, mit anderen Worten: was der Markt weiss, weiss die Quote schon.

Wert-Tipp (Value Bet). Ein Tipp ist dann ein Wert-Tipp, wenn die Quote der Veranstalterin höher liegt als die durch die eigene Einschätzung gerechtfertigte Wahrscheinlichkeit es zulassen würde. Wer die Siegwahrscheinlichkeit eines Teams auf 60 Prozent schätzt und eine Quote von 2.00 sieht, also einen fairen Wert von 1.67, hat einen Wert von rund 20 Prozent gefunden. Wer die Siegwahrscheinlichkeit auf 50 Prozent schätzt und die Quote 2.00 sieht, hat keinen Wert. Der Tipp bleibt eine Schätzung: niemand kennt die wahre Wahrscheinlichkeit, und jede Modellierung beruht auf Annahmen, die in der nächsten Partie anders aussehen können.

Formzyklen. Eine Siegesserie von acht Spielen wird in den Playoffs regelmässig gebrochen; ein Kaltstart nach der All-Star-Pause ist im März keine Seltenheit. Wer Langzeitwetten auf den Meister platziert, schaut auf den Kaderzustand im April, nicht auf den Tabellenführer im November. Eine gute Hauptrunde ist im Eishockey weniger vorhersagekräftig für den Playoff-Erfolg als im Basketball; ein torhungriger Goalie bricht seine Form, und die Tabelle dreht sich.

Heimvorteil. NHL-Heimteams gewinnen in der Regular Season mit einer Quote von rund 55 Prozent, in den Playoffs leicht weniger. Der Heimvorteil ist real, aber nicht konstant: er schrumpft bei Reisen über mehrere Zeitzonen und in Serien, die das Heimteam eröffnet. Wer auf Auswärtssiege setzt, achtet auf Reisemüdigkeit und Back-to-Back-Spiele (zwei Spiele an zwei aufeinanderfolgenden Tagen).

Tormärkte und Powerplay. Ein Team, das im Powerplay über 25 Prozent Effizienz liegt, erzielt in Überzahl mehr Tore als der Durchschnitt; ein Team, das im Penalty Killing unter 75 Prozent liegt, kassiert in Unterzahl mehr. Diese Quoten fliessen in Live-Wetten auf das nächste Powerplay-Tor ein. Wer hier wettet, schaut auf die Spielsituation: Führung, Rückstand, Penalty-Situation, Drittel-Pause. Eine Livewette unmittelbar vor einer Überzahlsituation hat andere Wahrscheinlichkeiten als dieselbe Wette in der 10. Minute.

Warum keine Tipps sicher sind. Eine Prognose ist eine Schätzung, kein Wissen. Auch ein Top-Modell mit 70 Prozent Trefferquote liegt bei 30 Prozent der Wetten falsch. Wer Wetten als Einkommen versteht, versteht Wetten falsch. Das Beste, was eine seriöse Analyse leistet, ist die Wahrscheinlichkeit einer Voraussage etwas besser als der Markt einzuschätzen, und auch das nur über eine grosse Zahl von Wetten. Einzelne Wetten können trotzdem verlieren; eine einzelne Serie, ein einzelner Goalie-Tag, ein einzelner Pfosten entscheiden Spiele, die nach Statistik sicher schienen.

Top-Anbieter im Vergleich: Schweizer Bewilligung und die anderen

Eine Auswahl von zehn Anbietern, die im Kontext NHL auftauchen. Die beiden ersten sind die einzigen, die in der Schweiz Sportwetten anbieten dürfen; die übrigen sind ausländische Marken ohne Schweizer Bewilligung, die im Schweizer Markt trotzdem sichtbar sind. Die Bewertung folgt den Kriterien Wettprogramm, Limiten und Live-Funktionen, soweit die Faktenlage sie trägt.

Anbieter Schweizer Bewilligung Veranstalter / ausgewiesene Lizenz
Swisslos Sporttip Ja SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft (Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung BGS, Aufsicht Gespa)
Loterie Romande Jouez Sport Ja Loterie Romande (Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung BGS, Aufsicht Gespa)
Pribet Nein Ausländische Lizenz in der Schweiz ohne Wirkung (Art. 4 BGS)
X3Bet Nein Tobique (Kanada), in der Schweiz ohne Wirkung (Art. 4 BGS)
BetPanda Nein Ausländische Lizenz in der Schweiz ohne Wirkung (Art. 4 BGS)
GG.BET Nein Ausländische Lizenz in der Schweiz ohne Wirkung (Art. 4 BGS)
1Bet Nein Ausländische Lizenz in der Schweiz ohne Wirkung (Art. 4 BGS)
Bruce Bet Nein Ausländische Lizenz in der Schweiz ohne Wirkung (Art. 4 BGS)
Sportuna Nein Ausländische Lizenz in der Schweiz ohne Wirkung (Art. 4 BGS)
Funbet Nein Ausländische Lizenz in der Schweiz ohne Wirkung (Art. 4 BGS)

Swisslos Sporttip

Swisslos ist als Interkantonale Landeslotterie-Genossenschaft mit Sitz in Basel eine der beiden Veranstalterinnen, die unter Schweizer Recht Sportwetten anbieten dürfen. Das Sportwettprodukt heisst Sporttip und wird im Vertragsgebiet der Deutschschweizer Kantone, inklusive Tessin und Liechtenstein, betrieben. Online-Konten sind auf Personen mit Wohnsitz im Vertragsgebiet beschränkt; eine Anmeldung erfordert Volljährigkeit, hochgeladenen Ausweis und keine bestehende Spielsperre.

Das Wettprogramm folgt der Gespa-Liste: NHL-Einzel- und Livewetten auf Spiele der Regular Season und der Playoffs, dazu ausgewählte Saisonwetten, wenn die Liste sie führt. Cash-Out ist für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten verfügbar, nur online und nur als vollständiges Cash-Out, ohne Teilauszahlung. Eine Garantie für jeden Markt gibt es nicht; die Veranstalterin kann Cash-Out für einzelne Wetten vorenthalten.

Die Quote bei einem Sporttip-Markt ist Schweizer Standard, mit einer Marge, die sich am oberen Rand des europäischen Durchschnitts bewegt; der konkrete Wert ist vom Markt abhängig und hier nicht als fester Prozentsatz belegt. Die Verlustlimiten werden vor der ersten Teilnahme gesetzt: 1, 7 und 30 Tage, Obergrenze CHF 9’999, mit sofortiger Senkung und 72 Stunden Wartezeit bei Erhöhung. Mindesteinsatz CHF 1, Höchsteinsatz CHF 1’000 pro Einzel- oder Kombinationswette, CHF 10’000 pro Systemwette.

Urteil. Wer in der Deutschschweiz, in Liechtenstein oder im Tessin wohnt und auf NHL-Spiele wetten will, hat hier die einzige legale Adresse. Das Wettprogramm ist auf das beschränkt, was die Gespa-Liste erlaubt; wer breitere Märkte sucht, stösst an diese Mauer. Cash-Out fehlt nicht, ist aber nicht garantiert und nur online. Für die grosse Mehrheit der Schweizer NHL-Wettenden bleibt Sporttip die richtige Wahl, weil nur hier Schweizer Recht greift, Schweizer Aufsatz auch finanziell greift und das Sperr-Ersatz-Greift.

Loterie Romande Jouez Sport

Die Loterie Romande mit Sitz in Lausanne betreibt das Sportwettprodukt Jouez Sport im Vertragsgebiet der sechs Westschweizer Kantone FR, GE, JU, NE, VD und VS. Online-Konten sind auf Personen mit Wohnsitz in diesem Vertragsgebiet beschränkt. Die Loterie Romande zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitende.

Das Wettprogramm folgt ebenfalls der Gespa-Liste; NHL-Märkte sind verfügbar, soweit die Liste sie führt. Die Livewetten-Mechanik und Cash-Out-Bedingungen sind analog zu Sporttip, mit denselben Einschränkungen: nur online, nur vollständig, nicht garantiert. Die Marge auf den Westschweizer Wetten bewegt sich in einem marktüblichen Rahmen, vergleichbar mit den Angeboten von Swisslos; konkrete Prozentwerte pro Markt hängen von der tagesaktuellen Quote ab.

Die Verlustlimiten werden vor der ersten Teilnahme gesetzt; die Werte für die Loterie Romande entsprechen den Schweizer Vorgaben, mit eigenen Obergrenzen je nach Veranstalterin. Mindest- und Höchsteinsätze werden in den Teilnahmebedingungen geregelt; eine Wette über der Limite wird nicht angenommen.

Urteil. Wer in der Romandie wohnt, hat in Jouez Sport die einzige legale Schweizer Adresse. Das Wettprogramm deckt das ab, was die Gespa-Liste erlaubt, und damit für die meisten NHL-Wettenden das Wesentliche. Für Westschweizer NHL-Wettende bleibt Jouez Sport die richtige Wahl, weil nur hier das Schweizer Recht zur Anwendung kommt und das Sperrregister greift.

Pribet

Pribet ist ein internationaler Anbieter ohne Schweizer Bewilligung. Eine ausländische Lizenz hat in der Schweiz keine Wirkung; der Anbieter ist nicht an das Schweizer Ausschlussregister angeschlossen, es gibt keinen Schweizer Rechtsweg bei Streit, und das Angebot kann durch die Gespa gesperrt werden. Schweizer Spielerinnen und Spieler sind nicht strafbar, aber Einsätze und Gewinne können im Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden.

Urteil. Aus Schweizer Sicht ist Pribet kein legaler Anbieter für NHL-Wetten. Wer in der Schweiz wohnt und dort wettet, hat keine Schweizer Aufsicht im Rücken und keine Möglichkeit, sich beim Sperr-Ersatz-Greift zu beschweren. Diese Marke gehört nicht auf die Auswahlliste einer legalen Schweizer Wettseite.

X3Bet

X3Bet besitzt keine Schweizer Bewilligung. Die angebliche kanadische Lizenz aus Tobique ist in der Schweiz rechtlich wirkungslos. Der Zugang zu dieser Plattform kann durch die Gespa gesperrt werden. Die Spielregeln entsprechen den internationalen Standards, sind aber nicht durch Schweizer Aufsicht kontrolliert.

Urteil. Wie alle ausländischen Anbieter: ohne Schweizer Bewilligung kein Schweizer Schutz, kein Schweizer Sperrregister, kein Schweizer Rechtsweg. Wer in der Schweiz wohnt, wettet hier ohne das Sicherheitsnetz, das Art. 86–93 BGS bereitstellt.

BetPanda

BetPanda operiert ebenfalls ohne Schweizer Konzession. Da keine gültige Lizenz vorliegt, fehlt jegliche Kontrolle durch Schweizer Behörden. Die Sperrliste der Gespa dient hier als notwendiges Regulativ.

Urteil. Aus Schweizer Sicht illegal. Das Fehlen einer festgestellten Lizenz im Ausland ist kein Vorteil: es bedeutet, dass die Spielregeln keiner anerkannten Aufsicht unterliegen. Die Marke gehört nicht in die Auswahl einer legalen Schweizer Seite.

GG.BET

GG.BET fehlt eine Schweizer Bewilligung. Da keine lizenzierte Basis existiert, bietet die Plattform für Schweizer Kunden keinen Schutz. Der Domain-Zugriff unterliegt der Sperrpraxis der Gespa.

Urteil. GG.BET wirbt mit E-Sport und Nischensportarten; in der Schweiz ist E-Sport auf der Gespa-Liste nicht zu finden, und die Plattform bleibt damit für Schweizer NHL-Wettende ohne Vorteil gegenüber den beiden legalen Adressen.

1Bet

1Bet ist in der Schweiz nicht bewilligt. Ohne Schweizer Aufsicht fehlen jegliche Garantien für Spielende. Die Webseite ist zudem regelmässig von DNS-Sperren durch Schweizer Provider betroffen.

Urteil. Keine Schweizer Bewilligung, kein Schweizer Schutz. Diese Marke gehört nicht in die Auswahl einer legalen Schweizer Seite.

Bruce Bet

Bruce Bet operiert ebenfalls ohne die für Schweizer Sportwetten notwendige Konzession. Eine Schweizer Aufsicht fehlt, was das Risiko für Spielende erhöht. Der Zugang kann durch die Behörden jederzeit blockiert werden.

Urteil. Ohne Schweizer Bewilligung kein Schweizer Schutz. Der Markenname klingt hier nicht nach einem Schweizer Anbieter, und das ist er auch nicht. Für Schweizer NHL-Wettende gibt es keinen Grund, diese Marke zu wählen.

Sportuna

Sportuna besitzt keine Zulassung nach dem Schweizer Geldspielgesetz. Das Fehlen einer Schweizer Bewilligung bedeutet auch ein Fehlen der rechtlichen Absicherung. Sperrungen durch die Gespa sind hier ein Standardvorgang.

Urteil. Sportuna trägt einen schweiznah klingenden Namen, ist aber kein Schweizer Anbieter. Die Schweizer Aufsicht greift hier nicht, das Schweizer Sperrregister gilt hier nicht, der Schweizer Rechtsweg ist hier nicht eröffnet.

Funbet

Funbet ist kein in der Schweiz zugelassener Anbieter. Es gibt keinen Rechtsweg nach Schweizer Massstäben. Wie bei vergleichbaren Seiten sind Sperren durch die Gespa üblich.

Urteil. Wie alle genannten ausländischen Anbieter gilt: in der Schweiz ohne Bewilligung, ohne Schutz, ohne Rechtsweg. Für Schweizer NHL-Wettende bleibt die Wahl zwischen Sporttip und Jouez Sport, je nach Wohnsitz.

Rechenbeispiel: Marge eines Zwei-Wege-Marktes

Die Frage, was eine Quote wirklich kostet, beantwortet die Marge. Für einen Zwei-Wege-Markt, etwa «Sieg Heimteam» und «Sieg Auswärtsteam», gilt: Auszahlungsquote = 1 ÷ (1/Quote Heim + 1/Quote Auswärts). Die Marge = 100 Prozent minus Auszahlungsquote.

Illustratives Beispiel. Bei zwei Quoten von 1.90 / 1.90 berechnet sich die Auszahlungsquote als 1 ÷ (1/1.90 + 1/1.90) = 1 ÷ 1’053 = 0’950, also rund 95 Prozent. Die Marge liegt bei rund 5 Prozent, genauer im Band 4.8 bis 5.3 Prozent je nach konkreter Quote. Bei zwei Quoten 1.85 / 1.95 ergibt sich 1 ÷ (1/1.85 + 1/1.95) = 1 ÷ 1’053 = 0’949, also etwa 94.9 Prozent, mit einer Marge von rund 5.1 Prozent. Das ist die Grössenordnung, in der sich lizenzierte Schweizer NHL-Märkte typischerweise bewegen.

Was das für 100 Franken Einsatz bedeutet. Bei einer Marge von 5 Prozent und einer Auszahlungsquote von 95 Prozent zahlt die Veranstalterin für jeden eingesetzten Franken 95 Rappen aus, gemittelt über alle möglichen Ausgänge. Über hundert Wetten verliert die durchschnittliche Spielende rund fünf Prozent ihres Einsatzes an die Veranstalterin, noch unabhängig von der eigenen Trefferquote. Wer langfristig mit 50 Prozent Trefferquote spielt, verliert trotzdem die Marge; wer 55 Prozent Trefferquote erreicht, kompensiert einen Teil davon, und wer 60 Prozent trifft, kommt in den Bereich, in dem das Wetten einen positiven Erwartungswert hat. Ein solcher Anteil ist auf Dauer schwer zu halten; die Buchmacherin kalibriert die Quoten so, dass die Mehrheit der Spielenden unter 50 Prozent liegt.

Marge ist nicht gleich Wettsteuer. Die Schweiz hat keine Wettsteuer auf den Einsatz; die Marge ist die Differenz zwischen Einsätzen und Auszahlungen im Buchmachergeschäft. Für die typische Wette wirkt sie wie ein impliziter Kostenfaktor im Gewinnbetrag; eine Wette zu Quote 1.90 hat einen fairen Wert von 2.00 (bei 50 Prozent Trefferquote), aber die Veranstalterin zahlt nur 1.90. Über die Zeit kostet das den Spielenden 5 Prozent pro Wette.

Häufige Fragen

Ist Wetten auf NHL-Spiele und den Stanley Cup in der Schweiz erlaubt?

Ja, aber nur bei den zwei Schweizer Veranstalterinnen mit Bewilligung: Swisslos (Sporttip) und Loterie Romande (Jouez Sport). Beide brauchen eine Veranstalter- und Spielbewilligung unter dem Geldspielgesetz und werden von der Gespa beaufsichtigt. Ausländische Lizenzen haben in der Schweiz keine Wirkung, eine Wette bei einem ausländischen Anbieter ist keine legale Schweizer Sportwette.

Wo lässt sich prüfen, ob ein Eishockey-Markt auf der Gespa-Liste steht?

Die Gespa veröffentlicht die Liste der bewilligten Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten auf ihrer Website. Die Liste regelt, was angeboten werden darf; alles, was nicht auf der Liste steht, darf in der Schweiz nicht als Sportwette vermittelt werden. Für NHL-Wetten bedeutet das: nur Events und Märkte, die die Liste führt, sind verfügbar. Welche Quoten genau angeboten werden, ist eine Frage des Wettprogramms der Veranstalterin.

Wie berechnet sich der Gewinn aus Einsatz und Quote, und was ist die Marge?

Der Gewinnbetrag ist Einsatz × Quote; bei einer Kombinationswette ist die Quote das Produkt der Einzelquoten. Bei Quote 2.10 und Einsatz CHF 20 ergibt sich CHF 42.00, davon CHF 22.00 Nettogewinn und CHF 20.00 Einsatzrückgabe. Die Marge ist das, was die Veranstalterin vom Markt einbehält: für einen Zwei-Wege-Markt mit beiden Quoten 1.90 liegt die Marge bei rund 5 Prozent, gerechnet als 100 Prozent minus Auszahlungsquote.

Was ist ein Wert-Tipp, und warum bleibt jede NHL-Prognose eine Schätzung?

Ein Wert-Tipp liegt vor, wenn die Quote der Veranstalterin höher ist als die durch die eigene Einschätzung gerechtfertigte Wahrscheinlichkeit es erwarten liesse. Wer die Siegchance auf 60 Prozent schätzt und eine Quote von 2.00 sieht, hat einen Wert von rund 20 Prozent gegenüber dem Markt. Eine Prognose bleibt eine Schätzung, weil die wahre Wahrscheinlichkeit unbekannt ist; Modelle beruhen auf Annahmen, und einzelne Spiele können jede Statistik widerlegen. Wetten sind kein Einkommen.

Was zählt bei Eishockeywetten als reguläre Spielzeit, und wie werden Verlängerung und Penaltyschiessen behandelt?

Bei Sporttip umfasst die reguläre Spielzeit die reguläre Spieldauer plus Nachspielzeit. Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Eine Wette auf den Sieger nach regulärer Spielzeit wird durch ein Penaltyschiessen nicht entschieden; eine Wette auf den Sieger inklusive Penaltyschiessen schon. Wer die Unterscheidung im Wettprogramm nicht prüft, wettet im falschen Markt.

Welche Verlustlimiten gelten, und wann lässt sich eine Spielsperre aufheben?

Vor der ersten Sporttip-Teilnahme werden Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage gesetzt, Obergrenze CHF 9’999, bei Personen unter 21 Jahren CHF 1’000. Eine Senkung greift sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Eine selbst gesetzte Sperre lässt sich frühestens nach drei Monaten aufheben, unter Einbezug einer Fachstelle; eine selbstgewählte Pause von bis zu sechs Monaten muss angeboten werden.

Inhalt erstellt vom Team «buchmachersch»