Was der Bestandskunden-Bonus bei Schweizer Sportwetten kostet

Updated Oktober 2026
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Ein einzelnes Geschenkpaket mit Schnur liegt auf einem Holztisch neben einer brennenden Kerze.

Stand: Oktober 19, 2026 · geprüft gegen die Spielregeln und Teilnahmebedingungen von Swisslos (Version 4.2) sowie das Règlement Général der Loterie Romande (24. Ausgabe, Juni 2023).

Die Aktion der Loterie Romande für Jouez Sport lief vom 17. Dezember 2025 bis 10. März 2026 an 7 Aktionstagen.

Ein Account bei einem Schweizer Wettveranstalter ist eröffnet, die erste Einzahlung ist verbucht – und jetzt? Wer nach dem Willkommensangebot weiter Vorteile sucht, stösst in der Schweiz auf eine ungewöhnliche Marktform: zwei Veranstalterinnen teilen sich die Sportwetten, beide brauchen für jede Promotion eine vorgängige Gespa-Zustimmung, und Gratisspielguthaben ist nie auszahlbar. Was als «Bonus» beworben wird, hat hier eine andere Mechanik als bei einem Buchmacher mit Curaçao- oder Malta-Lizenz. Wer das begriffen hat, kann die Angebote vergleichen, ohne sich von Marketing-Begriffen in die Irre führen zu lassen.

Diese Seite schliesst die Lücke zwischen «ich bin bereits Kunde» und «was bekomme ich jetzt noch»: Sie zeigt, was der Kombiboost bei Sporttip tatsächlich auf den Gewinn addiert, wie die Stadion-Aktion «Jouez Sport – Patinoires et Stades» der Loterie Romande ablief, wohin Gewinne fliessen, und weshalb der Sticky-Bonus-Begriff hier ohnehin nicht greift. Sie vergleicht die beiden bewilligten Veranstalterinnen entlang ihrer Bonusmechaniken und setzt sieben ausländische Marken daneben, die in der Schweiz keine Bewilligung haben – damit der Leser weiss, was ein Wechsel auf eine dieser Plattformen ihn konkret kosten würde.

Was in der Schweiz unter einem «Bonus für Bestandskunden» überhaupt zulässig ist

Die Ausgangslage ist ungewöhnlich streng. Das Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51) zählt Sportwetten zu den Grossspielen und verlangt für Gratisspiele und Gratisspielguthaben die vorgängige Zustimmung der Gespa (Art. 75 Abs. 2 BGS); 2025 hat sie 24 solcher Bewilligungen an die Loterie Romande und acht an Swisslos erteilt. Das erklärt, weshalb die Liste der laufenden Aktionen kurz ist, weshalb Angebote oft nur Wochen dauern und weshalb Promotion-Codes nirgends offen ausliegen. Werbungen, die in andere Märkte gehören, sind in der Schweiz schlicht nicht zulässig.

Ein Eishockeyschläger lehnt an der Bande einer leeren Halle, auf dem Eis spiegeln sich die Deckenlampen.
Der Sporttip-Kombiboost gilt nur online und verlangt mindestens vier Voraussagen mit Quote von je mindestens 1.50.

Drei Mechaniken kommen in der Praxis vor:

Was fehlt, ist vieles, was anderswo selbstverständlich wirkt. Cash-Boni auf eine Einzahlung sind in der bewilligten Form nicht zu sehen; ein prozentualer Ersteinzahlungs-Bonus, der auf der zweiten, dritten und vierten Einzahlung weiterläuft, kommt hier nicht vor. Wer Cash-Bonus-Modelle aus dem EU-Markt gewohnt ist, kommt mit der Erwartung an den Schweizer Markt, dass es einen Bonuscode für Bestandskunden gibt, den man einlöst, und ein Wallet-Guthaben, das man bei der nächsten Einzahlung dazu erhält – diese Erwartung wird hier nicht bedient. Das Geldspielgesetz untersagt zudem Werbung, die sich an Minderjährige oder gesperrte Personen richtet (Art. 74 BGS), und Werbung für in der Schweiz nicht bewilligte Glücksspiele ist nach Art. 74 Abs. 3 BGS verboten und kann mit Busse bis CHF 500’000 nach Art. 131 BGS bestraft werden.

Die Konsequenz: Wer in der Schweiz legal wetten will, bekommt keinen Bonus im klassischen Sinn, sondern einzelne, eng begrenzte Aktionen, die jeweils ihre eigenen Regeln mitbringen. Diese Regeln sind es wert, gelesen zu werden – nicht weil sie versteckt wären, sondern weil ohne sie jede Bewertung ins Leere greift.

Verlustlimiten, Wartefristen und Spielsperre – der Rahmen, der jeden Bonus überdauert

Der Spielerinnen- und Spielerschutz greift unabhängig davon, ob gerade eine Promotion läuft. Sporttip verlangt vor der ersten Teilnahme die Setzung von Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage – mit Obergrenzen von CHF 9’999, für unter 21-Jährige CHF 1’000 –, und behandelt Senkungen sofort, Erhöhungen erst nach einer Wartefrist von 72 Stunden. Eine freiwillige Einzahlungslimite für 30 Tage lässt sich zusätzlich setzen.

Ein Treppenhaus mit Holzgeländer, von oben fotografiert, die Stufen winden sich nach unten.
Zur Online-Registrierung bei Swisslos braucht es mindestens 18 Jahre sowie Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Swisslos-Vertragsgebiet.

Bei der Loterie Romande liegt die maximale Einzahlung auf das Spielkonto bei CHF 10’000 pro 30 Tagen, und das Wallet darf höchstens CHF 10’000 halten. Beide Werte sind operator-eigene Spielregeln, nicht staatliche Caps; eine andere Aufsichtsbehörde in einem anderen Markt setzt sie niedriger oder höher. Wer mit einer Promotion liebäugelt, prüft die Limite zuerst – ein Erhöhungsversuch während der Wartefrist scheitert; eine Senkung wirkt sofort.

Die Spielsperre funktioniert produktbezogen für 1 bis 180 Tage, ohne vorzeitige Aufhebung. Eine unbefristete Sperre wird in das schweizweite Register eingetragen und gilt zugleich für Casinos, Online-Casinos und das Fürstentum Liechtenstein. Wer sich selbst sperrt, kann die Sperre erst nach drei Monaten über eine Fachstelle aufheben lassen. Auszahlungen an gesperrte oder minderjährige Personen hat die Aufsicht keinen Anspruch anerkannt – Art. 45 BGS schliesst das aus.

Die Reihenfolge im Alltag: Wer eine Promotion annimmt, setzt vorher die Limite, schliesst eine allfällige Werbung an minderjährige Personen im eigenen Haushalt aus und entscheidet, ob eine befristete Spielsperre sinnvoller ist als die nächste Aktionstage zu nehmen. Werbung, die in den eigenen Vier-Wand-Kontext hineinspricht, lässt sich mit dem Login-Passwort und der Abmeldung am Ende der Session steuern – nicht mit der Promotion selbst.

Wie Sporttip seine Bestandskunden fördert: Kombiboost, Quotenboost, Profitboost

Der nennenswerteste Bestandskunden-Vorteil bei Sporttip ist der Kombiboost. Er gilt nur online, deckt Prematch, Live und Systemwetten ab und verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Mindestquote von 1.50 je Auswahl. Der Bonus wird auf den Nettogewinn aufgeschlagen und steigt mit der Anzahl der Voraussagen: 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn Voraussagen. Einsatz und Bonus sind limitiert; die genauen Höhen findet der Wettende in den Spielregeln unter Version 4.2.

Die Mechanik ist damit nicht der Marktstandard mit gestaffelten Cash-Boni und Umsatzfaktor, sondern eine Multiplikator-Treppe: Je länger die Wette, desto stärker der Aufschlag – aber nur, wenn jede einzelne Quote die Schwelle hält. Fällt eine Voraussage unter 1.50, entfällt der Bonus auf den gesamten Schein. Wer auf zwei, drei Voraussagen setzt, bekommt keinen Aufschlag; wer auf vier kommt, hat 5 % auf den Nettogewinn zusätzlich.

Neben dem Kombiboost gibt es Quotenboosts auf Prematch-Einzelwetten – eine höhere Quote auf eine definierte Auswahl – und Profitboosts, die den möglichen Nettogewinn eines Sportereignisses um einen genannten Prozentsatz erhöhen. Beide sind pro Wettendem nur einmal nutzbar, in Einsatz und Erhöhung limitiert und verfallen bei einem Cash-Out. Das ist die kürzeste Beschreibung, die ohne Schummelei auskommt: ein Boost ist kein Geschenk, sondern eine vorab definierte Vergünstigung auf genau diese Wette, und wer die Wette vorzeitig auflöst, gibt den Vorteil zurück.

Beispielrechnung zum Kombiboost. Eine Wette zu CHF 10 mit vier Voraussagen zu den Quoten 1.60, 1.70, 1.80 und 2.00 ergibt eine Gesamtquote von 1.60 × 1.70 × 1.80 × 2.00 = 9’792 (gerundet 9.79). Der Bruttogewinn ist 10 × 9.79 = CHF 97.92, der Nettogewinn vor Boost 87.92. Mit 5 % Bonus auf den Nettogewinn erhöht sich der Nettogewinn um 87.92 × 0.05 = CHF 4.40, der ausgeschüttete Gesamtbetrag auf CHF 97.92 + CHF 4.40 = CHF 102.31 (genaue Anwendung der Sporttip-Rundung auf 5 Rappen nicht eingerechnet, da sie definitionsgemäss klein abweicht). Die Bedingung im Satz: vier Voraussagen, alle Quoten ≥ 1.50, nichts darunter.

Die Bandbreite einer vergleichbaren Auszahlung hängt direkt an der Anzahl der Voraussagen und damit an der Risikostruktur. Bei sieben Voraussagen zu ähnlichen Quoten und gleichem Einsatz steigt der Bonus auf 20 %, und die kombinierte Gesamtquote wird deutlich höher, aber auch die Wahrscheinlichkeit, dass eine Voraussage verliert. Der Boost ist also kein Werbegeschenk, sondern ein Risikoaufschlag, dessen Wert mit der Anzahl Auswahlmöglichkeiten wächst – und mit ihr die Anzahl der Stellen, an denen die Wette kippen kann.

Wer einzahlungsbezogene Cash-Boni aus dem EU-Markt sucht, ist hier falsch. Wer gerne längere Kombinationen spielt und die Mindestquote sowieso einhält, holt mit dem Kombiboost 5 % bis 100 % zusätzlich – ohne dass er dafür eine Einzahlungs-Staffel oder einen Promo-Code braucht. Wer nur Einzelwetten setzt, für den sind die Quoten- und Profitboosts die einschlägige Mechanik – vorausgesetzt, es läuft gerade eine.

Wie Loterie Romande Bestandskunden adressiert: die Stadion-Aktion als Modell

Die Loterie Romande hat im Winter 2025/26 eine Aktion durchgeführt, die das Grundmuster zeigt: «Jouez Sport – Patinoires et Stades» lief vom 17. Dezember 2025 bis zum 10. März 2026 an 7 Aktionstagen in den Stadien und Eishockeyarenen der Westschweiz. Wer einen in der Arena verteilten Code innerhalb von 7 Tagen im verifizierten Online-Konto einlöste, erhielt CHF 10 Spielguthaben – insgesamt 7’000 solcher Gutschriften, jeweils 30 Tage gültig und nicht auszahlbar.

Die Logik dahinter: Das Spielguthaben kann eingesetzt werden, Gewinne daraus fliessen ins Wallet – aber das ursprüngliche CHF 10 wird nie als Cash zurückgebucht. Eine Aktion wie diese ist Aufmerksamkeits- und Akquise-Mechanik, kein Cash-Bonus. Wer sie nimmt, akzeptiert diese Spielguthaben-Logik und das Ablaufdatum; wer sie verschläft, verliert nichts, weil er nichts eingezahlt hat.

Warum das die einzige Art von Aktion ist, die hier vorkommt: Gratisspielguthaben braucht die vorgängige Zustimmung der Gespa, und die Aufsicht begrenzt Auflage und Dauer. Eine breite, dauerhaft laufende «Reload»-Promotion ist im bewilligten Markt nicht vorgesehen. Werbung mit Codes ausländischer Anbieter richtet sich an ein Publikum, das seine Spielsperre umgehen oder sich auf einer nicht zugelassenen Plattform anmelden würde – und fällt unter Art. 74 Abs. 3 BGS. Die Mechanik von «Jouez Sport – Patinoires et Stades» ist die saubere Version einer Cross-Promotion: Verkaufsstelle, Code, Konto, befristetes Guthaben, klare Nicht-Auszahlbarkeit.

Für die Bewertung heisst das: Eine CHF-10-Gutschrift im Dezember ist Marketing-Budget für ein Sportprodukt, kein Bonus auf eine Einzahlung. Wer darauf wettet, gewinnt ins Wallet; wer verliert, verliert das CHF 10 – einen Cash-Bonus, der über die Verlustlimite hinausginge, gibt es hier nicht.

Wohin Gewinne fliessen – die Mechanik, die jede Promotion überdauert

Wer bei Sporttip wettet, lässt sich Gewinne bis CHF 1’000 pro Spielbestätigungsquittung automatisch auf das Wallet gutschreiben. Höhere Gewinne überweist Swisslos bei bekannter Zahlungsverbindung innert 3 Arbeitstagen auf das Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto der teilnehmenden Person. Bei der Loterie Romande ist die Schwelle gleich (CHF 1’000 netto), die Auszahlung erfolgt auf das Konto der angegebenen IBAN.

Wer eine Promotion annimmt, sollte damit rechnen, dass Gewinne aus Spielguthaben auf der Wallet-Seite landen und nicht ausgezahlt werden, solange die Gutschrift aktiv ist. Wo genau das Wallet endet und die Banküberweisung beginnt, hängt von der Wettstruktur ab – eine Kombinationswette zu CHF 50 mit Quote 25 kann leicht über CHF 1’000 Nettogewinn liegen, und dann fällt die Auszahlung in die IBAN-Logik.

Aus dem Wallet lässt sich Guthaben auszahlen, und zwar zweimal pro Jahr kostenlos, ab der dritten Auszahlung kann eine Kommission von 3 % anfallen. Die Überweisung erfolgt innert 5 bis 10 Arbeitstagen. Einzahlungen aufs Wallet sind auf höchstens CHF 10’000 pro 30 Tage beschränkt, und ein Kauf ist nur möglich, solange das Wallet-Guthaben CHF 9’999 nicht übersteigt. Wer regelmässig spielt, kommt mit dieser Schwellenlogik in Berührung – und wer sie ignoriert, sieht sich am Ende mit gesperrten Einzahlungen konfrontiert.

Wie die beiden bewilligten Veranstalterinnen im direkten Vergleich abschneiden

Einordnung Marke Bewilligung Veranstalterin / Status
Bewilligt Swisslos Sporttip Gespa-Grossspiel-Bewilligung (Veranstalter- und Spielbewilligung, BGS SR 935.51) SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Basel; Produkt Sporttip
Bewilligt Loterie Romande Jouez Sport Gespa-Grossspiel-Bewilligung (Veranstalter- und Spielbewilligung, BGS SR 935.51) Loterie Romande (Société de la Loterie de la Suisse Romande); Produkt Jouez Sport
Ohne Schweizer Bewilligung WirWetten keine ohne Schweizer Bewilligung; eine Curaçao-, Malta- oder andere ausländische Lizenz hat in der Schweiz keine Gültigkeit (Art. 4 BGS)
Ohne Schweizer Bewilligung Playzilla keine ohne Schweizer Bewilligung; ausländische Lizenz ohne Kraft in der Schweiz (Art. 4 BGS)
Ohne Schweizer Bewilligung FortuneJack keine ohne Schweizer Bewilligung; ausländische Lizenz ohne Kraft in der Schweiz (Art. 4 BGS)
Ohne Schweizer Bewilligung 1xBet keine ohne Schweizer Bewilligung; ausländische Lizenz ohne Kraft in der Schweiz (Art. 4 BGS)
Ohne Schweizer Bewilligung 22Bet keine ohne Schweizer Bewilligung; ausländische Lizenz ohne Kraft in der Schweiz (Art. 4 BGS)
Ohne Schweizer Bewilligung Bahigo keine ohne Schweizer Bewilligung; ausländische Lizenz ohne Kraft in der Schweiz (Art. 4 BGS)
Ohne Schweizer Bewilligung Jackbit keine ohne Schweizer Bewilligung; ausländische Lizenz ohne Kraft in der Schweiz (Art. 4 BGS)
Ohne Schweizer Bewilligung AmunRa keine ohne Schweizer Bewilligung; ausländische Lizenz ohne Kraft in der Schweiz (Art. 4 BGS)

Die Tabelle trennt sauber, was der bewilligte Markt an Promotion-Mechanik hat und was aussen vor bleibt. Die Bewilligung ist hier mehr als ein Marketing-Stempel: Sie bringt den Anschluss an das schweizweite Sperrregister, an die Identitätsprüfung und an die Auszahlung auf ein Schweizer Konto. Bei den acht Anbietern ohne Bewilligung fehlt all das – die Plattformen können ihre Stärken bei Zahlungsvielfalt, Krypto oder Bonusfrequenz haben, aber sie fallen durch die schweizerische Schutz-Architektur.

Swisslos Sporttip

Swisslos ist die interkantonale Landeslotterie mit Sitz in Basel und betreibt Sportwetten unter dem Markennamen Sporttip. Die Bewilligung umfasst die Deutschschweizer Kantone (AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG, ZH) sowie Tessin und das Fürstentum Liechtenstein. Das Vertragsgebiet erklärt, warum ein Konto aus Genf, Waadt oder Freiburg hier nicht eröffnet werden kann – die Kantonszuteilung ist hart.

Der Bestandskunden-Vorteil ist die oben dargestellte Kombiboost-Treppe, flankiert von Quoten- und Profitboosts. Wer hier spielt, hat drei Regeln zu beachten: die Mindestquote 1.50, die Mindestanzahl an Voraussagen, die jeweilige Begrenzung von Einsatz und Bonus. Der Cash-Out ist nur als vollständiger Cash-Out und nur online verfügbar, ist garantiefrei, und bei Livewetten werden Wetten nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs sowie in spielentscheidenden Situationen wie Elfmeter, Rote Karte oder Videoschiedsrichter-Entscheid mit Quote 1.00 gewertet.

Das Urteil: Sporttip ist die richtige Adresse für Deutschschweizer Kombinationswetter, die ohnehin längere Scheine spielen und die Bedingungen akzeptieren. Wer nur Einzelwetten setzt, bekommt hier weniger Boosts als im EU-Markt – dafür aber den Schutz der Schweizer Aufsicht und der Identitätsprüfung.

Loterie Romande Jouez Sport

Die Loterie Romande richtet sich an die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Veranstalterin ist die Loterie Romande mit Sitz in Lausanne (Avenue de Provence 14, 1001 Lausanne), sie zählt 2’350 Verkaufsstellen und 221 Mitarbeitende. Wer aus der Deutschschweiz hier ein Konto eröffnen will, geht leer aus – die Service-Gebiete der beiden Veranstalterinnen schneiden sich nicht.

Das Bestandskunden-Instrument ist die Stadion-Aktion «Jouez Sport – Patinoires et Stades», die im Winter 2025/26 sieben Aktionstage umfasste und pro Code CHF 10 Spielguthaben vergab – nicht auszahlbar, 30 Tage gültig. Die Aufsichtspraxis – 24 Bewilligungen für die Loterie Romande 2025 – deutet darauf hin, dass weitere solche Aktionen folgen werden. Die Wallet-Logik mit maximal CHF 10’000 pro 30 Tagen und der Direkt-Gutschrift von Gewinnen bis CHF 1’000 netto ist praktisch identisch mit Swisslos.

Das Urteil: Loterie Romande ist für Westschweizer Bestandskunden die einzige bewilligte Adresse. Wer auf Stadion-Events setzt, hat hier den direktesten Zugang, und wer im Wallet bleibt, behält die Spielflow-Logik. Wer höhere Quoten oder ein breiteres Wettprogramm sucht, wird anderswo landen – aber nirgends in der Schweiz bewilligt.

WirWetten, Playzilla, FortuneJack, 1xBet, 22Bet, Bahigo, Jackbit, AmunRa

Diese acht Marken erscheinen hier, weil Schweizer Spielerinnen und Spieler ihnen im Internet begegnen – über Werbung auf Social Media, über Vergleichsportale oder über Empfehlungen. Keine von ihnen hat eine Schweizer Bewilligung, eine ausländische Lizenz hat in der Schweiz keine Kraft (Art. 4 BGS), und die Gespa führt die Domains auf einer Sperrliste, die Schweizer Telekomanbieter per DNS blocken.

Was im Vergleich zu Swisslos und Loterie Romande lockt, ist genau das, was im bewilligten Markt nicht vorkommt: Einzahlungsboni, Reload-Boni, Cashback ohne Deckel, Krypto-Einzahlungen, breitere Wettprogramme. Was es kostet, ist die Sicherheits-Architektur: kein Anschluss an das schweizweite Sperrregister, keine Schweizer Auszahlungs-Garantie, keine Aufsicht, keine Rückforderung im Streitfall. Die Gespa-Testkäufe 2025 haben an Verkaufsstellen in 47.5 % der Fälle einen Wettabsatz an Minderjährige ergeben – diese Zahl betrifft den Verkaufsstellen-Kanal, sie ist aber ein Hinweis darauf, wie weit die Schutz-Mechanik offline reicht und wie wenig sie online bei einem Anbieter ohne Schweizer Anker greift.

Das Urteil: Wer in der Schweiz wettet und zugleich in der Schweiz wohnt, hat an diesen Plattform-Modellen keinen bewilligten Weg. Wer dort spielt, nimmt die Plattform zu deren Bedingungen, ohne Schweizer Aufsicht, ohne Sperrregister-Anschluss und mit der Möglichkeit, dass die Domain auf der Sperrliste landet.

Wie Promotion-Mechanik und Spielerschutz zusammenwirken

Die Reihenfolge im Alltag – wer das erste Mal eine Promotion ausprobieren will, geht diese Schritte:

  1. Verlustlimiten setzen. Bei Sporttip sind das 1-, 7- und 30-Tages-Werte mit Höchstbeträgen; Senkungen wirken sofort, Erhöhungen erst nach 72 Stunden Wartefrist. Wer das vor der ersten Teilnahme macht, kann das eigene Spieltempo gleich mitsteuern.
  2. Mindestquote und Mindestanzahl prüfen. Der Kombiboost verlangt vier Voraussagen mit Quote ≥ 1.50; wer darunter bleibt, bekommt keinen Bonus, auch wenn die Wette gewinnt.
  3. Begrenzung von Einsatz und Bonus ansehen. Die Spielregeln nennen für jede Stufe des Boosts eine Obergrenze, die nicht offensichtlich ist und im Kleingedruckten steht.
  4. Cash-Out-Folgen mitdenken. Bei Quoten- und Profitboosts verfällt der Vorteil bei einem Cash-Out, beim Kombiboost ohnehin; wer die Wette vorzeitig auflöst, verliert den Bonus.
  5. Wallet- und Auszahlungs-Schwellen kennen. Gewinne bis CHF 1’000 landen automatisch im Wallet; was darüber liegt, geht nach 3 oder 5–10 Arbeitstagen aufs Bank- oder Postkonto.

Eine Promotion ist in dieser Marktform ein Aufschlag, kein Türöffner. Wer eine Promotion als Einladung versteht, mehr zu setzen, liegt im Mechanismus falsch – die Aufsicht verbietet Werbung, die sich an Minderjährige oder gesperrte Personen richtet, und die Spielsperre ist nicht aufhebbar vor Fristablauf.

Werbung, die einen Bonus anpreist, ist im bewilligten Markt besonders eng gefasst. Eine automatische E-Mail nach der ersten Einzahlung mit einem Code, wie sie internationale Anbieter standardmässig verschicken, fällt hier nicht in den Alltag. Die CHF-10-Stadion-Aktion ist das Maximum dessen, was eine bewilligte Veranstalterin in einer Wintersaison verteilt – die Auflage ist 7’000 Codes, nicht 70’000.

Häufige Fragen

Gibt es in der Schweiz Gratiswetten für Bestandskunden?

Eine «Gratiswette» im Wortlaut einer Wettplattform – ein Gutschein, der nach einem Einsatz als Freiwette zurückkommt – ist in der bewilligten Schweizer Form nicht zu sehen. Was es gibt, sind Boosts auf den Nettogewinn sowie befristetes, nicht auszahlbares Spielguthaben aus einzelnen, von der Gespa bewilligten Aktionen wie «Jouez Sport – Patinoires et Stades». Wer eine echte Gratiswette sucht, stösst ausserhalb des bewilligten Markts auf entsprechende Angebote – ohne Schweizer Aufsicht.

Wie funktioniert der Kombiboost für bestehende Konten?

Der Sporttip-Kombiboost erhöht den Nettogewinn einer Online-Wette, sobald mindestens vier Voraussagen mit einer Mindestquote von 1.50 je Auswahl gespielt werden; der Aufschlag beträgt 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn Voraussagen. Einsatz und Bonus sind limitiert, gilt nur online und verfällt bei einem Cash-Out – einzelne Voraussagen unter 1.50 schliessen den Bonus auf der gesamten Wette aus.

Wie funktionierte die Aktion der Loterie Romande in den Eishockeystadien?

Vom 17. Dezember 2025 bis zum 10. März 2026 lief die Aktion «Jouez Sport – Patinoires et Stades» an 7 Aktionstagen in Westschweizer Stadien; wer einen verteilten Code innerhalb von 7 Tagen im verifizierten Konto einlöste, erhielt CHF 10 Spielguthaben – insgesamt 7’000 Stück, je 30 Tage gültig, nicht auszahlbar. Gewinne aus dem Spielguthaben fliessen ins Wallet, das Guthaben selbst wird nie als Cash ausbezahlt.

Wird bei einer Gratiswette der Einsatz zusammen mit dem Gewinn ausbezahlt?

Eine Gratiswette ist in der Schweizer Marktform ein Spielguthaben, dessen ursprünglicher Betrag nicht auszahlbar ist. Was aus Wetten mit Spielguthaben gewonnen wird, fliesst ins Wallet, ab CHF 1’000 netto auf das Bank- oder Postkonto. Der «Einsatz» der Gratiswette wird also nicht mit dem Gewinn zusammen als Cash zurückerstattet – die Mechanik unterscheidet sich damit von einer klassischen EU-Gratiswette.

Auf welches Konto werden Gewinne ausbezahlt?

Bei Sporttip und Loterie Romande gehen Gewinne bis CHF 1’000 pro Spielbestätigung automatisch aufs Wallet; Gewinne darüber überweist Swisslos innert 3 Arbeitstagen auf das Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto der teilnehmenden Person, Loterie Romande auf die hinterlegte IBAN. Auszahlung nur auf Konten im eigenen Namen, PostFinance Pay ist direkt nutzbar, alle anderen Zahlungsarten sind operator-eigene Sache.

Was ist von Gutscheincodes ausländischer Wettseiten für Bestandskunden zu halten?

Codes ausländischer Plattformen beziehen sich auf Anbieter ohne Schweizer Bewilligung; eine ausländische Lizenz hat in der Schweiz keine Kraft (Art. 4 BGS). Wer einen solchen Code nutzt, spielt ausserhalb der Schweizer Aufsicht, ohne Sperrregister-Anschluss und ohne Auszahlungspflicht auf ein Schweizer Konto; die Domains können auf der Gespa-Sperrliste landen und vom Schweizer DNS blockiert werden.

Inhalt erstellt vom Team «buchmachersch»